Estrich beim Balkon

Diskutiere Estrich beim Balkon im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, Ich plane schon seit längerem eine Balkonsanierung. Die Geländerpfosten sind direkt auf dem Beton verschraubt und der Pfosten...

  1. Chris997GT

    Chris997GT

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    Hallo zusammen,

    Ich plane schon seit längerem eine Balkonsanierung. Die Geländerpfosten sind direkt auf dem Beton verschraubt und der Pfosten wurde um den vorhandene Estrich herumgeführt. Aufgrund des Zustands des Estrichs möchte ich diesen auf jeden Fall neu machen. Mein Plan ist alles runter zu machen aber das Geländer komplett auf der Beton Bodenplatte verankert zu belassen.

    Ich habe nun gelesen, dass der Estrich niemals direkt mit den Geländerfüssen bzw. Pfosten in Verbindung stehen darf, da es durch Bewegungen (z.B. wenn man sich gegen das Geländer lehnt) zu Rissen im
    Estrich führen wird. Auch unterschiedliche Temperaturen an dem Feuerverzinkten Stahl Fund Estrich führen zu Spannungsrissen.

    Die KI sagt nun man müsste eine trennlage zwischen Estrich und Beton einlegen und die Geländerfüsse quasi separieren: Wortlaut:

    „Entkopplung & Platzhalter einrichten

    Der Estrich darf keinen direkten Kontakt zu den Geländerpfosten oder deren Ankerplatten haben. Wenn
    durch Wind/Belastung minimal schwingt, würde der Estrich sofort reißen.

    Trittschalldämmung, PE-Schaumstoff oder Randdämmstreifen flach über und um die Ankerplatten auf dem Beton.

    Randdämmstreifen (ca. 5-10 mm dick) fest um den Fuß jedes Geländerpfostens - und zwar so hoch, dass sie die geplante Oberkante des späteren Estrichs (inklusive Fliesen/Belag) überragen“

    Im Internet finde ich aber dazu nichts näheres.
    Hat jemand eine Idee wie ich das ganz konkret umsetzen kann? An der Hauswand scheint der feuerverzinkte Geländerfuss KEINEN Kontakt zum Estrich zu haben (wie ist dies überhaupt möglich ?) an der Front liegt der Estrich scheinbar bündig auf dem Beton auf (siehe letztes Foto)


    Das Geländer soll auf jeden Fall so installiert bleiben wie es ist! Ja ich weiß es ist nicht ideal ;-). Wäre für jeden Input/ Ideen dankbar.
     

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  2. ToTi

    ToTi

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    Hast du dir eigentlich schon überlegt, wie du die Abdichtung und die Entwässerung jetzt fachgerecht hinbekommst? Wenn diese nicht funktioniert, brauchst du dir auch keine Gedanken über Estrich machen.
     
  3. BaUT

    BaUT

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    Und das verrottete Wellasbestdach möchtest du gerne weitere 20 Jahre da so liegen lassen?
     
  4. Chris997GT

    Chris997GT

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    Hallo zusammen,

    1. Das Asbestdach wird vorher komplett abgebaut und entsorgt, damit ein Gerüst gestellt werden kann.


    2. zum Aufbau wie folgt meine Planungen:


    Ich fasse das Projekt/Planung einmal kurz zusammen:


    1. Der Ist Zustand nach Abriss sieht m.E. wie folgt aus:

    Rohdecke Beton mit verankerten Geländerfüßen des feuerverzinkten Geländers. Die Rohdecke wird umfänglich ausgebessert und saniert.


    2. Folgende Arbeite sollen grundsätzlich erfolgen:


    1. Sanierung und Grundierung der Rohdecke

    2. Abdichtung der Rohdecke

    3. Trennlage (PE Folie 2 lagig)

    4. Schutzestrich

    5. Gefälle - Estrich

    6. Abdichtung komplett dicht „von oben“:



    Konkret ausgeführt könnten die Positionen 1.-4. mit dem System von Köster:


    1.Betoninstandsetzung: KÖSTER Betomor Multi A, KÖSTER Reparaturmörtel R4


    2. Oberflächenausgleich: KÖSTER SL Premium, KÖSTER SL Protect, KÖSTER Sperrmörtel


    3. Grundierung: KÖSTER Bitumen-Voranstrich (mein Favorit) oder KÖSTER KBE-Flüssigfolie


    4. Flächenabdichtung: KÖSTER KSK ALU 15, KÖSTER KSK SY 15 oder KÖSTER Deuxan 2K-Spachteldicht (mein Favorit)



    Positionen 5. und 6. (also ab dem Gefälleestrich) sollen dann


    a) mit System von PCI: System I Balkon / Terrasse - PCI Deutschland - PCI Augsburg GmbH

    oder

    b) mit Sopro https://www.sopro.com/fileadmin/cus...DE/4x4_Newsletter/2024/4x4-02-2024-de_Web.pdf

    siehe PDF Anlage ausgeführt werden.

    Der finale Oberbelag soll Steinzeug inkl. klassischen Fliesenschenkeln randseitig verwendet werden.


    Die Ausklinkung erfolgt über einen U-Ausschnitt der Fliesenschenkel. Die Fuge des U-Ausschnitts zwischen den Fliesenschenkeln und dem feuerverzinkten Geländerpfosten wird/muss als Bewegungsfuge (ca. 3–5 mm) freigelassen werden.


    Diese Fugen sollen mit

    • Dichtstoff: Außenbereich-Silikon z.B. PCI (Natursteinsilikon) oder ein Polyurethan-Dichtstoff (PU), ggf. ergänzt mit Hinterfüllschnur: PE-Rundschnur
    ausgefüllt werden.

    Habt ihr hierzu einen Tipp? Das werden die kritischen Stellen sein.

    Das Wasser läuft dann über die Schenkel ab und tropft an der Seitenwand des Balkons über eine Alu-Dachblende welche mehrere Zentimeter unter die Fliesenschenkel geführt wir mit einer Tropfkante ab (siehe Beispielfoto anbei).
     

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  5. ToTi

    ToTi

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    Du hast aber schon gelesen, dass bei Verbundabdichtung Durchdringungen Sonderkonstruktionen sind?! Das bedeutet, der Hersteller (Handwerker) haftet nicht für Schäden, da nicht garantiert werden kann, dass es dauerhaft funktioniert. Im dümmsten Fall (und der tritt immer auf) kannst du nach 2-3 Jahren den ganzen Murks (was anderes ist der Aufbau dann nicht) wieder herunterreißen und dann richtig machen. Du musst schon verdammt viel Geld haben um die Balkonabdichtungen 2x zu machen. An deiner Stelle würde ich mir einen Schlosser zu rate holen, wie er das Geländer so umbauen kann, damit es stirnseitig angebracht werden kann.
    Das ist viel günstiger, als den Murks was du da planst.

    Zitat aus dem Prospekt.
    Durchdringungen
    Wie in anderen Bereichen mit Verbundabdichtung stellen auch auf Balkonen
    die Durchdringungen potenzielle Schwachstellen dar, denen
    besondere Aufmerksamkeit zu schenken ist. Zunächst einmal sollte man
    die Anzahl der Durchdringungen auf das absolut notwendige Mindestmaß
    reduzieren. Geländerpfosten sollten beispielsweise an der Stirnseite
    und nicht an der Oberseite befestigt werden. Wo Durchdringungen
    unvermeidbar sind, sollten diese einen umlaufenden Flansch aufweisen,
    an den die Verbundabdichtung angeschlossen werden kann. Ist dies
    insbesondere bei Sanierungen nicht der Fall, kann der Bereich um die
    Durchdringungen frei gestemmt werden und mit einem kapillardichten
    Verguss verschlossen werden, an den die Verbundabdichtung angeschlossen
    wird. Auch hier handelt es sich um eine Sonderkonstruktion.
     
  6. Chris997GT

    Chris997GT

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  7. Chris997GT

    Chris997GT

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    Es gäbe doch dann keine "Durchdringung" da die Betonplatte komplett abgedichtet ist (über die Geländerfüße hinweg und auch die gesamte Nutzdecke abgedichtet wird. Warum sollte dies technisch so nicht umsetzbar sein? Also wo genau wäre denn die "Durchdringung", welche unstrittig die größte Schwachstelle ist/wäre? Das habe ich noch nicht ganz verstanden.

    Nur zu meinem Verständnis: Im Prinzip hat man doch die von dir geschilderte Problematik bei JEDEM aufgesetztem Geländerpfosten, da die "Füße" immer im Beton verschraubt oder direkt einbetoniert werden müssen und der Pfosten eben aus dem obersten Belag herausragt/ durchdringt.

    Beispiel: Bei meinen Eltern hält der Balkon nun seit 33 Jahren vollbewittert (siehe Foto), da müssen die Füße doch auch verschraubt sein und ein entsprechender Aufbau darüber erfolgt sein. Die Fliesenschenkel wurden eingeschnitten und um die Pfosten herumgebaut.

    In meiner aktuellen Situation ist ja zumindest augenscheinlich der Vorteil, dass der Pfosten nicht im Estrich verbaut werden müsste.

    Natürlich ist die Option vom Geländerumbau der Idealweg (am besten von unten), aber kostentechnisch eben auch sehr teuer. Ich habe bereits Angebote vorliegen.
     

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  8. ToTi

    ToTi

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    Die Schwachstelle ist der Geländerpfosten. Estrich, Abdichtung und Fliesen enden doch nicht 5 cm vor den Pfosten?! Wenn ich es richtig verstanden habe, endet dein Estrich bündig mit dem Geländerpfosten. Somit musst du die Abdichtung am Geländerpfosten anschließen, sonst läuft dir das Wasser am Pfosten herunter, hinter die Abdichtung und Estrich bis auf den Beton. Die Abdichtung wird doch auf der Stirnseite auch bis auf die Betonplatte (über den Estrich gezogen). Es passiert dann genau das, was nicht passieren soll, die Abdichtung wird hinterlaufen und sammelt sich schön im Estrich. Nur wirst das nicht gleich merken, wahrscheinlich erst in so 5-7 Jahre, wenn sich der Estrich anhebt, die Fliesen brechen und du Kalkspuren an der Unterseite der Betonplatte findest.
     
  9. Chris997GT

    Chris997GT

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    Hallo Toti,

    also der Estrich liegt gegenwärtig in einem Estrichwinkel aus (wahrscheinlich Edelstahl) anliegend gegen den Pfosten. Anbei nochmal ein Foto des Geländerpfostens an der Stirnseite des Balkons (man sieht unten den Betonboden, dann den Estrichwinkel inkl. dem freiliegenden Estrich). Der Geländerfuß ist fest im Beton verankert. Der Estrich scheint in diesem Fall sowohl auf dem (Geländerfuß inkl. der Verschraubung als dann auch auf dem Beton direkt aufzuliegen, was nicht korrekt sein kann, daher sind wahrscheinlich auch die Bauschäden entstanden). Anbei auch ein Foto von "oben": man sieht den freiliegenden Estrich, den Estrichwinkel und auch die Betonplatte leicht über dem Estrichwinkel stehend.

    Nochmal kurz zu meiner Idee:

    1. Die Rohbetondecke inkl. dem Geländerfuß soll (kurz gefasst, die o.g. Schritte lasse ich jetzt weg) mit KÖSTER Bitumen-Voranstrich und anschließend KÖSTER Deuxan 2K-Spachteldicht abgedichtet werden. Das Material ist sehr flüssig und sollte dann auf der Rohbetondecke alles bündig überdecken. Diese Abdichtung wird dann auch über den Beton stirnseits heruntergezogen.

    2. die zweite Abdichtebene über dem Estrich ist dann nochmal die Herausforderung. Um den gesamten Estrich (auch in den Estrichwinkeln, Wandanschluss) werden Randdämmstreifen verlegt. Zusätzlich wäre die Idee dann das Spezial-Dichtband PCI Pecitape® 120 über den Estrich/ Estrichwinkel/ Außenabkantungen des Estrichs zu kleben. bzw. auf den Geländerpfosten zu kleben
    Die Dichtschlämme etc. läuft dann "gegen" den Geländerpfosten / Randdämmstreifen/ das Dichtband bzw. leicht über das Dichtband hinaus.

    Der Oberbelag soll ja sowieso im Idealfall komplett dicht sein inkl. den Fliesenschenkeln, da darf faktisch kein Wasser mehr durch und wird wie oben beschrieben umgesetzt (Wasser läuft über die Schenkel auf das Alublech und tropft ab).

    Vielleicht hat aber hier aus dem Forum jemand ein Idee wie man dies am besten oder besser gestalten kann. Vll. macht es an den Geländerpfosten auch Sinn mit Vlies und Flüssigkunststoff zu arbeiten damit diese Schwachstelle

    Im Prinzip ist doch das Problem bei jedem aufgesetzten oder einbetonierten Geländerpfosten (Das Material bzw. die Abdichtungsmassen stoßen gegen den Stahl-Pfosten bzw. der vorhandene Entkopplungsspalt (und wenn nur minimal) muss abgedichtet werden) und hierfür sollte es doch eine Lösung geben welche elastisch und dicht ist?
     

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