Sanierung eines EFH von 1979 zum Effizienzhaus 85 EE – Möglichkeiten gibt es für die Fassadendämmung

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  1. com2net

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    Hallo zusammen,

    wir planen die umfassende energetische Sanierung eines Einfamilienhauses, Baujahr 1979. Ziel ist es, das Haus auf den Standard Effizienzhaus 85 EE zu bringen. Aktuell beschäftigt mich insbesondere die Frage, wie sich die Außenfassade energetisch sinnvoll verbessern lässt.

    Die Fassade ist unterschiedlich aufgebaut:

    • Erdgeschoss: Klinkerfassade
    • Obergeschoss: Verkleidung mit Schieferimitatplatten
    Nach Angaben des Verkäufers soll sich bereits Dämmmaterial im Hohlraum zwischen dem äußeren Klinker und dem Innenmauerwerk befinden. Allerdings ist bisher nicht geklärt, welches Material tatsächlich eingebaut wurde, wie dick die Dämmschicht ist und in welchem Zustand sie sich befindet. Eine endoskopische Untersuchung steht noch aus.

    Da wir das Haus umfassend sanieren möchten, stellt sich mir die Frage, ob die vorhandene Dämmung ausreichend ist oder ob eine Verbesserung möglich und sinnvoll wäre.

    Folgende Möglichkeiten beschäftigen mich derzeit:

    1. Einblasdämmung im Erdgeschoss: Kann das vorhandene Dämmmaterial entfernt und durch einen moderneren, leistungsfähigeren Dämmstoff ersetzt werden? Ist das technisch überhaupt sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar?
    2. Kombination verschiedener Dämmmaßnahmen: Welche Kombination aus Einblasdämmung im Erdgeschoss und zusätzlicher Dämmung im Obergeschoss wäre energetisch und wirtschaftlich am sinnvollsten?
    Eine zusätzliche Herausforderung ist, dass wir die Fassade möglichst erhalten möchten und eine komplette Veränderung der Außenansicht nicht unbedingt unser Ziel ist. Eine technisch saubere und langfristig wirtschaftliche Lösung wäre mir wichtiger als eine möglichst einfache Umsetzung.

    Meine Fragen an euch:

    • Hat jemand Erfahrungen mit der nachträglichen Dämmung einer solchen Klinkerfassade aus den 1970/80er-Jahren?
    • Lohnt sich der Austausch einer bereits vorhandenen Hohlraumdämmung überhaupt?
    • Welche Möglichkeiten gibt es bei einer Schieferimitatfassade aus dieser Bauzeit?
    • Welche Dämmstärken und Materialien wären für das Ziel Effizienzhaus 85 EE realistisch?
    • Wie stark beeinflusst die Fassadendämmung die Erreichbarkeit dieses Standards, wenn gleichzeitig Dach, Kellerdecke, Fenster und Heizung erneuert werden?
    • Gibt es Empfehlungen für Energieeffizienz-Experten oder Fachbetriebe im Raum Ruhrgebiet, die sich mit solchen Fassaden auskennen?
    Mir ist bewusst, dass eine belastbare Beurteilung erst nach einer Bestandsaufnahme und den entsprechenden Berechnungen möglich ist. Trotzdem würde ich mich über eure Erfahrungen, konkrete Lösungsvorschläge und Hinweise auf mögliche Fallstricke sehr freuen.

    Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung!
     

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  2. nordanney

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    1. Die nötigen Maßnahmen gibt Dein Energieberater vor
    2. Da ein Dachüberstand praktisch nirgends vorhanden ist, muss sowieso das Dach angepasst werden, was Dir von der Dicke der Dämmung alle Möglichkeiten eröffnet
    3. Jede eingesparte kWh Energie durch weniger Verbrauch = mehr an Dämmung, muss gar nicht erst produziert werden. Ein "Mehr" an Dämmstärke ist aufgrund der Sowiesokosten relativ günstig. Es wird nur dickeres Material benötigt als Aufpreis. Also so viel Dämmung wie möglich
    4. Alte Dämmung hinter dem Klinker bekommst Du nur raus, wenn Du den Klinker entfernst. Also praktisch gar nicht. Einblasdämmung fällt damit raus.
    5. WDVS kann auch problemlos auf der Klinkerfassade angebracht werden
    6. Die Eternitplatten müssen weg, sonst ist eine Dämmung nicht möglich
    7. Fassade ist ein wesentlicher Bestandteil für Energieeffizienz. Ohne WDVS kein EE 85. Insofern ist Deine Frage, wie sehr die Fassadendämmung die Erreichbarkeit beeinflusst diese: Ohne Dämmung keine EE 85.

    Fazit: Um auf EE 85 zu kommen, wird das Haus ganz klassisch ein WDVS bekommen MÜSSEN. Die alte Fassade kannst Du nicht erhalten. Das kann von EPS bis zu Resol sein. Oder auch eine vorgehängte und hinterlüftete Fassade mit MiWo Dämmung. Verputzt, Holz, Klinkerriemchen. Alles ist möglich.

    P.S. Ich habe mein Mitte 60er Haus selbst auf fast KfW 40 saniert. 80er Anbau mit zweischaligem gedämmten Mauerwerk und 60er Jahre Klinkerriemchen bzw. Vollklinker ohne Luftspalt. "Einfach drauf" das WDVS. Ich habe mich für Resol entschieden, da damit die Fassade am wenigsten dick aufgebaut hat und die Dämmwirkung am größten ist (WLG 21). 12cm waren nur nötig, 16cm sind es größtenteils geworden. Lage: westlich von Duisburg. Habe aber eine Energieeffiziensexperten gehabt, der nicht aus der Region kam. Leider auch keine Fachbetriebe, da Eigenleistung.
     
  3. Kriminelle

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    Das Haus ist mit… EEG G … inseriert worden. Das ist schon eine niedrige Hausnummer.
    Eigentlich müsste die Rechnung der Einblasung existieren, falls Euch das interessiert. Aber wie @nordanney es schon sagt: das bringt nicht viel. Und man sieht ja selbst: G ist quasi kurz vor ungenügend - trotz Einblasdämmung.
    Gekauft ist es noch nicht?
     
  4. com2net

    com2net

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    wo ist es inseriert worden ? Rechnung ?
     
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Sanierung eines EFH von 1979 zum Effizienzhaus 85 EE – Möglichkeiten gibt es für die Fassadendämmung

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