120qm Estrich stehen im Wasser - Technik und wer kommt für den Schaden auf

Diskutiere 120qm Estrich stehen im Wasser - Technik und wer kommt für den Schaden auf im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich versuche mich mal kurz zu halten ;-) Wir haben eine Mehrgenerationenhaus aus dem Jahr 1976. Dieses wurde massiv gebaut. Es gibt...

  1. debbie

    debbie

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    Hallo,

    ich versuche mich mal kurz zu halten ;-)

    Wir haben eine Mehrgenerationenhaus aus dem Jahr 1976. Dieses wurde massiv gebaut. Es gibt horizontal und Vertikalsperren (vertika - Anstrich) welche natürlich im laufe der Jahre schon nicht mehr vorhanden sein könnten.
    An unserem Haus grenzt Nachbars Garage - 45 qm.
    Diese Garage wird über ein Regenrohr abgeleitet und wird an unsere Hauswand in den Boden eingetrichtert. Dies wohl mit höchster Wahrscheinlichkeit schon seit Jahren (Bau der GArage vor 15 Jahren).

    Wir wohnen hier im Rheinland und hatten in den letzten Wochen mehrere "Jahrhundertregen" durchlebt.
    Wir bemerkten im Keller das alle Wände auf 20 cm nass waren.
    Installateuer kam, dieser schlug eine Lecktageortung vor.
    Lecktagemensch kam und konnte Frisch, Abwasser und Heizungssystem ausschließen. Durch eine Begehung fand er das Regenrohr des Nachbarn.
    Er teilte uns mit das in den letzten Wochen bis zu 46 l/qm in der Stunde geflossen sind und nunmehr der Keller so ziemlich überfüllt ist.

    Hm, wir also zum Nachbarn, zwecks beseitigung des Rohres (welches er auch unverzüglich verlegt hat) und wg. Versicherungsschutzes.
    1 1/2 Wochen vergingen ohne eine Resonanz des Nachbarn, zwischenzeitlich haben wir den Bericht der Lecktageortung ihm überrreicht und ihm auf die Dringlichkeit des Schadens hingewiesen, da zwischenzeitlich das Wasser auf 40-100 cm teilweise angestiegen ist und wir alle Wände mit Schimmel voll haben.

    Zwischenzeitlich haben wir eine kleines Austrockungsgerät angeschafft, was natürlich nur der Tropfen auf dem heißen Stein ist. Tapeten haben wir auf 1 m überall entfernt in der Hoffnung das es schneller trocknet und der Schimmel verschwindet.

    Nachbar meint mündlich, er wäre nicht für den Schaden haftbar zu machen, da er dies ja nicht mutmaßlich gemacht hätte.
    Seither warten wir auf etwas schriftliches.

    Gestern habe ich uns eine Bautrockungsfirma ins Haus geholt, die eine Bodenprobe gemacht hat. Der Estrich liegt bei 98 % Feuchtigkeit - also er schwimmt! 120qm liegen im Wasser.
    Dieser Mensch meinte dann, das wir def. Austrockungsgeräte aufstellen lassen müßten - da andernfalls es 2-3 Jahre dauern würde bis dies getrocknet wäre (im BOden)
    Kostenpunkt nur für die Trocknung plus Schimmelbeseitigung 5000 Euro.

    Da stehen wir jetzt und wissen nicht weiter.

    Wir sind in der Schadensminderungspflicht - wir müssen etwas unternehmen.
    Aber 5000 Euro haben wir uahc nicht.
    Die Rechtschutzversicheurng hat uns den Schaden erstmal freigegeben, allerdings ist es hier mit einem Risiko behaftet, da der Schadenszeitpunkt festegestellt werden muß (Theorie der Versicherung beim Bau der Garage) udnn so lange haben wir die Versicherung nicht.

    Meine Frage daher...
    1. kennt jemand evtl so einen ähnlichen Fall?
    2. gibt es eine andere kostengüntigere Möglichkeit das Wasser aus dem Estrich zu ziehen?
    3. kann man dies evlt auch privat selbst tätigen
    4. wäre eine Sickerungsgrube evlt eine andere Möglichkeit um das Wasser rauszubekommen?

    Jetzt habe ich mich doch nicht kurz gehalten, wäre aber dankbar wenn sich jemand die Mühe machen würde dies zu lesen und uns ein wenig mit Rat beizustehen..
     
  2. Vossi

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    wie hat es denn das Wasser zu Euch rein geschafft? Wenn sich der Nachbar nicht rührt, wird wohl der Weg zum Anwalt unausweichlich sein. Was nicht heisst, das es dann schneller geht, sondern nur, das Ihr rechtlich alles richtig macht in einem so schwierigen Fall.
     
  3. debbie

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    Die Experten sprechen von Druckwasser welches auf die Außenwand drückt.
    Die Masse des Wassers hat es schlußendlich geschafft und sucht sich den einfachsten Weg und dies war in den Hohlraum unter dem Boden ums schlußendlich von dort nach oben in die Hauswände zu steigen..

    Wir sind im Normalfall gar keine Menschen für anwalttechnische Dinge - aber wir sind zur Zeit enttäuscht und teilweise auch schon ein wenig wütend, daß der NAchbar sich in keinster Weise mal erkundigt. Es wurde auch keine Hilfe zur Abhilfe angeboten...
    Dies macht mich auch widerum stutzig, als wenn diese sich schon anwaltlischen Rat geholt hätten.
    Nur ich kann keine 5000 Euro so einfach bezahlen (wer kann das schon)

    Gibt es denn die Möglichkeit einer Sickerungsgrube?
     
  4. #4 Manfred Abt, 15.09.2011
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    Der Nachbar wahrscheinlich auch!

    Hier kommt es doch darauf an, dass IHR aktiv werdet.

    D.h. ihr müsst erst einmal den Nachbar in formal juristisch korrekter Form für den Schaden verantwortlich machen und ihn oder die hinter ihm stehende Versicherung bzgl. des bisher entstandenen und ggf. noch entstehenden Schadens in Haftung nehmen.

    Und dies eben am besten über Anwalt.
     
  5. sarkas

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    Nein ...
    wo sollte die denn hin? Unters Haus? Da würde sich die Frage stellen, wie soll die da hinkommen?

    Außen herum aufgraben ist genau so sinnlos, da es trotz allem kaum "fließende" Mengen an Wasser sind, die da einfach rauslaufen.
     
  6. debbie

    debbie

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    Hatten soeben eine 2. Bautrockungsfirma vor Ort.
    Diese kamen auch auf über 5000 Euro netto.
    Ich werden jetzt gleich nochmal einen neuen Beitrag schreiben, zum Thema Sanierung -Entfeuchtung des Kellers..

    Anwalt werden wir morgen einschalten und heute geben ich den Nachbarn die ganzen Daten nochmals schriftlich.
    Lt. dem Mann heute ist es höchste Eisenbahn etwas zu unternehmen!
     
Thema:

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