1956'er Haus - Was für ein Fußbodenaufbau? Schadstoffe - PAK o.Ä.?

Diskutiere 1956'er Haus - Was für ein Fußbodenaufbau? Schadstoffe - PAK o.Ä.? im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, ich bin seit ein paar Monaten stiller Mitleser als Vorbereitung für einen möglichen Hausbau. Jetzt ist alles anders gekommen...

  1. #1 pascal910, 8. Mai 2015
    pascal910

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    Hallo zusammen,

    ich bin seit ein paar Monaten stiller Mitleser als Vorbereitung für einen möglichen Hausbau.
    Jetzt ist alles anders gekommen und wir haben und ein Reihenmittelhaus von 1956 gekauft (so gut wie).

    Ich habe mich die letzten Tage mit dem Thema Schadstoffe / Asbest / PAK etc. beschäftigt und habe diesbezüglich zwei "Baustellen" im neuen Haus.

    1) In mehreren Räumen finde ich folgenden Fußboden vor (Lt. Baubeschreibung: «Atex auf Sandbettung» - Unter "Atex" habe ich nirgends im Internet etwas finden können.)
    Hat irgendjemand eine Ahnung, um was es sich für einen Bodenaufbau handeln könnte und ob mit Belastung zu rechnen ist?
    Wir könnten den Boden vermutlich sitzen lassen, aber ich möchte doch wohl wissen, um was es sich da handelt...?!
    Recht eindeutig ist mir von Oben an: Teppichfliesen / PVC oder Linoleum mit so einem Filz, aber dann darunter?
    Es scheint vollflächig an der Oberfläche eine Art Anstrich/Harz oder irgendetwas gegossenes zu sein (das Rote).
    Wenn man sich "durchkratzt", sieht es wie folgt aus:

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]


    2) Fußboden Küche (Lt. Baubeschreibung: «Atex Unterbau mit PVC-Belag»)
    Hier wollen wir den Boden definitiv entfernen. Jetzt hat mich ein Parkettleger auf eine wahrscheinliche PAK Belastung unter dem Boden hingewiesen. Er hat ein kleines schwarzes Stückchen herausgekratzt.
    Ich habe allerdings in Sachen PAK-Belastung auf Bildern im Internet immer pechschwarzen Kleber und diese meist in Verbindung mit Parkett gesehen.
    Ich sehe direkt unter den PVC-Fliesen eine bräunliche Schicht. Ist es denkbar, dass darunter noch irgendetwas in der Richtung "lauert"?
    [​IMG]
    [​IMG]


    Vielen Dank für eure Einschätzung.
    Pascal
     
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  3. #2 Stolzenberg, 8. Mai 2015
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Die Phrase "schlau gemacht" betrachte ich jetzt lieber nicht näher, aber damit hat die Art und Weise Deines Vorgehens unter Berücksichtigung Deines Anfangsverdachtes wenig zu tun...

    Ja, ich würde dort etwas sehen was in seltenen Fällen auch Asbest enthalten kann. Aber ich habe ja auch nicht daran rumgekratzt!
    Und in der Schicht darunter könnte sich sogar eine Teerpappe (also PAK) befinden. Denn Steinholz ist empfindlich gegen Feuchte.

    Wer sich schlau machen möchte, der sollte jetzt mal nach neuem PVC, altem PVC auf Jutefilz, Stragula, Linoleum oder Balatum suchen, bezüglich der Bruchneigung von Flex-Platten recherchieren oder sich mal genauer mit CV-Belägen auseinandersetzen. Danach beantwortet sich die Frage wie von selbst und man bekommt drei Treffer...
     
  4. #3 pascal910, 9. Mai 2015
    pascal910

    pascal910

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    Das Bruchneigung eine deutliches Warnsignal ist (Stichwort Floor-Flex-Platten) und PVC mit Jutefilz sehr wahrscheinlich kein Asbest enthält, habe ich bei meinen Recherchen bereits herausgefunden.

    Allerdings ist mir etwas in Sachen CV-Belägen unklar:
    Bei Cushion Vinyl lese ich immer nur von "Belägen" oder "Bahnen". Gab es CV auch als flexible Fliese (wie heutiges PVC) aber darunter mit einer asbesthaltigen Unterschicht?
    Ich würde gerne wissen, ob man am Bild des hellen Belages oben eine Aussage treffen kann, ob es sich bei der bröckeligen Schicht darunter um unproblematisches PVC oder Asbestbestandteile handelt (also CV)?
    Ich dachte ehrlich gesagt bis gerade, dass dort definitiv eine Fliese liegt, aber vielleicht bin ich auch nur auf eine "Stoßkante" einer Bahn gelandet.

    Die Schicht ganz unten würde mir der Parkettleger mit einem Spezialschleifgerät mit Absaugung etc. entfernen.
     
  5. #4 Stolzenberg, 9. Mai 2015
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Ohne mich festlegen zu wollen (denn auf Basis eines Fotos kann man eigentlich keine Aussage treffen) würde ich mir um den Estrich (die braune Schicht) schon eher Sorgen machen. CV gab es ausschließlich als Bahnenware mit zwei oder drei Schichten, aber es gibt durchaus auch fliesenartige Beläge (überwiegend Wandfliesen) mit einer harten Oberfläche und einer darunterliegenden Asbestpappe. Folglich hast Du bei Dir keine dieser zwei Arten. Ob der Kleber Deiner untersten Lage asbesthaltig ist kann man anhand eines Fotos nicht bewerten. Die Möglichkeit besteht aber!

    Der Optik nach könnte es sich bei Deiner braunen Schicht allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Steinholzestrich handeln und dieser war (zumindest bis 1960) recht häufig asbesthaltig. Falls dem so sei: Der Parkettleger wäre gut beraten noch einmal in sich zu gehen. Weise ihn auf den Verdacht eines Steinholzestrichs hin, denn dazu bist Du als Auftraggeber (falls kein Planer die Planungshaftung übernimmt) verpflichtet. Ich würde an seiner Stelle den Estrich und die unterste Kleberschicht beproben lassen und ins Labor schicken. Falls ein Asbestgehalt nachgewiesen werden sollte dann fehlt dem Parkettleger zu seinem "Super-Spezial-Schleifgerät" noch einiges weiteres an Genehmigungen und technischer Ausrüstung. Also: ACHTUNG!!!

    Nur noch einmal zur Verdeutlichung: Selbst die Probenahme ist zulassungspflichtig! Jeder Andere darf gucken - mehr nicht...

    Analytik der Stoffprobe mittels energiedispersiver-qualitativer Elementanalyse und Videoprint gemäß Richtlinie VDI 3866 (Blatt 5) liegt selten über 60 EUR. Probenahme kommt dann noch drauf!
     
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