3mm breite Risse in Außen- und Innenwand

Diskutiere 3mm breite Risse in Außen- und Innenwand im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, in einer Außenwand unseres Hauses hat sich in den letzten Monaten ein jetzt 3mm breiter überwiegend senkrechter Riss gebildet der...

  1. #1 Biamojul, 04.10.2018
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    Hallo zusammen,

    in einer Außenwand unseres Hauses hat sich in den letzten Monaten ein jetzt 3mm breiter überwiegend senkrechter Riss gebildet der in ca. 1,5m Höhe beginnt (links neben dem Fenster im ersten Bild) und ca. bis zum Dach durchgeht. An der Innenseite dieser Wand (3. Bild: EG) und an der nächsten parallellen Innenwand sind ebenfalls Risse zu erkennen, allerdings weniger breit. Stellen an denen die Farbe am Übergang Wand-Decke im EG Blasen geworfen hat führe ich auf durch diesen Riss eingedrungene Feuchtigkeit zurück.

    Dazu hätte ich drei Fragen:

    1) Wen benötige ich um vor Ort die Auswirkungen zu beurteilen und um ggf. Maßnahmen festzulegen? Gibt es irgendeine Zusatzqualifikation an der ich einen seriösen Experten der sich nicht nur selbst so nennt erkennen kann?

    2) Spricht etwas gravierendes dagegen den Riss zunächst oberflächlich im Putz mit einer PU-Dichtmasse zu verschließen um bis zu weiteren Maßnahmen das Eindringen von Wasser zu verhindern?

    3) Wenn die Ursache erkannt und eine weitere Verschlechterung falls möglich verhindert ist: welche Techniken kommen in Frage um einen solchen Riss zu verschließen? Z.B. lese ich von Zement- oder Harzinjektion, aber sind das anerkannte und fachgerechte Verfahren zum Beseitigen eines solchen Problems?

    Vorab schon mal vielen Dank für Eure Antworten.


    Riss_1.jpg Riss_2.jpg Riss_innen.jpg
     
  2. SIL

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    Hallo,

    zu 1.empfehlenswert ist ein SV oder Gutachter für Beton- Mauerwerksbau oder für Bauwerksschäden

    zu 2. ja abdichten mit Acryl oder anderen zugelassenen Dichtstoff, auch in Hinblick auf die Witterung die nun ansteht

    zu 3.üblicherweise wird sofern nötig mit " Zementleim" injiziert, PU oder eine Harz Komponete geht auch, das ist ein zugelassenes und übliches Verfahren
    nach der Behebung bzw Sicherung keiner weiteren Bildung von Rissen



    Ist der Riss von oben nach unten abnehmend in der Breite? Wie tief jeweisl und welches MW? Dieses 3 Bild ? ist das Keller oder DG Decke... EG?

    anbei 2 Links wo sie sich alternativ, oder von einem anderen Hersteller oder Lieferanten zur Kontrolle etwas erwerben können, alternativ können Sie innen auch eine Gipsmarke oder Marken setzen - Standardgips reicht da, vorab zur Beobachtung

    Risslineale, Rissbreitenschablone, Fotomaßstab 2 Stück im Set 100 * 35 mm

    https://www.amazon.de/Rissmonitor-E...8&qid=1538721217&sr=8-2&keywords=rissmonitore
     
  3. #3 bauspezi 45, 05.10.2018
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    eine Frage an den TE _
    sind denn irgendwelche Umbaumaßnahmen in den letzten Monaten/Jahren vorgenommen worden?
    schaut so aus als ob Horizontale Kräfte einseitig nach
    außen ziehen würden.
     
  4. #4 simon84, 05.10.2018
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    Ist es das Haus mit den interessanten Kellerwänden ? Liegen diese in dem Bereich des Risses ?

    Ansonsten ja, Risse zu machen ist eine gute Idee.
    Schreib doch genau welches Produkt du vor hast zu verwenden (Schon vorhanden/Reste?).

    Mir persönlich wäre etwas auf Zementbasis lieber.
     
  5. #5 petra345, 05.10.2018
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    Wenn der Riss im Bereich der Decken durchgeht, ist vermutlich kein Ringanker eingebaut. Folglich wird das Haus einige Jahrzehnte alt sein.
    Bei der derzeitigen, monatelangen Trockenheit würde ich erst mal die Ursache im getrockneten Erdreich vermuten.
    Handelt es sich um einen sandigen oder einen lehmigen (=bindigen) Boden?
     
  6. #6 Fabian Weber, 05.10.2018
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    denke auch, dass die Ursache in einer Änderung der Umwelt liegt. Also entweder Baumaßnahmen in der Nachbarschaft (auch Straßenbau, Grundwasserabsenkung etc.) oder die andauernde Trockenheit in diesem Jahr.
     
  7. SIL

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    Oh dann bin ich ja.beruhigt,ein Keller mit vermutlich Wänden aus Stampfbeton, ist sicher ein Neubau - auch die Ausbildung am Dach eine sehr schöne Voute gefällt mir, bestimmt neu :lock
     
  8. #8 simon84, 05.10.2018
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    Das Haus ist doch laut dem anderen Beitrag BJ 1957 .....
    Ringanker wird da nicht vorhanden sein, ausser jemand hat Antiquitäten aus dem Bootsbereich im Dachspeicher gelagert.
     
  9. #9 Biamojul, 05.10.2018
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    Vielen Dank für die vielen umfangreichen Antworten. Das Haus ist wie vermutet Mitte der 50er erbaut worden und hat Kellerwände bei denen ich Stampfbeton annehme.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Breite nach oben zunimmt, muss aber sobald ich eine passende Leiter habe den Verlauf der Breite nachmessen. Tiefe muss ich später noch ermitteln. Die Mauern bestehen aus relativ großen Blöcken, können die in Anbetracht des Baujahrs evtl. hohl und aus Beton sein? An die einzige Stelle wo man das noch sehen kann komme ich im Moment leider nicht dran, aber ich habe noch Hoffnung später noch Fotos zu finden.

    Das 3. Bild ist versehentlich das an der Wand mit dem Riss (im Bild rechts) liegende Bad im 1. OG. Hier noch das Bild vom EG:
    Riss_innen_EG.jpg

    Nein, weder bei uns noch bei den Nachbarn wurde in den letzten >18 Jahren etwas verändert.

    Das einzige was mir einfällt ist dass vor 10-15 Jahren die Wasserzuleitung zum Haus im Straßenbereich undicht war und repariert wurde. Es gab damals nicht gerade eine Überschwemmung, aber deutlich sichtbar nass geworden ist es schon. Die Wand mit dem Riss verläuft senkrecht zur Straße und die Straße befindet sich auf den Außenaufnahmen rechts. Es handelt sich um eine Hanglage und der Kellerboden ist (nur um ein Gefühl zu vermitteln) über Straßenniveau.

    Ja, die Kellerwände sind oberflächlich sicher bröselig und nicht mehr ganz perfekt und das ringsum. Ich wollte kurzfristig die Risse nur oberflächlich im Putz verschließen (gleichzeitig als Rissverdämmung für die spätere Füllung) um das direkte Eindringen von Wasser zu reduzieren und hätte noch Sikaflex AT Connection oder Sikaflex Pro 3 Polyurethandichtstoff da wobei letzteres eher für Bodenfugen gedacht ist. Für den eigentlichen Riss wäre mir auch etwas auf Zementleimbasis oder eine Zementsuspension lieber, aber vermutlich sollte sich das vorher noch jemand anschauen der sich mit sowas auskennt.

    Das Haus stammt aus der Mitte der 50er. Die Risse gehen im Deckenbereich durch und von Ringankern ist mir nichts bekannt, Details kenne ich aber nicht. Den Boden in den relevanten tieferen Schichten kenne ich nicht, aber zumindest oberflächlich ist er nicht sandig.

    Falls es Hohblocksteine sind stelle ich mir die Frage ob das mit dem Verfüllen überhaupt funktionieren kann, man kann ja nicht alle angeschlossenen Hohlräume füllen.
     
  10. #10 petra345, 06.10.2018
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    Wenn der Boden nicht sandig ist, handelt es sich vermutlich um einen bindigen Boden. (= Lehm)
    Diese Böden reagieren auf Wasserentzug mit Schrumpfung.
    Das könnte die Ursache sein.
    Dann wird sich der Riss im Winter, bei ausreichend Regen, wieder weitgehend schließen.
    Die Hohlräume in den Steinen sollte man nicht ausfüllen. Sie dienen zur Wärmedämmung.

    Ich würde zunächst abwarten bis ein längerer Regen eingesetzt hat.
    Man kann auch einen sog. Rißmonitor montieren. Damit werden kleine Bewegungen sichtbar.

    Danach könnte man den Boden bewässern und am Rissmonitor eine evtl. eintretende Bewegung feststellen.


    .
     
  11. SIL

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    Oje geht das wieder los, bin nur gespannt ob die Geschichte mit der Wässerung des Untergrundes kommt, wo 5 cm Fuge KS geschlossen worden. Jawohl nachweislich - Form und Kraft schlüssig ist das 'zsaemme schluppt'.
     
  12. #12 petra345, 07.10.2018
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    Nachzulesen ist das in den Tagungsbänden der KS-Industrie von 1998 Seite 16 und auf Seite 118 im Jahre 1999.

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    Wer nicht lesen kann oder will darf sich die farbigen Bilder dazu ansehen.


    .
     
  13. #13 simon84, 07.10.2018
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    Also los Gartenschlauch aufdrehen !
     
  14. SIL

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    Ja klar, KS hatte ja auch nie Probleme ich errinnere nur die Firma mit X.. und sach ma nix, selbstredend ist KS schwindungsaktiv, unbestreitbar ist auch angegeben, aber bei 5 cm Fuge wird das ein anderes Problem sein, ein Gebäude was eine derartige 'Klaffung' aufweist ordne ich als massiven Versagensfall ein, ausser so ne Burg von vllt vor langer langer Zeit....in der Petra wohnt :winken:yikes
     
  15. #15 Biamojul, 07.10.2018
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    Hier noch ein Bild vom Aufbau der stirnseitigen Außenwand, ich kann aber nicht sicher sagen, dass dieser Aufbau in allen Stockwerken identisch ist...

    Der Riss ist mit einem dünnen umgebogenen Draht geprüft mindestens 10 cm tief, weiter geht der Draht nicht gerade rein weil er immer irgendwo hängenbleibt. Es muss aber wohl Hohlräume geben, da man mit etwas wackeln und Druck den Draht beinahe beliebig weit reinschieben kann (er wickelt sich dann irgendwo auf bzw. knäult sich zusammen).
     

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