80er Jahre Haus - Dämmung der obersten Geschossdecke "ertüchtigen" sinnvoll ?

Diskutiere 80er Jahre Haus - Dämmung der obersten Geschossdecke "ertüchtigen" sinnvoll ? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Wir haben ein Haus von 1981, bei dem die oberste Geschossdecke sowie die Dachschrägen bereits mit 8cm Glasswolle auf Alufolie gedämmt ist....

  1. #1 stefano40, 08.06.2022
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    Wir haben ein Haus von 1981, bei dem die oberste Geschossdecke sowie die Dachschrägen bereits mit 8cm Glasswolle auf Alufolie gedämmt ist.

    Dachaufbau ist etwa so:
    - Frankfurter Pfanne, Pappdocken, 8cm Glaswolle auf auf Alu, Gipskarton
    - Es gibt einen ungenutzen Spitzboden als Kaltdach der tw. begehbar ist
    - Sparrenabstand ca. 70cm, Sparrentiefe: ca. 17 cm.
    - Es gibt keinerlei Dampfsperre oder ähnliches modernes Zeug

    Ich frage mich, ob es Sinn macht auf die oberste Geschossdecke im Spitzboden noch einmal eine Lage Glasswolle (10cm o.ä) zu legen (tw. müßte einige Bohlen entfernt werden).
    Problem ist, dass ich an die Dachschrägen nicht mehr rankomme, diese also weiterhin nur 8cm gedämmt wären.

    Macht es trotzdem Sinn ?

    Gibt es andere Möglichkeiten die Dämmung zu ertüchtigen oder macht nur Neueindeckung und Neudämmung letztendlich Sinn ?

    Danke für alle Tips !
     
  2. #2 petra345, 08.06.2022
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    Ich denke e s macht Sinn.
    Der Dachboden ist sicher nicht so luftdicht, daß er einen BDT übersteht. Also streicht die kalte Luft über die Decke und stört sich nicht an den 8 cm Dämmung zwischen den Sparren.

    Aber ich würde bei der obersten Geschoßdecke billiges Styropor mit etwa 20 cm Stärke nehmen und Spanplatten oder OSB-Platten darüber legen. Das ergibt eine weitere Stufe bei der Treppe.

    Für eine Neueindeckung sehe ich keinen Bedarf. Das wird einfach zu teuer.
     
  3. borish

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    Nein, wenn da schon 8 cm Dämmung liegen, hat noch mehr Dämmung keine große Wirkung mehr.
     
  4. #4 petra345, 08.06.2022
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    Das sehe ich anders. Ich glaube nicht, daß diese Dämmung ausreichend luftdicht ist. Die rechnerische Dämmung ist dann eine völlig andere als die reale.

    Aber ich würde , wenn da schon etwas liegt, nur noch 15 cm darüberlegen und mit den Holzplatten das Ganze begehbar, nutzbar und weitgehend luftdicht machen.
     
  5. borish

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    Wir wissen ja nicht, wie die oberste Geschossdecke aufgebaut ist. Darüber hat er nichts geschrieben, außer dass schon Dämmung darauf liegt.
     
  6. #6 stefano40, 08.06.2022
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    Danke für die bisherigen Infos !

    Also die oberste Geschossdecke ist so aufgebaut:
    direkt auf dem Gipskarton liegt die 8cm Glaswolle mit der Aluschicht zur Gipskarton-Seite.
    Darüber sind einige wenige Holzbohlen, so dass der Spitzboden zumindest teilweise begehbar ist.

    Der Spitzboden ist denke ich gut belüftet. Es kommt Luft durch 4 belüfte Dachpfannen sowie auch etwas von unten durch die Dachkästen.

    Es würde also evtl. trotzdem etwas bringen, auch wenn ich die Dachschrägen, die sich mit dem Spitzboden quasi die gleiche Luft teilen, nicht zusätzlich dämmen kann.
     
  7. #7 VollNormal, 08.06.2022
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    Wenn du nur die 80 mm Wolle mit einer angenommenen WLG050 ansetzt, hätte die Decke einen u-Wert von ca. 0,54. Bei einer Änderung müsstest du nach GEG einen u-Wert von 0,24 erreichen. Überschlägig kannst du als Faustformel rechnen:
    66 × (u-Wert_alt - u-Wert_neu) = Einsparung in [kWh/m2a]

    Hier wäre die mögliche Einsparung also ca. 20 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Ob und ggf. wann sich das finanziell lohnt, darfst du selber rechnen.
     
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