Ab wann Dämmung gegen Resonanzkörper/Trommeleffekt Pflicht?

Diskutiere Ab wann Dämmung gegen Resonanzkörper/Trommeleffekt Pflicht? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo! Wir möchten eine Dübeldecke/Dübeltramdecke (dreiseitig behauene Baumstämme, nebeneinander aufgereiht, seitlich untereinander verdübelt)...

  1. #1 immerwaszutun, 20. September 2016
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    Hallo!

    Wir möchten eine Dübeldecke/Dübeltramdecke (dreiseitig behauene Baumstämme, nebeneinander aufgereiht, seitlich untereinander verdübelt) zwischen EG und OG ausgleichen und abhängen. Es geht um 0-15 cm (Durchschnittlich ca. 10 cm) Hohlraum die dabei entstehen würden. Angedacht wären 12,5 mm Fermacellplatten an 200 mm Direktabhängern und 50/30 Dachlatten.

    Die Deckenkonstruktion ist (nach langjähriger Eigenerfahrung) allgemein relativ Hellhörig bzw. insbesondere anfällig für Trittschall, aber dieses Problem wollen wir nicht an dieser Stelle lösen, sondern später beim Umbau des 1. OG mit den technisch etablierten Maßnahmen (beschweren, entkoppeln) von oben. Allerdings soll sich die Hellhörigkeit bis dahin natürlich auch nicht extrem verschlechtern.

    Gibt es Anhaltspunkte dazu hab welcher Höhe/Volumen von Hohlraum die Gefahr der Bildung eines Resonanzkörpers bzw. eines Trommeleffektes so hoch ist, dass unbedingt eine fasrige Dämmung als Füllstoff eingesetzt werden sollte?

    Würde mich freuen wenn mich jemand darauf verweisen könnte, wo ich Informationen dazu finde (in den Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller hab ich nichts konkretes gefunden, vermutlich weil es zu stark von der Gesamtkonstruktion abhängt). Informationen bzw. Messungen in Verbindung mit Balkendecken sind am ehesten anwendbar. Zur Deckenkonstruktion Dübeldecke gibt es, aufgrund der vergleichsweisen Seltenheit, leider so gut wie keine anwendbaren Informationen.

    Herzliche Grüße
    Alexander
     
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  3. #2 Modernisierer70, 26. September 2016
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    Hi immerwaszutun,

    beim Schallproblem ist die Abhängehöhe nicht so relevant. Für den späteren Aufbau im OG empfehle ich dir einen Ausgleich mit schwerer Schüttung und einem Trockenestrichelement.
     
  4. #3 immerwaszutun, 28. September 2016
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    Danke für deine Antwort und den Link.

    Du empfiehlst für diesen Fall Gipsfaserplatten mit aufkaschiertem EPS? Es geht eigentlich um eine Decke zwischen zwei beheizten Bereichen und mit recht großen Höhenunterschieden. Meine Frage wäre ganz konkret: Sollte der verbleibenden Hohlraum mit (fasrigem) Dämmstoff ausgefüllt werden um die Akustik zumindest nicht zu verschlechtern oder spielt es keine (große) Rolle und man kann sich den Dämmstoff getrost sparen.
     
  5. Dorgul

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    Hallo Alexander,

    meiner Ansicht nach, macht es keinen Sinn auf Dämmstoff im Zwischenraum zu verzichten. Der Trommeleffekt ist immer da, lediglich der Ton verschiebt sich, wenn sich das Volumen ändert.
    Aufgabe eines fasrigen Dämmstoffs ist es die Luftbewegung zu bremsen und damit eben auch auftretende Schallwellen. Alle Energie die vom Material absorbiert werden kann, wird in Wärme umgewandelt. Schallschutztechnisch ist Steinwolle wegen des höheren Eigengewichts übrigens etwas besser geeignet als Mineralwolle. Ich würde auch nur soweit wie nötig abhängen.

    Grüße,
    Björn
     
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