Abdichten eines Balkons mit Holzbelag

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  1. #1 matze62, 19.04.2021
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    Hallo zusammen,

    unser Balkon mit Holzbelag aus Lärchendielen wurde seinerzeit dadurch "abgedichtet", indem man die Dielen über Nut und Feder zusammengesteckt und ein Kompriband eingelegt hat. Diese Lösung war einigermaßen dicht, muss nun, nach 18 Jahren, aber erneuert werden.

    Eine gute Lösung wäre aus meiner Sicht, die neu zu verlegenden Holzdielen ganz "normal" mit Abstand zu verlegen und darunter vom Flaschner ein Blech verlegen zu lassen, welches das Wasser zur Stirnseite hin, an der eine Regenrinne verläuft, ableitet. Hierbei stellt sich allerdings die Frage, wie man das Ganze an den Stellen dicht bekommt, an denen der Holzbelag durch das Blech mit den darunter verlaufenden Holzbalken verschraubt wird.

    Hatte jemand von euch vielleicht schon ein ähnliches Problem und eine Lösung dafür?

    Ich bin für jegliche Tipps und Alternativvorschläge dankbar. Der neue Belag sollte allerdings wieder ein Holzbelag sein. Ich hab zwar gesehen, dass es eine fertige Lösung mit einer Ablaufschiene zwischen den Holzdielen gibt (Name ist mir entfallen), diese ist aber zum einen sehr teuer und zum anderen nicht für frei gewählte Beläge verwendbar, sondern nur als Komplettlösung.

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Matthias
     
  2. JPtm

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    Potentiell das Zeug runter, eine erste Schicht inkl. Abdichtung auf die Balken, darauf dann den eigetlichen Terassenboden? Wäre eine andere Option.
     
  3. #3 matze62, 19.04.2021
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    Hallo JPtm,

    vielen Dank für deine Antwort.

    So hatte ich mir das auch vorgestellt: Abdichtung - in welcher Form auch immer, z.B. Blech - direkt auf die Balken und darauf dann, mit etwas Abstand den Balkonbelag.
    Aber ich muss ja dann den Holzbelag durch diese Abdichtungsschicht hindurch mit den darunterliegenden Holzbalken/Tragbalken verschrauben. Und da weiß ich im Moment eben noch nicht, wie ich das dicht bekommen soll.

    Danke und Gruß
    Matthias
     
  4. #4 JPtm, 19.04.2021
    Zuletzt bearbeitet: 19.04.2021
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    Den eigentlichen Boden würde ich schwimmend draufstellen. Da wird ja mir Sicherheit noch eine Art Geländer/Attika sein. Wo soll da der Oberbelag hinrutschen?

    Ich werde das ähnlich machen. Wir haben ~20m² Terrase auf einem Neubau. Aktuell ist dort eine Gefälledämmung mit Bitumenabdichtung drauf.
    Im Sommer werde ich da wohl grob sowas verbauen:
    Terrassenfuß Small Foot Schwarz kaufen bei OBI

    Das dient jetzt nur als BSP. Die stellt man einfach auf die Abdichtung drauf und schraubt/legt da seine Dielen/Steinplatten drauf ab. Fertig.
     
  5. #5 trockener Bauer, 19.04.2021
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    Ist der Balkon überdacht?
    Gibt es Ständer an der Vorderseite?
     
  6. #6 matze62, 19.04.2021
    Zuletzt bearbeitet: 19.04.2021
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    Hallo zusammen,

    um eure Fragen zu beantworten habe ich die folgenden 4 Fotos gemacht.

    Wie man erkennen hat, wurde der Belag seinerzeit direkt mit den darunterliegenden Holzbalken verschraubt.
    Der vorderste Balken muss ebenfalls ausgetauscht werden, da er inzwischen stark verrotet ist.
    Aus meiner Sicht kam dies dadurch zustande, dass dort - im Gegensatz zu den anderen Balken - der Belag direkt und ohne Zwischenschicht auf dem Balken aufgelegt wurde.

    Der Balkon ist nicht überdacht.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Matthias
     

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  7. #7 trockener Bauer, 21.04.2021
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    Ich hätte das Gleiche wie JPtm vorgeschlagen: Unten eine Lattung und oben drauf die Dielen. Das Ganze schwimmend gelegt, also nicht durch das Blech geschraubt.
    Allerdings scheint ja kaum Aufbauhöhe vorhanden zu sein. Insofern müsste dann geschraubt werden. Dafür gibt es Dichtmassen und Dichtbänder. Hast du keinen Dachdecker/Spengler im Bekanntenkreis? Der könnte dir das besorgen und ggf. auch fix schnell ausführen.
     
  8. #8 matze62, 21.04.2021
    Zuletzt bearbeitet: 21.04.2021
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    Hallo trockener Bauer,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Einen Dachdecker oder Spengler habe ich nicht im Bekanntenkreis und ich habe bis jetzt auch noch nicht versucht, einen Handwerker zu bekommen.
    Was unheimlich schwierig ist, im Moment.

    Trotzdem habe ich zu der Lösung mit dem schwimmenden Aufbau ein paar Fragen.
    Grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, auf den vier Tragbalken eine Blechwanne zu installieren, die das Wasser nach vorne zur Stirnseite hin in die Regenrinne ableitet. In die Blechwanne würde man dann eine Lattung legen, auf der die Dielen verschraubt werden. So weit, so gut.

    Aber....

    Wie befestige ich die Blechwanne "wasserdicht" auf den vier Tragbalken? Wenn ich durch das Blech durchschraube, muss ich die Schraubenlöcher ja irgendwie abdichten. Wie man das langfristig haltbar machen könnte, dazu fehlt mir im Moment noch die Idee.

    Wenn ich in die Blechwanne eine Lattung lege, auf der ich den Bodenbelag verschrauben kann, dann liegt diese Lattung doch im Wasser. Hier fehlt mir im Moment auch noch eine Idee, wie man dieses Problem lösen könnte. EIne Möglichkeit wäre natürlich, anstatt einer Holzlattung eine Metallstruktur (z.B. Aluleisten) zu verwenden. Aber da müsste man sich dann Überlegen, welche Art von Verschraubung man am besten wählt.

    Hast du zu den zwei Punkten auch noch Ideen und Tipps?

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Matthias
     
  9. #9 trockener Bauer, 21.04.2021
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    Keine Sorge....das wird besser demnächst ;)

    Ich glaube da wurde etwas falsch verstanden. Ich würde niemals eine Wanne bauen. Sondern einzelne Blechstreifen für alle Balken. Diese als U nach unten gebogen mit nur 3cm an der Seite. Dann tropft es nach unten ab und du schützt deine Balken. Oder darf es dort nicht tropfen?

    Die Bleche werden auf die Balken geklebt. Den Rest erledigt das Gewicht des Holzaufbaus der drauf liegt.
    Schwimmend heißt, dass die Lattung und Dielen in sich verschraubt wird und dann auf die Bleche nur aufgelegt wird. Ob das funktioniert, hängt davon ab, ob die Randbefestigungen (Geländerstangen o.ä.) entsprechend stabil sind).
     
  10. #10 matze62, 21.04.2021
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    Ah ok, dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
    Ich würde gerne vermeiden, dass es vom oberen Balkon heruntertropft, da sich darunter ein Sitzplatz befindet.
    Daher wollte ich den Belag nach unten hin durch eine Blechwanne (oder andere Maßnahmen) abdichten, die das Wasser über ein Gefälle zur Regenrinne an der Stirnseite hin ableitet. Eine Randbefestigung, die vermeiden würde, dass sich der schwimmende Aufbau seitlich verschiebt oder gar nach oben abheben kann, gibt es nicht. Das Geländer, welches auf dem Foto zu sehen ist, ist nur mit den Tragbalken verschraubt und endet ÜBER dem Balkonbelag.

    Die senkrechten Streben würden zwar ein Durchrutschen des Belages unter dem Geländer hindurch verhindern, aber das Ganze hätte trotzdem jede Menge Spiel.

    Aktuell ist das kein Problem, da die Dielen direkt mit den Tragbalken verschraubt sind. Wenn dies aber später nicht mehr der Fall ist, müsste man irgendeine Art von Befestigung vorsehen.

    Gruß
    Matthias
     
  11. #11 trockener Bauer, 21.04.2021
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    Dann bleibt ja nur schrauben. Aber ob man die Löcher wirklich dicht bekommt...keine Ahnung.

    Da bin ich mit meinem Latein am Ende...bin egtl. Trockenbauer, aber habe privat den Balkon mit Bleche wie oben beschrieben zusammen mit einem Spengler gemacht.
     
  12. #12 matze62, 21.04.2021
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    Der Hinweis mit den Blechen ist für mich trotzdem sehr hilfreich, da die Tragbalken im Moment überhaupt keinen konstruktiven Holzschutz haben.
    Wie ich das mit der Abdichtung löse? Keine Ahnung.....

    Gruß
    Matthias
     
  13. JPtm

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    Die brauchst keinen Holzschutz. Das ist eine Mär. Was du vermeiden musst ist stehendes Wasser. Das macht das Holz kaputt. Holz was nach Nässe zügig wieder trocknen kann, dem passiert gar nichts. Schau dir die unzähligen Holzhäuser an. Die stehen jahrhunderte lang im Regen. Was passiert sind die Risse und das "auswaschen" des Lignins. Dann entstehen diese typischen länglichen Risse. Das bleibt aber trotzdem stabil. Es gib Dächer aus Holzschindeln. Die halten locker 40-50 Jahrwe und könne es mit jedem gebrannten Dachziegel aufnehmen.

    Holzschutz ist oft sogar schädlich. Wenn du sonen Außenbalken schön dick in irgendeinen Lack "einwickelst" kannst dem beim vermodern zugucken. Egal wie gut du streichst, es bleiben immer minimale Risse/Löcher im Lack zurück durch die dann kleine Mengen Wasser eindringen und sich verteilen. Die kommen aber kaum wieder raus. Ergo ist das Holz feucht-> Zerfall.
    Lass den Balken unbehandelt oder maximal ne ganz diffisionsoffene Farbe und fertig.
     
  14. #14 Maape838, 22.04.2021
    Maape838

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    Falls du das noch vorhast schau mal nach Spenglerschrauben
    Gibt es in allen Längen mit/ohne Bohrspitze. Auch in VA. Die sind Selbstdichtend.
    20210422_121149.jpg
     
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Abdichten eines Balkons mit Holzbelag

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