Abdichtung Bodenplatte ohne Keller...

Diskutiere Abdichtung Bodenplatte ohne Keller... im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, ich bin nun endlich mal mit dem Rohbau fertig geworden und jetzt geht es an die Innenarbeiten Elektro und Heizung. Nun bin...

  1. #1 selstbau, 03.01.2012
    selstbau

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    Hallo Experten,

    ich bin nun endlich mal mit dem Rohbau fertig geworden und jetzt geht es an die Innenarbeiten Elektro und Heizung.

    Nun bin ich echt etwas überfordert und unsicher was die Abdichtung auf der Bodenplatte angeht.
    Ich habe zu diesem Thema viele Beiträge gelesen und mehrere Ausführungen gefunden.

    Ich würde eher die Variate mit der Schweißbahn nehmen und vollflächen aufflammen.

    Aber nach meinem Logischem Denken verstehe ich einfach den Sinn nicht für was ich es für mein Haus brauche.
    Folgenden aufbau habe ich gemaucht:

    Kabilarbrechende Schicht ca. 20 cm 0/32 Recycling
    10 cm Styrodur
    Pe Folie 0,2mm
    Bewährung
    Und 30 cm. Wu Beton.

    Die Bodenplatte liegt etwa 10cm über den Erdreich.
    Die Bodenplatte hatte jetzt schon ca 4 Monate Zeit zum austrocknen seit dem das Dach drauf ist. Allerdings wurde sie von 7 Monaten betoniert.

    Ich verstehe ja das Gase und Restfeuchte rauskommen kann. Aber vieviel?
    Es ist doch dan später ein bewohnter Raum und wird ja auch ständig gelüften.
    Außerdem Wie kann den das Wasser von unten aus bis nach oben durch des Kies und Folie, Dämmung hoch ziehen?
    Dann müste ja das Grundwasser 50 cm unter oberfläche anstehen?

    Ich könnte ja alles abdichten aber ich selber halte es einfach für Fraglich ob es wirklich Sinn macht.

    Ih hoffe ihr könnt mir helfen.
     
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  3. H.PF

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    Ich frag mich wie man bei so was sparen kann... Was kostet es abzukleben? Was kostet der Schaden?

    Allein da sollte man das Nachdenken drüber bleiben lassen...


    Der Dampfdruck reicht aus, das oben Feuchtigkeit einwandert. Wenn dann Sperren drüber liegen wie PVC, Fliesen, Laminat etc sammelt sich die Feuchtigkeit und kann kondensieren...

    Und wo feucht da schnell Muff...
     
  4. Bruno

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    Die Argumentation Dampfdruck / Kondensat reicht mir nicht aus.

    Modelliert man den Aufbau ohne innere Abdichtung und mit Fliesenbelag (auf Zementestrich und 5 cm Dämmung) und nimmt als Randbedingungen innen +20°/50%rF und außen +9°/100%rF, fällt kein Tauwasser an.

    Modell 1:
    http://www.u-wert.net/berechnung/u-...name=Bauexpertenforum+Bodenplatte+ohne+Keller

    Selbst wenn man oben auf dem Beton 100% rF annimmt (Aufbau modelliert ab UK innere Dämmung, Randbedingungen innen +20°/50%rF und außen +16,2°/100%rF - Temperatur entnommen aus Modell 1), fällt kein Tauwasser an.

    Modell 2:
    http://www.u-wert.net/berechnung/u-...ame=Bauexpertenforum+Bodenplatte+-+Beton+100%

    Nachtrag: ich sehe gerade, dass u-wert.net die Erdreichtemperatur nicht speichert und auf 0° setzt. Nach Aufruf der Links manuell auf 9° (Modell 1) bzw. 16,2° (Modell 2) setzen.
     
  5. #4 selstbau, 03.01.2012
    selstbau

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    Bodenaufbau laut Wärmenachweis!

    4 cm. XPS
    6 cm. EPS
    7 cm. Anhydrit Estrich mit Fußbodenheizung

    Gesamt: ca 18 cm.
     
  6. #5 RMartin, 03.01.2012
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    Also gem. DIN 18195-4 sind Bodenplatten grundsätzlich abzudichten (lediglich bei Räumen mit "geringen Anforderungen an die Trockenheit der Raumluft kann die Abdichtung entfallen". Dann muss aber zumindest eine kapillarbrechende Schicht unter der Bopla erstellt werden.)

    Gibt es beim Fragesteller eigtl. keinen planenden Architekten?
     
  7. Bruno

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  8. Bruno

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    Die DIN wollte ich nicht in Frage stellen, diesmal nicht :)

    Aber selbst bei (unrealistischer) Annahme einer völlig feuchten Bodenplatte mit 100% rel. Feuchte an ihrer raumseitigen Oberfläche gibt es kein Kondenswasser im oberen Aufbau, egal wie der aussieht und wie dicht der Belag ist.
     
  9. mls

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    hmm .. das ist so eine bruno-spezial-denksportaufgabe :)
    klingt logisch, aber irgendwo ist der wurm drin.
    vielleicht kommt ja jemand drauf :D
     
  10. #9 susannede, 03.01.2012
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    In die Rätselecke verschieben. Temperaturverlauf.
     
  11. #10 selstbau, 03.01.2012
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    zu der Frage von RMartin

    Mein Archikekt meint entweder vollflächig Bitumenbahnen aufschweißen oder nach der ersten Lage von 4 cm XPS eine Folie lose mit Überlappung verlegen.

    Aber abgesehen davon würde ich gerne mal Klarheit darüber haben ob es wirklich sinn macht.
    Ich habe einmal ein Bautagebuch gelesen das ein Bauherr die Abdichtung im EG vollflächig mit Bitumenbahen kaltverklebt hat. Unterhalb war ein Keller und EG ca 1m über Erdreich.

    Da stellt sich mir die Frage ist es nur Geldmacherei?
    Natürlich muss man die Anforderungen an den Räumen anpassen, aber man kann auch übertreiben.....
     
  12. Bruno

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    Die planerische Intention dahinter wäre interessant zu wissen, besonders weil die Alternativen vom Kollegen anscheinend als gleichwertig erachtet werden. Fragt sich nur, gegen was sie sich richten.
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 03.01.2012
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    Zumindest in Brunos Grafik kann es kein Tauwasser geben, weil es kein Dampfdruckgefälle gibt. An beiden Seiten 100 %.

    Ob das ein Grafik-, Programm- oder Programmierfehler ist = ????
     
  14. #13 selstbau, 03.01.2012
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    Dazu muss ich noch sagen..... Der Architekt meinte wenn ich die Installation schon auf dem Boden gezogen habe, dann mit einen extra Folie (Hersteller von Folie muss ich dan noch nachfragen) zur Abdichtung zu arbeiten. Aber wenn noch nicht dan sollte ich besser mit Bitumenbahnen arbeiten.

    Da ich noch nichts verlegt habe und diese Woche damit anfangen möchte, würde ich gerne wissen soll ich oder nicht????????
    Kostenfrage vom Material wäre ca 500€ ohne Arbeit.... Das Geld könnte man auch wo anders Sinnvoll einsetzten....
     
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  16. #14 RMartin, 03.01.2012
    Zuletzt bearbeitet: 03.01.2012
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    @ R.D.
    Die relative Feuchte in Brunos Grafiken ist die schwarze Linie. Sie beginnt innen bei 50% und steigt dann auf 100% nach aussen an.

    Dieses Programm ist ja ein Modell, mit welchem vornehmlich Wände und Fußböden, die nicht ans Erdreich grenzen, entspr. bauphysikalisch untersucht werden.
    Dies steht auch wenn man ins Programm geht, unter "Hinweis":

    "Bei erdberührenden Bauteilen müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, die das Eindringen von Feuchtigkeit bzw. Wasser verhindern. Die Berechnung zum Feuchteschutz berücksichtigt nur die Wasserdampfdiffusion."

    So. Damit wären wir also wieder bei einer horizontalen Abdichtung einer erdberührten Bodenplatte.

    Somit mein Rat an den Fragesteller: Wenn Du gemäß Stand und anerkannten Regeln der Technik bauen willst, dann sollte entspr. Abdichtung nach DIN 18195 her.
     
  17. Lebski

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    Anhydrit = Gips = gammelt bei Feuchtigkeit. Die 500 € sind am falschen Ende gespart. :bau_1:
     
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