Abdichtung Bruchsteinhaus Aussenwand

Diskutiere Abdichtung Bruchsteinhaus Aussenwand im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich bin neu hier und konnte mir in den vergangenen Wochen schon einige Tipps hier aus dem Forum holen. Ich habe ein altes...

  1. thepaddy

    thepaddy

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    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und konnte mir in den vergangenen Wochen schon einige Tipps hier aus dem Forum holen.
    Ich habe ein altes Schieferbruchsteinhaus (Bj. 1900) gekauft und bin nun am sanieren/renovieren.
    Das Haus ist bedingt durch Hanglage teilweise in der Erde. Im Untergeschoss (zur Hangseite ca. 1,40m in der Erde) sind teilweise die Außenwände feucht. Das Haus ist darunter komplett unterkellert.

    Wir haben nun die Nasse Wand (90cm dick) bis auf Höhe der Bodenplatte im UG freigelegt und die Wand trocknet auch schön ab. Der Keller kann nicht freigelegt werden und liegt weiterhin unabgedichtet im Erdreich. Es gibt keine Horizontalsperre.

    Ich habe mich schon mit verschiedenen Handwerkern abgestimmt, die Aussagen sind jedoch sehr unterschiedlich. Wie soll ich die Wand wieder abdichten? Ist eine Dämmung im Erdreich sinnvoll?

    1. Idee:
    Den Bruchstein mit Sockelputz glattziehen. Davor eine Noppenbahn und eine Drainage. Den Graben mit Lava verfüllen. Vorteil: Die aus dem Keller aufsteigende Feuchtigkeit kann hinter der Noppenbahn weiterhin nach Außen ablüften.

    2. Idee:
    Den Bruchstein mit Sockelputz glattziehen. Dickschichtbitumen drauf. Davor eine Noppenbahn und eine Drainage. Den Graben mit Lava verfüllen. Vorteil: Es kann von außen kein Wasser mehr an die Wand.

    Gruß
    Paddy
     

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  2. petra345

    petra345

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    Die 2. Idee erscheint mir zielführender.

    .
     
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  3. thepaddy

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    Vielen Dank für das erste Feedback.
    Ergänzend möchte ich zu Idee 2 noch mein Bedenken loswerden. Das aufsteigende Wasser aus den Kellermauern kann dann ja therotisch nur noch zu einer Seite weg.
    Nach innen. Dort möchte ich es natürlich auf keinen Fall haben :-)
     
  4. simon84

    simon84

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    Z-Sperre Edelstahl nachträglich einbringen, die Methode mit Diamantsäge ist hier nötig, Einrammen geht nicht bei Bruchstein 90cm.

    Warum muss der Keller eigentlich perfekt trocken werden ?

    Schon mal über intelligente Lüftungsanlage nachgedacht ?

    @Manufact für mehr :)
     
  5. Bauer85

    Bauer85

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    Das wird sie allerdings nicht komplett tun, je nach klimatischen Verhaeltnissen im Inneren wird ein mehr oder minder grosser Teil dennoch nach innen entweichen. Der Gradient zu einem, im Vergleich zum Erdreich, warmen Raum der ab und an gelueftet wird ist sicher deutlich groesser als jener zu ein paar mm schwach hinterluefteter, kuehler Noppenbahn.
    Je nach Moertel steigt in solchen Waenden auch nicht unbedingt nennenswert Feuchte auf.

    Haengt davon ab wie der Innenraum in Zukunft genutzt werden soll.
    Welche Temperatur und relativ Feuchte herrschte denn dort bevor die Mauer freigelegt wurde? Nicht dass die Naesse der Waende am Ende zu einem grossen Teil nur Kondensat war ;).
     
  6. thepaddy

    thepaddy

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    Hallo.
    Der Keller muss nicht trocken sein. Auf den Bildern zu sehen ist das freigelegte 1.UG. Darunter liegt der weiterhin feuchte Keller. An der Kellerbelüftung bin ich am Arbeiten (alte Zwangsbelüftungen wieder freilegen, damit die Luft zirkuliert). Es geht mir beim Keller nur um Austeigende Feuchtigkeit.

    Das 1.UG war eine Wohnung und soll es auch wieder werden. Vor die Bruchsteinwand wurden auf Holzlattung einfach Eternitplatten gesetzt. Das ist jetzt alles entfernt.

    Was könnte man den alternativ vor die Außenwand setzen (statt/zusätzlich zur Noppenbahn), um eine bessere Ablüftung nach aussen zu fördern?
     
  7. petra345

    petra345

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    Man kann natürlich eine Bruchsteinwand der Außenluft aussetzen und wird eine Trocknung erreichen.

    Ob sich allerdings hinter den Eternitplatten eine nennenswerte Luftströmung zum Abtrocknen ausbilden konnte, möchte ich mit einem großen Fragezeichen versehen.
    Unter der Dickbeschichtung ist sie natürlich Null. Das ist logisch.

    Aber einen Keller durch Lüften zu trocknen ist keine gute Idee.

    Die einströmende Luft ist i. d. Regel wärmer und hat mehr Feuchtigkeit in g / m³ als die kalte Kellerluft.
    Sie wird sich abkühlen und ihre Feuchtigkeit in den Keller abgeben. Der Keller wird durch das Lüften feucht!

    Nur im Winter kann man mit Lüften einen Keller evtl. trocknen. Dabei muß man gleichzeitig die kalte Außenluft aufheizen und damit die relative Feuchtigkeit der Luft senken.


    .
     
  8. thepaddy

    thepaddy

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    Danke schon mal für die Tipps.
    Ich könnte den Keller nachträglich mit einer intelligenten Lüftersteuerung versehen, die Außentemperatur und Luftfeuchte kontrolliert. Die Zwangsbelüftungen können ja als Luftzuführungen/Luftabführung für die Lüfter genutzt werden. Dann wäre eine optimierte Belüftung gewährleistet.

    Bleibt die Frage der Abdichtung des 1.UG nach außen oder Alternativen dazu.
     
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  9. simon84

    simon84

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    Die aufsteigende Feuchtigkeit wirst du ohne Z Sperre nur unglaublich schwierig in Griff bekommen.
    Es ist ja nichtmal klar, welche Bodenplatte (überhaupt eine?) vorhanden ist, wie die Anbindung Bodenplatte/Boden innen, Fundament, Mauer, Aussen
    überhaupt genau hergestellt ist.

    Eventuell gibt es auch gar kein richtiges Fundament und die Bruchsteinmauer steht einfach nur im Dreck oder auf einer dünnen Schicht Beton.

    Ist die Wohnung im UG eigentlich genehmigt? Wichtig wenn du sie vermieten willst.
     
  10. thepaddy

    thepaddy

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    Soweit ich dass abschätzen kann, gibt es keine richtige Bodenplatte, sondern nur einen Betonboden im Keller. Ob unten den Wänden zumindest ein Fundament ist, kann ich nicht sehen.
    Da muss ich erstmal den Stemmhammer bemühen :-)
    Die Wohnung war von den Vorbesitzern auch die letzten 25 Jahre vermietet. Und laut Kaufvertrag/Gutachten/Plänen aus dem Archiv des Bauamts ist es auch ein Zweifamielienhaus (als dementsprechend genehmigt).
     
  11. bauspezi 45

    bauspezi 45

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    die Suche mit dem Stemmhammer nach dem Fundament ist unnötig.
    ich denke mal das der untere breitere Bereich der Mauer bereits das Fundament darstellt.
    wie weit nach unten es ist kann man an einer Stelle mit einer kleinen Abgrabung feststellen.
    Ausschachtung weiter nach unten vorerst nicht durchführen sonst werden die Mauern statisch unsicher.
     
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Abdichtung Bruchsteinhaus Aussenwand

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