Abdichtung Dachterasse korrekt?

Diskutiere Abdichtung Dachterasse korrekt? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, ich bin hier seit längerem als eifriger Mitleser unterwegs und ich denke ich habe dadurch einige Fehler bei unserem Doppelhausbau...

  1. staggo

    staggo

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    Hallo Forum,

    ich bin hier seit längerem als eifriger Mitleser unterwegs und ich denke ich habe dadurch einige Fehler bei unserem Doppelhausbau vermeiden können. Bisher ist eigentlich fast alles recht gut gelaufen. Jetzt geht es inden Entspurt.
    Dabei macht mir eine Sache doch etwas Kopfzerbrechen.

    Wir haben eine ca 20 m2 große Dachterasse. Diese wurde vor Weihnachten gedämmt und wie folgt abgedichtet (laut Rechnung):

    - Betondecke
    - Gefällestrich
    - Bitumenvoranstrich
    - eine Lage Bitumenschweißbahn als Dampfsperre punktverschweißt (Multiplex AGG4)
    - 12 cm PUR Wärmedämmung
    - eine Lage Bitumenschweißbahn GG200S4 talk. punktverschweißt (der Arbeiter sagte mir das die erste Bahn selbstklebend sei)
    - eine zweite Bitumenschweißbahn PV 200 S5,2 EN-t1 vollflächig verschweißt.

    Nun stellt sich folgendes Problem:

    Vor dem Abfluß ist eine Kante durch die verschweißten Bitumenbahnen, sodaß dort auf einer Fläche von ca. 1,5m x 1,5m Wasser sammelt das nicht abfließen kann (max. Tiefe ca. 2cm).
    Auch auf der gegenüberliegenden Seite steht etwas Wasser, allerdings nicht so viel.

    2. Problem: Eigentlich war ein Notüberlauf geplant, da das Wasser nur über einen einzigen Ablauf abfließen kann. Dieser wurde nun doch nicht eingebaut.

    Nun zu meinen Fragen:

    - Kann ich die Abdichtung so akzeptieren, oder muß ich mir wegen des stehendem Wasser Sorgen machen.
    - reicht für eine 20 m2 große Dachterasse mit umlaufender Mauer ein einziger Ablauf mit ca. 6,5 cm Durchmesser aus oder braucht man zwingend einen Notablauf. Mir kommt der vorhandene Ablauf sehr dünn vor.

    Vielen Dank für Eure Antworten und viele Grüße

    O. Stagneth
     
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  3. #2 susannede, 6. Januar 2007
    susannede

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    Hallo staggo,

    grundsätzlich sieht das gar nicht so übel aus, es hat allerdings eine gewaltigen Haken - wohin bitte, ist der Gefälle-Estrich denn gefälletechnisch gezogen worden? Mit Sicherheit nicht auf den Ablauf hin!

    Das kann imho wirklich nicht so bleiben, denn die Suppe wird Dir sonst ständig auf dem Dach stehen.

    Ein zweiter Ablauf wäre bei der Winkel-Situation auch sinnvoll.

    Was ist denn das für eine beige Geschichte vor Deiner Terrassentür ? Und welcher weitere Aufbau ist angedacht, da Du die 15 cm Abdichtungshöhe nicht erreichst?

    In welcher "Kombi" wird gebaut? BT, GU, Architekt...?

    Zu Deinen Fragen:

    Nein, nicht akzeptierbar!
    Nein, wegen Winkelform!
    Hier muß die Notbremse gezogen werden!

    Der Ablauf ist prinzipiell im Querschnitt nicht zu klein.

    Grüße!

    Susanne
     
  4. MichaelG

    MichaelG

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    Und

    dass die Blechverwahrung an den Brüstungen nachträglich auf den Putz geschraubt wird is auch mindestens Käse.... Oder wird da nochmal gespachtelt? Richtig schön mit Anschluss/Abschlussprofilen?


    MfG Michael
     
  5. #4 Gast360547, 6. Januar 2007
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    also

    Moin,

    Innenentwässerung = Notüberlauf immer erforderlich.

    @ susanne,
    das Gelbe wor der Terrassentür wird eine Flüssigfolie sein. Der Kollege hat die vermutlich gewählt, weil er die Elemente nicht versauen wollte. Ich find es eigentlich ok.

    Wieso erreicht er die Anschlusshöhen nicht?
    Immerhin hat er gem. den Fachregeln den bituminösen Anschluss mit einem Überhangblech geschützt.

    ABER: Ich sehe keinen Keil am Übergang waagerechte Fläche zum aufgehenden Mauerwerk.

    Insgesamt fällt mir noch auf: Punktweise Verklebung der ersten Lage mit der WD?? PUR unterliegt enormen thermischen Längenänderungen. Deshalb muss hier eine Trennlage angeordnet werden! Das PUR muss äusserst penibel festgeklebt werden, denn es neigt zum Schüsseln.

    Die Gefällesitutation ist insgesamt unbefriedigend.

    Ich würde mir hier Gedanken über eine Verlängerung der Gewährleistung machen. Der Notüberlauf muss in jedem Fall eingebaut werden.

    Grüße
    stefan ibold
     
  6. staggo

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    Hallo,

    vielen Dank erstmal für die superschnellen Antworten.

    -Also gebaut wird mit Architekt. Der fand dies erstmal nicht tragisch, er wollte es sich allerdings nochmals anschauen.
    - Ich bin davon ausgegangen, das die Bleche noch angeputzt werden, sonst wäre dort ja eine häßliche Lücke.
    - Den Gefälleestrich hat der Rohbauer gelegt. Prinzipiell fließt das Wasser eigentlich ganz gut Richtung Ablauf, wird nur von einer Schweißkante vor dem Ablauf gebremst.
    - Das mit den 15cm Abdichtungshöhe habe ich nicht verstanden.
    - Das braune Zeug könnte "diolenvliesverstärktes Kemperol" sein. Etwas anderes steht nicht auf der Rechnung.

    Wie könnte man denn weiter Vorgehen?
    Der Notablauf sollte eigentlich kein Problem sein.
    Das Wasser fließt ganz gut Richtung Ablauf und an den Gefälle estrich kommt man ja kaum noch ran. Ich glaube auch das dieser eher nicht das Problem ist, sondern die letzte aufgeschweißte Bahn.
    Und was ist mit dem Keil gemeint?

    Danke

    O. Stagneth
     
  7. #6 susannede, 6. Januar 2007
    susannede

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    [​IMG]

    Danke Stefan für's Schlauermachen....Flüssigfolien sind bisher noch nicht so mein Ding (ich hoffe, dies noch nachzulernen).

    Mit der Abdichtungshöhe meinte ich die Höhe zur Terrassentür.

    Staggo, Stefan meint mit Keil vermutlich den Dämmkeil, der oben als 6.) gekennzeichnet ist (hier ohne Überhangblech).

    Grüße!

    Susanne
     
  8. #7 Gast360547, 6. Januar 2007
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    das

    Moin,

    in der Ecke Übergang waagerechte Dachfläche zum Mauerwerk der Brüstung müsste eigentlich ein 45° geneigter Keil angeordnet sein, der verhindert, dass die Dachbahnen rechtwinklig nach oben geführt werden.
    Hintergrund ist, dass die Bahnen nie so genau in die Ecke gebracht werden können, dass nicht doch ein Loch entsteht. Zudem können sich die Bahnen auch wieder etwas herausziehen.

    Eine Schweissbahnnaht können Sie nicht verhindern. Selbst bei 2% Gefälle würde Wasser auf der Fläche vor den Nähten stehen bleiben.

    Die Anschlusshöhen müssen 150 mm über Oberkante Belag liegen. Bis dorthin müssen sie wasserdicht sein. Darüber reicht regensicher.

    Es scheint das Kemperol zu sein (Terrassentürelement).

    Grüße

    stefan ibold
     
  9. #8 susannede, 6. Januar 2007
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    Hi Michael-Auge:winken :D

    ...meinst Du, das ist schon die finale Putzlage?
    Mich hat erst mal nicht gestört, so nach dem Motto: immerhin schöner U-Umbug nach oben, da kömmt noch was drauf!

    Liebe Grüße!

    Susanne
     
  10. Robby

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    Ich bezweifele

    das die Fenster / Türelemente noch 15cm über Belag abgedichtet werden können, wenn nicht hilft nur noch weghalten der Bewitterung ( Überdach austreichend dimensioniert) oder Entwässerungsrinne unmittelbar vor dem Element. Dann reichen 5 cm. Ich kann die Terassengröße so schlecht schätzen, ob´s da evtl noch eine 2. Notentwässerung bräuchte ...
     
  11. staggo

    staggo

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    Na gut,

    dann werde ich am Montag mal verhandeln gehen.
    Den Notablauf nachzurüsten sollte eigentlich kein größeres Problem sein.
    Etwas beruhigt mich erstmal, das der Aufbau ansich wohl erstmal passt.
    Mir steht dort halt zu viel Wasser und das liegt wie gesagt nur an einer
    hochgezogenen Schweißbahn. An den anderen Schweißnähten läuft es ja auch gut ab.
    Über den Terassen belag haben wir noch nicht nachgedacht. Welchen
    Unterschied macht das denn in Bezug auf die Höhe der Terassentür?
    Das Vordach ist auf jeden Fall weit rausgezogen.

    Danke und Grüße

    O. Stagneth
     
  12. MichaelG

    MichaelG

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    So weit isses hoffentlich noch nich


    Nö, das meinte ich nicht. Aber wir haben hier ein schönes Beispiel für die "hindersche-versche"-Abläufe (0 Gewerkekoordination) auf deutschen Baustellen. Eigentlich is das Blech doch da, damit der Putz oberhalb davon is und nicht im GAU von hinten/unten/hinterm Blech Feuchte ziehen kann, oder???

    Erst der Klempner, dann der Gipser. Schön n Trennband dann n Abschlussprofil... Ich nehme an, dass eben gerade, zumindest nicht an den Brüstungen, keine Gewebespachtelung vorgesehen ist.

    Richtlinie Metallanschlüsse von 2003, zu beziehen bei www.stuck-verband.de *sowas wie Stand der Technik.

    mfG Michael
     
  13. susannede

    susannede

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    Hi Michael,

    danke für den tollen Link, da werde ich Montag im Büro gleich mal zuschlagen (schon an die eigene Büro-E-Mail weitergeleitet).

    Erst der Klempner, dann der Gipser...na klar - ich habe vielleicht nicht so genau hingesehen (!) aber mir kommt's so vor, als sei das hier doch so gelaufen (zumindest auf Bild 5 - Innenstütze). Als ob noch der Oberputz fehlt eben.:confused:

    Imho sowieso der "wärmedämmende Gipser", denn so ein "Brüstungsbeinchen" ist uneingepackt ja eine Kühlrippe.

    Liebe Grüße! (und nix für ungut:o)

    Susanne
     
  14. #13 VolkerKugel (†), 7. Januar 2007
    VolkerKugel (†)

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    Es sei denn ...

    ... es steht auf ISOMUR(o.ä.)-Füßchen :28: :confused: .
     
  15. Robby

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    oder

    hat entsprechenden U Wert :-)
     
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  17. susannede

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    Isomur ist ein Isokorb in der Horizontalen, vermut ich jetzt mal - google gleich...
     
  18. #16 VolkerKugel (†), 8. Januar 2007
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    Da müsste´s ja gleich gefunden haben ...

    ... gibt´s auch (besser/teurer) von Foamglas - nennt sich Perinsul SL :konfusius .
     
Thema:

Abdichtung Dachterasse korrekt?

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