Abdichtung Dachterrasse... ist das so korrekt?! Habe Zweifel...

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  1. Pipapo

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    Liebe Forumsmitglieder, liebe Experten,

    ganz kurz zur Vorstellung: ich bin ein erfahrener Hobbyhandwerker der seine Grenzen kennt. Abdichtung, Sanitär und Elektro lassen ich nur den Fachmann ran. Seit Jahren lese ich eifrig im Bauexpertenforum um mich auf unsere erste eigene Immobilie vorzubereiten. Vor zwei Jahren haben wir uns unseren Traum erfüllt und seitdem nicht bereut.

    Das größte Projekt an dem 15 Jahre alten Bau, war die Sanierung der Dachterrasse (3. Stock!), da wohl damals ordentlich gepfuscht wurde. Das war uns beim Kauf auch klar, wir haben es jedoch in Kauf genommen, da es unsere Traumwohnung ist. Habe zur allgemeinen Belustigung auch Bilder vor der Sanierung gemacht... damit Ihr was zu Lachen habt. Kurzum, die Abdichtung an der Terrassentür war praktisch nicht vorhanden, da die Tür insgesamt zu niedrig war, die Entwässerungsabläufe lagen UNTER dem Gefälleestrich im Außenbereich.

    Die Sanierung sah so aus, dass wir eine komplett neue Terrassentür eingebaut haben, welche viel höher liegt. Der alte Estrich, Dämmung und Abdichtung wurde komplett entfernt und alles neu gemacht. Wie erwartet war da auch nix mehr Dicht und die Dämmung schon naß (nicht nur feucht).

    Nun zu meinem eigentlichen Problem. Den Neuaufbau sollte ein Dachdecker Meisterbetrieb durchführen. Leider kam es bedingt durch einen Unfall nicht dazu. Statt dessen habe ich "nur" einen Altgesellen bekommen.

    Mit Argusaugen habe ich auf eine gute Durchführung geachtet, und es wurde auch alles soweit ordentlich erledigt. Mit einer Ausnahme.

    Der Aufbau ist die übliche Dampfsperre auf der Betondecke, Bauder PIR FA als Gefälledämmung (kleiner Bereich vor der Tür hat Wohnraum darunter), Bauder KSK Unterlage und Bauder Karat Oberlage beschiefert (auf die Karat habe ich bestanden). Aus dem Grundriss seht Ihr, dass die gesamte Entwässerung vorne durch eine Regenrinne läuft.

    Da später noch eine Holzterrasse aufgebaut werden soll (Cumaru Dielen auf Aluprofilen, ca. 6,5cm Gesamtaufbau), wollte ich vorne so niedrig wie möglich rauskommen, in dem Fall 4 cm. an der Kante wurde eine Bohle 4x20cm als Anschlag für die Dämmung angebracht.

    Jetzt das eigentliche Problem: Nachdem vorne das Traufblech angebracht wurde und der Anschluss mit der Abdichtung erfolgte, habe ich natürlich eine kleine Kante! Diese verhindert einen vollständigen Ablauf, das Wasser staut sich davor.

    Wenn es regnet, staut es sich maximal auf 1cm und läuft dann ab, wenn es nicht mehr regnet läuft es bis auf 0,5cm ab und steht dann bis es verdunstet/diffundiert.

    Ich weiß, dass das nicht dramatisch ist, meine Frage ist... kann man das so lassen, geht das in Ordnung oder sollte man hier eskalieren? Der Dachdecker meint, es wäre besser gewesen vorne mit 5cm Dämmung rauszukommen und dann 4cm Kantholz, da frage ich mich natürlich, warum das nicht gemacht wurde??! IMG_1788.JPG

    Die andere Frage betrifft die Befestigung der Attikableche... hier wurde geschraubt auf die Holzbohle. Natürlich wurden Spenglerschrauben mit Dichtung verwendet. Allerdings entsteht ja dadurch eine Senke und das Wasser steht dort. Jede Dichtung wird irgendwann mal porös und das Wasser bahnt sich seinen Weg. Ist diese Verschraubung üblich? Müssen die Schrauben nach gewisser Zeit erneuert werden?

    Ich würde mich über jede qualifiziert Antwort freuen. Mir geht es nur darum möglichst sicher zu sein, dass es korrekt ist, bevor ich meine Terrasse da drauf baue.

    Nachfragen beantworte ich gerne und umgehend.

    Besten Dank schonmal und freundliche Grüße!

    John
     

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  2. #2 Fabian Weber, 13.08.2020
    Fabian Weber

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    Meiner Meinung nach nach ist eine Verschraubung von oben durch die Attika nicht zulässig, schau mal in die Flachdachrichtline.

    Den Rest finde ich unproblematisch.
     
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  3. SIL

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    Das ist auch so, in der horizontalen waagrechten darf die Blechverwahrung wie hier nicht verschraubt sein.
     
  4. #4 Fabian Weber, 13.08.2020
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    Ich plane sowas immer mit Vorstoßblech oder Systemhalter.
     
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  5. Pipapo

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    Hallo Fabian, Sil,

    Besten Dank erstmal, für eure Rückmeldung!

    Das mit der Verschraubung kam mir ja auch schon komisch vor. Der Flaschner hat schon eine Ausbesserung zugesagt. Die Frage ist, was wäre eine gute Ausführung. Systemhalter erfordern wohl auch Systembleche, das wir nicht gehen, da die Bleche hier vor Ort auf Mass gefertigt werden.

    Meine Frage ist... wäre Kleben eine Alternative, obwohl wir hier hoch auf einem Hang sind und es auch mal heftig Stürmen kann. Oder eben eine Halterung... die darf unter dem Blech verschraubt sein und hält dann das Blech darüber, korrekt?

    Wie sollte man mit den Schraubenloecher unter dem Blech verfahren. Die gehen ja durch die beiden Abdichtungslagen. Noch mal eine Lage darüber legen um die Löcher zu schließen?

    Zu dem Thema Traufkante... habe ich nun im Regelwerk für Flachdachabdichtung gesehen, da gilt ganz klar> „...Bei nicht nagelbarem Untergrund sind Nagelleisten, bei einer vorhandenen Dämmschicht Randbohlen vorzusehen. Randbohlen müssen 10 mm dünner als die vorhandene Dämmschicht sein.“

    Nun wäre es ein enormer Aufwand, das wieder zu korrigieren. Daher meine Frage, ist es unproblematisch wenn man es so lässt? Der DD hat hier vorgeschlagen an der Stelle wo die Senke ist noch eine Oberlage zu verschweißen, um das Wasser in die Mitte zu führen, wo es besser abläuft.

    @SIL was meinst Du dazu?

    Danke euch nochmal, für eure Hilfe!

    Freundliche Grüße, john
     
  6. #6 Fabian Weber, 14.08.2020
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    Ehrlich gesagt würde ich hier den Flaschner um eine Gewährleistungsverlängerung auf 10 Jahre bitten und sonst nichts machen.

    Fachgerecht wäre ja nur der komplette Tausch der Blech mit entsprechenden Unterkonstruktion aus Vorstoßblechen.

    Privat würde ich es aber wahrscheinlich auch so bauen, das Risiko ist ja überschaubar.
     
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  7. SIL

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    Ja, das andere wird Geflicke.

    Ja, da kann er nochmal etwas aufschweißen, du wirst das eh nicht wasserlos oder wasserfrei bekommen, Bautenschutzmatte etc es wird nach Niederschlag immer etwas Wasser 'stehen'.

    Wie ist die Kante generell denn ausgebildet mit Blech? Rinne? Kammblech? Hat er aus der vollen Lage über die Kante gezogen? Das selbe gilt für die Attika..mach da mal noch Fotos von der 'Kante'
     
  8. Pipapo

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    Hallo Ihr beiden,

    Nochmals besten Dank an euch! Nach dem ganzen Albtraum mit der Terrasse bin ich über eure Hilfe sehr dankbar um das endlich zu Ende zu bringen.

    Der Anschluss am Traufblech ist auch so eine Sache. Nach meinem Verständnis, hätte man die Oberlage um die Kante runter geführt und dann erst verschweißt ?! Anbei die Bilder.

    Was die Attika betrifft, das sah ganz ordentlich aus. Die Unterlage wurde komplett drüber geführt und auch auf der Rückseite bis runter zum Betonfundament gezogen. Die Oberlage wurde einfach hochgeführt, davor wurden PUR Keile 5x5 eingebracht. Auch hier Bilder anbei.

    Die Stelle direkt vor der Tür (ca. 30cm) hat praktisch kein Gefälle, da die Daemplatte in der Mitte zerschnitten wurde. Vor der Terrassentuer liegt ein Gefälleestrich, darum wurden dort plane Platten verwendet und der Anschluss mit Gefaelleplatten gemacht.

    Ist die Wassermenge welche auf der Flüssigkunstoffabdichtung liegt tolerierbar? Da soll eine Drainagerinne liegen, bevor der Holzterrassenaufbau folgt. Würde es Sinn machen, die Flüssigkunstoffabdichtung durch einen Streifen selbstklebende Bitumenbahn abzudecken und damit zu schützen? Sieht man nachher eh nicht, wenn die Drainagerinne liegt.

    Letzte Frage: hätte man die Abdichtung nichts besser in Fliessrichtung des Wassers verlegt, statt quer dazu?

    @SIL @Fabian Weber Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte nicht eure Zeit übermäßig in Anspruch nehmen. Ich will nur sicher sein, dass wenn ich soviel Geld ausgebe, dass es dann auch für die nächsten Jahre und Jahrzehnte hält. Vielleicht mach ich mir da aber auch zuviele Gedanken.

    Freundliche Grüße und Dankeschön,

    John
     

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  9. Pipapo

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    Hier noch ein paar Bilder von der Traufkante...
     

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  10. SIL

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    Nee, der sieht gut aus.
    Ja.
    Du meinst Entwässerungsrinne?
    Nein, du legst doch Bautenschutzmatte aus.
    Nein, dazu gibt es keine zwingende DIN etc die eine Verlegerichtung bei dir vorschreibt.
    @Tarunio Fibi hab ich etwas übersehen?
    Bei der Mini Aufkantung ist das tolerierbar, ansonsten wäre es ein Mangel und entspricht nicht der Regelausführung da sind im Anschlussbereich 3 Lagen die sich überlappen.

    Was deine Verblechung betrifft, würde ich Fibi folgen und dort entweder Gewährleistung länger oder einen Nachlass auf die SR verlangen, das ist auch in dem Interesse des Spengler-denn alles neu kostet ihn sicher mehr.
     
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  11. #11 Fabian Weber, 15.08.2020
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    Ich sehe es genauso wie @SIL, die Abdichtung sieht wirklich gut aus, da gibt es nichts zu beanstanden.

    Wenn Du eine Holzterrasse machst, wozu dann noch die Rinne? Zwischen den Holzplanken kann doch sowieso das Wasser ablaufen.
     
  12. #12 Tarunio, 17.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 17.08.2020
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    Hallo Zusammen

    Sil hat das meiste schon Top beantwortet.

    Zum Thema stehendes Wasser, dass ist in Ordnung so, um das Wasser ganz von der Fläche zu bekommen brauchst du mind. 5° oder mehr.
    Da du ja noch Toleranzen im Untergrund hast.
    Es gibt Terrassen die werden ohne Gefälle erstellt und funktionieren auch, wenn auch mal 1 cm Wasser steht.
    Aber es musst dann eine Drainage und Kies drauf.

    Man sollte die Bahn in Gefällerichtung verlegen, Vorteil das Wasser läuft schneller ab.
    Die Oberlage kann vernünftig aufgeklebt werden.
    Das ist aber bei 2% Gefälle kein muss. Erst ab 5,2 % Gefälle, um die Bahn gegen abrutschen zu sichern.
    Das wissen aber die wenigstens leider, die meinen immer so läuft das Wasser über die Naht und das sei besser.... dabei bleibt mehr Wasser hinter der Naht stehen.
    Es ist so wie es bei dir ist trotzdem noch richtig.

    Das Traufblech hätte vorne ab geklebt werden müssen, somit dient es als Stützblech und es werden keine Dehner benötigt.
    Bei deiner einklebetechnik müssten ca. alle 3 Meter Dehner eingebaut sein und die Bleche müssten zugelötet sein!
    Da nicht runter geklebt wurde.
    Einzige möglichkeit das jetzt noch zu machen, wäre den Abschluss mit Flüssigkunststoff herzustellen. Dann wäre es wieder ok.
    Normalerweise nimmt man Edelstahl od. Uginox als Traufblech zum einkleben. Ich tendiere aber immer zu Edelstahl, das ist schön stabil.

    Den Flüssigkunststoff hätte man abkleben können damit man nicht mehr als 1 - 2 cm über den Rand streicht.
    Streicht man zuviel übers Flies hat man festgestellt kann sich der Flüssigkunststoff ablösen (muss aber nicht passieren)
    Er musst nur aufpassen das er die Farbe an der Wand entfernt hat mit einem Schleifblatt sonst hebt der Flüssigkunststoff nicht an der Farbe.

    Die Fläche sieht optisch sauber geschweißt aus.

    Die Bleche kann er nur Schrauben da die Aufkantung zu niedrig ist. Wenn er die Attika mit Gefälle erstellt hätte, wäre es auch vorteilhafter gewesen.
    Eine Schraube mit einer dicken Dichtscheibe nehmen wie beim Stahltrapezdach und das funktioniert eigentlich. Da man mit dieser Schraube so andrehen kann das die Dichtung sauber anliegt aber das Blech nicht zu feste angezogen wird mit einer vertiefung am Schraubpunkt.
    Von Kleben halte ich Persönlich nichts, zu große gefahr von Verarbeitungsfehlern.
     
  13. Pipapo

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    Hallo Fabian,

    besten Dank erstmal! Die Fugen zwischen den Dielen sind 6mm, ist ein bischen knapp wenn es mal so richtig schüttet. Wir haben hier Hanglage und es ist die Wetterseite. Zum anderen ist eine Entwässerungsrinne ja eigentlich vorgeschrieben, bei weniger als 15cm Anschlusshöhe. Wir haben hier 7cm... und zuletzt löst die Entwässerungsrinne ein großes Problem: die Aluprofile für die UK haben 4m. Vor der Tür gibt es diese "Nische" und damit sind es von der Tür bis zur Kante 4,17m... die Rinne hat 15cm Breite, danach kommen die Aluprofile und ich muss nix schneiden oder verlängern ;-)
     
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  14. Pipapo

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    @Tarunio auch an Dich, besten Dank für eure Zeit und euren Rat! Damit kann ich endlich mein Gewissen beruhigen!

    Zu deiner Ausführung:

    Ich habe mir so ziemlich jede verfügbare Ausführung zu diesem Thema durchgelesen und festgestellt, dass dies ein ganz heikles Thema ist "Wieviel Pfütze ist erlaubt?!" Das ist ja eigentlich nirgendwo verbindlich geregelt und desöfteren ein Streitpunkt. Dass Grundsätzlich immer etwas Wasser steht ist in Ordnung. Was mich hier gestört hat... hätte man es nach Fachregel gemacht, also Dämmstoff 1cm höher als die Holzbohle und die Oberlage dann vorne über die Kante geführt, wäre es TOP! Die Frage war für mich daher ob ich damit leben kann/muss, oder ob es so schlimm ist, dass man auf Nachbesserung drängt. Offensichtlich ist es eurer Meinung nach nicht so dramatisch, dass man hier nachbessern sollte. Das beruhigt mich! Danke.


    "dabei bleibt mehr Wasser hinter der Naht stehen." Ja, deswegen hatte ich gedacht, dass die Verlegung in Fließrichtung doch eigentlich grundsätzlich von Vorteil ist... aber falsch ist es dennoch nicht, das ist okay.

    Zu dem Traufblech... nur damit es kein Mißverständnis gibt: das wurde auf der Holzbohle genagelt und dann kam die Oberlage drauf. Wenn ich es richtig verstehe, dann bist Du auch der Meinung, dass die Oberlage eigentlich um die Kante herum geführt werden sollte und dann verschweißt?! Leider wurde dabei auch weder die Bohle noch das Blech mit Bitumenanstrich versehen...

    Wie kann ich das verstehen: "Einzige möglichkeit das jetzt noch zu machen, wäre den Abschluss mit Flüssigkunststoff herzustellen. Dann wäre es wieder ok." D.h. mit Flüssigkunstoff und Vlies auf der Bitumenbahn anchließen und über die Kante führen?!

    Was die Wand am Sockel betrifft, wurde davor schon der alte Putz ordentlich abgeschlagen und es kam eine neuer Sockel-LUP drauf, ohne Feinputz oder Farbe. Der wurde grundiert, bevor der Kunstoff drauf kam... das ist so in Ordnung, oder?

    Das mit den Blechen... er sagt nun selber, dass es keine gute Lösung ist. Der Flaschner hat es verschraubt weil eben die Attika zum einen niedrig und schmal ist. Dazu kommt noch, dass er die Bleche zweiteilig ausführen musste damit er schön das Betonfundament verdeckt auf der Rückseite. Offenbar will der Flaschner hier nacharbeiten mit einem Halter. Kleben ist in der Tat keine Option! Wenn die Schrauben tatsächlich keine Senke verursacht hätten (was aber der Fall ist)... könnte ich damit leben, mit der Konsequenz dass die Schraubendichtung dann ein Wartungsteil ist.... Das fehlende Gefälle auf der Attika oder auf dem Blech, Richtung Abdichtung ist auch nicht schön... Ich schaue jetzt mal, was der Flaschner vorschlägt.

    Auf jeden Fall kann ich mich gar nicht genug bei euch für eure Unterstützung bedanken!

    Freundliche Grüße,

    John
     
  15. #15 Tarunio, 18.08.2020
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    Ja, die Bitumenbahn hätte herab geführt werden müssen.

    Bei deiner ausführung muss das Blech gelötet werden und Dehner eingebaut werden.

    https://www.derdichtebau.de/fm/7/Technische Regeln – abc der Bitumenbahnen.pdf

    Seite 128 und 275

    Das Stützblech ist die sichere Variante und unkompliziertere.

    Zum Wandanschluss wäre ein Feinputz ok gewesen, dieser hätte nur keine Anstriche haben dürfen.
     
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  16. SIL

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    @Tarunio wie war das mit dem Anstrich der Regenrinne bei Polymerbitumenbahn, wenn Sie denn noch über das Blech abgeführt würde, dann fehlt dieser auch noch... Ich würde den TE empfehlen das jetzt so zu belassen auch kein FLK bzw Dehner einbauen lassen, da reisst die ganze Seite wieder auf...
     
  17. #17 Tarunio, 18.08.2020
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    @SIL bin ich deiner Meinung.
    Schutzanstrich JAEIN es gibt Hersteller die sagen brauchst du nicht die Bahn ist nicht mehr säurebeständig wie früher und andere sagen brauchst du.
    Die Fachregel sagt: wird benötigt.

    Ich kenne aber keinen mehr der das macht, mit dem Schutzanstrich.
    Ich selber habe noch keine Zinkrinne gesehen, die deswegen kaputt war bei neuen Bahnen.

    Jap das würde ich auch nicht machen, die Dehner sind nach 10 Jahren kaputt, wir versuchen es auch immer ohne zu Lösen auch bei Dachrinnen.

    Wenn er sicher gehen will, soll er 20 cm Flüssigkunststoff streifen aufbringen und am Stoß vom Traufblech einfach bis zum Ende des Traufbleches dichten.
    Da wird nie was passieren.

    Das einzige wo Gefahr besteht ist das sich die Bitumenbahn mal etwas löst an der Vorderkante des Traufbleches. So kann er längere Zeit vorbeugen mit dem Flüssigkunststoff.
     
  18. Pipapo

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    Hallo zusammen!

    Hatte gestern ein langes Gespräch mit dem Chef, und er war da ganz offen. Er selbst ist im Urlaub und hat seinen Kollegen geschickt. Der macht das ja eigentlich sehr gut, aber halt nur klassische Flachdächer mit Attika ringsum, deswegen der Fehler mit der Bitumenbahn am Traufblech.

    Wie dem auch sei, es wird nachgebessert. Die Attikableche werden erneuert, wobei ich nicht ganz sicher bin, wie sie das mit einem Vorstossblech machen wollen, ob das überhaupt möglich ist bei der Dimension der Attika.

    Anstrich der Regenrinne wurde ich auch darauf hingewiesen, allerdings in dem Zusammenhang, dass das Traufblech Titanzink und die Rinne aus Alu ist. Also wegen Metallionen die herabgeführt werden. Ist aber bei der Kombi kein Problem. Das mit dem Anstrich wegen Bitumen ist mir neu, werde es aber wie von euch vorgeschlagen erstmal lassen, es sei denn dass die Alurinne dahingehend besonders anfällig ist?

    Die Kante soll, ebenfalls wie von euch vorgeschlagen, mit Flüssigkunstoff verbessert werden.

    @Tarunio wenn ich es richtig verstanden habe, beginnt der Kunstoff hinter dem Abschluss der Bitumenbahn, wird um die Kante geführt bis runter zur Regenrinne?! Bin nicht sicher, was Du mit dem Stoß vom Traufblech meinst...

    Ich bedanke mich und werde auch weiterhin updates posten, von der fertigen Terrasse... heute kamen die Bautenschutzmatten und die Rinne drauf. Wenn die Kante morgen erledigt ist, kann es weiter gehen...

    Schöne Grüße!
     

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  19. #19 Tarunio, 19.08.2020
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    Nimm ein vlies mit 25 cm zuschnitt.
    12,5 auf die bitumenbahn 12,5 aufs blech das reicht. Und am stoß vom traufblech machst einfach Streifen draufen und fertig das reicht.

    Bei der gummimatte im Rand aufpassen bei Hitze haben wir festgestellt die Scheuert an der bitumenbahn im Randbereich und beschädigt diese.
     
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