Abdichtung der Bodenplatte: Schweißbahnen oder Dichtschlämme?

Diskutiere Abdichtung der Bodenplatte: Schweißbahnen oder Dichtschlämme? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir bauen ein EFH ohne Keller. Wie soll die Bodenplatte nach oben hin abgedichtet werden? Sind Schweißbahnen oder eine zementöse...

  1. Tom_

    Tom_ Gast

    Hallo,
    wir bauen ein EFH ohne Keller.

    Wie soll die Bodenplatte nach oben hin abgedichtet werden?
    Sind Schweißbahnen oder eine zementöse Dichtschlämme besser geeignet?

    Zur Abdichtung der Mauern gegen aufsteigende Nässe wurde in diesem Bereich bereits Dichtschlämme (Lugato, "Trockene Keller") verwendet.

    Ich tendiere eher zu der Dichtschlämme, da mir die Verarbeitung der Schweißbahnen doch sehr aufwendig vorkommt...

    Ist dann im weiteren Bodenaufbau (ca. 16 cm Styropor-Dämmplatten, darauf 5-6cm Estrich) noch eine PE(?)-Folie notwendig (gegen Feuchte oder Radon) und zwischen welche Lagen käme die Folie dann?

    Gruß
    Tom
     
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  3. #2 Carden. Mark, 9. März 2005
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Dichtungsbahnen sind für diesen Zweck genormt. DS nicht. Was nicht heißt, dass DDS nicht funktionieren. Ich bin aber kein Freund von DS. Die Verarbeitung von Bahnen ist im Material und auch in der Verarbeitung deutlich günstiger, weniger anfällig und Rissüberbrückender gegen nachträglich entstehende Risse. Mein Hauptargument bei der Verwendung von DS unter Wänden ist allerdings schon weggefallen. Ich sehe hier Probleme die geforderten Schichtstärken unter ungünstigen Wettereinflüssen Zweifelsfrei ausführen zu können.
     
  4. Tom_

    Tom_ Gast

    Hallo Mark,
    Danke für die Antwort.

    Wie oft kommt es zu solchen nachträglichen Rissen?
    Die Bodenplatte ist 20-25 cm dick, 2x bewehrt und in einem Guß mit den Streifenfundamenten erstellt worden.
    Soweit ich weiß, liegt kein drückendes Wasser vor. Die OK der Bodenplatte liegt zwischen 20 cm über der geplanten Gelände-OK bis 1,40m unter GOK (aber nur an der Nordwand über eine Länge von etwa 6m, davor liegt eine Dränage).

    Welches wäre das denn gewesen?
    Pro oder contra Dichtschlämme?

    Versteh ich nicht.
    Es geht doch um die Beschichtung auf der Bodenplatte IM Haus (Dach ist fertig). Welches Wettereinflüsse machen sich da noch negativ bemerkbar?

    Müssen Dichtbahnen eigentlich bei dieser Anwendungen an den Überlappungen zusammen geschweißt oder geklebt werden ("Schweißbahnen") oder nur überlappen?

    Weiß vielleicht jemand noch eine Antwort auf meine Frage mit der PE-Folie?

    Gruß
    Tom
     
  5. #4 Carden. Mark, 9. März 2005
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Risse können immer dann auftreten, wenn keine Rissbeschränkenden Maßnahmen vorgenommen wurden.
    Risse können noch nach 2 Jahre in Folge des Beton schwindens auftreten.

    Genau das meinte ich ja damit, wie ich schirieb
    Mein Hauptargument bei der Verwendung von DS unter Wänden ist allerdings schon weggefallen. Ich sehe hier Probleme die geforderten Schichtstärken unter ungünstigen Wettereinflüssen Zweifelsfrei ausführen zu können.

    Ich meinte damit, dass es kaum Möglich ist, wenn die Sohle Nass ist oder es sogar regnet, die Schichtstärken zu gewährleisten. Da bei Ihnen ein Dach drauf ist, ist dieses Hauptargument – dagegen – eben weg gefallen.

    PE Folie gegen Feuchtigkeit brauchen Sie nicht. Gegen Radon – da bin ich zu wenig informiert. Aber was soll eine PE Folie abhalten, was eine Bahn nicht abhält. Aber nur so mein Schnellgedanke.
     
  6. #5 PeMu, 9. März 2005
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2005
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    Hm, für eine höherwertige Ausführung hat die Dichtschlämmen auf Zementbasis schon Vorteile:

    Streifen unter allen aufgehenden Wänden mit ca. 20 cm Überlappung rechts und links der Wand: mit 2-komponentiger Dichtschlämme z.B. Aquafin 2K pastös auftragen 5-6 mm dick. Auch bei Stahlbetonwänden. Damit wird auch die Hohlkehle dicht.

    - Kann auf jungem Beton aufgebracht werden.
    - weniger Witterungsabhängig als bituminöse Abdichtung
    (Nass, Regen und auch feucht: da geht bei Bitumen nix)
    - kein 2. Gewerk

    In die richtung wurde es ja schon ausgeführt.

    Aber für flächige Abdichtung auf Bodenplatte und Wände: Dichtungsschlämmen sollten besonderen Anwendungsfällen vorbehalten bleiben.
     
  7. peter_h

    peter_h

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    folie ist notwendig über dämmung bzw. unter estrich. aber nur um feuchtigkeit des nassen estrichs nicht in die wd gelangen zu lassen.
     
  8. Tom_

    Tom_ Gast

    Die Bodenplatte hat oben und unten je eine Q181-Matte als Bewehrung.
    Sie ist mittlerweile schon fast 1,5 Jahre alt.
    Muß ich da noch mit neuen (Haar?)-Rissen rechnen, und sind die überhaupt relevant (kein drückendes Wasser)?

    Wird zwischen Estrich und Styropor nicht sowieso eine (PE-) Folie als Gleitschicht benötigt?
    Radon dürfte hier in Südhessen eigentlich kein Thema sein (im Schwarzwald wäre es wohl anders).

    Nochmal zu den Überlappungen der Dichtbahnen:
    Müssen die jetzt geschweißt/geklebt werden, oder reicht überlappen?

    Gruß
    Tom
     
  9. #8 Carden. Mark, 9. März 2005
    Carden. Mark

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    Die DIN sagt aus, dass die Überlappungen verklebt werden müssen.
     
  10. #9 Carden. Mark, 9. März 2005
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    @PeMu
    Mir geht es hierbei Hauptsächlich um Abdichtungen unter Wänden. Hier sieht die DIN eine Dichtungsbahn vor. Und das halte ich für Richtig. Wie soll ich, wenn es misselt, eine Sperrschlämme in der geforderten Stärke aufbringen? Die schiebe ich nur hin und her.
     
  11. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Schweißbahnen werden verschweißt mit Überlappung.

    Die PE-Folie kommt allein schon unter den Estrich, damit die "Estrichmasse nicht nach unten verschwindet - auch Zementestrich.
     
  12. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    >50 cm Schweißbahn - ok.
    Die übliche Dichtungsbahn - Mauerabsperrbahn in Mauerstärke, gewährleistet nur keinen Dichtungsanschluß innen nach außen. Und wenn eine Abdichtung auch beansprucht wird, dann gibt es an dem Punkt die meisten Probleme - Hinterläufigkeit der Hohlkehle.

    Diese Mauerabsperrbahn ist nur brauchbar, bei einfacher Wasserbelastung - Bodenfeuchte.

    ------------------------------

    Prinzipiell gilt:

    Alle Stöße von Abdichtungen sind mit Überlappungen anzuschließen.
     
  13. #12 Carden. Mark, 9. März 2005
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    Keine SCHWEIßBAHNEN bitte
    Bitumenschweißbahnen, die häufig für Fußpunktabdichtungen in Verblendmauerwerk verwendet werden, sind für waagerechte Abdichtungen in Wänden nicht zulässig. Aufgrund der Viskosität und der größeren Werkstoffdicke kann es unter Last und Wärmeeinwirkung zu "Ausblutungen" von Bitumen und zum Nachgeben der Bitumenschicht kommen.
    Dachdichtungsbahnen ist OK. Mir am liebsten die G200DD besandet.

    Ansonsten http://sv-carden.de/4-2-1_t4_unter_w.html
     
  14. #13 Carden. Mark, 9. März 2005
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    Überigens ist die G200DD die einzige Vertragskonforme Abdichtung lt. DIN 18336 unter Wänden.

    Ansonsten gebe ich Dir bei Deiner Aufzählung Recht, da Selbstverständlich.
     
  15. #14 Carden. Mark, 9. März 2005
    Carden. Mark

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    Ansonsten zu Abdichtung auf Sohlenplatten kann der Fragesteller auch hier nach lesen. Bin aber noch nicht ganz fertig damit und gefällt mir auch noch nicht. Ich durfte ferner feststellen, dass ich die Rechtschreibung noch mal kontrollieren muss, aber für diese zwecke reicht es erst einmal.
    http://sv-carden.de/4-3_t4_sohle.html
     
  16. PeMu

    PeMu

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    Ok, Ok, Schweißbahn war sehr provokativ.
     
  17. #16 Unregistriert, 10. März 2005
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    Vielen Dank, das werde ich gleich mal durcharbeiten.

    Gruß
    Tom :-)
     
  18. Peter S.

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    @ Mark @all,

    habe mir nun nochmal deine Erklärung durchgelesen, aber dort finde ich leider keinen Hinweis, wie man Verfahren soll, wenn man an die Sperre unter der Mauer nicht "herankommt".

    "Die Abdichtung der Bodenplatte ist mit der Abdichtung unter den Wände so zu verbinden, dass keine Feuchtigkeitsbrücken entstehen können."

    Und damit eine Verbindung zwischen Mauerwerksabdichtung und der G 200 S4 unmöglich. Was gibt es hierfür füe eine Lösung?


    Desweiteren bleiben noch weitere Fragen offen.
    - wie sollen nun Installationrohre, die sich nunmehr selbst im UG nicht ganz vermeiden lassen, befestigt werden ohne das die G 200 S4 beschädigt wird?
    - die G 200 S4 wird auf dem Rohfussboden aufgebracht, ohne diesen vorher in irgendeiner Weise behandeln zu müssen. Richtig?
    - die Überlappung sollte mind. 10cm betragen. Richtig?
    - reicht eine Lage G 200 S4, oder sollten es zwei Lagen sein?


    Ansonsten, was gibt es für Alternativen, die den gleichen Nutzen bringen & sich ungefair im selben Preisrahmen bewegen.

    Ich danke euch für die hoffentlich zahlreichen Antworten.
     
  19. #18 Unregistriert, 29. März 2005
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Hi Peter,

    UG steht für Untergeschoss. Ein Untergeschoss ist ein Keller.
    Da du keinen Keller hast, hast du auch kein UG.

    Das ist WICHTIG.
    Wenn du die Begriffe nicht klar verwendest, bekommst du keine klaren Antworten.
    (siehe die Verwirrung in deinem Nebenthread zum selben Thema)

    Zur Sache:
    -Es ist zu vieles unklar.
    -Such dir einen Fachmann vor Ort.
     
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  21. Peter S.

    Peter S.

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    Danke, hatte aber mehrmals betont. Keinen Keller!!! und es geht um die Abdichtung auf der Bodenplatte.

    Nun zu deinem Hinweis zu den Fachmännern, hatte drei verschiedene Firmen auf der Baustelle, und alle drei waren der Meinung, dass eine Abdichtung nicht von nöten ist.
    Im Gegenteil deren Kommentare waren "Warum wollen sie das tun?"
     
  22. #20 Unregistriert, 29. März 2005
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    Unregistriert Gast


    Du haust das durcheinander. Hätte ich den ANDEREN thread nicht gelesen würde ich nicht wissen ob du nun mit oder ohne Keller baust.

    -Nicht jeder liest alle threads
    -Nicht jeder versucht aus in verschiedenen threads verstreuten Informationen dein Anliegen zu ergründen



    Zu den 3 verschiedenen Firmen die alle etwas anderes erzählen:

    Du kannst wegen mangeldem Fachwissen keine Entscheidungen treffen.

    Mein Vorschlag:
    Beauftrage jemanden der über Fachwissen verfügt.
    Also jemanden der für dich plant, bauleitet,... oder in was auch immer du da gerade machst.
     
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