Abdichtung eines Installationsschachtes

Diskutiere Abdichtung eines Installationsschachtes im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Wir haben in unserem Neubau neben dem Schornstein einen 30 x 40 cm großen Installationsschacht gelassen. Er reicht vom KG über EG und DG und...

  1. Karl

    Karl

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    Wir haben in unserem Neubau neben dem Schornstein einen 30 x 40 cm großen Installationsschacht gelassen. Er reicht vom KG über EG und DG und durch die Kehlbalkenlage hindurch bis zum unbeheizten Spitzboden. Wenn demnächst Heizung, Wasser, Elektro und Solar darin verlegt sind, haben wir folgende Probleme:

    1. Luftdichtheit zwischen DG und unbeheiztem Spitzboden

    2. Schallschutz; der Installationsschacht durchquert das Wohnzimmer und das darüberliegende Kinderzimmer, wodurch Wohnlärm ins Kinderzimmer gelangen kann

    3. Brandschutz zwischen den Stockwerken

    Unsere ursprüngliche Absicht war, den Schornstein samt Installationsschacht in jedem Stockwerk mit Gipskarton- oder Gipsfaserplatten zu umkleiden. Dem Brandschutz dürfte das wohl genügen.

    Aber wie verhält es sich mit Luft und Schall? Vor allem, wie stelle ich eine Luftdichtheit im Übergang zum unbeheizten Spitzboden her. Die Dampfsperre ist unterhalb der Kehlbalkenlage vorgesehen.
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Hallo Karl

    hast du innen schon verputzt ???

    normalerweise betoniert man die Deckendurchbrüche aus und mauert eine Vorwandinstallation hoch ... damit erschlägt man dann sowohl den Brand- und Schallschutz samt Luftdichtigkeit ;)


    MfG
     
  4. berndk

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    Äh - wozu eigentlich Wasser, Strom und Heizung im unbeheizten Spitzboden?!
     
  5. #4 Herbert, 15.10.2003
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    Folie bis an den Installationsschacht führen und dort mit geeignetem (!) Kartuschenkleber anschließen. Oder die Folie über den Schacht ziehen. Den Schacht auf jeden Fall oben möglichst verschließen.

    Alternativ kann auch jeder Durchbruch in den Schacht luftdicht ausgeführt werden, was jedoch aufwändiger sein dürfte. Vom Schallschutz her sollten Sie es aber zusätzlich tun.

    Der Schacht wie auch der Schornstein sollten vor einer Verkleidung mit Gipskartonplatten grob übergespachtelt werden. Die üblichen Schornsteinelemente sind sehr porös und damit luftdurchlässig. Ebenso unverputztes Mauerwerk.

    Schallschutz: Luftdichtheit kommt auch dem Schallschutz zugute. Bei einem massiven Schacht mit zusätzlicher Gipskartonverkleidung dürften Sie schallmäßig keine Probleme bekommen. Im Übrigen mögen die Kinder es, die Anwesenheit der Eltern akkustisch mitzubekommen.
     
  6. Karl

    Karl

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    Zu Herrn Thalhammer:
    Es gibt noch keinen Innenputz. Ausbetonieren wollte ich nicht, weil es sich ja nicht um einen normalen Deckendurchbruch handelt, sondern um einen Installationsschacht, durch den ich später notfalls noch etwas durchziehen kann. Was mir allerdings zwischenzeitlich zum Thema Schallschutz selbst noch eingefallen ist, wäre ein Vergießen der Stockwerksübergänge mit einem ganz mageren Beton. Wenn ich nur sehr wenig Zement einbringe, kann ich die Deckendurchgänge damit verschließen und später nötigenfalls wieder durchmeißeln. Allerdings müßte ich dafür die Rigips-Verkleidung des Schachtes zerstören.

    Zu berndk
    Natürlich werden Wasser und Heizung nicht bis zum Spitzboden verlegt sondern zweigen vorher ab in die Wohnetagen. Da man aber nie weiß, was die Zukunft bringt, führt der Schacht bis zum Spitzboden. Künftige Solaranbindung, Antennenleitungen und vielleicht heute noch unbekannte Bedarfe können dann nachträglich durchgezogen werden.

    Zu Herbert
    Das kommt der Sache ziemlich nahe. Der Zweite Teil der Antwort ist mir verständlich. Ich werde den Schornstein wie beschrieben behandeln.

    Wie das im ersten Teil mit dem Heranführen der Folie gehen soll ist mir noch nicht ganz klar. Es handelt sich um einen kleinen Schacht mit mehreren darin geführten Rohren. Beim Übergang zum Dachboden gibt das ein arges Geflicke in der Dampfsperre. Ich hätte gehofft, es gäbe eine einfachere Lösung.

    Fällt jemand noch etwas ein?
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "nein" Karl

    des gehört schon ausbetoniert ... durchziehn kannste da ohnehin nichts weil sich da alles verhedern würde ... und extra dann die Gipsplatte abnehmen "nö" des iss doch die Arbeit nicht wert ?
    ... wennste wirklich da später was durchziehn willste dann bau dir doch noch ein Lehrrohr mit ein ... "nein" wegen dem Schall-Brandschutz und der Dichtigkeit gehört sowas ausbetoniert ... ich würd des vormauern und gescheit überputzen mit dem Gipskarton tuste dir Schallschutztechnisch und vermutlich Rissemässig keinen Gefallen ... drum noch 1-2 ? Lehrrohre rein zu damit mit ... "wär" meine persönliche Meinung ich möcht dich da "aber" nicht zu stark beeinflussen ... des ist deine Entscheidung ;)
     
  8. Lebski

    Lebski Gast

    Oder ne Brandschutzfirma fragen? Die machen doch sowas öfter zu, und wissen wie es geht!
     
  9. #8 bauworsch, 17.10.2003
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Ich hoffe wir übertreiben es nicht

    Bei Einfamilienhäusern ( ich hoffe es geht um selbiges ) sind die Anforderungen bezüglich des Brandschutzes sehr gering, es sollte sich der Bauherr jedoch seiner Eigenverantwortung bewußt sein.

    Michael, das Einschalten einer Brandschutzfirma fände ich dann doch etwas zuviel des Guten.

    Und bezüglich des Schallschutzes gibt es auch nur geringe Anforderungen. Einer Verkleidung mit Gipskarton oder sonstwie steht in meinen Augen nichts entgegen. Dem Tip von Josef sollte man jedoch folgen, nach Einlegen von Leerrohren die Deckendurchbrüche mit Beton zu vergießen. Bringt immens was für den Schallschutz und gleichzeitig Brandschutz.

    Der Übergang in den unbeheizten Spitzboden ist der wohl kritische Bereich. Hier ist auf sorgfältige Abdichtung im Bereich der Durchdringungen der Dampfsperre zu achten.
     
  10. Lebski

    Lebski Gast

    Man kann sich das Material bei einer Branschutzfirma besorgen. Kost ein Kasten Bier.
    Vorteil: Luftdicht, Schallschutz, spätere Installation möglich, Brandschutz gibts auch noch dazu: Vier Sachen in einem. Ein Ü-Ei bietet nur 3.
    Dürfte auch einfacher als Zubetonieren sein.
    Das Beauftragen eine Brandschutzfirma ist wohl nicht notwendig.
     
  11. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "was"

    ist so schwierig am ausbetonieren solcher Deckendurchbrüche ? ... wenn der Rohbauer mitgedacht hat sind diese Deckendurchbrüche eh konisch hergestellt worden ... und wenn nicht einfach ein paar Eisen reinbohren oder mittels Boschhammer die Seiten etwas konisch nachstemmen und von unten mit ner 2cm XPS (damit man die Rohre ausschneiden kann) verschalen ein paar Spriese rein und Beton drauf ... mit nem Holzstöckerl rund um die Rohre gescheit verdichten und fertig :)
     
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  13. Eric

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    Und vorher die wasserführenden Rohre zumindest im Bereiche der Deckendurchbrüche ordentlich mit reisfester Dämmung ( z.B. von Missel ) ummanteln ( Brandschutzmanschetten wären wahrscheinlich etwas übertrieben ), weil es sonst beim Verdichten mit dem Holzstöckerl zu Schäden an der üblichen Schaumdämmung ( z.B. Armaflex ) kommen kann und dann gäbe es Körperschallübertragungen ( Fließgeräusche ) im ganzen Haus. Leider alles schon erlebt > Putzer schlitzt mit der Kelle die Armaflex-Dämmung und putzt dann alles zu .... Eine einzige Schallbrücke kann schon zum absoluten Horror werden.
     
  14. Karl

    Karl

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    Danke, danke

    War eine Woche in Urlaub und kann erst heute wieder ins Internet einsteigen. Nach meiner ersten Durchsicht scheinen mir ja nun doch eine Menge brauchbarer Hinweise gekommen zu sein. Ich werde die mal in den nächsten Tagen für meinen Anwendungsfall überprüfen. Danke mal zunächst. Ich melde mich wieder, wenn noch Unklarheiten auftauchen.
     
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