Abdichtung Haustrennfuge

Diskutiere Abdichtung Haustrennfuge im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Bei unserer DHH geht die Bodenplatte nicht durch, sondern wird aus Schallschutzgründen getrennt. Da die Abdichtung mittels KMB erfolgt, haben wir...

  1. Nobbi

    Nobbi Gast

    Bei unserer DHH geht die Bodenplatte nicht durch, sondern wird aus Schallschutzgründen getrennt.
    Da die Abdichtung mittels KMB erfolgt, haben wir aus Kostengründen entschieden, statt Stahlebeton-Außenwänden nun die Außenwände zu mauern (Kalksandstein). Jetzt gibt es ein Problem mit der Abdichtung der Trennfuge der Bodenplatte. Bei der Ausführung mit Stahlbetonwänden war unter der Bodenplatte ein Tricosal-Fugenband geplant, was dann senkrecht in den Stahlbetonwänden hochgeführt wurde. Das funktioniert mit den KS-Wänden nicht mehr 100%, denn wie soll ein Abdichtungs-Verbund von waagerechter zu senkrechter Ebene hergestellt werden!?
    Unser Architekt hat jetzt vorgeschlagen, im Bereich der waagerechten Trennfuge, auf der Bodenplatte (unter der 1. Steinschicht), ein Fugendichtband aufzubringen, was dann außen an den Wänden hochgeführt werden kann und in die KMB eingebunden werden kann.

    Was haltet Ihr davon ?
     
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  3. TAMKAT

    TAMKAT

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    :irre Bockmißt einfach nur Bockmißt.

    Nahe zu alle Planer versuchen schwachstellen von vorne herein zu vermeiden, nur ihr Architekt nicht, der plant sie gleich mit ein.
    Ich will ihn ja nicht vorferurteilen, vieleicht haben ja die Bauherren auf ihn eingeredet das die BP getrennt werden soll.
    Nun haben sie den Salat.

    Wie zum Teufel kann man die Bodenplatten für Doppelhaushälften trennen, wen der Keller gemauert werden soll. Das ist grob Fahrlässig.

    Der schallschutz der BP durch trennung ist hier absolut nicht nötig und immer zu vernachlässigen. Dadurch hat man erheblich mehr nachteile als vorteile.

    Sie haben ein Problem, das ihnen noch viel geld kosten wird.
    Sie werden diese Fuge nicht Dicht bekommen, schon gar nicht mit KMB. Wenn in diesen Bereich Wasser ansteht, wird es mit enorm viel Druck in diese Fuge gepresst.
    Ich sehe da enorme probleme auf sie zukommen.

    TAMKAT
     
  4. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "hüstel"

    des muss ich erst verdauen ... geplant war ein Dehnfugenband und jetzt wird´s ne Haurucklösung ... vom wem kam die Dehnfugenbandplanung ??? ... vom Statiker ???? ... welcher Lastfall Wasser steht an ?

    MfG
     
  5. Nobbi

    Nobbi Gast

    Das Tricosal-Dehnfugenband wurde vom Architekten geplant, der wollte auch die getrennetn Bodenplatten.

    Nach Aussage des Architekten steht kein Grundwasser an, die Baugrube ist schon ausgehoben, und die Sohlfläche ist auch trocken (zumindest scheint da nichts von unten zu kommen, na ja, was von oben kommt ist ja wohl was anderes).

    Nach Architekt ist der Boden aber teilweise sehr lehmig und versickert nicht so gut, "zeitweise aufstauendes Sickerwasser" (Zitat Architekt). Deshalb ist eine Ringdrainage und eine Drainplatte an den Außenwänden geplant, daraus ergibt sich dann der Lastfall "Nichtstauendes Sickerwasser" (Zitat Architekt).

    Nach Rückfrage hat der Architekt jetzt alternativ vorgeschlagen, an den Außenecken Betonstützen zu bauen, in denen das Tricosal-Band hochgeführt wird. Was haltet Ihr davon, wäre das eine Alternative ?
     
  6. Lebski

    Lebski Gast

    Die Betonstützen hab ich mir auch schon überlegt. Müsste funzen.
     
  7. TAMKAT

    TAMKAT

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    Bringt nichts.

    Das hauptproblem ist die getrennte BP. Wenn die Wände in Beton ausgeführt würden, wäre das nicht so das problem, da man dann in der BP Fugenbleche vorgesehen hätte.
    Ist aber nicht, der Keller wird komplett gemauert.
    Also ist das problem die getrennte BP.
    Die Senkrechte Trennfuge ist nicht das problem, dass problem ist die Trennfuge der BPdurch die gesammte länge des Hauses. Diese Trennfuge "dauerhaft Dicht" zu bekommen ist hier die Kunst. Man muß verhindern, dass sich durch die trennfuge der BP das Wasser oder die Feuchtigkeit von unten durchdrückt.
    Eben wegen dieser probleme plant keiner einen gemauerten Keller wenn die BP getrennt ist.

    Machen sie mal eine Zeichnung, wie ihr Architekt sich das vorgestellt hat, und welche Materialien er verwenden möchte. Damit man mal eine klare vorstellung bekommt. Mich würde insbesondere die abdichtung der Trennfuge der BP interessieren.

    TAMKAT
     
  8. Nobbi

    Nobbi Gast

    Zeichnung kommt noch, aber schon mal zur Info:

    Es waren nur die erdberührten Kellerwände aus Stahlbeton geplant, nicht die Haustrennwände entlang der Bodenplatte.

    Zumal ich Ihren Einwand nicht so ganz verstehe, denn das Tricosal-Band ist doch die Abdichtung und muss dicht sein, oder? Ein zusätzliches Fugenblech in der Stahlbetonwand wäre doch dann doppelt gemoppelt, oder? Das ist doch nach dem Motto "wenn das eine nicht hält, dann vielleicht das andere".

    Soviel ich weiß, wird das Tricosal-Fugenband sogar bei getrennten Bodenplatten bei innerhalb von weißen Wannen eingesetzt bzw. ist dafür zugelassen.
     
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  10. Robert12

    Robert12 Gast

    Ich merk schon Nobbi,

    du bist in dieser Sache unbedarft. Lass Dir es von dem erfahrenen Hasen Tamkat beibringen,denn Der weiß ,worauf es ankommt.
    Deinen Archi kannste vergessen. Schon zuviel Bockmist gebaut.

    R.Welschbillig
     
  11. TAMKAT

    TAMKAT

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    Das Beschichtete Fugenblech ist immer dem Fugenband vorzuziehen. Wenn beim Fugenband nicht sauber gearbeitet wird, ist es undicht. Das beschichtete Fugenblech ist wesendlich einfacher zu verarbeiten, und zumindest in unserer gegen das A und O. Fugenband kommt nicht zum einsatz.
    Mag ja sein, das Ihr Fugenband zugelassen ist, aber bei einer BP Trennfuge, da so wie ich schätze die BP nicht besonders dick sein wird lauern hier die fehlerquellen.
    Ich würde, wenn die BP noch nicht gemacht wurde, auf jeden fall die BP durchgehen lassen.

    Es gibt allerdings, auch Fugenbänder Systeme die nachträglich angebracht werden können, und auch zugelassen sind. Ich persönlich halte davon allerdings nichts.

    Es gibt immer mehrere wege zu einer Lösung zu kommen. Der erste und beste weg ist natürlich das problem erst gar nicht aufkommen zu lassen. Das würde in ihrem Fall heisen, die Bodenplatte ohne Trennfuge herzustellen. Schalltechnisch ist der unterschied zwischen Trennfuge und ohne Trennfuge nahezu nicht zu messen.

    TAMKAT
     
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