Abdichtung Kehlbalken für Dachausbau, wie am besten?

Diskutiere Abdichtung Kehlbalken für Dachausbau, wie am besten? im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, wir haben gerade unser Dach (Kfw70, zwei Gauben) bekommen und nun habe ich mit dem Innenausbauer über den nachträgliche Ausbau des...

  1. sowada81

    sowada81

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    Hallo,

    wir haben gerade unser Dach (Kfw70, zwei Gauben) bekommen und nun habe ich mit dem Innenausbauer über den nachträgliche Ausbau des Dachbodens gesprochen. Wir sollen hier zwei Luftdichtigkeitsebenen herstellen. Die erste wird jetzt hergestellt und zweite würden wir dann im Dachboden herstellen (Schrägen, Fussboden, Treppenauge). Ich bin mir aber nicht sicher ob das die beste Lösung ist?
    Ich könnte mir auch vorstellen, in Eigenleistung durch die Kehlbalken zu gehen und dem Innenausbauer einen Zipfel der Folie anschließen zu lassen. Hierzu habe ich mal eine Skizze angehängt.

    Ich würde mir sonst die Arbeit mit einem 6cm Block umspannt mit Folie zwischen den Sparren etwas erleichtern wollen (roter Block).

    Zwei Punkte stören mich sonst an den zwei Luftdichtigkeitsebenen

    • Zieht dort ggf. zu viel Luft duch und kühlt das Haus zwischen den Kehlbalken aus ( übertrieben :wow )
    • Sammelt sich dort Feutigkeit z.B. aus dem Badezimmer

    Ich würde mich freuen, wenn jemand eine Idee oder Anmerkung hat, danke.

    11-09-2013 08-16-29.jpg
     
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  3. Gast943916

    Gast943916 Gast

    aber du kannst sicher sein, dass es nicht die Lösung ist, schon gar nicht die beste.
    Es müsste entweder die blaue und rote luftdicht verbunden werden oder aber gleich die blaue, wenn noch möglich, komplett verlegen
     
  4. sowada81

    sowada81

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    @Gipser: Danke das du meine Bedenken bestätigst.

    Gibt es für solch eine blöde Konstuktion Tipps wie man sich unnötig Arbeit vermeidet? Speziell der Raum zwischen Aussenwände und Balken ist mit ca. 3-5cm echt eng.
    Insgesamt würde ich mich sonst mit Klebeband von Is0ver Normal, SL und Spritze ausstatten. Gibt es eigentlich so etwas ähnliches wie Bauschaum für solche Ecken?

    Ich denke, insgesamt ist die Zangenkonstruktion ungünstig, nun ist sie aber da.
     
  5. mls

    mls Bauexpertenforum

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    jo. dichtspray.
    in kombination mit klebeband, osb/folie und planung: saugut ;)
    ist nicht ganz billig, aber immer wieder die einzig gute lösung :p

    du hast die "abgesoffenen dächer" (rubrik "dach") gelesen?

    deine planung (genau: die planung für deine dachkonstruktion) hat
    mit bauphysikalischen erfordernissen garnix zu tun, da ist eine üblich
    falsche konstruktion zum 2millionsten mal froh und unbekümmert
    wiederholt worden.

    den pfropf zwischen den zangen kannst du vergessen, die "dachfolie"
    unter und über der kehlebene bringst du auf keinem fall richtig
    dicht zusammen.

    ot:
    es heisst ja gerne mal, "statiker" brauchen immer gürtel, hosenträger
    und hüftnagel. der ausschnitt auf dem bild zeigt eine "ordentliche"
    konstruktion - die wird wohl halten ;)
    aber: weniger wäre mehr gewesen und dann wäre auch die luftdichte
    ebene "ordentlich" (und mit wenig aufwand!) herstellbar gewesen.
    jetzt isses zu spät, da hilft nur noch kehlebene rundum eintüten - oder
    nochmal der holzkonstruktion an den kragen gehen.
     
  6. #5 Alfons Fischer, 12. September 2013
    Alfons Fischer

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    Man hätte es für die "beste" Lösung anders konstruieren müssen... Jetzt wird es nur noch eine Kompromisslösung

    wenn jetzt das Dach noch offen ist kann man versuchen, die Dampfbremse bezogen auf das Bild hinter der Pfette rumzuführen. Also vermutlich die Fugen zwischen Sparren und Zangen umlaufend am Sparren mit Klebeband abkleben und dann daran die Dampfbremse ankleben. Hängt aber von der Konstruktion ab, die wir im Detail nicht kennen. und geht nur, wenn der Dachaufbau nach oben hin sehr diffusionsoffen ist.
     
  7. sowada81

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    Danke für eure Hilfe.

    Ich werde heute Abend mal einen kleinen Testlauf machen und versuchen einen Balken einzupacken. Die Idee mit OSB Platten als Form ist nicht schlecht. Ich werde auch mal mit Dachlatten und kleinen Leisten rumprobieren um die Folie zu fixieren, so das die Folie noch etwas Spiel behält.

    Ich möchte dann Rauhspund (24mm) auf dem Dachboden verlegen. Hier wird in diesem Fall dann auch keine Luftdichtigkeit vom 1.OG zum Dach benötigt.
    OSB wäre im unausgebauten Zustand zu dicht. Bei der 2 Luftdichtigkeitsvariante wäre das aber genau wie gewünscht, Luftdicht. Richtig?

    Zur Not habe ich ja auch noch später den Plan B mit zwei Luftdichtigkeitsebenen.
    Wenn es klappt, werde ich mal ein, zwei Fotos hochladen.
     
  8. #7 Alfons Fischer, 12. September 2013
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    ich würde eher versuchen, ein Füllholz genau in Sparrenbreite zwischen die Zangen einzufügen und dessen umlaufende Fugen mit Klebeband abzukleben.
    Natürlich braucht's zwischen den Zangen ganz schmale Hände.

    Und fallen Sie bitte bitte nicht runter, gaaanz vorsichtig sein!
     
  9. Einmal

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    Warum ein Füllholz? Wird über der blauen Luftdichtigkeitsebene nicht gedämmt? Das Füllholz wäre dann ja die nächste luftdichte Schicht?
     
  10. Taipan

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    Es gibt keine "nächste" luftdichte Ebene. Jedes Haus hat genau eine luftdichte Ebene. Diese hat durchgängig um die gesamte Gebäudehülle zu gehen UND hat geplant zu sein. von beidem sehe ich hier NICHTS.
     
  11. Einmal

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    Das bezog sich auf den Vorschlag von Alfons Fischer. Ich habe das so verstanden, dass zusätzlich zur blauen Line die Kehlbalken oben (?) dicht verklebt werden sollen?

    Ist es nicht einfacher - wie in den gepinnten Artikel beschrieben - hier jetzt die Sparren/Kehlbalken von innen/oben mit Dampfbremse/OSB einzutüten? Natürlich über Dachluke verbunden.
     
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  13. H.PF

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    Besser das hier als Klebeband: http://www.doerken.de/bvf-de/pdf/prospekt/Liquixx.pdf
     
  14. #12 Alfons Fischer, 13. September 2013
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    oh doch, das war schon so gemeint. Und bei diesem Vorgehen darf man nicht vergessen, die "blaue" Dampfbremsebene von unten im Bereich des Füllholzes an die Zangen zu kleben. Dafür muss diese dort aufgetrennt werden. Und die "rote" Dampfbremsebene muss dort über die gesamte Hauslänge mit der "blauen" verklebt werden. gar nicht einfach...

    die "Pinseldampfbremse" kannte ich bisher nicht. Klingt interessant @ H.PF
    Wäre ne gute Sache, wenn's auch funktioniert.
     
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