Abdichtung Ytong-Keller

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  1. roland

    roland

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    Hallo,
    wir haben ein Ytong-Haus geplant, und auch der Keller soll mit Ytong gemauert werden. Grundwasser ist nicht zu erwarten, lt. Architekt und BU, zumal wir am höchsten Punkt des Ortes bauen.
    Der Boden des Grundstücks besteht aus fogendem Aufbau von oben nach untern: Humus 20 cm, Lehm 100 cm, Lehm-Kies-Gemisch 100 cm und dann kiesiger Untergrund. Architekt und BU empfehlen mir keine Isolierung unter der Bodenplatte zu machen, sondern von innen auf die Bodenplatte ( soll angeblich billiger sein und besser, da sich nicht dem Erdboden ausgestzt ist). Diese soll 25 cm stark werden. Die Ytong-Wände sollen im Kellerbereich von Bodenplatte bis zum oberen Ende Sockel verputz werden und dann mit 3 bis 4-lagiger Dickbeschichtung abgedichtet werden. Dann ne Noppenfolie mit Flies drauf, unten natürlich eine Drainage und die ganze Wand mit Kies anfüllen.
    Was meine die Experten dazu ? Macht das Sinn oder gibts für gleiches Geld bessere Lösungen ?
    Gruß
    Roland
     
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  3. W.Freund

    W.Freund Gast

    Halb richtig

    Von innen die Bodenplatte abdichten entspricht auch der DIN 18195, solange kein Grundwasser vorhanden ist.

    3-4-lagige Dickbeschichtung ist völliger Blödsinn. Es gibt max. 2 Lagen und mind. 2 Lagen
    :lock

    Wenn die Drainanlage nach DIN 4095 nicht nur geplant, sondern auch so ausgeführt wird, dann kann man vom Lastfall nichtstauendes Sickerwasser ausgehen. Dann reichen 3 mm Dickbeschichtung. Ansonsten 4 mm mit Gewebe-Einlage.

    Knackpunkt ist aber nicht die eigentliche Abdichtung, sondern die Hohlkehle und die Verfüllung.

    Wann sieht man schon mal lagenweises Einbringen und lagenweises Verdichten?

    Gefälle der Drainrohre nicht vergessen, Kontrollschächte, Filter- und Kiesschichten.

    Wenn bei mir ein Unternehmer nur das Wort "Noppenfolie" erwähnt, bekommt der nie wieder ein LV.

    Nehmen Sie eine Rolle dieser "Noppenfolie" und hauen Sie die dem solange um die Ohren, bis er lacht :boxing

    Dann hauen Sie dem noch DIN 18195 und 4095 um die Ohren, bis er die Auswendig singen kann. Danach weiß er dann auch, was Schutzschichten sind.

    (ichgrummelsovormichhinundbinstinksauer)
     
  4. #3 Thomas Praefcke, 11. März 2003
    Thomas Praefcke

    Thomas Praefcke

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    "Normale Noppenfolie" ist natürlich nicht geeignet. Leider wollen die Hersteller ihre Sachen möglichst ohne warnende Hinweise verkaufen. Ich habe hier einen Hersteller-Prospekt wo eine Noppenfolie mit Noppen nach innen vor einer schwarzen Beschichtung angebracht wird......

    Aber wie ist folgende Noppenfolie zu bewerten?

    .... -GEO DRAIN/TP
     
  5. bauhexe

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    Die Abdichtund eines Ytongkellers erfolgt über:

    1. Hohlkehle bei Übergang Wand - Bodenplatte

    2. Voranstrich zur Grundierung

    3. erste Bitumenschicht - Spachtelmasse, Material auch mit über Fundament min. 15cm, Dicke der Schicht 2mm mindestens

    4. sofort nach Auftragen der 1. Schicht, in frische Masse Glasgewebearmierung einbetten und flächig andrücken, 10 cm Überlappung der einzelnen Gewebebahnen beachten

    5. auf ausgetrockneten Untergrund Deckschicht aus Zweikompnenten - Spachtelmasse auftragen. Die Deckschicht muß so dick sein, daß von der Gewebearmierung nichts mehr zu sehen ist

    6. Alle Rohrdurchführungen verspachteln

    Als alternative gibt es von Ytong Dichtungsbahnen, die auf die Grundierung geklebt werden

    7. Drainplatten anbringen, Filterflies nicht vergessen !

    Rest wie immer
     
  6. roland

    roland

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    Warum von innen Abdichten ? Vieleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, die Bodenplatte soll schon aus WU-Bton werden aber der Architekt meinte eben es sei besser die Isolierung innen anzubringen und zur Sicherheit, da Beton angeblich immer leicht feucht ist (bzw. WU-Beton immer etwas diffundiert) innen Bitumenbahnen zu verlegen, damit die Isolierung 100 % immer trocken bleibt. Er meinte auch aus diesem Grund die Isolierung innen anzubringen, da eine äußere Isolierung immer der Erdfäuchte ausgesetzt ist.
    Kann man dies so sehen bzw. stimmt das ???
     
  7. bauhexe

    bauhexe

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    Laut DIN 18195 !
    Das war die kurze Antwort.
    Also es gehört nun mal eine Abdichtung gegen aufsteigende Erdfeuchtigkeit auf die Fundamentplatte. Die Abdichtung gehört auch noch unter das dann aufgesetzte Mauerwerk. Dein Architekt hat Recht, auch WU Beton diffudiert.
    Folgende Abdichtungsmaterialien sind möglich:
    - Bitumenbahnen 1-lagig verlegt, nackte Bahnen immer vollflächig verkleben
    - Kunststoffdichtungsbahnen nach Herstellerangaben, da gibt es jetzt zu viele verschiedene Varianten

    Es ist nicht nur besser die Isolierung innen anzubringen, nach der DIN ist es Vorschrift und Dein Architekt wäre ei schlechter Berater, würde er diese zu missachten. Hast Du später aus irgendwelchen Gründen einen muffigen Keller wäre der Architekt daran eventuell nicht ganz unschuldig, da die DIN ja was anderes vorschreibt.
    Sparen ist hier nicht anzuraten sonst muffelt's irgendwann.
     
  8. roland

    roland

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    Danke Bauhexe,
    für die Antworten, haben schon geholfen.
    Sparen will ich hier bestimmt nicht, deshakb Frage ich ja soviel.
    Nochmal zur Zusammenfassung: Innen abdichten und isolieren der Bodenplatte von innen ist besser. Isolierung außen unter der Platte ist schlechter.
    Aber nochmal zu der Drainung: W.Freund meinte wohl daß die Noppenfolie nicht der hit sei, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Du sprichst von Drainplatten. So, und warum das eine oder das andere ? Laut Architek sollte es so ausgeführt werden:
    Bodenplatte 25 cm, natürlich Horizotalsperre und dann Ytongwände darüber. Außen die von Dir beschriebene Dickbeschichtung und diese über die Hohlkehel und über die Bodenplatte ziehen. Davor noch Drainage die mit Schutzflies versehen ist und dann eine Filterkiespackung von der Drainage bis nach oben an der Kellerwand hochziehen. Natürlich noch die o.g. Noppenfilie mit Flies vor die Isolierung die auf die Beschichtung gestellt oder geklebt wird. Taugt das so oder wäre es anders besser? Vieleicht noch zur Info das ganz soll ein Niedrigstenergiehaus werden ( KFW 60 oder Energiesparhaus 60, also nahe am Passivhaus)
     
  9. bauhexe

    bauhexe

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    Hallo Roland,
    hab auch den anderen Beitrag gelesen, zur Gründung. So hört sich das jetzt schon besser an. Jetzt sprich auch noch mit dem Statiker, der hoffentlich auch über den Baugrund bescheid weiß.
    Die Noppenfolie dient nur zum Schutz den Dämmung vor dem Kies. Ich glaube das hast Du wohl auch sorum gemeint.
    Ist die Keller wand von außen nach innen jetzt so aufgebaut?
    Putz
    Ytong
    Isolierung gegen Nässe ( wie oben beschrieben )
    Dämmung
    Draingeplatten
    Filterflies
    - Sollte jetzt noch eine Noppenfolie kommen, dient diese zum zusätzlichen Schutz, damit keine Beschädigung beim Verfüllen + Verdichten entsteht.
     
  10. #9 Thomas Praefcke, 11. März 2003
    Thomas Praefcke

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    Noppenfolie hat einen schlechten Ruf, weil sich in vielen Fällen die Noppen in die Dickbeschichtung gedrückt haben. Auch wenn die Noppen nach aussen zeigen, gibt es eine ungleichmässige Belastung. Ggf. ist die Variante auf die ich oben verwiesen habe eine gute Lösung aber bei Dränplatten aus Styropor treten diese Probleme nicht in diesem Umfang auf.

    Hier noch ein Hinweis, den ich in letzter Zeit bei diversen Herstellern von Dickbeschichtungen gefunden habe:
    "Zwischen Abdichtung und Schutzplatte ist eine Trenn- und
    Gleitschicht anzuordnen
    ."
     
  11. roland

    roland

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    @bauhexe
    Deine Beschreibung vom Aufbau stimmt soweit. Von innen nach außen hast Du wohl gemeint, aber die Drainageplatten will der Architekt nicht machen. Diese Funktion soll angeblich die Noppenfolie mit Flies und die Kiespachung vor der Kellerwand übernehmen. Geht das so auch oder soll ich ihn vor´s Schienbein treten.
     
  12. bauhexe

    bauhexe

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    @ Roland
    Es kommt auf den Verarbeiter an. Die Noppenfolie kann man/frau weglassen wenn das Verfüllmaterial nicht scharfkantig ist und sorgfältig eingebracht und verdichtet wird.

    Mit Richtung von innen nach außen hattest Du recht.
     
  13. W.Freund

    W.Freund Gast

    NEIN

    Hört denn die Unsitte nie auf? Noppenfolie ist KEINE Schutzschicht für die Dickbeschichtung. Sie bewirkt das genaue Gegenteil. Wenn ich mal rauskriege, wie man hier Bilder reinstellt, kann ich gerne ein Beispiel zeigen.

    Dränplatten gehören dahin oder eine andere Schutzmaßnahme (Drän-Vlies z.B.). Also doch vors Schienenbein treten. Manche Kollegen lernen nicht mal aus Fehlern :irre
     
  14. roland

    roland

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    @bauhexe:
    Denke Du hast mich falsch verstanden, der will die Drainplatten weglassen, nicht die Folie. D.h. Dickbeschichtung, Isolierung, Folie mit Flies und dann Kies ( von innen nach außen )

    @W.Freund:
    Mail mir doch die Bilder und sonstiges Material das Du hast, wäre echt nett.

    Gruß Roland
     
  15. roland

    roland

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    Ach ja, gibt es für Laien wie mich da nicht irgend ein Buch, am besten mit Bildern, in dem solche Aufbauten beschrieben sind ?
     
  16. W.Freund

    W.Freund Gast

    Versuch macht kluch

    Mal sehen, ob ich das mit den Bildern begriffen habe.
     
  17. W.Freund

    W.Freund Gast

    Aha!

    Geht doch :winken
     
  18. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    lecker lecker lecker

    ... ich weiss schon warum ich meinen Bauherren immer anrate das Geld für solche Noppenbahnen in Urlaub mit der Frau anzulegen :)
    -
    Wenn´s schon ne Drainschicht bedarf dann bitte die fränkische Optiroll W3 (mit Vlies) zum Dumpingpreis von ca. 6.- € pro qm ... alles andere können Sie getrost in die Tonne dreschen :deal

    MfG
     
  19. roland

    roland

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    Gut, habe verstanden, aber bei mir kommt ja zwischen Dickbeschichtung und Noppenbahn die Dammung. Werde aber mal den Rat von Josef befolgen und mir die Optiroll ansehen und dem Architekt vorschlagen.
    Danke !
    Gruß Roland
     
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  21. Stephan

    Stephan

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  22. Gast

    Gast Gast

    Hallo Bauhexe,

    Meiner Meinung nach gehört die ganze Dickbeschichtung Materialien, in der heutigen zeit verboten.
    Die Leute, die das Verarbeiten sollen, könne doch heut noch nicht mal mehr die Beschriftung auf dem Eimer lesen. Geschweige den eine Verarbeitungsvorschrift des Hersteller. Man sollte die Abdichtungsarbeiten von den Profis machen lassen.

    Gruß Thomas
     
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