Abdichtung zwischen Altbau und Neubau

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  1. Cobalt

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    Hallo!

    Ich bin neu in diesem Forum und denke, dass hier genug fähige Fachleute dabei sind, die mir hoffentlich weiterhelfen können.

    Im Anhang ist der Altbau und der geplante Neubau grob skizziert.

    Meine Fragen: Sollte ich das Streifenfundament "besser" teilen oder lieber im Ganzen, wie gezeichnet, lassen? Wie sollte ich bei der Abdichtung vorgehen?

    Der Zwischenraum zwischen alter und neuer Mauer sollte so gering wie möglich sein, so dass ein nachheriges Abdichten der neuen Mauer von außen nicht mehr möglich wäre. Der untere Teil der alten Bruchsteinmauer ist nicht verputzt und mit Zement gemörtelt. Sollte ich diesen Teil beim Betonieren mit Einschalen oder ist das eher ungünstig?

    An die Statiker: Die alte Mauer wird abschnittsweise freigelegt (max. 1,50 m, Mauerbreite: 60 cm) und mit Beton verfüllt.
     
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  3. #2 susannede, 7. Mai 2006
    susannede

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    Hallo Cobalt,

    Links Wohnen, rechts Wohnen?

    Die alte Wand zieht ggf. Wasser hoch - wie wird dieses Problem behandelt? Darf in die Räume abgegeben werden?

    Grüße!
     
  4. Cobalt

    Cobalt

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    Hallo,

    habe im Anhang den Anbau komplett gezeichnet.

    Wo ist es am günstigsten eine Sperrschicht einzubauen und vor Allem was für eine Art?

    Der Werkstattraum war früher Stall für Ochsen. Der Beton und Kies wurde allerdings neugemacht, trotzdem habe ich Bedenken wegen der Beschaffenheit des Lehms unterhalb. Ich weiss ja nicht in wie weit dieser mit Salzen belastet ist...

    Gruß Marco
     
  5. #4 susannede, 7. Mai 2006
    susannede

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    Also, ich sehe das mal so:

    Die Rohdecke des Kellerbodens gehört eingedichtet, und zwar schwarz mit einer G200S4. Da ginge auch Knaufs sprintende Katja oder die PE 3/300 / Gefitas, aber die sind nur für rein innen. Wäre sowieso vom Lastfall Wasser zu sehen, aber Lehmboden ist ja schon was.

    In Deinem Fall würde die Abdichtung des Kellerbodens ja nach aussen durchgezogen und muß an der Bruchsteinwand weiter nach oben geführt werden, da Du an dieser Stelle ja nicht von aussen mehr ran kommst.

    Daher würde ich die Wand im Kellerbereich (sperr-)putzen und eine bituminöse Abdichtung aufbringen und diese unten, durch die Mauer mit der horizontalen Dichtung Rohboden verbinden.

    Eine Schlaufe würde ich unbedingt legen, da Setzungen des Neubaus kommen können.

    Die Frage, die bleibt - wie hoch dichten? Sind irgendwelche Ausblühungs-Horizonte im Werkstattbereich festzustellen?

    Die zweite Frage, die bleibt: Werkstatt beheizt? Sonst noch Dämmung zwischen den Räumen erforderlich.

    Vielleicht meinen ja die Experten noch was dazu...

    Grüße!

    Susanne
     
  6. Cobalt

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    Die Werkstatt ist unbeheizt,

    allerdings wollte ich für die Mauer im Erdgeschoß Liapor Super-K benutzen.

    Die Luftschicht zwischen den beiden Gebäudeteilen wäre ja in dem Sinne dann "stehend"...
    Ist da eine Dämmung zwingend erforderlich?

    Ist diese Schlaufe so langwährig? Ich habe da Bedenken, dass sie nach geraumer Zeit rissig wird.

    Ausblühungen sind keine zu sehen und mit drückendem Wasser habe ich im alten Gebäudeteil auch keine Probleme.

    MfG Marco
     
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  8. #6 HeinrichHB, 13. Juni 2006
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    Moin aus Bremen,

    stimme den Ausführungen meiner Vorrednerin zu, Zusätzlich zur Abdichtung, die unbedingt erforderlich ist würde ich aber auch die Fundamentplatte mit einem Trennstreifen versehen, so dass der Neubau sich separat setzen kann, und keine Schallübertragung vom einen Bau in den anderen stattfindet.
     
  9. #7 Harald W., 14. Juni 2006
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    Generell was zur Bruchsteinmauer..

    ..die so einfach abschnittsweise bis zu 1,50m am Stück zu unterfangen, halte ich für sehr fragwürdig.
    1. gibt es eine DIN 4123(???) für Unterfangungen (habe die Zahl nicht auswendig greifbar, da ich im Moment zu Hause bin), kann ich morgen nachliefern.
    2. müssen Unterfangungen statisch vom TWP gerechnet und vom Prüfing. geprüft werden.
    3. falls die Unterfangung beim Grundstücksnachbar durchgeführt werden muß, dessen schriftliche Zustimmung vorliegen muß (Arbeiten auf fremden Grundstück).
    4. eine Bruchsteinwand die Neigung hat, je nach Einzelsteingröße bei einer Freilegung von 1,50m Breite, einzeln nach unten wegzubrechen, wenn die Erde darunter wegschaufelt wird. Das heißt ich muß schlechtestenfalls je nach Steingröße untergraben und untermauern bzw. betonieren (>Quellmörtel).=Mehraufwand
    5. dann beim Neubau und bei Lehmboden im KG eine gemauerte Wand hinzusetzen halte ich für fachlich falsch, denn:

    1. versagt das Abdichtungskonzept der Neubauwand zur Bruchsteinmauer hin, habe ich bei Mauerwerk nachträglich einen höheren praktischen Aufwand, die Wand abzudichten, wenn es überhaupt noch geht (injektionsverfahren etc.), deshalb:
    2. meine Empfehlung nur diese eine Wand einhüftig in WU-Beton davor zu betonieren. Vorteil>Dichtigkeit und relativ einfache Nachbesserung bezüglich Abdichtungsverfahren.

    Trennung der beiden Gebäudeteile, wie ein Vorredner schon erwähnt hat, nicht nur wegen verschiedenen Setzungen, auch wg. Schallschutz notwendig.
     
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