Ablauf Auskofferung & Verfüllung Baugrube

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  1. #1 tobiasg, 22.04.2017
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    Hallo zusammen,

    wir müssen für unseren Hausbau OHNE Keller (Grundfläche ca 10 x 10) ca. 1,5 Meter auskoffern weil sich laut Bodengutachten in zwischen 1,5 und 0,9 Meter Tiefe vereinzelt humöser nicht verdichtungsfäher Boden befindet. Überwiegend besteht das Baufeld aber aus mineralischen, sandigen Böden.

    Diese möchten wir aus Kostengründen wieder in die Baugrube verfüllen und lagendweise verdichten (wird auch im Baugrundgutachten empfoheln). Abtransport von Erdaushub kostet bei uns in der Region ca 40 Euro / Tonne. Zumal wir dann auch verdichtungsfähigen Boden benötigen der auch wieder kostet ist es sicher verständlich, dass wir viel von der Erde selbst behalten wollen.

    Dazu einige Fragen an Euch:

    * Ist es in der Praxis überhaupt denkbar, die zwei verschiedenen Erdarten direkt auf dem Grundstück (ca 800qm groß) zu trennen?
    * Ich würde den mineralischen, sandigen Boden vor dem Einfüllen in die Grube gerne sieben um vereinzelte grobe Steine und minimale Bauschuttreste auszufiltern. Was bietet sich da am besten für ein Gerät an?
    * Wie viel Zeit sollte man für so eine Aktion einplanen?
    * Wie viel Helfer sollte man einplanen?
    * Wie groß sollte der Bagger für diese Aktion sein?

    Vielen Dank für Tipps und Hinweise
     
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  3. #2 Andybaut, 22.04.2017
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    Das ist aus meiner Sicht etwas das man tunlichst nicht selbst machen sollte.
    Vor allem wenn man solche Fragen stellt.

    Klingt garstig, ist bewusst so gewählt um dich wachzurütteln.

    Wir sprechen hier von der Gründung deines Hauses. Das ist kein "do it youself" Job.
    Deswegen wird das Haus nicht zusammenbrechen aber es kann Risse geben.
     
  4. #3 tobiasg, 22.04.2017
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    Danke für den Hinweis. Ich würde dennoch gerne meine Fragen beantwortet wissen, weil ich den Ablauf verstehen möchte. Viele grüße
     
  5. #4 Andybaut, 22.04.2017
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    also gut :-)

    1 denkbar ist alles. In der Praxis wird das eine Firma nur mit Mehraufwand machen. Ist viel zu teuer und umständlich bei der Größe.
    2 da fällt mir nichts mehr ein. Das war auch die Grunde für mein "wenn man solche Fragen stellt". Machen kann man auch das, aber....
    3 kann ich nicht sagen, da ich das Vorhaben bislang nicht so ganz verstehe. Was ist für dich auskoffern?
    Für mich liest sich das nach "ausgraben, aufteilen, gutes wieder rein und schlechtes weg. Das ganze 1,50m tief, warum auch immer...

    Wie gesagt, so ganz verstehe ich das Vorhaben noch nicht. Bei einem Einfamilienhaus würde ich davon ausgehen, dass man entlang der Gebäudeaußenkanten
    und gegebenenfalls auch innen ein wenig einen ~80cm-100cm breiten Aushub vornimmt und dies mit eine Schottergründung verfüllt.
    Warum du scheinbar das ganze auf diese Tiefe ausheben willst ist mir nicht klar.
    Vielleicht gibt das Bodengutachten nicht her oder man hat den Gutachter vielleicht gar nicht danach gefragt?
     
  6. #5 petra345, 22.04.2017
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    Wer mit dem Gedanken spielt einige m³ sandigen Boden von Hand zu sieben sollte sich ganz still in eine Ecke setzen und warten bis der Anfall vorüber ist.
    Das geht einfach nicht während des Sommerhalbjahres!

    Aber wenn man wegen einer "Torflinse" sowieso bereits 1,5 tief ausbaggert, kann auch noch 50 cm weitergehen und sich einen Keller gönnen. Und weil das Grundwasser in Berlin recht hoch stehen wird, macht man es eben in einer weißen Wanne. Das kostet zwar Geld, aber der Wert des Kellers bleibt.

    Die Alternative ist, geeigneten Boden anfahren lassen und in 30 cm hohen Lagen einbauen und verdichten. Das kostet auch richtig Geld, wenn es denn überhaupt sorgfältig gemacht wird.
     
  7. #6 tobiasg, 23.04.2017
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    Keller wollen wir nicht, da wir dann noch eine Wasserhaltung für die Baugrube während der Bauphase einkalkulieren müssten. Der Bodengutachter hat uns davon abgeraten, weil das Grundwasser zwischen 2 und 2,5 anfängt.

    Letztendlich haben wir ja große Teile verdichtungsfähigen Boden bereits im Baufeld - den möchten wir nicht teuer abfahren sondern gerne nutzen. Angenommen wir würden nicht aussieben - wäre es dem Baggefahrer zuzumuten beim Aushub zwei Haufen zu erstellen: Einen mit dem humösen Boden und einen mit dem verdichtungsfähigen Boden? Der verdichtungsfäige Boden wird dann als erstes Lagenweise wieder eingebracht und verdichtet. Für den Rest wird verdichtungsfähiger Boden angefahren. Den humösen Boden verteilen wir auf dem Grundstück - das muss in Teilen ohnehin erhöht werden um ca 20 cm.

    Wie läuft das Ausheben/Verfüllen eigentlich in der Praxis ab? Ist etwas dergleichen denkbar: Baugrube in 6 Abschnitte einteilen und die Abschnitte der Reihe nach ausheben/verfüllen/verdichten damit nicht so viel Erde auf einmal auf dem Grundstück aufgehäuft werden muss?
     
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  9. #7 Andybaut, 23.04.2017
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    denkbar ist alles :-)

    aber die Mehrkosten für den Bagger (80€/h) fällt dann vermutlich höher aus wie die Einsparung des Baumaterials.

    Sprich mit dem Geologen und frag ihn mal nach meinem Vorschlag.
    Damit könntest du gegen eine komplette Auskofferung ordentlich sparen.
     
  10. #8 petra345, 23.04.2017
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    Wozu braucht man eine Wasserhaltung wenn man nur bis -2 m aushebt aber das Wasser in -2m bis - 2,5 m steht?
     
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