Abluftwärmepumpe Nibe Fighter xxxp

Diskutiere Abluftwärmepumpe Nibe Fighter xxxp im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, bestimmt kräuseln sich bei einigen die Haare, wenn man hier mit einer Abluftwärmepumpe (Nibe Fighter xxxp) mit Wärmerückgewinnung...

  1. #1 Almkicker, 08.12.2010
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    Hallo,

    bestimmt kräuseln sich bei einigen die Haare, wenn man hier mit einer Abluftwärmepumpe (Nibe Fighter xxxp) mit Wärmerückgewinnung auftaucht. 117 qm Wohnfläche hat mein Haus, das die Anforderungen an KfW 70 nach EnEV2009 erfüllt.

    Am 01.08.2010 wurde die Anlage zum Hochheizen des Estriches (mit Fußbodenheizung) in Betrieb genommen.

    Ab Anfang Oktober wohne ich in dem Gebäude.

    Es wurde ein Jahres-Endenergiebedarf von 3.503 kWh/a und ein Jahres-Primärenergiebedarf von 9.107 kWh/a ermittelt. Norm-Heizlast nach DIN 4108-6 ist 7,8.

    Ich notiere regelmäßig die Verbrauchswerte und bin überrascht. Mir ist bewusst, dass ich nur durch die Wärmerückgewinnung aus der Abluft nicht das ganze Haus heizen kann, dennoch:

    Verbrauch 01.08.2010 bis 06.11.2010: HT 608,08, NT 1245,25 (macht 3,11 EUR/pro Tag).

    Verbrauch 22.11.2010 bis 08.12.2010: HT 303,95, NT 571,06 (ergibt 8,76 EUR/pro Tag).

    Im ersten genannten Zeitraum hat das Hochheizen des Estriches stattgefunden, weshalb ich davon ausgegangen bin, dass der Verbrauch dort relativ hoch liegt. Nun muss ich aber feststellen, dass der Stromverbrauch mittlerweile bei knapp 9 EUR pro Tag liegt, was ich für zu hoch halte. Ich habe alle Räume mit den Einzelraumthermostaten normal eingestellt (Bad 21, WZ 21, Küche 18, HWR 18).

    Habt ihr Tipps, woran es liegen kann? Mir scheint es so, also ob der Heizstab zu oft anspringt. Erwärmt eigentlich nur der Heizstab das Brauchwasser oder wird das auch über die WRG gemacht? Und wird das Brauchwasser ausschließlich für das Brauchwasser genommen oder erwärmt diese über Temperaturtauscher auch den Vorlauf für die FBH?

    Hoffe, dass ihr mir Tipps geben könnt. Vielen Dank.

    Gruß
     
  2. Julius

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    Da hast Du etwas grundsätzlich mißverstanden!

    Solch eine reine Abluft-WP heizt praktisch ausschließlich mit dem elektrischen Heizstab...
    Daneben kann sie nur den Teil an Umweltwärme gewinnen, um den ihre Abluft kälter ist als die Zuluft in die Räume. Das geht im Sommer gut, in der Übergangszeit halbwegs, in der kalten Zeit kaum.

    Fazit:
    Wenn es draußen richtig kalt ist (wie in letzer Zeit des öfteren), dann ist das ne Strom-Direktheizung mit sehr komfortabler Vermeidung von Lüftungsverlusten.

    Insoweit erscheint mir der genannte Verbrauch keinesfalls zu hoch.
    Es sieht so aus, als sei alles in bester Ordnung.
    (wobei ne andere - teurere - Anlage, mit zusätzlichem Außenluftbetrieb, natürlich deutlich weniger verbrauchen würde)

    Zur Detailfrage:
    Es wird für beides (Heizung und Trinkwassererwärmung) vorrangig die der Abluft entzogene Energie benutzt, wenn das nicht reicht, kommt der Heizstab hinzu.
     
  3. R.B.

    R.B.

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    Man beachte auf der Webseite des Herstellers:

    und das ist schon PRO Hersteller gerechnet.

    Der Verdichter hat eine el. Leistung von ca. 670W, daraus resultiert eine "Heizleistung" in der 2kW Klasse (je nach Lufttemp, -menge usw.).

    Hat Dein Haus eine Heizlast von 7,8kW, dann wird wohl ab Außentemperaturen um +5°C der Heizstab anspringen.

    Sorry, aber wer hat so etwas geplant?

    Gruß
    Ralf
     
  4. #4 Almkicker, 08.12.2010
    Almkicker

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    Die von mir angegebene Heizlast ist nach einer anderen DIN angegeben, insofern bin ich mir bezüglich der Vergleichbarkeit unsicher.

    Der Bauträger - mit dem ich sehr zufrieden bin - hat mir versichert, dass dies die geeignete WP sei. Die WP 640 mischt ja praktisch immer im Vergleich zum Inneren kältere Außenluft, was in der Phase zwischen Sommer und Winter eben nicht besonders effizient sei. Sofern ich mich erinnern kann, war das die Begründung.

    Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass das praktisch eine Elektroheizung ist. Dennoch bin ich mir unsicher, ob die Werte normal sind oder was ich optimieren kann.

    Zum Beispiel springt manchmal der Heizstab an, ohne dass der Verdichter an ist. Und ich frage mich, warum der Heizstab nicht erst dann anspringt, wenn der Verdichter es nicht mehr schafft.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Richtig, aber man sieht die Größenordnung, und die ist meilenweit entfernt von dem was die Abluft-WP leisten könnte.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #6 MoRüBe, 08.12.2010
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Zum...

    ... viertausendachthundertfünfundsiebzigsten Mal:

    Solche Abluftwärmepumpen funktionieren nur, wenn das Gebäude entsprechend gedämmt ist. Mit diesem 20% besser als ENEV-Mist bleibts immer noch Mist. Ergebnis sieht man ja.

    Das Haus wurde mittels einer AbluftWP getunt, mittels einer Anlage, die es gar nicht leisten kann.
     
  7. #7 robtrop, 08.03.2011
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    Auch wenn der Beitrag etwas spät kommt:
    Ich denke, dass der EnEV-Nachweis nicht stimmen kann.
    Wie hoch ist der Anteil der Heizung, der durch die Wärmepumpe gedeckt wird angesetzt?
    Wie hoch ist der Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes?
     
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