Abriss und Neubau an bestehende DHH

Diskutiere Abriss und Neubau an bestehende DHH im Baugesuch, Baugenehmigung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo Experten, ich brauche mal eure Einschätzung! Auf unserem Nachbargrundstück tut sich demnächst was. Auf diesem Grundstück und dem...

  1. hYperMS

    hYperMS

    Dabei seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Experten,
    ich brauche mal eure Einschätzung!

    Auf unserem Nachbargrundstück tut sich demnächst was.
    Auf diesem Grundstück und dem dahinterliegenden Grundstück wurde ca. in den 60ern ein Doppelhaus errichtet.
    Unser Nachbargrundstück wird demnächst verkauft und die neuen Eigentümer möchten ihre Hälfte des DH abreißen und einen Neubau wieder anbauen.

    Das Doppelhaus ist mit dem Giebel verbunden also teilen sie sich (blöd gesprochen) das Dach und sogar den Kamin. Kann man schlecht beschreiben aber es ist halt nicht aneinandergebaut wie man es heutzutage machen würde... Es gibt keinen Bebauungsplan. Das DH hat 1 1/2 Geschosse und die sogar nicht sehr hoch. Wir haben 2 1/2 Geschosse aber unsere zukünftigen Nachbarn möchten das Haus direkt wieder an die bestehende DHH anbauen.

    Ich weiß es gibt keine fixe Regelung und ist immer vom Einzelfall abhängig. Aber was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

    Dürfen unsere neuen Nachbarn so hoch wie wir bauen? Oder ist die Wahrscheinlichkeit größer das die Optik des DH gewahrt bleiben muss und es daher nicht höher als das bestehende DH sein darf? Oder dürfen sie dann 1-2 Meter höher? Was gibt es für Möglichkeiten diese Vorschriften zu umgehen? Erst auf gleicher Höhe bleiben und dann erst höher werden?

    Gibt es ganz grobe Richtwerte was ein Abriss kostet für 110 m² Wohnfläche, Teilunterkellerung, Entsorgung eines Öltanks, gemauerte Garage?
    Was kann man für das stützen des bestehenden DH, der Erstellung einer Brandschutzwand etc. rechnen?

    Ich würde mich wirklich sehr freuen wenn ihr mir eine grobe Einschätzung geben könntet worauf wir uns demnächst einstellen können/müssen.

    Vielen Dank!
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Alex88

    Alex88

    Dabei seit:
    14. Oktober 2014
    Beiträge:
    339
    Zustimmungen:
    19
    Beruf:
    Kaufmann Trockenbau-Fachhandel
    Ort:
    Nürnberg
    Frag doch den Nachbarn, vielleicht sagt er dir was es ihm kostet
     
  4. hYperMS

    hYperMS

    Dabei seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Das war eher die unwichtigere Frage. Außerdem wird er sicherlich nicht sämtliche Kosten rausposaunen....

    Ich möchte grundsätzlich gerne wissen auf welche Höhe ich mich ca. einstellen kann.
     
  5. Andybaut

    Andybaut

    Dabei seit:
    2. April 2015
    Beiträge:
    4.133
    Zustimmungen:
    69
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    eppingen
    ???

    ziemlich wirr. Um was geht´s dir eigentlich?

    Wenn es keinen Bebauungsplan gibt, dann richtet sich die neue mögliche Höhe nach der vorhandenen Umgebung.
    Wenn also dort irgendwo ein 4 stöckiges Haus steht, dann wir dein neuer Nachbar auch bis zu 4 Stockwerken bauen können.

    Was für eine Brandwand und welche Kosten?

    Die beiden DH Hälften haben vermutlich eine F90 Wand als Trennung. Vielleicht sogar zwei.
    Abstützen muss man da gar nichts, da jedes Haus für sich stehen muss.
    Also muss man da auch nichts rechnen.
     
    driver55 gefällt das.
  6. hYperMS

    hYperMS

    Dabei seit:
    31. Januar 2018
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Das man sich grundsätzlich an der Höhe im Umfeld orientiert ist mir klar.
    Das dies jedoch ohne Einschränkungen auch für Neubau-DHH gilt, die nach Abriss direkt wieder an das alte DH angebaut werden, bezweifle ich einfach. Daher brauche ich eine Einschätzung was es für Erfahrungen in solchen Fällen gibt.
    Es gibt doch das Nachbarschaftsrecht und den Begriff der Wahrung des Doppelhauscharakters!
    Da muss es doch unterschiede zu einem freistehenden Bau geben!?
     
  7. Andybaut

    Andybaut

    Dabei seit:
    2. April 2015
    Beiträge:
    4.133
    Zustimmungen:
    69
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    eppingen
    Wenn es keinen Bebauungsplan gibt und keine sonstigen Satzungen sehe ich hier die Freiheit nach nach 34 BauGB.

    Wenn du abreissen möchtest und größer bauen und das so in der Umgebung üblich ist, dann kann der Nachbar ja auch nicht sagen
    "das gefällt mir nicht, da war vorher was kleineres"
     
  8. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  9. Dimeto

    Dimeto

    Dabei seit:
    22. Juli 2017
    Beiträge:
    61
    Zustimmungen:
    6
    Beruf:
    Vermessungsingenieur
    Ort:
    NRW
    Und es gibt das BGB, BauGB (Planungsrecht) und die LBO (Bauordnungsrecht). In NRW regelt das Nachbarrecht im wesentlichen die Rechte und Pflichten der Nachbarn untereinander. Vermutlich gibt es auch in deinem Bundesland Regelungen bezüglich einer von Dir beschriebenen Kommunwand. Damit haben aber weder Staat noch Du etwas zu tun, sondern nur die betroffenen Nachbarn.
    Wie Andybaut es schon geschrieben hat, dürfte das in deinem Fall nicht anwendbar sein, da es keinen Bebauungsplan gibt, der Doppelhäuser vorschreibt. Nach §34 BauGB müssten schon mehrere Straßen gleichartig bebaut sein, um einen Gebietscharakter abzuleiten und damit die Verpflichtung, gleichartige Doppelhausshälften zu errichten. Dagegen spricht, dass sich dein Haus in unmittelbarer Nähe schon deutlich unterscheidet.
    Planungsrechtlich finde ich dafür keine Hinweise. Bauordnungsrechtlich würde man in NRW vermutlich entsprechende Sicherungen per Baulast verlangen (gemeinsame Bauteile oder Anbauverpflichtung oder Abstandfläche).
     
    11ant gefällt das.
  10. driver55

    driver55

    Dabei seit:
    22. Februar 2008
    Beiträge:
    2.505
    Zustimmungen:
    21
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    Pforzheim
    Gerne doch.
    Ein Freund hat in einer "Bestandsgegend" eine DHH aus den 50ern geerbt. Wfl. hätte ich jetzt mal auf 90 m² geschätzt. Die andere DHH war glauch ich sogar identisch. (Mehrere DH in der Straße...).
    Abriss und Neubau einer DHH mit nun Wohnfläche 280 m² (EG/OG/DG) + KG 100 m².
    Noch Fragen?
     
    11ant gefällt das.
Thema: Abriss und Neubau an bestehende DHH
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. azs

Die Seite wird geladen...

Abriss und Neubau an bestehende DHH - Ähnliche Themen

  1. Neubau, trotz dichter ISOVER Dampfsperre Schimmel

    Neubau, trotz dichter ISOVER Dampfsperre Schimmel: Hallo zusammen, in diversen Beiträgen habe ich das Problem mit Feuchtigkeit in der Dämmwolle und oder unter den Pressplatten gelesen, doch ganz...
  2. Eingeschossigkeit bei Neubau Einfamilienhaus

    Eingeschossigkeit bei Neubau Einfamilienhaus: Hallo liebe Gemeinde, wir haben ein Grundstück und können bald ein Haus bauen. Kurze Angaben zu den Restriktionen: FH: 9 m, TH: 4,50 m und...
  3. Neubau Lagerfläche

    Neubau Lagerfläche: Hallo liebe Bauexperten, unsere Firma plant einen Neubau von ca. 3000m² Lagerfläche. Da wir dringend Platz benötigen soll die Fläche (grüne...
  4. T-Stück in bestehendes Rohr einbauen

    T-Stück in bestehendes Rohr einbauen: Ich habe ein Metallrohr dass bereits an der Wand befestigt ist und vom Keller nach oben in weitere Etagen führt. Ich möchte nun im Keller von...
  5. Trapezblech auf Wohnhaus - Neubau

    Trapezblech auf Wohnhaus - Neubau: Liebe Experten, unser Haus, ein kfw40 Haus, ist gerade im Bau. Ich komme aus der Photovoltaikbranche und möchte, aus verschiedenen nicht näher...