Abrisskosten schätzen?

Diskutiere Abrisskosten schätzen? im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Wir haben in Hamburg ein schönes Grundstück gefunden dessen "Haken" wohl die Altbausubstanz zu sein scheint. Wir würden davon nur 1/4 kaufen aber...

  1. #1 Schnabelkerf, 30. Juni 2009
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    Wir haben in Hamburg ein schönes Grundstück gefunden dessen "Haken" wohl die Altbausubstanz zu sein scheint. Wir würden davon nur 1/4 kaufen aber die Kosten für das herrichten des Grundstückes werden gleichmäßig aufgeteilt...

    http://www.immobilienmarkt.de/dl/obj/2829027

    Auf dem Grundstück befindet sich ein älterer 145 m² Bungalow, ein kleiner Schwimmingpool ca. 3x8m und diverse Bäume die weg müßten. Das mit dem Pool steht "natürlich" nicht in der Anzeige .-)

    Der Makler hat erst mit harmlosen 15.000 - 20.000 € / 4 gelockt. Danach habe ich mit dem Bauunternehmer gesprochen den mir der Makler empfohlen hatte und der meinte schon was von "nicht unter 40.000 €" da der Pool aus Stahlbeton wäre...

    Ich will nicht die Katze im Sack kaufen und brauche daher eine genaue Schätzung was das herrichten des Grundstückes in einen bebaubaren Zustand kosten würde.

    Wie macht man das am besten? Einfach ein paar Bauunternehmen aus den gelben Seiten um eine Kostenschätzung bitten? Sind diese Kostenschätzungen grundsätzlich für mich kostenlos? Wie verbindlich wären die dann?

    Das Grundstück ist unbewohnt, frei zugänglich und ich habe die Erlaubnis des Maklers das die Firmen für Kostenschätzung und Baugrundgutachten da ohne Anmeldung drauf dürfen.

    Achja dazu würde mich natürlich eine Schätzung interessieren was die Zu- und Ableitungen kosten würde da mein Teil des Grundstückes ca. 75m von der Straße entfernt wäre. Da sollten zwar alte Leitungen für den Bungalow vorhanden sein aber die kann man doch wahrscheinlich nicht für 4 Doppelhaushälften verwenden oder?

    Freue mich über jeden Tipp.
     
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  3. Julius

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    Der einzig sinnige Tipp ist, daß Du Dir vor Ort nen eigenen Fachmann (Archi) holst!
    Da lauern noch weit mehr Fußangeln, von Wege- und Leitungsrecht bis evtl. nicht geplanter Realteilung...
     
  4. #3 Rotespony, 30. Juni 2009
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    hmm

    Also ein EFH 1890 mit viel Holz bekommen Sie mit 20000€ abgerissen.
    da ist dann der Erdaushub für den Keller auch dabei.

    Selber abreisen ?? Das ist übrigens gar nicht sooo schwer... dauert eben lanf:mauer

    Ich würde auch lieber nen Archi nehmen..
     
  5. #4 Gast036816, 1. Juli 2009
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    Herrichten Grundstück

    Moin Moin,

    Sie wollen doch das Grundstück in einen baubaren Zustand herrichten. Wenn Sie bauen wollen, brauchen Sie diverse Fachleute, schalten Sie einen Architekten rechtzeitig ein. Ohne dass jemand das Grundstück, Zuwegung und den Altbestand gesehen hat, kann sowieso niemand einen Preis abgeben oder bestätigen, dass die vorliegenden Preise OK sind.

    Der Architekt kann z. B. den Abbruch und das Herrichten des Grundstücks ausschreiben, dann haben Sie exakt vergleichbare Angebote!

    Freundliche Grüße aus Berlin
     
  6. #5 Schnabelkerf, 1. Juli 2009
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    Aber ich brauche diese Informationen ja VOR dem Grundstückskauf. Und vor dem Grundstückskauf kann man doch keine Ausschreibung veranstalten oder?
     
  7. #6 Gast943916, 1. Juli 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    da drängst sich mir erst mal die Frage auf:
    Wem gehört das Grundstück?
    Wer baut die 4 DHH?
    Bauträger?
    Ihr selbst, mit Archi?
    Makler = BT?
     
  8. gast3

    gast3 Gast

    Also ..

    m.E. kannst du dir "genaue" Kostenschätzungen im Vorfeld ohne fachlichen Rat so richtig vollkommen knicken.

    Allein die Unwägbarkeit belasteter Bausubstanz (Asbest, PCB, PAK etc.- wichtig dabei wäre das Baujahr des Bestandsgebäudes) ist nicht kalkulierbar. Klar geht: wir kloppen alles zusammen und staunen weil plötzlich das gesamte Abrissmaterial Sondermüll ist - suppi - geht immer, man muss es sich nur leisten können - aber viel zu oft kommen Leute damit sogar durch.

    Und dieser Schwachsinn "den Abriss kannste auch selber machen" zeugt von einem hohen Maß an Dämlichkeit ...


    Helge
     
  9. #8 Schnabelkerf, 1. Juli 2009
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    Der Makler will nur das Grundstück loswerden. Gedacht ist daran die 2400 m² in zwei Hälfte a. 1200 m² zu teilen. Für den einen Teil gibt es bereits einen Interessenten der dort eine Doppelhaushälfte für sich und eine für seine Tochter errichten will, wohl mit einem Fertighaushersteller zusammen.

    An der zweiten Hälfte habe ich und ein befreundetes Ehepaar Interesse. Wir würden dann dort auch ein Doppelhaus bauen wollen. Mit Architekt/Bauträger etc. ist noch völlig unklar.

    Klar ist nur das die Kosten für die Beseitigung der Altlasten auf alle Käufer umgelegt werden sollen. Der Makler will jetzt eine Kostenschätzung für die den Abriss des Hauses/Pool bis Ende der Woche besorgen. Ob man sich darauf verlassen sollte....
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    darauf ..

    willst du nicht wirklich eine Antwort oder :mega_lol:

    aber es kann zumindest eine Grundlage sein, mit der man jemanden der sich auskennt, mal Fragen kann

    Gruß

    Helge
     
  11. #10 Gast036816, 1. Juli 2009
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    Abbruchkosten...

    Ja, dann muss der Fachmann oder die Fachfrau gefragt werden - dafür muss man ein Stück Geld = Honorar in die Hand nehmen, hier ist das nur Rätselraten mit falschem Ausgang.

    Freundliche Grüße aus Berlin
     
  12. audipower19

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    Hallo,

    wir wollen ebenfalls ein Grundstück in HH-Poppenbüttel erwerben, auf dem sich

    a) 72qm Altsubstanz Flachbungalow 50er Jahre
    und
    b) ein Stehkeller mit ca. 12qm

    befindet.
    Der Keller müsste, wenn zugeschüttet wird, laut Makler perphoriert werden, um einen festen Grund für ein 125qm Neubau mit EG + OG zu bauen!
    Was heisst perphoriert?

    Wie teuer käme der Abriss gem. a) und zuschütten von b)?

    Gibt es Alternativen?

    Danke und Grüße audipower19
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 21. September 2009
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    Makler - mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Einen Keller perphoriert man nicht (perphorieren = Löcher reinmachen). Den bricht man ab und schüttet dann DAS LOCH zu!!!!
    Oder macht nen neuen Keller rein.

    Kosten = ????
    Sondermüll, Volumen, Anfahrtmöglichkeiten usw usw usw
     
  14. audipower19

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    Zufahrt ist über eine bestehende Baustraße möglich (3,50 m breit).

    Kein Sondermüll o. ä.

    EG-Bungalow mit 72qm + fast flachem Krüppelwalmdach; Stein-auf-Stein-Bau der 50er Jahre.

    Grüße audipower19
     
  15. audipower19

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    Habe mal gelesen, dass der durchschn. Abriss bei normaler Bausubstanz bei 35,- Euro/qm liegt.
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 21. September 2009
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    Sagt wer? Der o.a. Makler :mega_lol:

    50er Jahre, da fällt mir ein:
    Bodenbeläge asbesthaltig
    Kleber von Bodenbelägen asbest- und PAK-haltig
    Abwasserrohre asbesthaltig
    Dachgebälk mit hochgiftigen Holzschutzmitteln
    usw usw

    Muss alles nicht, aber 50er-Jahre VÖLLIG Sondermüllfrei wäre schon sehr selten.
     
  17. audipower19

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    Werde mich mal erkundigen...

    Trotzdem DANKE
     
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  19. Uniform

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    Kosten für Abbruch und Abriss

    ....
     
  20. Uniform

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    Richtwerte sind Märchen

    Kosten für Abbruch und Abriss

    --------------------------------------------------------------------------------

    Hallo Interessierte,

    um zum allgemeinen Thema ABBRUCHKOSTEN mal deutlich etwas zu sagen:

    Es gibt keine "Richtwerte" !!! :wow

    Mit folgendem Hintergrund:

    Abbruchkosten sind abhängig von verschiedenen Leistungsinhalten, die da wären:

    Planung, Gebäudeuntersuchung, Genehmigung,
    Entrümpelung loser Gegenstände,
    Entkernung,
    Schadstoffsanierung,
    Abbruch der Rohbausubstanz,
    Leitungsverschluss,
    Entsorgung (begleitet alle Etappen),
    und anschließende Verfüllung der Hohlräume wenn notwendig.

    Hierbei unterliegen die einzelnen Etappen folgenden preisbeeinflussenden Größen:

    Planung: Abhängig vom Architekten, Gutachter (HOAI bzw. Gutachterangebote)
    Gebäudeuntersuchung: Wird ständig "vergessen" was dann entweder oft zu Nachträgen führt oder zu abfallrechtlichen Probleme mit der Behörde . Die Kosten hierfür kann man im Markt abfragen. Dabei sollte man bei den preiswerten Anbietern wieder aufpassen! Leicht werden die am Ende wieder teurer (Zufallsfunde etc.) .

    Genehmigungskosten: Hier die Abbruchgenehmigung! Hängt meistens ab von der Größe des Objektes (BRI in m³). Ist bei der Behörde zu erfragen.

    Entrümpelung: Klar hängt die ab von den Mengen, den Laufwegen und Zufahrten zum Gebäude. Die Entsorgung hängt stark vom Markt ab. Bin ich im tiefsten Dorf oder im Ruhrgebiet - da kommen deutliche Preis-Schwankungen zustande.

    Entkernung: Siehe Entrümpelung

    Schadstoffsanierung: Die Kosten können im Vorfeld nur auf Grundlage eines Gutachtens geschätzt werden. Verschwitzt man das Gutachten oder spart man es ein, dann muss man halt mit dem Risiko leben am Ende richtig schön drauf zu zahlen. Oder wie oben erwähnt nette Termine mit der Umweltbehörde zu bekommen ("Wo ist denn die Dachgaubenverkleidung mit dem Asbestzement hingekommen?" :deal). Denn eines darf man nicht vergessen: Es gilt besonders das Abfallrecht! Der Abbruchunternehmer mag zwar der Abfallerzeuger sein, der Abfall(erst)besitzer bleibt aber der Bauherr und damit in der Pflicht bis zur fachgerechten Entsorgung der Abfälle und die hört nicht auf wenn das Material auf dem LKW liegt sondern da wo es fachgerecht entsorgt wird.
    Die Kostenkenngrößen? Gibt es nicht! Jede Stadt hat bspw. für Asbest oder Künstliche Mineralfasern Satzungspreise alleine für die Entsorgung (Anschluss- und Benutzerzwang). Also bitte, wie soll es da Richtpreise geben? Also hier Profis fragen.

    Abbruch der Rohbausubstanz: Preis ist bspw. abhängig von der Abbruchleistung (der lustige Radbagger oder schwerer Kettenbagger), den Entsorgungskosten (bspw. Bauschutt gem. LAGA oder Deponieklasse, Entsorgung in Hamburg oder Rostock?!) und den Umgebungsbedingungen (bspw. beschränkte Zufahrt, Brücke mit geringer Belastbarkeit etc.).

    Ich könnte noch zusätzliche jede Menge preisbeeinflussende Faktoren nennen, das würde hier den Rahmen sprengen. Fakt ist noch einmal: Es gibt keinen Richtwert für Abbruchkosten!!! Schon gar nicht einen bundesweiten. Und auch nicht für „das“ Wohnhaus.

    Die Hütte zusammenhauen und den Haufen Abfall am Stück zu entsorgen gehört der Vergangenheit an und wird definitiv strafrechtlich verfolgt :frust. Allein unter dem Begriff Abfallrecht tummeln sich einige Gesetze und Verordnungen.

    Daher mein Tipp: Fragt Menschen die sich mit Abbruch auskennen. Die "Lösung" einfach Abbruchunternehmer anzufragen birgt die Gefahr, dass auch diese Angebote, oft die unbekannten und teuren Schadstoffe oder Bauschuttqualitäten NICHT enthalten! Lest das Kleingedruckte .:e_smiley_brille02:
    Ich selbst habe einen Gutachter rechnen und erkunden lassen (1.600 EUR brutto bei Abbruchkosten von 22.000 EUR brutto). Ich hab das hingenommen. Klar bekommen die dafür Geld aber das tut der Anwalt und Architekt auch. Letztendlich ist einem aber wenigstens geholfen und man kann das Abbruchvorhaben planen ohne am Ende Theater zu haben. Die Abfall- und Umweltbehörde war auch zufrieden. Nachträge hatte ich jedenfalls 0 EUR.

    Also viel Spaß beim Platz schaffen....
    :bierchen:
     
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