Absteckung fehlerhaft

Diskutiere Absteckung fehlerhaft im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo alle zusammen, folgendes Problem: Ich plane ein Fertighaus mit Betonfertigteilkeller errichten zu lassen. Baugenehmigung ist erteilt....

  1. #1 joponon, 06.09.2004
    joponon

    joponon Gast

    Hallo alle zusammen,

    folgendes Problem: Ich plane ein Fertighaus mit Betonfertigteilkeller errichten zu lassen.
    Baugenehmigung ist erteilt.
    Der Kellerbauer hat nach den genehmigten Plänen für die Baugrube eine Absteckung vorgenommnen. Er hat also die Gebäudeeckpunkte auf dem Baugrund festgelegt. Mit dem Tiefbauer wurde vereinbart, dass er die Baugrube innerhalb diesen Punkten ausbaggert plus ca. 70-100cm Verfüllraum.
    Die Baugrube war fertig und jetzt kam der Vermesser, um auf dem Boden der Grube die Absteckung für die Betonsauberkeitsschicht vorzunehmen. Es zeigte sich, das der Kellerbauer sich um ca.80 cm verhauen hatte, dh. der Tiefbauer muss an einer Baugrubenseite die 80cm noch wegbaggern, um Platz zum späteren Verfüllen zu bekommen. Ausserdem muss der schon gesetzte Abwasserrevisionsschacht versetzt werden, weil er jetzt unmittelbar an der Kellerwand anliegt.
    Die Oberbauleitung liegt übrigens beim Fertighaushersteller.
    Wie gehe ich jetzt am besten vor?
    Oder anders gefragt : Wer geht mit den jetzt entstehenden Unkosten nach Hause ?

    Vielen Dank für Eure Tipps !

    joponon
     
  2. TAMKAT

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    Hallo,

    also eigendlich ist es ja so, das die Vermesser zu erst eine grob absteckung für den Tiefbauer machen, nach der er dann baggern kann.
    Nach dem ausschachten kommen die Vermesser wieder, und machen die Feinabsteckung.

    Hier gibt es doch einige fragen.
    Warum macht der Kellerbauer etwas, womit er nichts zu tun hat?
    Wer hat ihm den Auftrag dazu gegeben?
    Warum lässt sich der Tiebbauer darauf ein?
    Warum verlangt er nicht die übliche grobabsteckung vom Vermesser.
     
  3. #3 Carden. Mark, 06.09.2004
    Carden. Mark

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    Ich denke – der Tiefbauer hat nach Angaben gearbeitet – es hat nicht zu überprüfen wer die Grobabsteckung vorgenommen hat.
    Ich sehe aber im Zweifelsfall ein Problem mit der Beweislage = + 80cm. Das heißt doch wohl, dass die Absteckung hierfür mit weggebaggert wurde. Wenn nun der Grobabstecker sagt………….????
    Lt BOB ist das abstecken der Haupachten Sache des AG. Wenn nun aber der AN diese Leistung ausführt, gegebenenfalls auch ohne extra Vergütung, so ist er für diese Leistung verantwortlich.
    Wer zahlt eigentlich den Tiefbauer. Auftrag durch Sie oder durch den GU
     
  4. #4 Ofi_geometer, 08.09.2004
    Ofi_geometer

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    Zusätzliche Kosten

    Die zusätzlichen Kosten muss doch wohl der Verursacher tragen. Wäre die Baugrube ordnungsgemäß ausgepflockt und ausgehoben worden, wären keine weiteren Kosten entstanden. Als Bauherr braucht sie das also nicht weiter zu interessieren.

    Tipp: Aktennotiz schreiben und von den Beteiligten unterzeichnen lassen- mit dem Hinweis, dass durch Sie keine Mehrkosten getragen werden.

    Soll sich doch der Kellerbauer mit dem Fertighaushersteller und dem Erdbauer einigen.
     
  5. #5 Carden. Mark, 08.09.2004
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Soll sich doch der Kellerbauer mit dem Fertighaushersteller und dem Erdbauer einigen.

    Im Prinzip Richt, aber die Aussage kann so nicht stehen bleiben, da keiner die Vertraglich Konstellation kenn. Wenn nun der Erdbauer im Auftrag des BH ausgeschachtet hat und dem Tiefbauer keine Schuld trifft, wird er sein Geld in erster Linie vom AG also dem BH fordern. Dieser wiederum könnte den Schuldigen, hier wohl dem der die Absteckung gemacht hat in Regress nehmen und die Summe einbehalten. Wenn nun der Abstecker aber sagt, die Pflöcke standen Richtig und nun sind diese mit weggebaggert was dann……..?
     
  6. Eric

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    Sehe ich auch so , Herr Carden.

    War der " Erdbauer " Sub des absteckenden Kellerbauers, dann hat der Kellerbauer das Problem.

    Ist der " Erdbauer " hingegen von jopono beauftragt worden, dann war der absteckende Kellerbauer Erfüllungsgehilfe von joponon. Für seine Erfüllungsgehilfen hat Joponon im Verhältnis zum Erdbauer einzustehen. Der fehlerhaft absteckende Kellerbauer wäre dann allerdings Joponon regreßpflichtig.

    Interessant ist jetzt nur bei der 2. Konstellation: Was passiert, wenn Kellernbauer dem Erdbauer und der Erdbauer dem Kellerbauer die Schuld zuschiebt, also Frage der Beweislast. Ich würde mal vermuten, der Erdbauer muß beweisen, daß er die Baugrube nach den Vorgaben des Kellerbauers ausgehoben hat.

    Wie löst man so was bei einer Zahlungsaufforderung des Erdbauers?

    BH unterrichtet den Kellerbauer und fordert den Kellerbauer zur Stellungnahme auf. Angenommen der Kellerbauer leugnet, Schuld zu sein. Dann muß sich der BH verklagen lassen und verkündet dem Kellerbauer den Streit. Der Kellerbauer ist dann an den Ausgang des Rechtsstreits Erdbauer gegen BH gebunden und muß die ganze Geschichte, wenn der BH verliert, bezahlen ( Mehrkosten der Ausschachtung, Anwalts- und Gerichtskosten des verlorenen Prozesses des BH ). Leider ist diese Konsequenz vielen Unternehmern nicht bewußt.

    Ich würde mal sagen, die ganze Sache löst sich in Wohlgefallen auf, weil ..... der Erdbauer Sub des Kellerbauers ist. Alles andere würde mich schwer wundern.

    Also Butter bei die Fische, Joponon: Wie war´s?
     
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