Abwasserleitungen auf dem Grundstück

Diskutiere Abwasserleitungen auf dem Grundstück im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Bitte mal eure Einschätzung. Die im Bild skizzierte Führung der Abwasserleitung wurde durch eine Architektin geplant, genehmigt und auch so...

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    Bitte mal eure Einschätzung. Die im Bild skizzierte Führung der Abwasserleitung wurde durch eine Architektin geplant, genehmigt und auch so ausgeführt. Ich bin Komplettlaie, in der Genehmigung stand eindeutig "nur so bauen wie geplant und genehmigt"

    Im gesamten Verlauf von den zwei DN100 Leitung unterm Fundament bis zum auf dem Grundstück liegenden Revisionsschacht liegt keine weitere Revisions/Reinigungsöffnung. Die Arbeiten wurden an eine Fachfirma beauftragt mit der erteilten Auflage natürlich die geltenden Normen (DIN EN 752) einzuhalten.

    Die Bögen wurden in 2 x 45 Grad ausgeführt, ohne weiteres Zwischenstück.

    Wie seht ihr die Ausführung? Ist da die Gefahr der Verstopfung erhöht? Die Leitungsführung scheint mir suboptimal (weiß ich mittlerweile auch, ist nun mal so, die Kosten für die Länge verschmerze ich), aber ist es fachgerecht, keine wie immer auch geartete Reinigungsöffnung einzubauen?

    Die Firma wird vermutlich noch mal tätig bei der Auffahrt, daher ist es noch korrigierbar, weil nichts gepflastert o.ä. (Eine andere Firma sagte mir was von Kunststoffschacht DU 40 cm mit Abdeckung Klasse B)

    Noch zu erwähnen, dass vom HWR noch Erdsondenleitungen für Wärmepumpe nach links abgehend über das Grundstück führen. Vielleicht ein Grund, die Abwasserleitung nicht da lang zu führen.
     
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  3. hausdoc

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    Ich denk das passt.
    Wurde auf der "Langen" seite das Gefälle auch beachtet? Also kein "Durchhänger" des Rohres...
    Auf einen weiteren Schacht würd ich aus finanziellen Gründen verzichten - <b>Keines Falls aber auf Putzstücke </b>im Kellerbereich. Von hier aus wird dann im Katastrophenfall die leitung Mittels E-Welle gereinigt.
     
  4. Quelle

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    oh, das finde ich eine gute Nachricht. Ich habe das Gefälle nicht nachgemessen :Brille, aber die Fa. ist wohl i.O. da die Behörde auf eine Abnahme bei offenen Gräben verzichtet. Nur die Druckprobe muss gemacht werden.

    ach ja, wir haben keinen Keller. Die Leitungen gehen in ca. 1 m Tiefe (geschätzt) unterm Streifenfundament(?) raus

    der Schacht selber soll ca. 500 netto kosten. das ist ja kein richtiger begehbarer Revisionsschacht. Würde ich gerne spendieren, falls irgend notwendig. Ich hatte mal was von max. 20 m Länge ohne Öffnung gelesen, wenn es eine Richtungsänderung gegeben hat. Wäre ja bei mir.
     
  5. marcusch

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    Hallo,
    das die Leitungen nicht unterhalb des Gebäudes geführt werden, hat schon seinen Sinn. Gem. DIN 1988-100 sollte auf Grundleitungen innerhalb des Gebäudes bzw. unterhalb der Kellersohle weitgehend verzichtet werden. Wenn mit der Leitung mal was sein sollte (z.B. Undichtigkeit), dann ist eine Sanierung gar nicht oder nur schwer möglich.

    Ob man im Uhrzeigersinn oder dagegen um das Gebäude läuft macht nur ein paar Meter Rohrleitung aus...

    Zusätzlicher Schacht?
    Die Gesamtlänge zwischen Hausanschlussschacht und dem Rohrleitungsanschluss beträgt 36,5 m. Da wird es mit dem Spülen der Leitung schon schwierig - insbesondere, wenn die Verstopfung in den beiden 45°-Bögen liegt.
    Zitat aus dem Buch "Leitungsanlagen in der Gebäudetechnik II" (Fa. Viega):
    "Unter Beachtung der DIN EN 752-3 und der in der DIN 1988-100 festgelegten Abstände dürfen diese Reinigungsöffnungen nicht weiter als 20 m auseinander liegen. Eine Ausnahme gilt für Grundleitungen ohne Richtungsänderungen. Hier darf der Abstand bei Leitungen bis DN 150 bis zu 40 m ... betragen."
     
  6. marcusch

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    Korrektur

    Da bin ich nochmal...

    Jetzt habe ich mir die Zeichnung nochmal angeschaut - ich dachte erst, dass die Leitung um das Gebäude eine Regenwasserleitung sei... Aber es ist wohl auch Schmutzwasser!
    Dann ist mit nicht verständlich, weshalb hier die "Scheiße" Karussel fahren muss. Abgesehen von den Mehrkosten für Rohrleitung und Grabenlänge etc. sehe ich für den Tiefbauer keinen Vorteil.
    Für Dich als Auftraggeben gibt es folgende Vorteile:
    :motz
     
  7. #6 Quelle_abwesend, 19. Dezember 2005
    Quelle_abwesend

    Quelle_abwesend Gast

    tja, so hatte die Architektin geplant und der Tiefbauer hat sich wahrscheinlich gefreut. Insofern trifft ihn keine "Schuld".

    Ich weiß nicht, ob man der Planerin die Mehrkosten für so einen Schacht aufdrücken kann(?), da dieses ja offensichtlich nicht notwendig war so zu verlegen.

    Zu den Entfernung: Man kann natürlich einmal hausseitig (Reinigungsöffnung im Fallrohr zugänglich über Klappe im Haus) und dann schachtseitig vom Garten her ran. Dann kommt man jeweils auf knapp 19 Meter Länge. Oder ist das entgegen der DIN?


    Vielleciht sollte ich Schmutzwasser komplett neu legen lassen, sobald das Wetter es zulässt. Würdest du dazu raten oder zähneknirschend akzeptieren?

    Bist du vom Fach und könntest das skizzieren?
     
  8. marcusch

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    Hallo,
    "Schuld" oder "Nicht Schuld" lässt sich nicht so einfach sagen...
    Die Planerin hat eine vernüftige Planung vorzulegen. Mit dem Entwässerungsantrag gibt das Entwässerungsamt manschmal auch einige Vorgaben vor. Die ausführende Firma hat auch die Baurichtlinien zu beachten...

    Die gesamte Schmutzwasserleitung würde ich nicht mehr neu verlegen. Den Aufwand halte ich für zu groß. Jetzt liegt sie da - das ist halt so. Eher würde ich über einen Schacht im Bereich der Hausecke nachdenken - hast Du ja in der Skizze schon eingetragen. (Versuche mit dem Tiefbauer zu sprechen, ob ihr euch einigen könnt. z.B. Er übernimmt die Erdarbeiten und du übernimmst die Kosten für den Schacht (den du ja sowieso hättest zahlen müssen))

    Ob die Reinigungsöffnung im Haus bei einer Verstopfung sinnvoll ist? - Wenn die Leitung erst einmal voll steht, dann würde ich die Revi-Klappe nicht mehr öffnen....

    Was für ein Bad ist denn an der "langen Leitung" angeschlossen? Wird die Leitung häufig genutzt? Badewanne, Dusche, WC? Die Wasserspartaste ist nicht immer sinnvoll! Wenn die "Klumpen" in der Leitung nach wenigen Metern nicht weitergetragen werden (und auch nur selten gespült wird), dann kann sich eine Verstopfung (langsam aber sicher) aufbauen.
    Wenn an der Leitung eine Küche angeschlossen ist, dann kommt evtl. auch noch fetthaltiges Wasser dazu.

    Wahrscheinlich baust du jetzt einen Schacht und sorgst dafür, dass die Leitung gut gespült wird... und es wird nie ein Problem geben - also, wofür der ganze Aufwand? Aber sollstes du es nicht tun, dann.... :mauer
     
  9. #8 Quelle_abwesend, 20. Dezember 2005
    Quelle_abwesend

    Quelle_abwesend Gast

    an der langen Leitung hängen:

    WC und Gästedusche und das Waschbecken im Erdgeschoss, Waschmaschine, Geschirrspülmaschine und Küchenspülbecken.


    Am kurzen Zweig hängt das Vollbad im DG.
     
  10. #9 Quelle_abwesend, 20. Dezember 2005
    Quelle_abwesend

    Quelle_abwesend Gast

    ach ja, der Schacht kostet etwa 500 netto,

    die Leitungen neu schätze ich ca. 800-900 Euro. Dann aber ohne Schacht
     
  11. Quelle

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    so, nun eingeloggt. Mittlerweile nach Studium der Entwässerungsgenehmigung finde ich tatsächlich, das die Architektin einen Schacht vorgesehen hatte, die Tiefbaufirma diesen aber glatt nicht gesetzt hat.

    Insgesamt komme ich auf 48 m installierte Schmutzleitung.

    Ich habe mal skizziert, wie ich die mit heutigem Wissen selber geplant hätte:

    Siehe Bild, ist bei der Variante noch ein Schacht erforderlich? Die Winkel sollen 45 Grad haben. Insgesamt Länge 34 m.
     
  12. marcusch

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    Es sollte ein Schacht bei dem Punkt (Abzweig) vorgesehen werden, an dem die Leitung aus dem die Leitungen DG und "Küche / Gäste-WC" zusammenlaufen.
     
  13. #12 Quelle_abwesend, 21. Dezember 2005
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    also lese ich daraus, dass selbst bei verkürzter Leitungsführung immer ein Schacht an der Einlaufstelle vorzusehen ist, oder? Dann kann ich das ja alles so lassen und werde eben "nur" einen zusätzlichen Schacht in die bereits vorhandene Leitungsführung einsezen. Und zwar ebenfalls an der "Vereinigungsstelle"?
     
  14. #13 Quelle_abwesend, 21. Dezember 2005
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    Quelle_abwesend Gast

    sorry, ich kann den beitrag nicht editieren. Weißt du, was so ein DN40 KS-chacht im Großhandel netto kostet?

    Falls er die Erdarbeiten übernimmt, müsste ich das wissen.
     
  15. marcusch

    marcusch

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    Nein, netto-Kosten bekomme ich vom Großhandel nicht.
     
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  17. #15 Achim Kaiser, 22. Dezember 2005
    Achim Kaiser

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    So ganz hab ichs immer noch nicht begriffen, um was es eigentlich geht....

    Ob die *neue* Leitungsführung eine gute Idee ist, lässt sich ohne zusätzliche Informationen nicht beurteilen....wenn dort der Erdtauscher für die WP verlegt ist, ists mit Sicherheit keine gute Idee dort eine Abwasserleitung zu verlegen.

    Eine 5 oder 10 m längere Abwasserleitung ist - korrekt verlegt - noch kein Anlass um zu meckern. Wenn ein vorgesehener Schacht nicht ausgeführt wurde....ist das wohl ein anderes Thema.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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    *schieb*

    wir haben das jetzt mal alles ausprobiert.

    http://www.bauexpertenforum.de/attachment.php?attachmentid=7453

    der versuch mit dem kurzen stück. nach 40 sekunden kommt die ware am schacht an. gut zu sehen.

    tja, aber auf dem langen zweig läuft es nicht ab. so vier - fünf streifen klopapier und große spülung. nix- trotz vorheriger schmierung mit einer kleinen spülung.

    nochmal die große taste - auch nix. erst beim vierten spülen kommt ein ganzer schwung mit dem ganzen papier an.

    man kann doch nicht immer drei mal spülen. vor allem im alltag läuft das gestaute wasser langsam ab und die nächste fuhre bleibt erst recht hängen.

    was kann man da machen? kamerafahrt, stelle finden und aufgraben?
     
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