Allgemeiner Stand der Technik?!

Diskutiere Allgemeiner Stand der Technik?! im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir bauen ein Haus mit einem Generalunternehmen, d.h. auf die Auswahl der Gewerke und die Detail-Ausführung haben wir keinen...

  1. #1 AlexIris, 5. Juli 2010
    AlexIris

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    Hallo zusammen,

    wir bauen ein Haus mit einem Generalunternehmen, d.h. auf die Auswahl der Gewerke und die Detail-Ausführung haben wir keinen Einfluss. Unser GU verpflichtet sich vertraglich nach in nachgenannter Reihenfolge genannten "Richtlinien" zu arbeiten:
    1. Allgemein anerkannte Regeln der Technik
    2. EnEV
    3. VDE-Richtlinien und Technische Anschlussbedingungen (TAB)
    4. Technische Richtlinie für die Gas- und Wasserinstallation (TRGI)
    5. DIN-Vorschriften
    in der jeweils gültigen Fassung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (September 2009)

    Nun zu unserer Frage:

    Die Elektroinstallation (vor Putz) ist nun soweit abgeschlossen und uns sind folgende Dinge aufgefallen:

    1. Fernseh-, Netzwerk- und Telefonkabel wurden nicht komplett im Leerrohr verlegt sondern nur dort wo diese über den Boden geführt wurden. In den Wandschlitzen und Wanddurchlässen liegen nur die Kabel.

    2. Netzwerk- und Fernsehkabel liegen in 2 Zimmern in jeweils 2 Dosen direkt nebeneinander, die Leitungen teilen sich einen Schlitz. (Kann dies nicht zu gegenseitigen Störungen führen?!?)

    3. Es wurde nur 2-fach abgeschirmtes TV-Kabel verlegt. Ein Radio- und Fernsehtechniker teilte uns heute mit dass 4-fach abgeschirmtes Kabel heute Standard wäre.

    Könnt ihr uns sagen ob diese 3 Punkte hinsichtlich der oben genannten Vorschriften/Richtlinien richtig ausgeführt wurden oder ob wir etwas beanstanden können?

    Vielen Dank für eure Hilfe.

    MfG
    Alex & Iris :bau_1:
     
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  3. Jonny

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    1. widerspricht der DIN 18015
    2. Dosen dürfen nebeneinder sein, aktuelle Steckdosen sind auch ohne Abdeckung berührungsgeschützt, Leitungen solten Abstand haben(wenn's auch nur der Abstand durch's Rohr ist)
    3. was ist 4fach geschirmte Koaxleitung??? Ein Werbegag? Interessant ist das Schirmungsmass in dB und das sollte grösser 90dB sein, aktuell verarbeite ich Leitung mit 120dB.

    Grüsse
    Jonny
     
  4. #3 AlexIris, 5. Juli 2010
    AlexIris

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    Hallo Jonny,

    1. DIN ist aber nicht zwingend oder?!

    3. Die Leitung die bei uns verlegt wurde ist 2-fach abgeschirmt und hat 90 db, also zu wenig nach aktuellem Stand der Technik?!

    LG
    Alex & Iris
     
  5. #4 loennermo, 5. Juli 2010
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    Weniger als 110 dB würde ich nicht mehr verbauen heutzutage...
     
  6. #5 AlexIris, 6. Juli 2010
    AlexIris

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    Guten Morgen,

    die Frage ist halt ob 90db noch dem aktuellen Stand der Technik, den VDE-Richtlinien und den TAB entspricht. Denn nur wenn das NICHT der FAll ist können wir es reklamieren ohne Zusatzkosten zu erwarten. Wir fragen uns halt ob das ein Baumangel ist oder doch noch zulässig, wenn auch nicht empfehlenswert (wg. Zukunftssicherheit, Störungen etc.)

    Wir haben in diesem Zusammenhang noch eine Frage: Müssen die Zuleitungen in den einzelnen Räumen in 2,5mm² gelegt werden oder reicht 1,5mm². Wir haben nur 1,5 mm².

    Vielen lieben Dank für eure Hilfe. Heute Abend haben wir Bauleitergespräch, es wäre schön wenn wir bis dahin noch ein paar Infos zusammen hätten.

    Liebe Grüße
    Alex & Iris
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 6. Juli 2010
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    Die Verlegung in Leerrohren steht in der DIN. Diese hat den Anschein, aRdT zu sein. Wenn der BT/GÜ meint, von der Norm abweichen zu können, müsste er Ihnen also beweisen, warum das zulässig sein sollte.
    Dürfte ihm schwerfallen :D.
    Welchen Querschnitt die einzelnen Leitungen haben müssen, hängt u.a. an
    • der Verlegeart (im Putz, Frei, in Hohldecken usw)
    • dem max. möglichen Laststrom (A-Wert der Sicherung)
    • der Leitungslänge

    Als Faustregel werden immer wieder 18 m als max. Länge für 1,5² bei 16A Absicherung angegeben.
    Aber wie gesagt - Faustregel!!!!
    Im Zweifel muss das durch eine Berechnung nachgewiesen werden.
    Ich hör jetzt schon den Eli:
    Haben wir ja noch nie gemacht! Für ein EFH :motz So ein Blödsinn:motz Das machen wir immer so, uns ist noch kein Haus abgebrannt. :frust

    :D

    Nicht bequatschen lassen.
     
  8. R.B.

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    JA. Mir ist keine "Norm" bekannt nach der eine bestimmte Schirmdämpfung gefordert wäre. Man kann aber unterstellen, dass 90dB "üblich" sind. Wenn 110dB o.ä. gewünscht werden, dann hätte man das vorab festlegen sollen.

    Noch eine Bemerkung, die Schirmdämpfung wird völlig überbewertet. Sie ist halt ein Marketinginstrument (so wie beim Auto die Motorleistung o.ä.). Ein "gutes" Koaxkabel wird aber durch mehrere Parameter spezifiziert, nicht nur durch die Schirmdämpfung.

    Die 1,5mm² sind in den meisten Fällen ausreichend. Alles weitere zeigt die Berechnung (Vorsicherung, Leitungslängen, Verlegeart.....). Werden alle Anforderungen eingehalten, dann ist gegen 1,5mm² nichts einzuwenden.

    Gruß
    Ralf
     
  9. fuchsi

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    Wenn im GU Vertrag definiert, dann schon.
     
  10. fuchsi

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    Imho interessanter ist eine geringe Signaldämpfung gerade auch bei höheren Frequenzen. Gerade bei digitalen Satelitenanlagen sehr wichtig.

    Diese Signaldämpfung sollte schon unter 20dB/100Meter liegen.

    Gerade diese ganz dünnen Koax-Kabel haben oftmals Dämpfungswerte von 35db/100M und noch mehr.
     
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  12. R.B.

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    Jepp. :28:

    Wobei eine geringe Signaldämpfung nicht nur für höhere Pegel am Empfängereingang sorgt, sondern auch für eine bessere Anpassung. Das macht sich vor allen Dingen bei größeren Leitungslängen positiv bemerkbar.
    Bei kurzen Leitungen sind die Auswirkungen nicht so extrem, da kriegen dann die F-Verbinder (Stecker) und deren Montage mehr Gewicht.

    Gruß
    Ralf
     
  13. #11 rueckseil, 13. Juli 2010
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    Hallo fuchsi,

    Auf welche Frequenz bezieht sich dieser Wert? Bei den Koaxialkabeln wird die Signaldämpfung doch immer in Abhängigkeit zur Frenquenz differenziert angegeben, oder?
     
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