Altbau | Dachdämmung | U-Wert Berechnung

Diskutiere Altbau | Dachdämmung | U-Wert Berechnung im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich bin neu in diesem Forum und habe bereits viele interessante Themen entdeckt. Da ich aktuell vor einer kleine Herausforderung...

  1. #1 Fab2Build, 28.12.2021
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    Hallo zusammen,

    ich bin neu in diesem Forum und habe bereits viele interessante Themen entdeckt.
    Da ich aktuell vor einer kleine Herausforderung beim Thema Dachdämmung stehe, wende ich mich hier mal an die Experten.

    In unserem Haus (Baujahr 1981) ist eine Kaltdachkonstruktion mit einer Zwischesparrendämmung (100 mm Mineralfaserwolle) verbaut . Die Details zur Konstruktion habe ich als Screenshot angehängt.

    Da aktuell scheinbar alle Energieberater in meiner Umgebung stark ausgebucht sind (Ende der KFW-55 Förderung zu Ende Januar 2022), habe ich versucht den U-Wert des Daches selber zu berechnen.

    Mit Hilfe des Online-Rechners (ubakus.de/u-wert-rechner/) bin ich auf einen U-Wert von 0,319 gekommen. Hierbei bin ich mir bei der Angabe der Luftschichten und Materialien nicht ganz sicher.

    Kennt sich einer von euch mit der Berechnung aus und kann vielleicht mal draufschauen?

    Vielen Dank im Vorfeld für eure Unterstützung.
     

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  2. Knebel

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    Was genau ist die Frage ?
    nun die ganzen Schichten muss man dabei nicht betrachten... es reicht vollkommen die Dämmung und den Sparrenabstand mit in die Berechnung zu nehmen.
     
  3. #3 Fab2Build, 02.01.2022
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    Hallo Knebel,
    Vielen Dank für deine Antwort.
    Bei der reinen Betrachtung von 160 mm imprägnierter Sparren mit 100 mm Mineralwollendämmung komme ich somit auf einen U-Wert von 0,479 W/(m²K) bzw. einen Rtot = 2,088 m²K/W oder R-Wert: 1,918 m²K/W.
    Ist dies aus deiner Sicht realistisch oder habe ich irgendwo noch einen Denkfehler?
     
  4. #4 VollNormal, 02.01.2022
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    Welcher Art ist denn deine "kleine Herausforderung"?

    Ob jetzt der aktuelle u-Wert 0,32 oder 0,48 ist - jedwede Maßnahme, um den noch weiter zu senken, hat es verdammt schwer, wirtschaftlich zu sein.
     
  5. #5 Fab2Build, 02.01.2022
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    Bin mir nicht sicher, wie groß der Handlungsbedarf bei der bestehenden Dämmung ist.
    In der DIN 4108-2 steht beispielsweise ein Wert von R=0,9 als Mindestanforderung für die Dämmung.

    Ist für mich leider aktuell noch ziemlich viel Neuland von den Begrifflichkeiten, daher sorry, falls die Rückfragen etwas verwirrend wirken.
     
  6. #6 VollNormal, 02.01.2022
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    Und du hast R=1,92 bzw. Rtot=2,09. Wo ist also das Problem?
     
  7. #7 VollNormal, 02.01.2022
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    Und du hast R=1,92 bzw. Rtot=2,09. Wo ist also das Problem?
     
  8. Knebel

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    Hallo

    nun zeitgemäß ist das Dach nicht mehr .
    Gefordert werden nach Enev bzw GEG U = 0.24 oder weniger
    Das wären dann in etwa 200 mm Dämmung
    Hast Du vor ne Sanierung zu machen ??
     
  9. #9 VollNormal, 02.01.2022
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    Bei Neuerrichtung, Austausch oder umfangreicher Sanierung. Und dann muss das auch noch wirtschaftlich sein.

    Nur um Heizkosten zu sparen, würde ich da genau gar nichts machen. Falls du noch andere Anforderungen an die Dämmung hast, z.B. die Behaglichkeit zu erhöhen, musst du ggf. selbst entscheiden, ob dir das die Aufwände wert sind.

    Wenn irgendwann eine Neueindeckung ansteht, wäre die Wirtschaftlichkeit neu zu betrachten.
     
  10. #10 Fab2Build, 02.01.2022
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    Das hatte ich bisher auch so verstanden.
    So lange ich nichts am Dach mache, kann es so bleiben. Wenn eine neue Deckung gemacht wird, muss die Dämmung auch mitgemacht werden.

    Vielen Dank nochmal für die Unterstützung und noch frohes Neues!
     
  11. Knebel

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    Richtig...aber ist ja DEIN Dach und DEINE Heizkosten..also warum weniger dämmen ???
     
  12. #12 VollNormal, 03.01.2022
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    Weil es sich vielleicht nicht rechnet. Mal angenommen, die Dämmung würde 1.000 € kosten und dadurch würdest du 50 € Heizkosten im Jahr sparen. Da dauert es 20 Jahre, bis sich das amortisiert.

    Jetzt rechne aus, was bei einer Verbesserung des u-Wert von 0,48 auf 0,24 eingespart werden kann und setze die Kosten dagegen.
     
  13. #13 JPtm, 03.01.2022
    Zuletzt bearbeitet: 03.01.2022
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    Ich bin gerade etwas verwirrt. Was genau meinst du mit Kaltdach? Dachbereich ist unbeheizt aber gehört noch zur warmen Hülle oder ist das Ende der warmen Hülle die Decke zum Dachboden?
    Wenn Zweiteres musst du den Dachboden dämmen.

    Mal abgesehen davon: Wenn du jetzt nicht wirlich im Hochgebirge, inkl Nordhang und Dauerschatten wohnst, wird sich eine weitere Dachsanierung/Dämmung nie im Leben rechnen. Das kann dir jeder halbwegs fähige Energieberater hinrechnen. Damit würdest du aus einer potentiellen Sanierungspflicht herausfallen.

    Wenn du etwas verbessern willst dann denke eher anders herum. Der normale deutsch Häuslebeseitzer hat wieviele Tage wirklich mal deutliche Minustemperaturen im Jahr, vielleicht 10 Tage oder so? Jetzt denke an den Abgrund namens Klimaerwärmung. Wieviele Tage wird dein Haus in Zukunft seine Bewohner bruzzeln? Jetzt weißt nur du wie dein Haus liegt, ob so wie bei mir, Südhang, 365 Tage Dauersonne oder schattiger Nordhang oder irgendwas dazwischen. Wähle danach die Sonnenschutzämmung.
    Ich habe eine dicke Holzaufdachdämmung aufgebracht. Nicht wegen den 10 Tagen Minutemperaturen. Die sind mir völlig egal und die gesparten Heizkosten werden die graue Energie der Dämmung vermutlich niemals wirklich übertreffen, aber ich habe im Sommer ein herrlich kühles Dach for free. Dort befinden unser WZ und SZ, gehört also zum direkten Wohnbereich.
     
  14. Knebel

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    Nun dies 'lohnt sich nicht' Rechnungen sind mühselig.
    Es gibt noch viele andere Faktoren neben der eigentlichen Einsparung an Heizkosten.....
     
  15. #15 matschie, 10.01.2022
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    Ein dichtes, heiles Dach mit U 0,32 würde ich nicht aufreißen, um es zu dämmen.

    Die Frage ist aber, ob die Luftschicht oberhalb der Mineralwolle zwischen den Sparren tatsächlich ruhend ist. Wenn die hinterlüftet ist (Außenluft), sieht der U-Wert wieder anders aus.
    Dämmpflicht besteht aktuell nicht - rechnen wird sich eine Maßnahme aber nur, wenn innen ohnehin geöffnet werden soll.
     
  16. #16 Thomas So, 11.01.2022
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    Abgesehen von ein paar Ökoterroristen und Maximalverdienern ist es aber genau das, was den gemeinen Hausbesitzer interessiert. Ob es sich rechnet.
    Nichts wird billiger, außer evtl. Gehälter, und bezahlt werden will das Ganze schließlich auch.
    Wenn ich nur Summe X zur Verfügung habe, und mir das Dach sparen kann, habe ich viel größeren Handlungsspielraum.

    Ich weiß zwar nicht was ein Bauingenieur verdient, und möchte auch keine Böswilligkeit unterstellen, man darf aber durchaus mal davon ausgehen, dass andere Menschen weniger Geld zur Verfügung haben als man selbst ;)
     
  17. #17 matschie, 11.01.2022
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    Ich denke, er hatte nicht realisiert dass der Aufbau so bereits fertig ist.

    Ich kann dir versichern: auch als Bauingenieur gibt man sein Geld lieber für Urlaub aus, als einen bestehenden Dachaufbau mit vergleichsweise gutem U-Wert aufzureißen und auszudämmen, was sowohl ökologisch fragwürdig ist (graue Energie) und ökonomisch wohl nie rentabel sein wird. Anders stellt es sich bei Dächern dar wie wird das hatten, wo man nach dem Entfernen der Putz-Heraklith-Schicht direkt den Pfannenhersteller ablesen konnte.
     
    Thomas So gefällt das.
  18. #18 Thomas So, 11.01.2022
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    Da bin ich absolut bei dir, wenn man eh aufmachen muss, dann gleich alles schick machen. Nur dämmen um des dämmens Willen erschließt sich mir eben nicht :)
     
  19. #19 Donpepe, 11.01.2022
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    Moin,

    also die Luftschicht (60mm) ist sicherlich nicht ruhend, bzw. nicht mehr.

    die Frage ist eben auch der Zustand der Dämmung. Wir hatten auch 10cm im Dach und die Schrägen waren teilweise kalt und es zog Luft aus den Steckdosen. Die Dämmung war teilweise nicht mehr da, runtergerutscht etc…

    Kauf dir mal ein einfaches Infarotthermometer und gehe die Schrägen innen damit ab. Vorher änderst du noch die AT/RT Werte in Ubakus so wie es aktuell bei dir ist und dann hast du auch einen Anhaltspunkt wo die Oberflächentemp ungefähr sein sollte. Wichtig ist, das AT/RT mind 24h halbwegs unverändert sind, und keine Sonne aufs Dach scheint…

    gruesse
     
  20. Knebel

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    Also wer die Lage auf dem Energiemarkt und die zukünftigen Preise für heizen noch nicht gesehen hat der verpennt die Zeit .............
     
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