Altbau Hausanschluss - 30kw ausreichend?

Diskutiere Altbau Hausanschluss - 30kw ausreichend? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, es geht um die Verlegung unseres Hausanschlusses (EFH 135m2) vom EG in Keller. Der Versorger war heute da und hat sich alles angesehen und...

  1. #1 Strobel, 18.03.2019
    Strobel

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    Hallo,

    es geht um die Verlegung unseres Hausanschlusses (EFH 135m2) vom EG in Keller. Der Versorger war heute da und hat sich alles angesehen und meinte, dass die Umlegung kein Problem sei, aber der direkte Kabelanschluss ans Haus auch erneuert werden muss, da Feuchtigkeit um das Kabel zu sehen bzw. zu fühlen ist. Laut seiner Aussage muss ich die Kosten dafür nicht übernehmen.

    Nun habe ich von ihm ein Formular zur Angebotsanfrage bekommen für die Umlegung vom EG in Keller. Dort steht u.a.:
    - bis 30 kW ohne Berechnung
    - bis 40 kW 310,30 Euro 369,26 Euro
    - bis 50 kW 620,60 Euro 738,51 Euro
    - bis 60 kW 930,90 Euro 1.107,77 Euro

    Meine Fragen:

    Reichen die 30kW aus? Ausstattung: Gas Heizung mit Solarthermie, einfache KNX Ausstattung, Starkstromleitung in Schuppen). Reichen die 30kW auch für die Zukunft? Bspw.: E-Tankstelle?
    Lese oft das 3x63A bei Neubauten Standard sei? Wieviel kW müsste ich da nehmen?

    Kann ich davon ausgehen das keinerlei Kosten auf mich zukommen bei der Erneuerung des Kabels?

    Danke und viele Grüße
     
  2. #2 simon84, 18.03.2019
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    230x3xSicherung

    Beispiel: 230x3x32A = 22,08 kW ; 230x3x63A = 43,47 kW

    Würde definitiv als Absicherung 3x63A also 44 kW wählen für Zukunftssicherheit (E-Autos usw.)
     
  3. #3 petra345, 11.04.2019
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    Nach Anhang A in VDE 0100-18015-1 wird bei einer Wohnung eine Leistung von 15 kW ohne WW-Bereitung angesetzt. Mit WW sind es 35 kW und die Sicherung liegt bei 50 A.

    Wenn ein Elektroauto dazukommt, muß man diese Darstellung ändern.
    Wenn auch nur die Hälfte der Bewohner abends ein Elektroauto aufladen wollen, reichen die Kabel in allen Ortsnetzen und auch die Hochspannungsleitungen über Land überhaupt nicht.

    Das wird Goldgräberstimmung bei den dafür eingerichteten Betrieben auslösen und die entsprechenden Kosten werden die Strompreise noch einmal explodieren lassen. Mit 29 ct zahlen wir nicht nur die höchsten Preise in Europa sondern auch bereits das vierfache gegenüber der Zeit vor der "Energiewende" ohne daß sich die gewünschte CO2-Einsparung eingestellt hätte.

    Freileitungen könnte man relativ leicht verstärken. Die wegen "Elektrosmog" unterirdisch verlegten Leitungen wird man für sehr viel _Geld austauschen oder durch weitere Leitungen verstärken müssen. Die Schneise dafür wird entsprechend breiter.
     
  4. #4 Baggerbedrieb, 22.05.2019
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    Für Elektroautos baut man sich einen Solarspeicher in den Keller und Photovoltaik aufs Dach ;-) ...


    Schon habe ich kein Problem mehr mit dem Leitungsnetzt.

    17m² aktueller Module machen übrigens 18.000 Tesla Kilometer im Jahr ... nur mal so als Info am Rande.
     
  5. #5 petra345, 23.05.2019
    Zuletzt bearbeitet: 23.05.2019
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    Klar, abends , nach Feierabend und in der Nacht ladet der Solarspeicher die Autobatterie wieder auf.

    Wer will, sollte ausrechnen, welche Leistung die Kraftwerke erbringen müssen, wenn nur 30 Mio. Elektroautos mit jeweils nur 11 kW geladen werden. Zum Vergleich, Biblis hatte einst zweimal 1,2 GW.

    Zu diesem Schwachsinn der Elektromobilität gibt es ein sehr gutes Video mit Prof. Sinn bei Youtube.



    .
     
  6. #6 petra345, 23.05.2019
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    Die 63 A Sicherung im HAK sind wegen der Selektivität notwendig. Dahinter sitzt dann ein 50 A SLS Schalter und dahinter kommen schon 32 A LS-Schalter.
    Die früher üblichen 32 oder 35 A Schmelzsicherungen schalten erst beim 8-fachen Strom ab, LS-Schalter können im Kurzschlußfall schon beim 5 fachen Nennstrom abschalten.

    Aus diesem Grunde bevorzugt man LS-Schalter statt der zuverlässigeren Schmelzsicherungen

    .
     
  7. #7 hellobello, 02.06.2019
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    Ein Normales Haus ist mit 25 A Vorsicherungen ausgestattet im Vorzählerbereich 20kw!

    30 KW Reicht allemal
     
  8. #8 Lexmaul, 02.06.2019
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    Unsinn, das ist kein Standard mehr - schon lange nicht.
     
  9. #9 chillig80, 02.06.2019
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    Es ist einfach so, die hohe Politik hat das E-Auto versprochen und wenn die Leite jetzt keine E-Autos kaufen, dann wird man bald allerlei blödsinnige Vorschriften erlassen um das Thema doch noch retten zu können.

    Man muss da mit allem rechnen, als Hausbesitzer sowieso (da bist ja aus sozialistisch-zeitgeister Perspektive eh nur ein Feind den es zu bekämpfen gilt) und ich würde an deiner Stelle jetzt den etwas größeren Anschluß nehmen. Dann kannst im grünen Notfall dein Ladegerät anschliessen und hast deine Pflicht erstmal getan.
     
  10. #10 hellobello, 03.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2019
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    In Österreich ist es Standard bei Einfamilienhäuser

    Die VW Ladestelle braucht 11 kW ?
    Wenn der Hausanschluss 30 her (Vorzählersicherung 32 A?) gibt kann man auch noch Leicht eine 20 kW Ladestelle betreiben ohne auf Licht Herd Waschmaschine usw zu verzichten

    Aber wenn man vom Optimum ausgeht dann sollte man einen 60 kW Anschluss nehmen dann ist das Auto eben in einer Stunde voll falls unterstützt

    CHAdeMO – Wikipedia
    bei CCS 2.0 das gleiche

    "
    • bis 50 kW – bis 500 V DC Ladespannung, bis 125 A Ladestrom (typische CHAdeMO-Ladesäule, größte Verbreitung)
    "

    Ich würde den Tausender investieren
    Stellt zukünftig auch einen Mehrwert der Immobilie dar

    Finale Kosten? keine Ahnung zumindest in Österreich zahlt man Kabel und Grabarbeiten selbst
     
  11. #11 petra345, 03.06.2019
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    Wenn die angestrebten 1 Mio. Elektroautos nach Feierabend mit lediglich 11 kW an der Steckdosen aufgeladen werden (sollen) entspricht der Leistungsbedarf einer Kraftwerksleistung von 11 Kraftwerken der Größe von Biblis.
    Wir haben aber heute bereits 50 Mio. Autos die elektrisch betrieben werden sollen. Macht 500 Kraftwerke der Größe von Biblis.

    Die Leistung eines Kraftwerkblocken von Biblis wäre ausreichend gewesen, das gesamte Rheinwasser auf 600 m Höhe zu pumpen. Die Fischen müssen dann mit nach oben, den unten ist kein Wasser mehr im Rhein.

    Man könnte auch sagen, das sind 40% mehr als die Leistung, die einst beim Abschalten der Leitungen zur Ausfahrt des Kreuzfahrtschiffes aus der Meyer-Werft einen Stromausfall für mehrere Stunden bis nach Spanien verursachte.

    Das würde sich dann jeden Tag ereignen können.

    Also vergesst das Elektroauto. Es ist nur möglich mit einer Brennstoffzelle und Wasserstoff als Treibstoff, erzeugt aus überschüssiger Windenergie. Aber selbst dazu wäre es notwendig die Anzahl der Windenergieanlagen zu verzehnfachen, um nur den Wasserstoff für den Verkehrsbedarf zu decken.

    Der Rest ist für Leute, die Freitags die Schule versäumen und nicht Rechnen gelernt haben.


    .
     
  12. #12 Lexmaul, 03.06.2019
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    Zum Glück sterben so Dinosaurier wie Du, Petra, einfach aus. Und keinen kümmert es dann :)
     
  13. #13 chillig80, 03.06.2019
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    Das ist alles vollkommen richtig. Nur ist das den Tagträumern in Berlin doch vollkommen egal. Wenn der Absatz von E-Autos nicht bald stark anzieht, dann wird man „Schuldige“ suchen und da gehören dann wohl die Hauseigentümer ohne Ladegedöns ganz vorne mit dazu...
     
  14. #14 hellobello, 04.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 04.06.2019
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    Welche Lobby wohl dahinter steckt im sinne das E Autos so sauber sind

    Was man noch dazu bedenken muss ist die AKKU Entsorgung :yikes

    Naja vielleicht bekommt jeder einen Kilo Atomabfall gratis dazu beim Auto :offtopic::bierchen:
     
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Altbau Hausanschluss - 30kw ausreichend?

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