Altbau, Keller abdichten, Horizontalsperre

Diskutiere Altbau, Keller abdichten, Horizontalsperre im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, haben folgende Fragen zu altbekannten Thema Kellerabdichtung im Bestand: 1. kennt jemand eine geeignete Bohrlochinjektion oder...

  1. #1 werkstadt, 19. Mai 2008
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    Hallo zusammen,
    haben folgende Fragen zu altbekannten Thema Kellerabdichtung im Bestand:
    1. kennt jemand eine geeignete Bohrlochinjektion oder Alternativen, um Stampfbetonkellerwand (45cm) aus 50ern horizontal abzudichten? 2. Macht andernfalls nur Abdichtung von außen mit Dickbeschichtung und Perimeterdämmung ohne Horizontalsperre Sinn ? (wahrscheinlich Lastfall aufstauendes Sickerwasser, ggf. nichstauendes Sickerwasser) Bohrlochinjektion ist ja ohnehin sehr aufwändig. Derzeit ca. 85 % Feuchtigkeit laut Messgerät.
    3. Macht Drainage Sinn, wenn nur in Teilbereichen abgedichtet werden soll (dort wo Wohnräume sind), Keller geht zur Gartenseite ebenerdig heraus, also ein Geschoss Versprung ?
    4. wird für Aufbau KMB + Perimeterdämmung zusätzlich Drainmatte-/Vlies benötigt oder genügt Noppenbahn ?
    5. Besteht Grundbruchgefahr auch dann, wenn nur bis auf die laut DIN erforderlichen 10cm unter Fundamentoberkante abgegraben wird, ich möchte ohnehin jeweils nur ca. halbe Wand abgraben ?
    Wenn jemand nur Antworten zu einzelnen Fragen hat, auch ok. Danke.
     
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  3. Robby

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    85% Feuchtigkeit im Baustoff? Ich denke doch mal eher Raumluft!

    Mhhh Horizontalabdichten von dem Streuselkuchen? Geht da im Mauersägeverfahren was? Mehr wehren wie ein normales kräftiges Mauerwerk wirds sich wohl auch nicht.

    Na derLastfall wäre wohl recht entscheidend. Bei normaler Bodenfeuchte brauchts auch keine Dränung, die in Höhenversprüngen eh nicht wirklich zu realisieren ist und wohin soll die denn ableiten?

    Wenn KMB ist diese zu schützen, das würde schon durch die Dämmung geschehen ein gleitender Anfüllschutz wäre dann die (Noppen von der Wand) Noppenbahn.

    Grundbruch würde ich so nicht beurteilen wollen, ohne Ortskenntnis über Zustand und Ausführung der Gründung.
     
  4. #3 werkstadt, 20. Mai 2008
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    85% Mauerfeuchte, keine Luftfeuchtigkeit (ca. 55 %). Schäden sind innen trotzdem noch nicht aufgetreten. Mauersägen geht leider nicht, da innen schon alles renoviert. Nach Rücksprache mit Deitermann könnte Adexin HS2-Injektion funktionieren, wenn kapillare Wirkung des Beton vorhanden. Wenn nicht, kann ohnehin keine Feuchtigkeit aufsteigen. Werde wohl mal ein Stück rausschneiden und überprüfen.
    Drainage könnte zum tiefer liegenden Garten in Art Vorfluter entwässern. Bleibt die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Muß wohl auch da erst Boden näher untersuchen.
    Weitere Frage: EPS(günstiger) oder XPS(besser ?) als Perimeterdämmung.
     
  5. Robby

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    Jetzt mal im Ernst! Wie sollen bitte 85 Vol% Feuchte im Baustoffe gerkommen?

    Selbst Frischbeton hat davon nur einen Brúchteil! Beispiel: " Es wird ein Stück der Wand 0,5 * 0,5 * 0,4 m = 100 dm³ entnommen

    Selbst bei großzügiger Sättigung wiegt das Stück bei 2,8 kg/dm³ = 280kg

    danach wird die Probe gedarrt= Absolut getrocknet und die Probe wiegt dann noch die restlichen 15% = 42kg?

    Sicher nicht!

    Sowas macht man vorher per Bauwerksanalyse dann wäre das die Sättigung des kapillaren Porenanteiles an dem natürlich dann direkt neben der Sättigung der Kapillare festgestellt werden würde ob Kapillare da sind die verschlossen werden können!

    Die Voruntersuchung halte ich für wenig Aussagekräftig um ein Sanierungskonzept zu erstellen!
     
  6. #5 werkstadt, 20. Mai 2008
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    dann muss das Mauerfeuchtemessgerät wohl defekt gewesen sein. Erstaunlicherweise hat der Heizungsbauer mit seinem Gerät das gleiche gemessen. Ist aber auch nicht so wichtig. Da ich die beheizten Bereiche ohnehin von außen dämmen möchte und somit abgraben muß, mach ich auch gleich eine Beschichtung. Bleibt die Frage des besten Aufbaus und der Horizontalsperre sowie Drainung.
     
  7. Robby

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    Nee liegt nicht am Defekt, sondern am Prüfverfahren... da gibt es keine Umrechnungsmöglichkeit in Vol% das ist der Hintergrund... es wird lediglich die elektrische Leitfähigkeit in irgendeinem Verhältnis angegeben ;)

    Wenn die Abdichtung entsprechend DIN 18195-6 und der KMB-RiLi dem Lastfall:" Zeitweise drückendes Wasser aus aufstauendem Sickerwasser" entspricht bedarf es keiner Dränung.

    Bei soetwas IMMER genauer Untersuchen, Möglichkeit einer Kapillarporen verengender Injektion prüfen (lassen).

    Richtigerweise sagt Deitermann: Keine kapillaren Poren = Keine Kapillarfeuchte
    Kapillare Poren = Möglichkeit des Prenverschlusses.

    Kostet zwar im Vorfeld, jedoch gibt es ein zufriedenstellendes Ergebnis!

    Das alleinige Prüfen mit einem Widerstandsmeßgerät misst vor allem auch eine Belastung der vorhandenen hygroskopischen Salze mit... und ist wenig - nicht brauch/ verwertbar
     
  8. #7 werkstadt, 20. Mai 2008
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    Antwort beruhigt mich ja gewissermaßen: Gerät nicht defekt und Mauer ggf .gar nicht so feucht, wie gesagt, bisher innen keine sichtbaren Schäden.
    Laut Originalbauschreibung aus 1956 gibt es auch eine - sicherlich nicht mehr funktionierende- Abdichtung (ich schätze mal Teeranstrich).
    Drainage dachte ich, um ggf. auch Gefahr der aufsteigenden Feuchte über Fundamente abzumildern, wenn Horizontalsperre nicht funktioniert...
    - noch Meinungen zu EPS, XPS ?
     
  9. Robby

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    Ne Ne eine Dränanlage schafft nur das aufstauende Wasser weg, kapillare Feuchte gibts ja trotzdem...

    Richtig, Gerät nicht Defekt nur nicht Aussagekräftig ;)

    Ich bin wegen der Feuchtebeständigkeit und der höheren Druckfestigkeit für XPS mit Gleitbahn
     
  10. sepp

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    dann mach bloß keinen fehler und grabe nicht deine kellerwand frei !
    wo steht dein haus?
    wenn du bindigen boden hast und grundlos deine haus freilegst, besteht die gefahr, daß du dir eine wanne zauberst, deren füllwasser schön unter die bopla drückt. die drainage hat irgendwann keine funktionstüchtigkeit mehr und schwupps haste den salat.
    glaub mir, mir haben schon ein paar odenwälder altbaubesitzer ihr leid geklagt.
    das schöne :cool: daran ist, in den ersten jahren ist wirklich ruhe.
    in der länge oder in der höhe?
     
  11. sepp

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    ach ja..
    nette sachen macht ihr da aus MA.
    ich war mal ein paar jahre bei schwöbel+prof.mutschler
     
  12. #11 werkstadt, 21. Mai 2008
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    hallo Sepp,
    mein Haus steht in Ludwigshafen-Friesenheim. Wie auch in Mannheim sind hier alle Grundstücke mal um ein Geschoss aufgefüllt worden, um aus den ehemaligen Moorgebieten brauchbare Baugrundstücke zu gewinnen.
    Ich wollte an zwei Längsseiten jeweils die Hälfte abgraben, da dort ohnehin wegen beheizten Räumen eine Dämmung fällig ist und ich mittelfristig Feuchteschäden erwarte. In den nicht beheizten Räumen gibt es nämlich teilweise schon Salzausblühungen.
    Zum Garten liegt eine Kellerwand komplett ebenerdig im Freien, da abschüssiges Gelände. Ich wollte eigentlich mit Ausbubmaterial auch wieder verfüllen, um annähernd gleiche Bodenqualität zu behalten und nicht austauschen zu müssen. Ich weiß nur, dass zur Bauzeit (1956) bei unserem Haus auch schon (z.T. zumindest) Kies zum Verfüllen genommen wurde, auch unter der Bodenplatte (konnte ich sehen, als mal Loch gestemmt werden mußte). Von daher hoffe ich mal, Wannenproblem nicht zu bekommen !?
     
  13. sepp

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    na dann iss gut.
    von injektionen halte ich nicht viel, wenn man an die aussenwände kommt.
    problematisch wirds, wenn die feuchtigkeit von unten kommt und bisher an der kellerwand ok gelände wieder entweicht. wenn du die wand abdichtest kanns passieren, daß die feuchtigkeit keinen anderen weg sucht als ins innere. in dem fall wäre eine zusätzl. injektion vielleicht sinnvoll.
    aufpassen auf eventuelles hangwasser, dessen abführung sollte gut durchdacht sein.

    "off topic" sag mal, hast du dich früher in schwetzingen rumgetrieben?
    dein gesicht kommt mir so bekannt vor.
     
  14. #13 werkstadt, 21. Mai 2008
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    hallo sepp,
    nicht das ich wüßte. muss wohl ein Doppelgänger gewesen sein. bin vor ein paar Jahren aus`m hohen Norden zugewandert ...
     
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  16. #14 Bernd Cramer, 21. Juni 2008
    Bernd Cramer

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    Auch wenn Robby das schreibt. Bei Außenabdichtungen Finger weg von der Noppenbahn.
    Die einlaggige Noppenbahn hat nichts an der Außenabdichtung verloren. Nehmen Sie eine geprüfte 3-lagige Bahn (Deitermann Montapaneel DM) ordentliche Perimeterdämmung.

    Gruß
    Bernd
     
  17. Robby

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    Auch andere Hersteller haben geeignete Produkte.

    Auf eine Perimeterdämung (Welche eigentlich schon eine Schutzschicht darstellt!) brauche ich gar keine Noppenbahn mehr...

    Je nach Anfüllmaterial könnte ich direkt gegen die Dämmung anfüllen oder lediglich eine Gleitfolie (Noppenbahn mit Noppen von der Wand!) würde ausreichen
     
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