Altbau - Potentialausgleich, Erdung im Keller über Erdspieß vertikal

Diskutiere Altbau - Potentialausgleich, Erdung im Keller über Erdspieß vertikal im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Experten, unser Häuschen (BJ 1950) erfährt derzeit gerade eine partielle Generalsanierung. Aktuell steht nun die Elektroinstallation aller...

  1. IngoP

    IngoP

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    Hallo Experten,

    unser Häuschen (BJ 1950) erfährt derzeit gerade eine partielle Generalsanierung. Aktuell steht nun die Elektroinstallation aller Räume am Plan. Nachdem das Haus bislang eine Erdung über die teilweise noch vorhandenen Metallwasserleitungen erfolgt, muss diese nun auch neu gemacht werden.
    Hier habe ich ein paar Ideen und bitte euch um euren Input. Mit drei heimischen (AT) "Elektrofachfirmen" hatte ich dieses Thema im Zuge von Angebotslegungen bereits diskutiert, die Antworten bzw. Lösungsvorschläge lagen zwischen "könnte funktionieren, mach mal" über "möglich, wir machen aber nur nach ISO haumichtot" bis hin zu "bist du von allen Geistern verlassen, spinnst?"

    Folgende Idee steht zur Diskussion.
    Das Haus ist ein freistehendes EVH mit etwa 10m Seitenlänge. Durch die Außenanlage (Pflasterung) und mehrere frühere Anbauten am Haus sowie der neuen Fassade können wir keine Ringerdung oder Tiefenerder mehr außen verbauen.
    Im Keller würden wir nun an drei Seiten etwa ein Meter unter der Erdoberfläche die Tiefenerder mehr oder minder vertikal (mit zB 30° Neigung) über die Kellerwände einige Meter in die Erde treiben. Sprich dazu ein 10er-Loch durch die Wand bohren und daruch dann die Tiefenerder eintreiben. Bei jedem Loch ein, zwei oder drei Tiefenerder in jeweils einem etwas anderen Winkel. Die Anzahl der Stäbe richtet sich nach meßtechnischen Wert, der sich aus der dann jeweiligen Erdungsmessung ergibt.
    Alle Erder würden dann auf dier Potentialausgleichschiene hängen. Die Löcher in den Wänden würden dann mit Brunnenschaum wieder verschlossen werden.

    Rein technisch sollte das funktionieren, was hält ihr davon?

    Vielen Dank für eure Gedanken

    Viele Grüße

    Ingo
     
  2. #2 Dipol, 28.04.2020
    Zuletzt bearbeitet: 28.04.2020
    Dipol

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    Bei einem freistehenden EFH ist ein Ringerder und noch mehr der Einbau eines Tiefenerders möglich. Da ist somit keine Frage des Könnens sondern des Wollens. Bei allen Vorteilen eines Ringerders: Der ist weder normativ gefordert noch nötig.

    Wenig, weil unnötig aufwändig.

    Es wird doch innen oder außen möglichst nahe zur HES eine Stelle geben an der man einen zur Reihe IEC 62305 und IEC 60728-11 konformen Erdspieß mit 2,5 m erdfühliger Mindestlänge (außen + 0,5 m Kopfversenkung und mind. 1 m Wandabstand) oder gar im Blitzschutzbau nur noch empfohlenen 9 m Länge setzen kann ohne eine Versorgungs- oder Abwasserleitung zu zerstören.

    Mit nur 30° Neigung durch die Kellerwand eingetriebene Erdspieße bezeichne ich eher als Oberflächenerder und die müssen doppelt so lang wie echte Tiefenerder sein um (außerhalb aufgefüllter Arbeitsraumbereiche) den gleichen Erdausbreitungswidersstand zu erreichen. Dafür wäre normativ mind. 0,5 m Frosttiefe und mind. 1 x 5 m Einbaulänge (gerechnet ab 1 m Wandabstand) in gewachsenem Boden ausreichend. Bei einem Altbau Bj. 1950 ist noch Erdermaterial aus St/tZn zulässig, NIRO, Werkstoffnummer 1.4571 (V4A) aber zweifelsfrei sinnvoller und bei der Kunstlösung durch die Wand verbietet sich feuerverzinkter Stahl von selbst.

    EDIT:
    Einen durch die Wand horizontal eingetriebenen Erdspieß könnte man als erdfühlige Zuleitung zu einem Tiefenerder außerhalb gepflasteter Flächen verwenden.
     
Thema: Altbau - Potentialausgleich, Erdung im Keller über Erdspieß vertikal
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