Altbau und Fußbodenheizung?

Diskutiere Altbau und Fußbodenheizung? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Experten, ich bräuchte mal wieder einen freundlichen Blick in Eure Glaskugeln. :Brille Was bisher geschah: Ich bin auf der...

  1. #1 Vorgartenzwerg, 30.07.2008
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    Hallo liebe Experten,

    ich bräuchte mal wieder einen freundlichen Blick in Eure Glaskugeln. :Brille

    Was bisher geschah:
    Ich bin auf der Suche nach einer Gebrauchtimmobilie.
    Derzeit ist ein Objekt in der engeren Wahl, das ziemlich
    viel Potenzial hat (Lage, Größe, Grundstück), aber auch
    ziemlich viel Investition verlangt.

    Leider habe ich von der Materie keine Ahnung. Natürlich werde
    ich dazu auch Fachleute vor Ort befragen wollen. Um aber wenigstens
    mal ein ganz grobes Gefühl für Kosten zu bekommen, dachte ich,
    ich versuch's hier in der Schätz-Ecke. ;)
    Mir geht es wirklich nicht darum, auf den Hunderter genau zu wissen,
    was es kosten wird! Hausnummer "von bis" reicht.

    Unser Plan wäre (den Erwerb des Hauses vorausgesetzt), die 12 Jahre
    alte Ölheizung erst Mal noch zwei, drei Jahre weiter zu betreiben, sofern
    die Abgaswerte und der Schornsteigfeger mitspielen. Danach würden
    wir auf Erdwärme* umsteigen wollen.

    Deshalb die Idee, in der Phase der Bodenaufarbeitung gleich eine
    Fußbodenheizung einzubauen, die dann zukünftig auch mit dem Erdwärme-
    Konzept arbeiten kann.

    Da gibt es natürlich Fragen über Fragen:
    1. Was kostet der Einbau einer FBH?
    2. Kann ich diese FBH erst mit einem alten Ölbrenner und
    später mit Erdwärme betreiben?
    3. Geht FBH über zwei Stockwerke?
    4. Ist es überhaupt ratsam einen Altbau (BJ ca. 1920) mit
    FHB auszustatten?
    5. Sind Niedertemperatur-Heizkörper eine Alternative, auch preislich?

    Leider weiß ich im Moment nichts Konkretes zum Bodenaufbau.
    Die Kellerdecke ist Beton mit Eisenträgern. Was noch darüberliegt?
    Keine Ahnung. Wie die Decken zwischen EG und OG, bzw. DG sind,
    weiß ich überhaupt nicht. Neuer Estrich ist wohl auf jeden Fall nötig.

    Ich danke für Eure unverbindlichen Antworten.:konfusius
    Vorgartenzwerg

    *Erdwärme ist für uns langfristig (ca. 30-40 Jahre Wohnzeit geschätzt)
    Pflichprogramm. Deshalb beharre ich darauf. Aber ja, ich werde, wenn es
    nach dem zweiten Besichtigungstermin immer noch bei dem Haus bleibt,
    eine Kosten-Nutzen-Analyse vom Energiefachmann machen lassen.
    Nur, falls jemand fragt. ;)
     
  2. Julius

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    Ein kleiner Ideologe? Soso...

    Aber wenn Kosten kleine Rolle spielen, ist fast alles machbar! :p

    1920 ist vom Generellen her grad an der Grenze zwischen "ziemlich alt, aber grundsolide" und "ziemlich alt und auch noch windig gebaut".
    Daher müßte erst einmal eine umfassende Bestandsaufnahme erfolgen.

    Vermutlich ist eine gute nachträgliche allseitige Wärmedämmung (ggf. icl. Erneuerung der Fenster) wesentlich wichtiger (und effektiver) als eine veränderte Heizanlage.
    Und sie sollte VOR jener gemacht werden. Dann kann man die neue Heizung nämlich gleich auf die (dann wesentlich verringerte) Heizlast auslegen!

    Zu Deinen konkreten Fragen:
    Geld. Vermutlich vier- bis fünfstellig. Leider hast Du uns nichtmal die Größe der Hütte verraten...

    Ja. Mit gewissen anlagentechnischen Anpassungen. Ob das sonderlich sinnvoll ist, wäre ne andere Frage.

    Nein, die wird nicht über die Treppe gezogen, sondern in jedem Stockwerk separat verlegt.

    Ja, insbesondere wenn man Wärmepumpe /Erdwärme nutzen möchte.
    Voraussetzung für eine wirtschaftliche Auslegung ist aber eine verringerte Heizlast (Dämmung nachrüsten).

    Müßte man rechnen. Dürften in Deinerm Fall etwas billiger in der Anschaffung sein, aber dafür höhere Betriebskosten verursachen.


    Meine Glaskugel sagt außerdem, daß Ihr zum zweiten Besichtigungstermin unbedingt nen altbauerfahrenen Fachmann (von Euch bezahlt) mitnehmen solltet!
     
  3. #3 Vorgartenzwerg, 30.07.2008
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    Hallo Julius,

    vielen Dank für den fluxen Blick in Deine Kugel. ;)

    Das wär schön. Aber dann würd' ich gar nicht fragen. :p
    Im Gegenteil: die Kosten sind das einzige potenzielle K.O.-Kriterium
    an diesem Angebot. Sonst wär's schon meins. :cry

    Ich tippe auf Ersteres, aber Details wird es am Wochenende geben.
    Und eine umfassende Bestandsaufnahme (mit einem von mir beauftragten (Fachmann)
    soll es auch noch geben.

    Ja, die Heizung als solche soll erst in 3-4 Jahren ein Thema werden.
    Dämmung/Fenster wären als erstes dran.
    Da wir aber die Böden neu machen müssen, denke ich jetzt schon an
    an später und plane für die Erdwärme eben eine FBH.

    Ups. :o
    So ca. 120 qm auf drei Etagen verteilt.
    Wobei das DG evtl. erstmal hintenan stehen muss.

    Wie gesagt, ich denke eben schon an die Umrüstung und würde es gerne
    vermeiden, die Böden inkl.Estrich zweimal innerhalb kurzer Zeit aufzureißen.
    Deshalb die Frage, ob der Öler auch FHB kann.

    Aha. Wieder was gelernt. Danke.

    Das ist, wie gesagt, klar.

    Mhm, muss man dann eh mit einem Fachmann vor Ort durchrechnen.


    Der ist für den dritten Termin geplant, so es denn einen dritten gibt.
    Jetzt dürfen wir erstmal Einblick in ein Gutachten nehmen, dass der
    Verkäufer in Auftrag gegeben hat. :e_smiley_brille02: Mal sehen,
    ob uns das weiterbringt.

    Laut Makler sind da schon Dinge durchgerechnet, die als erstes in Stand
    gesetzt werden sollten...ich bin gespannt, ob ich dann immer noch
    Interesse habe. :eek:

    Vielen Dank schonmal für Deine Anmerkungen,
    Vorgartenzwerg
     
  4. R.B.

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    :bounce:

    Der war gut.

    Also beginnen wir von vorne.
    Zuerst einmal sollte die Heizlast bekannt sein. Das kann man rechnen. Dafür braucht´s aber Daten (Dämmung, Wand/Bodenaufbau etc.). Dann wird basierend auf der Heizlast die FBH raumweise gerechnet. Daraus ergibt sich dann unter anderem der Verlegeabstand.

    Erst wenn diese Details bekannt sind, kann man einen ersten Preis kalkulieren. Ansonsten Pi*Daumen so zwischen 40,- €/qm und 60,- €/qm.

    Ein typischer Aufbau wäre:
    Wärmeerzeuger im Keller, in jedem Stockwerk ein Heizkreisverteiler. Alle Heizkreisverteiler über eine gemeinsame Stammleitung an den Wärmeerzeuger im Keller angebunden.

    Damit die FBH auch für eine WP optimal funktioniert, sollte man bei der o.g. Berechnung auf niedrige Systemtemperaturen achten. Daraus ergibt sich ein geringerer Verlegeabstand und somit ein etwas höherer Preis/qm.

    Ob Du dann eine Gastherme, einen Ölkessel oder eine WP an die FBH hängst, ist zuerst einmal zweitrangig.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #5 Vorgartenzwerg, 31.07.2008
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    Guten Morgen Ralf,

    vielen Dank auch für Deine Anmerkungen. :)

    Klar weiß ich, dass man eigentlich viel mehr
    wissen muss, um etwas Konkretes zu den Kosten
    zu sagen. Aber das erfahre ich erst am Wochenende -
    nur kann ich es kaum erwarten...am liebsten würde
    ich schon das Parkett kaufen gehen. ;)

    Aber: wenn ich über das Gutachten und grobe Schätzungen
    schon absehen kann, dass das Haus doch meine geplanten
    Ausgaben übersteigt, muss ich eh einen Haken dran machen.

    Und dieses In-der-Luft-Gehänge und Warten nervt. :motz :p
    Deshalb versuche ich, Klarheit über bestimmte Konzepte zu
    bekommen (z. B. FHB erst mit Öl, dann mit Erdwärme).
    Und will über grobe Schätzungen möglichst früh ein Gefühl für
    die zu erwartenden Investitionen bekommen.

    Gut, dass es Euch und Eure Glaskugeln gibt. :konfusius

    Einen schönen Tag,
    Vorgartenzwerg
     
  6. #6 ridgeback, 02.11.2009
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    Und wie ist es weiter gegangen?

    Hütte gekauft? Schon bereut, oder voll zufrieden?
     
  7. #7 Vorgartenzwerg, 03.11.2009
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    Wir sind uns preislich nicht einig geworden.
    Ein knappes 3/4 Jahr später hätte es gepasst,
    aber da hatten wir schon was anderes gefunden,
    was jetzt "unser Häuschen" ist...

    Voll zufrieden. Nix bereut. :28:
     
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