Altbau Wärmepumpe?

Diskutiere Altbau Wärmepumpe? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, es geht um ein Mehrfamilienhaus (8 Parteien ca. 540 m²) aus dem Baujahr 1965. 2017 wurde eine neue Gasbrennwerttherme als Zentralheizung...

  1. #1 Cello88, 01.10.2021
    Cello88

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    Hallo,

    es geht um ein Mehrfamilienhaus (8 Parteien ca. 540 m²) aus dem Baujahr 1965. 2017 wurde eine neue Gasbrennwerttherme als Zentralheizung installiert. Der Dachboden ist gedämmt. Ich würde gerne den Energieverbrauch reduzieren bzw. auf erneuerbare Energien umstellen ohne eine Außendämmung vorzunehmen, da das Haus verklinkert ist und die damit verbundenen Kosten erheblich sind.

    Jetzt meine eigentliche Frage: Wäre ein Hybridsystem aus der vorhandenen Gasbrennwerttherme und einer solar betriebenen Wärmepumpe eine Möglichkeit die Energiekosten zu reduzieren?



    Viele Grüße
     
  2. #2 Gast85808, 01.10.2021
    Gast85808

    Gast85808 Gast

    Damit reduziert man aber nicht den Energieverbrauch. Er wird nur verlagert. Und auch eine WP mit PV setzt eine gewisse Investitionssumme voraus.

    Um das alles zu beurteilen, müssen Daten bekannt sein. Dann gibt es Menschen dafür - nennen sich Energieberater - die ein Konzept entwickeln. Alles andere ist Kokolores.
     
  3. BaUT

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    Tja - dann wird es aber kalt in der schlecht gedämmten Bude.

    Was fahrt ihr denn zur Zeit für Vor- und Rücklauftemperaturen in euerm Heizsystem?
     
  4. #4 nordanney, 01.10.2021
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    Den Endenergieverbrauch reduzierst Du mit einer neuen Heizung gar nicht. Das funktioniert nur mit Dämmung/neuen Fenstern usw.
    Das ist doch schon top!
    Was hat die Verklinkerung mit den Kosten zu tun? Die sind nicht wirklich anders als bei einem verputzten Haus.
    Äh, im Winter und nachts bleibst Du dann bei Gas und im Sommer bzw. wenn es sonnig genug ist, heizt Du mit der WP? Grds. Unsinn.
    Du willst also, um nur wenige Euro Verbrauchskosten zu sparen, die Du noch nicht einmal selbst hast!, richtig Kohle raushauen?

    Lass das System wie es ist. Denk über effizientere Heizkörper nach, damit die VL- Temperatur etwas runter kann.
     
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  5. #5 ScottyToronto, 01.10.2021
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    Würde hier auch sagen, das das Geld am falschen Ende genutzt wird. Was interessiert es, wenn man mtl. 5-10 € weniger Heizkosten hat, dafür aber für 15.000 € oder mehr nachrüstet? Bis sich das Ding amortisiert dauert es Jahre. Zumal die Kosten für Heizung etc ja die Mieter tragen.
     
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  6. #6 Fabian Weber, 01.10.2021
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    Bei einer 4Jahre alten Heizung würde ich jetzt erstmal gar nichts machen.

    Du solltest eher die 8 Parteien dazu bringen im kommenden Winter die Heizkurve mittels thermischen Abgleich soweit wie möglich runterzubringen.

    In der neuen Wärmepumpe steckt ja auch erstmal ne Menge CO2, was bei einer nur teilweise stattfindenden Benutzung erstmal wieder ersetzt werden müsste.
     
  7. #7 Tambour1812, 02.03.2022
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    Wir stehen vor einem ähnlichen Problem, von Öl auf Wärmepumpe. Der Energieberater hat 16Kw pro m2 und Jahr nach der energetischen Sanierung ausgerechnet. Jetzt soll es neue Systeme mit einer Vorlauftemperatur von bis zu 70°Grad geben. Flächenheizung kommt wegen der Treppenanlage und des Fussbodenaufbaus nicht in Frage, daher Radiatoren. Wenn ich die Heizlast nun genau berechnen lasse und wir auf die 13KW kommen, die diese Wärmepumpe schafft, geht das dann gut oder muss ich mit einem kalten Haus rechnen wenn es so schnapp - ab ist? Gasanschluss liegt zwar an, aber ich bräuchte soviel Solar auf dem Dach um Förderfähig zu bleiben, das ich das DAch vergolden könnte. Hat jemand bereits Erfahrungen mit den neuen Wärmepumpen im Altbau gesammelt?
     
  8. #8 nordanney, 02.03.2022
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    Viele WPs schaffen ordentliche VL-Temperaturen. Bei richtig hohen Temperaturen, so wie Deine 70 Grad, sagt man umgangssprachlich "Tauchsieder" dazu. Es bleibt dabei, dass eine effiziente WP vernünftige VL-Temperaturen benötigt. Und "die neuen" WPs gibt es nicht.

    Ich hoffe, Du hast ein gutes Einkommen, denn wenn Du so eine hohe VL-Temperatur benötigst, bauchst Du es auch :winken.

    Wenn Du am Ende mit 45 Grad Vorlauf auskommst, kann man damit leben. Alles was höher ist, macht kaum noch Sinn.
     
  9. Piofan

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    Bei den VL Temperaturen würde ich auf eine Brennstoffzellen Heizung gehen. Gerade was mehrere Abnehmer/Wohnungen betrifft.
    Lasst Euch mal in dieser Richtung beraten. Förderungen scheint es dafür auch zugeben.
    Brennstoffzellenheizung: Für wen lohnt sich eine Brennstoffzellenheizung?

    Hat ein Kollege von mir auch in sein "altes" Eigenheim im letzten Jahr verbaut und einen kräftigen Zuschuss vom Land erhalten.
     
  10. #10 msfox30, 23.11.2022
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  11. #11 nordanney, 23.11.2022
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    Ich kann bestätigen, dass auch mit geringem Aufwand eine WP effektiv und effizient in einem nur teilweise sanierten Haus funktioniert (nur Fenster, OG Decke, Kellerdecke und 33er Heizkörper) - VL/RL bei 0 Grad 35/30 Grad.
     
  12. #12 Deliverer, 23.11.2022
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    Das ist eine extra teure Gasheizung. Das wäre das allerletzte, was ich machen würde.
    Und wo wurden denn die Vorlauftemperaturen genannt?

    Was ist denn der aktuelle Gasverbrauch und wie viele m² werden beheizt?

    Hybrid ist immer Quatsch. WP (Kaskade) richtig auslegen lassen, ggf. ein paar HK tauschen, fertig.

    WP im Altbau funktionieren genauso wie im Neubau. Die Energiekosten unterscheiden sich halt: Wer dämmt zahlt weniger, wer nicht dämmt mehr. Wie bei allen anderen Heizungen auch.
     
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  13. Piofan

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    im Beitrag 7 & 8 :e_smiley_brille02:
     
  14. #14 Deliverer, 23.11.2022
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    Die waren nicht vom Themenstarter.
     
  15. Piofan

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    ich hatte mich aber auf diese bezogen,Sorry wenn Du das falsch verstanden hast.
     
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  16. SvenvH

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    Was mir in solchen Beiträgen immer wieder auffällt ist das immer drei Fragen auf unterschiedliche Weise behandelt werden.
    1) Bekommt man einen schlecht gedämmten Albau mit einer WP warm?
    2) arbeitet eine WP im Altbau wirtschaftlich?
    3) wie hoch sind die Anschaffungskosten?
    Allerdings werden nie alle drei Fragen in einem Beitrag beantwortet.
    Denn:
    1) ist ja klar. Wenn die VLT stimmt bekommt man sogar einen Blechschuppen warm.
    2) mit einer JAZ von 3- 4 arbeitet die wohl wirtschaftlich, da Strom bisher immer 3-4 so viel gekostet hat wie Gas.
    3) kostet eine LWWP mit allem nötigen Zubehör schon gut 20k. Also gut doppelt so viel wie eine Gasheizung.
    Interessant wäre mal die Frage:
    Kann man einen schlecht gedämmten Altbau mit einer WP wirtschaflich beheizen wenn man sowohl Anschaffungskosten als auch Betriebskosten betrachtet?
    Da kann sich die Anlage doch garnicht armortisieren. Oder?
     
  17. #17 nordanney, 23.11.2022
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    Was bedeutet "schlecht gedämmt"? Sind OG/Kellerdecke gedämmt und neue Fenster noch schlecht gedämmt oder ist die Immobilie schon gut gedämmt? Denn mit diesen kleinen Maßnahmen bekommst Du bei passenden Heizkörpern und WP im Winter schon Vorlauftemperaturen von 35-38 hin (für 22 Grad Innentemperatur) - effizient und effektiv und warm.

    Ob und wann es sich amortisiert, hängt an ganz vielen Parametern. Anschaffungskosten, alte Anlage muss getauscht werden oder ist nur ein Wunsch, alter Energieträger, PV oder nicht, Prognose der Preisentwicklungen für die verschiedenen Energieträger, EL möglich oder ausschließlich Fremdvergabe, Fördermöglichkeiten

    Damit rechnest Du jedes Projekt schön oder kaputt. Bei der von mir o.g. Variante kostete der Umstieg komplett in EL (Fenster nur teilweise in EL) noch unter T€ 20 - vor Förderung. Und die Heizkosten sind aktuell gegenüber dem Öler aus 1990 massiv gesunken - bei aktuellen Preisen etwa halbiert. Nach Förderung (ja, KfW hat EL gefördert, was ab nächstem Jahr wohl auch wieder geht) amortisiert sich die Umstellung in unter 10 Jahren. Lasse ich alles durch Fachfirmen erledigen und habe eine recht neue und gut funktionierende Heizung, würde ich die Amortisation wohl nicht mehr erleben.

    Aber der finanzielle Aspekt ist der eine. Der Wohlfühlfaktor ist ein anderer. Und da hat die Heizung mit der geringen Vorlauftemperatur einen deutlichen Vorteil, da die Wärme gleichmäßiger ist und sich subjektiv wärmer anfühlt - so berichtet es mir zumindest die Nutzerin.
     
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  18. #18 Deliverer, 23.11.2022
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    Und warum muss sich eine Heizung amortisieren? Wann hatte sich denn die vorherige Heizung amortisiert? Wenn sie kaputt (oder recht alt) ist, wird sie getauscht. Und wer bitte würde dann noch freiwillig eine Gasheizung einbauen?
     
  19. #19 nordanney, 23.11.2022
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    Weil ein freiwilliger Wechsel ohne Not zur WP wirtschaftlich auch sinnvoll sein muss - warum werfe ich eine 7 Jahre alte Gasheizung weg, rüste alles auf WP um und haue Gasrechnungen (bezogen sogar auf die heutigen oder noch steigenden Gaspreise) für die nächsten 40 Jahre raus? Nur damit die Wärme anders hergestellt wird? Nur damit ich die Wirtschaft ankurble? Nur damit ich nicht mehr selbst mit Gas heize, sondern den Strom aus dem Gas- oder Kohlekraftwerk verheize?

    Beim notwendigen Heizungstausch gebe ich Dir recht - da sollte man ernsthaft ne WP prüfen. Alternativ Flüssiggas in Betracht ziehen - das hat mit Erdgas oder dem flüssigen Erdgas nix zu tun und ist aktuell unschlagbar günstig (war eigentlich schon immer eine preislich attraktive Variante).
     
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  20. #20 chillig80, 23.11.2022
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    Naja, mal warten bis die Jahreszahlen raus sind, es dürften aber dieses Jahr noch immer >50% gewesen sein, die "freiwillig" Öl oder Gas genommen haben. Die aktuellen Mondpreise für Wärmepumpen kann sich halt nicht jeder leisten und ob es mit der Wärmepumpe alleine getan ist, oder da vor der WP auch gleich noch die Ertüchtigung der Hülle fällig wäre, ist ja gleich die nächste Frage.

    Leuten die das Geld gerade nicht haben ist mit der Rechnung über 10 und 20 Jahre halt nicht geholfen...
     
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