Alte FBH Heizflächen

Diskutiere Alte FBH Heizflächen im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Beim Modernisieren/Optimieren im Bestand ist es nicht selten, dass vorhandene FB Heizungsflächen, -rohre existieren. Bei älteren Objekten sind...

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    Beim Modernisieren/Optimieren im Bestand ist es nicht selten, dass vorhandene FB Heizungsflächen, -rohre existieren.
    Bei älteren Objekten sind dabei die vorhandenen FB Heizungsrohre selten O2 diffusionsdicht.
    Frage:
    Wie kann O2 in ein geschlossenes System, welches gegenüber patm mit 1...3 bar Überdruck betrieben wird, eindringen?
     
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  3. #2 Lexmaul, 20. Oktober 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Oktober 2017
    Lexmaul

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    Diffusion ist das Zauberwort und da ist der Wasserdruck völlig wurscht. Und deshalb ist es kein geschlossenes System auf molekularer Ebene.

    [Beitrag editiert]
     
  4. simon84

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    Den kenne ich.
    Meine Ausgangsfrage war nicht ganz zufällig, da ich neben Neubauplanungen häufig mit der Optimierung von Bestandsanlagen zu tun habe.

    Quelle:
    Kruse, C.-L.: Korrosion in Warmwasserheizungsanlagen als Folge v on Sauerstoffdiffusion durch Kunststoffrohre; Schadensprisma (1982) Nr. 2, S. 17/21:

    Zitat:
    „….Und zwar tritt z. B. bei Kunststoffrohren für Fussbodenheizungen eine Diffusion sowohl von aussen nach innen (Sauerstoff) als auch von innen nach aussen (Wasserdampf) auf. Triebkraft für die Diffusion von Stoffen bei durchlässigen (permeablen) Wänden ist eine Potentialdifferenz, z. B. ein Sauerstoffpartialdruck- oder Konzentrationsunterschied (des gelösten Sauerstoffs) zwischen beiden Seiten der Trennwand.
    Geht man davon aus, dass im Heizungswasser der erstmals mit dem Füllwasser eingebrachte Sauerstoff durch die in der Literatur (z. B. [1]) beschriebenen Reaktionen verbraucht worden ist, sein Partialdruck innerhalb des Rohres also gegen 0 bar geht, so findet man ausserhalb des Rohres bei einer Sauerstoffkonzentration von etwa 21 Vol.-% in der Luft einen Sauerstoffpartialdruck von ca. 0,21 bar. Es liegt somit bezüglich der Sauerstoffpartialdrücke eine Druckdifferenz zwischen beiden Seiten der Rohrwand vor; bei nicht diffusionsdichten Kunststoffrohren erfolgt die Eintragung (Permeation) von Sauerstoff in das Heizungswasser als zwingende physikalische Konsequenz….“


    Heizungsanlagen sind geschlossene Systeme, die unter Überdruck stehen. Der absolute Druck (Partialdruck) innen ist höher als außen!
    Dass hier ein Patent vermarktet wird, ist dabei nicht ganz uninteressant ;-)
     
  6. Lexmaul

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    Sei mir nicht böse, aber der Sauerstoffpartialdruck hat nichts mit dem Wasserdruck zu tun - das ist der Druck auf molekukarer Ebene, der aufgrund des Unterschieds zu einer Diffusion führt, die Membran nicht geschlossenzellig ist.

    Da haben Theorien bzgl. bösen Konzernen, die Geld vom armen Verbraucher wollen, nix zu suchen.
     
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  7. simon84

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    wo wird der Sauerstoff aufgenommen? auch Im Estrich selbst ? Ist dort genügend sauerstoffhaltige Luft vorhanden ?

    Oder geht es um Bereiche in denen die Rohre offen liegen (heizraum, Schächte, Verteiler usw)
     
  8. #7 Fred Astair, 21. Oktober 2017
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2017
    Fred Astair

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    Die Sauerstoffmoleküle diffundieren auf der gesamten Rohrleitungsstrecke. Wenn schon das PE-Rohr nicht sauerstoffdicht ist, wie soll es dann der poröse Estrich sein?

    Das Thema ist aber ziemlich akademisch. Seit fast zwanzig Jahren werden meines Wissens nur noch sauerstoffdichte Rohre in FBH verlegt.
    Für "Fachleute" gibt es ausreichend Lesestoff bei den Molekularphysikern. Diese vergeistigten Typen müssen nicht unnötig noch Laien in Bauforen verunsichern.
     
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  10. simon84

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    Danke dir Fred, das macht Sinn !

    Kannst du aus deiner Erfahrung noch etwas mehr ausholen ?
    Ich denke es gibt viele Bestandsobjekte (so wie auch meins) vor 1980 mit diesen FBH Rohren.

    In welcher Kombination tritt das Verschlammungsproblem am meisten auf ?
    Restliches Rohrnetz größtenteils Stahl, Kupfer, Verbundrohr ? Spielt es überhaupt eine Rolle?
    Oder ist es schon bedingt durch die Heizkörper, die ja immer aus Stahl sind?

    Ist eine Systemtrennung die richtige Lösung ?
     
  11. Lexmaul

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    Systemtrennung ist die einzig wirtschaftliche Lösung - Deine Radiatoren sorgen für den restlichen Schlamm derzeit. Darunter leiden auch die Stahlrohre, die korridieren.
     
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