Alte Ölzentralheizung, wie Mischer u. Kesseltemp. einstellen ?

Diskutiere Alte Ölzentralheizung, wie Mischer u. Kesseltemp. einstellen ? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, meine Öl-Zentralheizung ist knapp 30 Jahre alt und momentan habe ich leider keine Möglichkeit, sie zu erneuern. Nun würde ich jedoch...

  1. Peter1971

    Peter1971

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    Hallo,

    meine Öl-Zentralheizung ist knapp 30 Jahre alt und momentan habe ich leider keine Möglichkeit, sie zu erneuern.
    Nun würde ich jedoch gerne die Einstellungen so wählen, dass sie möglichst effektiv sind (wenn man bei so einer alten Anlage überhaupt noch von Effektivität reden kann).

    Ich kann an meiner Zentralheizung lediglich 2 Parameter einstellen:

    1. Die Kesseltemperatur
    2. Das Vor- Rücklaufverhältnis des Heizkreises per 4-Wege Mischer

    Mir stellt sich nun die Frage, welche Einstellung sinnvoller ist:

    Variante 1:

    Kesseltemperatur relativ hoch (ca. 70°C) und am Mischer ein hohes Rücklaufverhältniss einstellen, sodass sehr viel Rücklauf dem Voralufwasser zum Heizkörper zugemischt wird und dass somit die "gemischte" Vorlauftemperatur zum Heizkörper 40°C beträgt.

    Variante 2:

    Kesseltemperatur relativ niedrig einstellen (ca. 50°C) und am Mischer den Rücklaufanteil im Vorlauf zu reduzieren, sodass mehr warmes Wasser aus dem Vorlauf zum Heizkörper fließt und somit die Vorlauftemperatur zum Heizkörper wieder 40°C beträgt.

    Bei Variante 1 schaltet sich der Brenner weniger oft ein, jedoch pro Einschalten läuft er länger.

    Bei Variante 2 schaltet sich der Brenner öfters ein, jedoch läuft er pro Einschaltphase kürzer.

    Welche Variante scheint die sinnvollere/sparsamere zu sein ?

    Vielen Dank für die Infos.
    Gruß Peter
     
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  3. R.B.

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    Längere Laufzeiten sind immer von Vorteil.
    Bei der Temperatureinstellung darauf achten, daß der Kesselrücklauf nicht zu tief fällt. Sonst könnte es passieren daß Du Probleme mit Kondensation bekommst.

    Hast Du ein Messprotokoll (Bsp.: Wartung oder vom Schorni)?

    Gruß
    Ralf
     
  4. Peter1971

    Peter1971

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    Habe lediglich die Abgastemp. und die Rußzahl, die hat mir mein Wartungsmechaniker bei der letzten Wartung mitgeteilt.
    Andere Werte weiß ich nicht.

    Wenn der Rücklauf nicht zu kalt sein darf, so ist dann wohl eher die Variante 1 sinnvoller, denn bei dieser läuft zum Mischer 70°C warmes Wasser hin und da ich jedoch im Heizkreisvorlauf momentan mit 40°C auskomme, läuft ja ein Teil dieses heißen Wassers über den Rücklauf wieder zurück in den Kessel und somit ist der Rücklauf verhältnismässig warm.

    Bei der Variante 2 benötige ich ja fast den KOMPLETTEN Vorlauf um den Heizkreis auf
    40°C zu halten und deswegen ist im Rücklauf fast nur kühles Wasser (da ja am Mischer kaum gemischt wird).

    Gruß Peter
     
  5. #4 Achim Kaiser, 19. November 2008
    Achim Kaiser

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    Energetisch ist der 2. Variante besser, da die Abstrahl- und Bereitstellungsverluste geringer sind.

    Ist das schon ein Niedertemperaturkessel oder noch ein Konstanttemperaturkessel ?

    Bei letzeren sollte die Temperatur 55 bis 60 Grad nicht unterschreiten, sonst besteht Gefahr das es zum Kondensatausfall im Kessel kommt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. Peter1971

    Peter1971

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    Woran erkenne ich den Unterschied ?

    Ich denke jedoch, dass es eher ein Konstanttemperaturkessel ist, denn der Kessel ist knapp 30 Jahre alt.

    Wie macht sich so ein Kondensatausfall bemerkpar, bzw. woran erkennt man ein beginnenden Kondensatschaden ?

    Vielen Dank für die Infos.
    Gruß Peter
     
  7. #6 Achim Kaiser, 19. November 2008
    Achim Kaiser

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    Nasse Stellen im Brennraum ... verstärkte Korrosion bei Stahlkesseln und gammelige Gliederabdichtungen bei Gußkesseln.

    Die Dämmung der 30ig Jahre alten Kisten ist meistens mies, nur 30 mm Glaswolle deswegen haben die nen ziemlich hohen Abstrahlverlust ...

    Innenwiderstand ist klein - heisst durch Kaminzug wird die Temperatur kräftig abgelüftet.

    Deswegen Temperatur runter soweit als möglich ... minimiert die Verluste.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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  9. Peter1971

    Peter1971

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    Stimmt, wenn ich die Kesseltemp. relativ hoch einstelle, so heizt sich der Heizraum sehr stark auf (=Abstrahlwärme).

    Doch wie sieht es mit der Gefahr der Kondensation aus ?

    Wie gesagt, mein Kessel ist knapp 30 Jahre alt und so wie ich das sehe, ist er aus Guss.

    Wenn ich die Kesseltemp. ziemlich niedrig einstelle und dafür am Mischer fast den vollen Vorlauf zu den Heizkörpern einstelle, so ist der Rücklauf relativ kalt und das birgt doch dann die Gefahr der Kondensation im Kessel und diese Kondensation könnte dann den Kessel zerstören, oder ?

    Schöne Grüße
    Peter
     
  10. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hier in der Nachbarschaft hatte einer einen preisgekrönten Kessel eines großen Herstellers einbauen lassen. Niedrigste Abgastemperatur, hoher Wirkungsgrad usw.

    Auch wegen eines Dreiwegemischers und FBH hat er inzwischen Kessel Nr. 4.
    Die sind ihm in 25 Jahren alle durchgerostet.
    Es hätte auch noch eine Versottung des Schornsteines dazukommen können- ist aber nicht.

    Also versucht nicht das letzte bischen Energie beim Kessel zu sparen und fahrt dann die Anlage gegen die wand. Die wurde dafür nicht geplant.

    Eine vernüftige Dämmung spart wesentlich mehr als ein besserer Kessel.

    Wenn ich mir heute einen besseren Kessel einbauen würde, und der Kessel braucht überhaupt keine Energie mehr, würde er sich erst in ca. 15 Jahren amortisieren.

    Wegen der Dämmung habe ich eben einen recht geringen Heizbedarf.

    Gruß

    pauline
     
Thema: Alte Ölzentralheizung, wie Mischer u. Kesseltemp. einstellen ?
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