Alte Rollladenkästen dämmen und versiegeln

Diskutiere Alte Rollladenkästen dämmen und versiegeln im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen! Ich habe ein nicht ganz triviales, wenn bestimmt auch häufiges Renovierungs-Problem bzw. -Unterfangen. Alt: 50er Baujahr,...

  1. Renovierer60

    Renovierer60

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    Hallo zusammen!

    Ich habe ein nicht ganz triviales, wenn bestimmt auch häufiges Renovierungs-Problem bzw. -Unterfangen.

    Alt: 50er Baujahr, Rollladenkästen mit Revisionsdeckel (dünnes Holz) innen, im Prinzip kompletter Kälte- und Luftdurchzug nach innen - perfekt gegen Schimmel, Katastrophe für die Ölheizung

    Neu: an die Wand außen kommen Raffstorekästen, die neuen Fenster wurden nach außen gesetzt und befinden sich nun unter der ca. 8 cm dicken Beton-Sturzblende. Die Raffstorekästen befinden sich vor dieser Blende und verschwinden dann in der WDVS (Steinwolle) Ebene.

    Problem bzw. Schwachpunkt 1: zw. kalter Luft außen und Innenraum sind nur 8 cm Beton
    Problem bzw. Schwachpunkt 2: Taupunkt-Problem

    Lösung 1) zw. Fensterstock oben und Beton-Sturzblende 2cm Schaum, weil besser wie Stock auf Beton und besserer Isolierwert = realisiert

    Lösung 2) zw. Raffstorekasten und Beton-Sturz außen Isolierung anbringen > keine Möglichkeit, da es sonst zu dick wird und man mehr als 14cm WDVS bräuchte

    Lösung 3) der alte Kasten innen wird komplett gedämmt und luftdicht zugemacht (ggf. Stromkabel nach außen, Revision außen aber, falls Dämmung es erfordert kann Stromkabel auch anderswo rausgelegt werden)


    Der Energieberater gab zur generellen Machbarkeit grünes Licht, der fRsi Wert ist zwar nicht sooo super, aber machbar.

    Zur Lösung 3, damit hier wärmetechnisch, schimmeltechnisch und von der Stabilität alles passt, hätte ich nun Fragen:

    a) welches Gewerk ist hier mein Mann?
    - Trockenbauer, jedoch nicht sein Fachgebiet
    - Putzer/Dämmer
    - spezielles Dämm-Unternehmen, die auch den notwendigen (?) Trockenbau-Abschluss machen?!

    b) was ist der beste Dämmstoff hierfür?
    - Steinwolle
    - Styorodur
    - Ziegel (sehe ich eher kritisch, wg. Befestigungsmöglichkeit gerade bei größeren/langen Kästen wie im Wohnzimmer)


    c) der untere Abschluss, wo früher also der Revisionsdeckel war, soll der gegen den Holzrahmen laufen? Abschluss mit Silikonfuge? Ich meine ja, die Alternative wäre ein Stückweiter oben gegen die 2cm Schaum, aber das wäre dann ein neuer Schwachpunkt


    d) anders gefragt: was würdet ihr empfehlen? (bitte keine Alternativen wie Abriss etc. vorschlagen - die Fenster sind gesetzt :-)

    Vielen Dank für Eure Hilfe und Rat!

    zu den Bildern:
    - Taupunkt Berechnung
    - Beispielbild, Türkis: künftige Dämmung, blau: 2cm Schaum
    - die meisten Fenster sind unten offen mit vorhandener raumseitiger Mörtelputz Blende
    - Fenster Taupunkt.JPG Fenster Einbausituation.JPG IMG_0748.jpg IMG_0750.jpg im Wohnzimmer ist unten/raumseitig alles weg
     
  2. Canyon99

    Canyon99

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    Verstehe dein Problem jetzt nicht wirklich. Die neuen Fenster wurden wegen WDVS innerhalb der alte Mauerlaibung ganz nach außen auf die gesetzt. Der Raffstorekasten hängt damit vor dem Betonputzträger des früheren Rolladenkastens. Innen habt ihr die Revisionsöffnung unten entfernt und die innere Rückwand rausgeschnitten. Das sieht dann so aus wir auf dem Foto.

    Verstehe jetzt nicht, was genau ihr jetzt überlegt. Dieser Bereich kann doch jetzt einfach mit EPS / XPS komplett gedämmt und dann mit Gewebe & Innenputz überputzt werden. Das sollte jeder Putzer hinbekommen....

    Genau so haben wir das im Rahmen eines Umbaus auch gemacht. Allerdings habe ich auf ein WDVS – Sondermüll kommt mir nicht an die Fassade ;) – verzichtet und daher die neuen Fenster mittig in die alte Laibung gesetzt. Die Raffstorekästen sitzen daher hinter der alten Putzblende und sind mit ca 15cm XPS ausreichend gedämmt. Das ist dann auch komplett eingeputzt, da die Revision / ggf. Wartung der Raffstorekästen in der Regel heute von außen gemacht wird.

    Sind das Schüco Alus in DB703 Farbton? Gute Wahl :28: Allerdings hätte ich installationstechnisch eher Kompriband anstatt Schaum genommen.
     
  3. Renovierer60

    Renovierer60

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    Hallo Canyon, danke für deine Rückmeldung. Würde ich von vorne beginnen, würde ich mir die Option ohne WDVS auch nochmal näher betrachten; generell notwendige Fassadenerneuerung > EnEv 10% Regel, natürlich Dämmfaktor, Position Fenster im Mauerwerk, Stockverbreiterung oben nicht nötig, Förderung KfW Haus, Energieberater riet auch dazu > neue Fenster vs. altes Mauerwerk .... haben mich dann doch zur Außendämmung bewegt).

    Das generelle Verfahren ist eigentlich klar.

    Mein "Problem" ist aktuell nur, dass je nach Gesprächspartner auf andere verwiesen wird ... "das macht der Trockenbauer, Steinwolle rein und fertig" ... der Bauunternehmer (der mal einen Blick drauf warf) sagt "uhh, das gehört vernünftig mit Ziegel gemacht", unser Mann für die Wände/WDVS hat sich um den Teil jetzt auch noch nicht gerissen. Unabhängig von der Frage des "wer macht's" interessieren mich natürlich auch noch im Zweifel unabhängige Meinungen dies "wie genau" in Bezug auf Dämmstoff und exakter Ausführung, so dass ich mich nicht vollends einem Anbieter ausliefere.

    Daher zielt meine Frage eher auf einen Rat ab, zu welchem Gewerk sowas zum Tagesgeschäft gehört. Ich meine doch, das ist bei einer Altbausanierung durchaus Standard.

    Das sind Josko Holz in RAL 9005 schwarz :-)
     
  4. Canyon99

    Canyon99

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    Ja, das ist der Standard wenn alte Fenster rausfliegen und neue reinkommen. Hängt halt allerdings von einigen Faktoren ab, wer bzw. wie das gemacht wird. Unser Fensterbauer hatte z.B. wenig Motivation die Demontage der alten Rolladenkästen anzubieten. Diese waren aus Stahl und mit Mauerankern - ähnlich wie bei Stahlzargen - in den darüber liegenden Betonsturz einbetoniert. Das war dann auch ein Spaß, diese zu demontieren bzw. das Rückteil und die Unterseite wegzuflexen.

    Wenn die Dinger so wie bei dir erstmal draußen sind, ist es dann doch gar kein Problem mehr. Das weitere Vorgehen hängt davon ab, wo man die neuen Fenster in der Mauerlaibung installiert und wo dann der Raffstorekasten mit den Führungsschienen gesetzt wird. Danach den restlichen Kasten mit XPS einfach dämmen und der Putzer überzieht mit Gewebe, setzt die Eckschienen / Anputzleisten und fertig.

    Ich würde primär den Putzer fragen, wie er das haben will. Er muß schließlich gewährleisten, daß später keine Risse auftreten und die Eckschienen / Anputzleisten problemlos gesetzt werden können.

    Die Österreicher bauen einfach gute Fenster ;) Wir hatten vorher Internorm und waren auch sehr zufrieden damit
     
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