Altes Haus kaufen und umbauen...

Diskutiere Altes Haus kaufen und umbauen... im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich bin hier im Forum totaler Neuling und hoffe ich bin hier genau richtig. Zu meiner Person... Ich bin bald 30 Jahre alt und...

  1. Markuskr32

    Markuskr32

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    Hallo,

    ich bin hier im Forum totaler Neuling und hoffe ich bin hier genau richtig.

    Zu meiner Person...
    Ich bin bald 30 Jahre alt und gelernter Elektroinstallateur. Nach einigen Jahren auf dem Bau habe ich dann ein Wirtschaftsingenieur Studium absolviert. Seit dem arbeite ich für eine große Firma die sich mit erneuerbaren Energien (Photovoltaik) beschäftigt.

    Meine Verlobte und ich möchten ein Haus aus der Verwandschaft erwerben, welches im Jahr 1982 errichtet wurde. Das Haus wurde vom Besitzer (eigenes Baugeschäft selber gebaut).

    Nun bin ich was Förderungen und aktuelle Dämmungsmaßnahmen betrifft nicht der Fachmann, so dass ich mir hierzu gerne Hilfe und Ratschläge einholen würde.

    Ist Stand des Hauses:
    -Bungalow Bauweise (ca. 160m² pro Stockwerk. Keller/Erdgeschoss/Dach)
    -Dach nicht ausgebaut und nicht gedämmt
    -Erdgeschoss komplett unterkellert
    -Heizung nicht erneuert (Öl)
    -Fenster nicht erneuert
    -Wasserleitungen usw. ????

    Nun ist es so, dass wir gestern einen Energieberater da hatte, der folgendes sagte...
    -Dach dämmen
    -Außen dämmen
    -neue Heizung (Pellets + evtl. solar)
    -neue Fenster
    Summe ca. 130.000€

    Natürlich wollen wir das Haus auch noch so umbauen und zusätzlich das Dach zum Schlafzimmer und kleinem Bad umfunktionieren. Hierzu würde auch noch ein Batzen Geld hinzukommen, den ich aktuell aber noch nicht 100%ig einschätzen kann.

    Was mich ein wenig stutzig machte...
    Der aktuelle Hauseigentümer sagte, dass er das Haus (so war das damals) von innen (die Außenwände) mit Gipsplatten, welche eine art Styrodur angeklebt haben angebracht hat. Der Energieberater meinte, dass die Platten alle weg müssen und Außen eben eine Dämmung drauf soll.
    Hierbei bin ich ein wenig überfragt. Was ist hier der richtige Weg ?
    Worauf muss ich mich gefasst machen was die Wasserleitungen usw. betrifft ?
    Müssen die auch ausgetauscht werden ?

    Vielen vielen Dank
     
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  3. planfix

    planfix Gast

    es gibt auch viele alte häuser mit funktionierender innendämmung ;)
    wenn die innendämmung ok ist, würde ich mit dem energieverbräter diskutieren.

    als gelerneter elektiker solltest du besser über eine wärmepumpe nachdenken, mit photovolt. wäre das doch um einiges besser. :D

    sind die fenster aus holz und dieses noch in schuß, bzw. aus guter qualität, könnte man auch eine neue verglasung in betracht ziehen.

    wasserleitungen würde ich austauschen, wenn die bäder neu gemacht werden. neue fliesen auf alte rohre sind wenig sinnvoll.
     
  4. bernix

    bernix

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    ....erst mal Ruhe bewahren ...

    ...Sind schon arme Schweine, diese Energieberater....müssen in ältere Häuser gehen und Verbesserungsvorschläge machen....
    Und je nach Qualität kommt dann die Standardliste oder konkrete begründete Vorschläge.

    Um den wirklichen Fachmann vor Ort wirst du nicht herumkommen.

    Elektro: Da wirds sicher die eine oder andere Nachrüstung geben...
    Wasser: Kommt auf das Material und den Zustand an....allerdings sind Wasserschäden im neu renovierten Haus besonders ärgerlich, und die Welt kostet ein Austausch auch nicht
    Aussen+Dachdämmung: Muss vor Ort begutachtet werden, was sinnvoll ist.
    Innendämmung: Es gibt keinen guten Grund ein System, dass bisher viele Jahre schadenfrei funktioniert hat, herauszureissen. Wenn Bedenken bestehen oder Hinweise auf Schäden hinter der Platte gegeben sind, kann man das an einer oder mehren Stellen prüfen...
    gruss
     
  5. BauSV

    BauSV Gast

    Hallo Markus,

    das sind ja mal eine Menge von Fragen, die man eigentlich nur grob beantworten kann. Was ihr dann macht müsst ihr selbst entscheiden. Erstmal gilt: wenn die Bausubstanz, also Fassade, Fenster, Dach, technische Anlagen usw. noch in Ordnung sind, müsst ihr theoretisch gar nichts machen. Was einwandfrei läuft, muss nicht zwingend erneuert werden. Es stellt sich ja dann die Frage, welchen Komfort ihr haben wollt bzw. welche Einsparungen ihr an Energie erzielen wollt. Bei einer Investition von 130.000 € rechnet sich das sicher nicht. wenn ihr aber aus anderen Gründen Energie sparen wollt, macht es Sinn, das Haus von außen zu dämmen. Dafür sollten dann tatsächlich die in den 80er Jahren häufig verwendeten Gipskartonplatten mit Styroporlage raus. Bei einer Dämmung von außen müsst ihr aber auch die Fenster erneuern, da die Dämmung allein keinen Sinn macht. Was die Leitungen angeht, kommt es natürlich auf das verwendete Material und den derzeitigen zustand an. Sind die schon zugesetzt, wenn auch nur teilweise, macht es Sinn, die komplett zu erneuern. Ansonsten fangt ihr in 10 Jahren damit an. Bei Elt. spielt auch der Komfort eine Rolle. Die Installation aus den 80ern passt natürlich nicht mehr zu den heutigen Ansprüchen. wenn ihr da dran geht, baut euch gleich ein EIB mit Datenleitungen ein, dann habt ihr für viele Jahre Ruhe. Ist aber ein echter Kostenfaktor. Du solltest außer einen Energieberater auch noch einen guten Architekten einschalten, der dir alles genau berechnen kann.

    Gruß
    BauSV
     
  6. bernix

    bernix

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    zu1: Warum?

    zu2: Warum?
     
  7. Markuskr32

    Markuskr32

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    Hi.

    ja die Substanz steht noch sehr gut da. Die Fenster sind auch noch recht dicht und ziehen tut es da auch nirgends.

    Ich bin halt nur so ein Typ der sagt, wenn ich schon umbaue, dann mache ich das auf einmal. Will eben nicht in 10 Jahren wieder dreck in der Bude haben.

    Jedoch z.B. Heizung + Solar, kann ja bedenkenlos später auch getauscht werden.

    Des weiteren Strom usw. ist für mich kein Problem, jedoch habe ich mein Bedenken was die Wasserleitungen betrifft. Schließlich haben wir hier doch sehr hartes Wasser, was für die in den 80er Jahren verwendeten Kupferleitungen ja nicht unbedingt gut ist.

    Wo sollte man sich den genau Rat einholen. Dieser Energieberater wurde mir empfohlen, aber bis auf die Sachen die man überall lesen kann, wurde mir da auch nichts gesagt. Dass man so ein Haus nicht unbedingt auf nen Passivhaus-Standard bringen kann ist mir auch klar. Die Heizungsprotokolle die angefordert wurden waren eher uninteressant und die Baupläne wurden auch nur grob überflogen. Dafür Geld zu verlangen ist eigentlich ein Witz... Aber naja. Das ist ein anderes Thema.

    Wo kann ich mich denn anständig beraten lassen ?

    Sollte man da nen Architekten holen ?

    Vielen Dank
     
  8. Markuskr32

    Markuskr32

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    PS: Sorry für Rechtschreibfehler.... Bin heute etwas neben der Spur :-)
     
  9. BauSV

    BauSV Gast

    wenn du von außen dämmst, kannst du die alte Dämmung von innen nicht drin lassen. Beim jetzigen Zustand hast du den Luftfeuchtetransport über die Gipskartonplatten und das mauerwerk nach draußen. Das fällt weg, wenn von außen gedämmt wird. Also musst du dafür sorgen, das die Luftfeuchtigkeit direkt über den Innenputz absorbiert wird. Neue Fenster deshalb, weil eine gedämmte Außenwand nicht mehr zu den Werten alter Fenster passt und du dann Kältebrücken bzw. zu hohe Temperaturunterschiede an den Rahmen hast. Dadurch wird Schimmelbildung stark begünstigt.
     
  10. BauSV

    BauSV Gast

    @ Markus. Wenn du unbedingt was machen willst, hol dir einen guten Architekten oder auch einen SV dazu. Und gut durchrechnen, ob die Investition von Energiesparmaßnahmen sich tatsächlich amortisiert bzw. in welchem Zeitraum. Der Energieberater hätte dich dazu eigentlich auch beraten müssen.
    Die Investtion von Solartechnik, die ja immer noch nicht wirklich günstig ist, macht nur Sinn, wenn man z.B. Fußbodenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen oder einen vielköpfigen Haushalt hat, wo mehrere Leute täglich duschen oder baden.
     
  11. Markuskr32

    Markuskr32

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    Na auf Fussbodenheizung möchte ich nicht unbedingt umbauen.
    Das ist bei dem Haus eher nicht möglich bzw. mochte ich teilweise den Boden einfach drin lassen.
     
  12. BauSV

    BauSV Gast

    Deswegen meinte ich ja, dass eine Brauchwassererwärmung nur in bestimmten Fällen Sinn macht. wenn man kein Fußbodenheizung hat und nur einen 2 Personenhaushalt, rechnet sich diese Investition nicht.
     
  13. BauSV

    BauSV Gast

    Brauchwassererwärmung über eine Solaranlage, sorry
     
  14. Markuskr32

    Markuskr32

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    ja ich dachte eher an folgende Sache bezüglich Heizung:
    -Umbau auf Pellets + Vorbereitung auf Solar (Leitungen vorsehen)
    -Umbau auf LuftWärm-e oder Erdwärmepumpe + Vorbereitung auf Solar (Leitungen vorsehen. Wenn das bei dieser Heizung überhaupt Sinn macht).

    Des weiteren sind 2 Kamine vorhanden die ebenfalls zur Heizung beitragen könnten.

    Man das Heizthema macht mich mit am meisten ganz wirre im Kopf...
     
  15. sarkas

    sarkas

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    Davon bin ich nicht überzeugt. Das müsste man sich erst mal genauer ansehen.

    Bei kaschierten GK-PLatten ging da noch nie viel Feuchtigkeit nach draußen.
    Und wenn außen WDVS draufkommt, verlagert das den Taupunkt weiter nach außen, was eher ein Vorteil ist.


    1982 wurden Häuser mit zum Teil schon recht ordentlichen Fenstern gebaut. Also erst mal prüfen. Ein Problem mit Wärmebrücken (so heißt das übrigens, Herr BauSV - nicht Kältebrücken) hätte man eher wenn es anders herum wäre ---> neue Fenster und schlecht gedämmte Wände.
     
  16. BauSV

    BauSV Gast

    Tja, das mußt du letzendlich selbst entscheiden. Die Frage ist doch, was du überhaupt willst? willst du Geld sparen, oder lieber Energie, willst du was modernes oder willst du einfach nur Behaglichkeit in den Räumen. Möchtest du das gute Gefühl haben, dass die Sonne dein Badewasser erwärmt und was willst du dafür ausgeben? Für Erdwärme gilt im Prinzip das Selbe wie für Solar. Du mußt für eine konventionelle Heizung, wie du sie ja wohl hast immer mind. 80 Grad zusammenbekommen. Das ist bei einer Solaranlage im Sommer sicher kein Problem, im Winter mußt du aber zuheizen. Da kommt jetzt wieder die Ölheizung ins Spiel, die ja auch noch umgebaut werden muss, damit sie das Zusammenspiel mit der Solaranlage schafft. Bei Erdwärme bin ich mir nicht sicher, ob die die 80 Grad tatsächlich schafft. An welche Form der Erdwärme hast du denn gedacht? Verlegen im Garten oder mittels Tiefbohrung? Willst du wirklich den gesamten Garten aufreissen und Leitungen verlegen, und gibt euer Untergrund eine Bohrung vin mind. 15m Tiefe überhaupt her. Bei neubauten macht das alles sicher Sinn, bei einem Altbau würde ich von Öl auf sauberes Gas umstellen und gut ist. Für eine Pelletheizung brauchst du einen neuen Brenner und natürlich einen entsprechend großen Lagerraum für die Pellets, der optimalerweise nahe der Heizung liegen sollte, damit die Heizung auf kurzem Wege gefüttert werden kann( für die Umstellung auf Gas brauchst du natürlich auch einen neuen Kessel bzw. eine Brennwerttherme. Die sind aber nicht mehr groß und man bekommt sie überall unter) Zur Unterstützung kann man in Frühjahr und Herbst auch noch mit Kaminen heizen. Das ist zudem auch noch gemütlich und optisch schön.
     
  17. BauSV

    BauSV Gast

    Sorry, Herr Handwerker Werner. Es sind :shades
     
  18. BauSV

    BauSV Gast

    natürlich Wärmebrücken:winken
     
  19. #18 ReihenhausMax, 27. Oktober 2011
    ReihenhausMax

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    Ich würd das Geld für die Solarthermiegeschichten eher in eine KWL stecken,
    ggf. mit Erdwärmetauscher, so warm wie es in der Ecke im Sommer ist.
     
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  21. sarkas

    sarkas

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    Keine Ursache :D
     
  22. Markuskr32

    Markuskr32

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    Dumme Frage...

    Was ist ein KWL ???
     
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