Angeritzte Adern + Kochfeld

Diskutiere Angeritzte Adern + Kochfeld im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Problem: Ich hab' ein Kochfeld mit 7200 W, der Anschluss ist wider Erwarten nur mit einer Phase und 25A abgesichert - das Kabel ist, soweit ich...

  1. Inkognito

    Inkognito Gast

    Problem: Ich hab' ein Kochfeld mit 7200 W, der Anschluss ist wider Erwarten nur mit einer Phase und 25A abgesichert - das Kabel ist, soweit ich das überblicke ein 2,5 mm², aber relativ kurz, sagen wir <8 m.
    Bekommt man das Kind aus dem Brunnen? An das Kabel unter dem Parkett kommt man nicht mehr.

    Schuldfragen interessieren momentan nicht. Wenn ich wichtige Details vergessen habe, bitte nachfragen.

    Ansonsten hat mir der Typ, der das Kochfeld anschließen sollte gesagt, dass man die Adern beim abisolieren nicht verletzen dürfe - die sind aber alle eingeritzt, vom Seitenschneider. Ist das so ohne Einschränkung richtig, bzw., kann mich da einer auf den richtigen Passus hinweisen?
     
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  3. Julius

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    Wer Adern mit dem Seitenschneider abisoliert, gehört mit dem Besenstiel von der Baustelle geprügelt...!

    Ein uneingeschränkter Betrieb dieses Kochfelds an jenem Anschluß ist nicht möglich.
    Um zu beurteilen, ob ein eingeschränkter möglich ist, fehlen noch etliche Angaben.

    Ob jene Leitung überhaupt mit 25A abgesichert werden darf, ist zweifelhaft.

    Fazit: Das muß ein Fachmann vor Ort prüfen und beurteilen.


    Daher landen wir doch wieder bei den grundlegenden Fragen:

    Wer hat das so installiert?
    Was war bestellt?
    Welche Stellung hat der Fragesteller zum Objekt?

    Technisch:
    Wie viele Adern hat die Leitung?
    Welcher Leitungstyp?
    Welcher tatsächliche Leiterquerschnitt (ggf. Jemanden hinzuziehen, der das besser überblickt)?
    Welche Verlegeart?
    Neu- oder Altbau?
    Wechsel- oder Drehstromzähler?
    Welche Schutzmaßnahme?
    Welche Auslösecharakteristik des Überstromschutzorgans?
     
  4. #3 Rudolf Rakete, 30. Januar 2013
    Rudolf Rakete

    Rudolf Rakete

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    Ich wußte gar nicht dass man das auch anders machen kann.:D
     
  5. R.B.

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    Bitte mehr Infos zur eingesetzten Leitung. 3 x 2,5 oder 5 x 2,5?

    Wie wurde die Leitung dort verlegt? Warum kein Installationsrohr?

    Braucht man für alles einen "Passus"? Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand. Querschnittsverengung, Sollbruchstelle, man braucht nicht für alles eine DIN. Entscheidend ist also wie stark die Adern eingeritzt/verletzt sind. Ansonsten sind die Spezifikationen des Herstellers (zugesicherte Eigenschaften) nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt wurden, und darauf basiert die komplette Dimensionierung der Leitung inkl. Vorsicherung usw. usw.

    Aber zuerst mal die o.g. Fragen klären. Ansonsten würde ich hinter die 25A ein dickes Fragezeichen machen. Dann wird´s selbst mit einem eingeschränkten Betrieb des Kochfelds nichts und irgendwann taugt es nur noch als Dekoration.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Inkognito

    Inkognito Gast

    Der Elektriker.
    Anschluss Kochfeld. Frage an den Elektriker beim Verlegen: "Ich will da ein Kochfeld mit 7200 W anschließen, passt das?", Antwort: "Joa". Mündlich halt und da haben wir den Salat.
    Mein Objekt.
    Drei
    NYY, dieses Erdkabel. Der Elektriker verbaute das von sich aus, "damit die Leitungen beim drüberlaufen nicht kaputt gehen". War das die Frage?
    Hab's nachgemessen, 2,5mm²
    Uh.. bitte näher erläutern?
    Altbau, komplette stoffummantelte Elektrik raus und alles neu.
    Drehstromzähler
    FI Schalter an allem, nur nicht am Kochfeld. War das die Frage?
    "B25" steht auf der Sicherung. War das die Frage?

    Nochmal der Vollständigkeit halber: 3x 2,5 mm². Sonst wäre es ja nicht so ein Problem.
    Auf dem Boden, zusätzlich dort fixiert.
    Stahlsteindecke mit NP16, die Rohre hätten dort beim queren der Träger keinen Platz mehr gehabt beim weiteren Bodenaufbau um die geforderte Überdeckung der Perliteschüttung des Trockenestrichs zu gewährleisten. War so schon knapp.

    Warum nicht in der Wand? Schneller, preiswerter, keine durchgeschliffenen Steckdosen sondern ordentlich viele Sicherungen, alleine in der Küche zwei.
     
  7. nolu13

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    Hört sich an wie eine Frage meines ehemaligen (25 Jahre her ) Berufsschullehrers!
    Die Leitung von der Anschlußdose zum Kochfeld ist beschädigt!=1.Fehler
    Leitung mit Seitenschneider abisolieren:In derGesellen-/ und Meisterprüfung ein nogo!= 2.Fehler
    Ein 3x2,5 mit 25 A geht gar nicht!Die Leitung kann man als Warmhalte-Einrichtung verwenden!
     
  8. Julius

    Julius

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    NYY ist okay, sogar gut. Aber es wäre eine 5-adrige (zumindest aber eine 4-adrige) Leitung nötig gewesen! Absicherung dann mit 2x20A oder 2x16A.

    Der Eli hat grob falsch dimensioniert.
    Jetzt hast Du ein gewisses Problem.
    Was befindet sich unter dem betreffenden Raum?

    Das mit dem Durchschleifen bei Verlegung in der Wand hab ich nicht verstanden. Der Herdstromkreis hat doch nichts mit den Steckdosen zu tun!
     
  9. nolu13

    nolu13

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    Eben !
    Und ER soll das auch bitte schön zu einer fachgerechten Lösung gewährleisten können!
     
  10. Julius

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    So pauschal würde ich das nicht unterschreiben.
    Bei nur 2 belasteten Adern, Verlegeart C und Umgebungstemperatur von nur 25°C sowie unter Abwesenheit jeder Häufung wäre eine solche Absicherung sehr wohl zulässig.
    Hier aber nicht, da eine Verlegeart vorliegt, die wohl etwas besser als A2 sein dürfte, aber weit weg von C.
    Bei A2 wäre sogar (wenn auch knapp) nur 16A zulässig - da die vorliegende Verlegeart thermisch etwas besser ist, halte ich hier 20A für akzeptabel.
    Da ein Haushalts-Kochfeld keine echte Dauerlast darstellt, ist hier ME sogar die Verwendung von B20A machbar. Ansonsten sollte man über K20A nachdenken.

    Vorschlag:
    Der Eli soll (auf SEINE Kosten) den unzulässigen B25A-LS durch einen B20A ersetzen, die Leitung neu absetzen und das Kochfeld selbst anschließen.
    Sollte - entgegen meiner Prämisse - Häufung bestehen, müßte man sicherheitshalber auf K20A ausweichen.

    Dann probiert Ihr aus, ob die eingeschränkte Nutzbarkeit für Euren üblichen Gebrauch ausreicht.
    Und hoffen, daß der VNB sich nicht an der unnötig hohen Unsymmetrie stört...
     
  11. nolu13

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    Ein eingeschränkter Betreb ist nicht vermeidbar!Ein "wenn" gibt es in diesem Fall nicht!
    Und das ganz pauschal.Und dem EVU ist das mal ganz egal.Hauptsache der Zähler dreht sich.
     
  12. Julius

    Julius

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    Selbstverständlich ist er vermeidbar!
    Man braucht dazu nur eine ausreichende Leitung (siehe meine obigen Ausführungen) neu zu verlegen (z.B. unterhalb der Geschoßdecke).

    Dem EVU sicherlich. Aber auf das kommt es ja diesbezüglich heute nicht mehr an. Stattdessen ist der örtliche VNB zuständig.
    Ob solche Lasten in Drehstromanlagen einphasig toleriert werden, hängt vom jeweiligen VNB ab.
    Der hiesige ist da pingelig. Andere mögen das lockerer sehen.

    Abhängig von der Zählervorsicherung kann das auch zu tatsächlichen Problemen führen.
    Man sollte zumindest zusehen, die Stromkreisaufteilung so zu ändern, daß die übrigen größeren Lasten (v.a. die Haushaltsgroßgeräte, aber ggf. auch Backofen, Mikrowelle etc.) nur auf den anderen beiden Außenleitern hängen.
     
  13. Inkognito

    Inkognito Gast

    Das ist richtig, aber da alle Leitungen auf dem Boden verlegt wurden, wurde eben auch die Leitung vom Kochfeld auf dem Boden verlegt.

    Ein Loch in die Decke bohren ist schwer bis unmöglich, einerseits würde die Schüttung rausbröseln, andererseits befindet sich an genau der Stelle unter dem Fußboden eine Abkofferung mit den neuen Brauch- und Abwasserleitungen für die Küche. Man müsste also schräg von oben und unten in die Wand bohren - aber damit sich die Löcher treffen braucht man ja bald einen Vermesser. Durchbohren bis zur Fassade, dort neu ansetzen und verputzen ist keine Option, der Sockel ist aus Ziegeln.

    Ich lasse euch wissen wie es ausgeht - noch habe ich keine Aussage, man hat das erstmal zur Kenntnis genommen.

    PS: Gibt es eine "mittlere Art und Güte" wie ein Kochfeld heutzutage abgesichert sein muss? Auch wenn es ein unterirdischer Standard ist? Falls sich niemand mehr an die mündliche Frage nach dem 7200 W Kochfeld erinnert....
     
  14. Atomar

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  15. #14 Rudolf Rakete, 6. Februar 2013
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    Ich habe schon oft durch Böden mit Trockenestrich gebohrt, da rieselt kaum was und später wird das ganze von unten durch das Kabel und Dichtmasse verschlossen. Die Abkofferung kann man doch bestimmt öffnen. Also für einen versierten Elektriker sollte das kein Problem sein.
     
  16. Inkognito

    Inkognito Gast

    Wenn das wirklich geht wäre das die optimale Lösung. Danke.
     
  17. Julius

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    Bei "mittlerer Art und Güte" kann es in diesem Zusammenhang nur um Nebenfaktoren (wie Auswahl des Leitungstyps, Sauberkeit der Verlegung etc.) gehen.
    Die Mindest-Belastbarkeit einer neu erstellten Herdanschlußleitung hingegen regelt die Norm genau - und nicht zu knapp:
    Sie muß für eine Belastbarkeit von mindestens 3x20A ausgelegt sein.
    Und das schon seit ein paar Jahren...
    In der Regel bedeutet dies mindestens 5x2,5mm²Cu, die dann sogar für ein Feld mit max. 9,2kW (zweiphasig) oder sogar 13,8kW (dreiphasig) reichen würden.

    Deine Leitung ist davon weit weg. "Unterirdischer Standard", sozusagen...
     
  18. Inkognito

    Inkognito Gast

    Danke, das war die Information die ich gebraucht habe. Können Sie mir vielleicht die Norm nennen? Google spuckt leider nichts aus und ich will für eventuell aufkommende Diskussionen gewappnet sein.
     
  19. Julius

    Julius

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    Das findet er in der DIN 18015 Teil1.
    Ist leider nur kostenpflichtig zu haben, daher kein Link möglich.

    Die frühere Fassung sah übrigens mindestens 3x16A vor. Aber auch dafür reicht die bei Dir verlegte Leitung nicht.
     
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    Such mal nach "Domino" Kochfeld, das sind modulare Kochfelder (Gas, Induktion, Wokbrenner, usw...) mit ein oder zwei platten, die man nebeneinander einbauen kann. Du könntest so z.b. eines mit zwei Induktionsfeldern nehmen und ein oder zwei Felder mit Gas (Ein zweiplatten Feld un einen Wokbrenner (Sehr große Brennstelle). Die GAsflasche kannst du unter dem Kochfeld in den Unterschrank stellen. Ist eine Notlösung sieht aber elegant aus und Gas hat halt auch seinen Charme.

    Hast du eine Freistehende Insel oder eine Halbinsel? Bei einer Halbinsel könnte man ggf. von einer anderen Steckdose noch ein Kabel zum Kochfeld legen, dann hättest du drei Phasen dort. für ein "normales" Kochfeld.

    An den STromkreis an dem die Steckdose hängt darf dann natürlich nichts mehr angeschlossen werden d.h. sie muss eine eigene Sicherung haben.
     
  22. Inkognito

    Inkognito Gast

    Das Kochfeld ist schon da und eingebaut, genau so wie die dazu passende Dunstabzugshaube - nur mit dem Anschluss hapert's, aber wenn das mit dem Bohren funktioniert, dann wird sich das Problem hoffentlich in Wohlgefallen auflösen.

    Danke für den Hinweis zur Norm, ich habe im Bedarfsfall Zugang.
     
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