Angst vor Feuchtigkeit in Fertighauswänden - berechtigt?

Diskutiere Angst vor Feuchtigkeit in Fertighauswänden - berechtigt? im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo liebe Experten, ich bin auf dem Weg, ein Fertighaus der Marke "Gussek-Haus" zu erwerben, das in den Jahren 1986-1989 gebaut wurde....

  1. #1 Fixerfaxer, 25. April 2008
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    Hallo liebe Experten,

    ich bin auf dem Weg, ein Fertighaus der Marke "Gussek-Haus" zu erwerben, das in den Jahren 1986-1989 gebaut wurde.

    Die Außenwände besitzen lt. Herstellerangaben u.a. eine Dampfsperre.

    Ein Architekt wies mich nun darauf hin, dass
    - die vom Hersteller eingeräumten systemimmanenten "Fehler", nämlich fehlende Anschlüsse der Dampfsperren in den Ecken, also da, wo Elemente zusammen gefügt wurden,
    - fehlende fachgerechte Abschlüsse der Dampfsperren an den Fenstern,
    - als wahrscheinlich zu erwartende Unsauberkeiten beim Aufstellen der Elemente und
    - nachträglich vorgenommene Beschädigungen der Dampfsperre, z.B. beim Aufhängen von Schränken etc. nahezu unweigerlich dazu führen müssten, dass Feuchtigkeit in die Dämmschicht gelangt ist, dies zunehmend
    - zu einem Verlust an Dämmfähigkeit,
    - zum Risiko der Pilzbildung und letztlich
    - aufgrund der Durchfeuchtung des Holzständerwerks zu einem Problem der Statik führen würde.

    Meine Fragen nun:
    Ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Risiken realisieren, eher hoch oder niedrig? Vielleicht sogar so hoch, dass man besser in jedem Fall die Finger davon lässt?
    Gibt es insoweit konkrete Erfahrungen gerade mit Häusern von "Gussek-Haus"?
    Gibt es eine einfache Methode, die Feuchtigkeit zu messen? D.h., kann ich als Laie irgendwo ein Messgerät kaufen, das nicht zu teuer ist, oder mieten / leihen? Wenn ja, wo? Baumarkt? Und wie führe ich eine solche Messung durch? Bei welchem Ergebnis muss die rote Lampe angehen, und was ist noch als unschädlich einzustufen?
    Welche Art von Berufler würde solch eine Messung vornehmen können? Baubiologe? Architekt?

    Da die Kaufverhandlungen in Kürze fortgesetzt werden sollen, wäre ich für schnellen Rat sehr dankbar!

    Häuslekäufergrüße

    Fixerfaxer
     
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  3. bernix

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    ..die Frage ist: Welche Geldausgaben sind notwendig um eine Entscheidung zu Investion in der Größenordnung mit maximaler Sicherheit vorzubeugen...
    -
    Mit einem Meßgerät für 3Euro50 aus dem Baumarkt (das es nicht gibt) und null Vorstellung wie und wo anzuwenden kann das böse ins Auge gehen...
    -
    Sie brauchen einen Sachverständigen, der Sie unterstützt und berät.
    Denn auch ansich unproblematische Konstruktionen können durch Eingriffe des Vorbesitzers massiv geschädigt worden sein...
    gruss
     
  4. #3 Fixerfaxer, 29. April 2008
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    Hallo Bernix,

    danke für den sicher gut gemeinten Rat. Ich hätte mir natürlich gewünscht, praktische Hilfe zu bekommen, aber vielleicht ist das bei der Sachlage gar nicht drin. Werde mal sehen, wie ich das auf die Reihe bekomme.

    Wundern tue ich mich allerdings darüber, dass zu der Frage, ob bei Gussek-Häusern Probleme der geschilderten Art bekannt sind, von niemandem kommentiert wurde. Die sind schon so lange auf dem Markt, dass doch Erfahrungswerte - in welcher Richtung auch immer - vorliegen sollten. Schade.

    Gruß
    Fixerfaxer
     
  5. #4 Kosmonaut, 29. April 2008
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    Ich bin zwar nicht vom Fach, aber nach meinen Informationen hat der Architekt durchaus recht. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass bei Deinem Wunschhaus bereits Schäden eingetreten sind (wenn überhaupt), kann Dir verständlicherweise niemand hier im Forum beantworten.
    Das kann Dir nur jemand sagen der a) sich das Haus vor Ort angeschaut und b) wirklich Ahnung von Materie hat.
    Also mein Rat: Suche Dir einen Gutachter, der Dir diese Fragen beantworten und Dir über den Zustand des Hauses ein Gutachten erstellen kann.
    Die nächste größere Verbraucherzentrale oder eine zuständige Handelskammer wird Dir Adressen nennen können.
    Bitte habe Verständnis dafür, dass sich hier niemand konkret zu einem Hersteller äußern kann. Die Wahrscheinlichtkeit einer Abmahnung der Forumsbetreiber ist einfach zu hoch. Vielleicht meldet sich aber jemand per PN bei Dir (Los Leute).
     
  6. #5 Fixerfaxer, 29. April 2008
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    Hallo Kosmonaut,

    danke für den konstruktiven Hinweis. Bin gespannt, ob sich jemand meldet!

    Gruß
    Fixerfaxer
     
  7. #6 Kosmonaut, 29. April 2008
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    Noch was: Wenn Du noch in den Kaufverhandlungen steckst, dann fordere doch von dem Verkäufer ein Gutachten über den Zustand des Hauses. Wenn ich das richtig sehe muss er Dir sowieso einen Energieausweis vorlegen. Falls er den noch nicht vorweisen kann muss eh ein Sachverständiger her.
    Ohne Energieausweis und ohne Gutachten über den Zustand der Bausubstanz würde ich das Haus jedenfalls nicht kaufen. Am besten Ihr einigt Euch gemeinsam auf einen Gutachter und legt gemeinsam fest wer die Kosten dafür übernimmt. Wenn sich der Verkäufer darauf nicht einlassen will, dann würde ich persönlich die Finger von dem Haus lassen.
    Schäden an der Bausubstanz sind eine Sache, aber die Kosten für eine Sanierung bzw. Verbesserung der Wärmedämmung würden mich als Käufer noch viel mehr interessieren.
     
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