Aquarium auf Fußbodenheizung

Diskutiere Aquarium auf Fußbodenheizung im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Hallo, in unserem Neubau soll auch ein neues Aquarium mit den Maßen 160x90x60 (oder 70) als Raumteiler aufgestellt werden. Das Problem ist,...

  1. #1 Thomas L., 9. August 2007
    Thomas L.

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    Hallo,

    in unserem Neubau soll auch ein neues Aquarium mit den Maßen 160x90x60 (oder 70) als Raumteiler aufgestellt werden. Das Problem ist, dass wir im ganzen Haus Fußbodenheizung bekommen werden und ich befürchte, dass der Estrich und die Heizrohre der Belastung durch das Beckengewicht nicht standhalten.

    Ich hab mir deshalb überlegt, vor dem Estrichlegen kurze Rohrstücke aus 100er Rohr auf die Rohdecke zu stellen und die mit Zement auf Estrichniveau aufzufüllen und darauf später den Rahmen vom Untergestell des Aquariums zu stellen, damit die Last direkt auf die Rohdecke abgeleitet wird. Das Problem bei dieser Lösung ist, dass wir unter dem Wohnzimmer, in dem das Aquarium aufgestellt werden soll, eine Einliegerwohnung haben werden. Durch die Punktfundamente kommt es aber zu einer Schallbrücke und ich befürchte, dass Geräusche von Wohnzimmer und Aquarium in die Einliegerwohnung übertragen werden.

    Ich müsste also die Punktfundamente irgendwie von der Rohdecke entkoppeln, hab aber keine Ahnung wie....

    Hat jemand eine Idee?
     
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  3. Mickey

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    Das würde ich so nicht machen:
    erstens steht der Unterbau dann ungleichmäßig bzw. nicht vollflächig auf - die Gefahr besteht also, dass sich das Aquarium verzieht und irgendwann undicht wird oder sogar bricht (alles schon vorgekommen und völlig unlustig!!)
    zweitens sind das 16*9*7=1000l ~ 1200kg auf 1,12m², das sind 11kg/dm² - das sollte kein Problem sein (Estrichleger fragen - dann bist du sicher)
    drittens dringend(!) beim Statiker nachfragen ob das ok ist. Wenn die Deckenplatten längs zum Becken liegen kann das, z.B. bei Ytongdecken zu viel Last sein.

    Meine Vorgehensweise wäre:
    1. Statiker Fragen
    2. Estrichleger fragen
    3. wenn beide sagen das geht - iss gut
    wenn der Estrichleger bedenken hat - fragen ob eine AKS Matte in dem Bereich Sinn machen würde und ob es dann ginge.
    4. geht beides nicht (mit/ohne AKS), dann gut überlegen ob es dir die Arbeit wert ist (und das Risiko mit nicht vollflächiger Auflage des Unterbaus usw.)

    viel Erfolg
     
  4. #3 Thomas L., 9. August 2007
    Thomas L.

    Thomas L.

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    Hallo Mickey,

    die Punktfundamente sind bei Aquarien dieser Größe gängige Praxis, natürlich muss dabei genau gearbeitet werden und der Unterbau genügend biegesteif sein. Das ist aber nicht außergewöhnliches.

    Die Deckenbelastung usw. ist dem Statiker bekannt und das Aquarium ist bei der Bewehrung der Decke auch berücksichtigt worden. Allerdings befürchte ich, dass die Dämmung im Bereich des Aquariums stärker nachgibt als im übrigen Zimmer und dadurch Spannungen im Estrich entstehen, die zu Schäden führen können.

    Ich habe schon mal an verstellbare Maschinenfüße gedacht, so wie diese hier:
     
  5. planfix

    planfix Gast

    vielleicht mal folgender denkansatz:
    eine dünne schicht mineral. dämmung, darauf eine druckfeste dämmung um eine gleichmäßige höhe zu erreichen und dann im estrich eine bewehrung mit einem überstand von ca. 0,5m einlegen. das ergibt sicherlich nicht die besten schalldämmwerte, aber besser als direkte brücken.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 9. August 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    SChulligung...

    aber alles Quark.
    In 5 Jahren wollt Ihr umräumen - oder Seewasser oder ... - und dann
    Lastverteilungsrahmen ausrechnen und schweissen lassen.
    Den entweder mit vielen solchen Füßen oder noch besser eine Folie auf den Oberbelag, den Rahmen mit Mörtel vollflächig auflagern und nach aushärten die Folie wegschneiden.
    MfG
     
  7. #6 Achim Kaiser, 9. August 2007
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    Gar nicht sooo einfach ....
    mal davon ausgehend das die Decke entsprechend tragfähig bemessen wurde und hier kein Problem zu erwarten ist gehts an der Trittschalldämmung schon los ... die *normale* EPS 040 DES sg kann nur bis zu einer Flächenlast bis 5 KN/m² eingesetzt werden.

    Es gibt zwar Trittschalldämmplatten EPS 035 DES sg die bis 10 kN/m²belastet werden können ... die dürften dann aber schon als Sonderbeschaffung zu sehen sein.

    Anschliesend stellt sich die Frage welches FBH-Systen (insbesondere wegen den Systemplatten) eingesetzt werden soll. Hier liegt die max. Flächenlast regelmäßig ebenfalls bei 5 kN/m² .... höhere Flächenlasten z.B. bei Tackersystemen müssen geklärt werden und ggf. ein Systemaufbau eingesetzt werden, der das ab kann. Alternativ kann auch ein Mattensystem eingesetzt werden, dann ist man in der Wahl des Dämmungsunterbaus *frei*.

    Anschliesend stellt sich die Frage des einzusetzenden Estrichs. Der hat zur Lastaufnahme dicker zu sein. Beispiel ... Zementestrich CT Biegezugklasse F4 nach DIN 18520-2 (hies früher wohl ZE 20) ... *normale* Anforderung >= 2 kN/m² (das *übliche* im Wohnungsbau) ....Aufbau ~60 bis 65 mm je nach System.
    Bei Flächenlasten >= 5 kN/m² wird schon ein Estrichaufbau von ~90 bis 95 mm notwendig. Da hier voraussichtlich die Belastungswerte noch höher liegen ... dürfte die Estrichplatte wahrscheinlich noch dicker werden ...
    (Folge die Fußbodenheizung wird noch träger, da die Estrichmasse dicker wird)

    Mit Einsatz eines höherwertigen CT, Festigkeitsklasse F5 ( das müsste der ZE 30 gewesen sein) lässt sich noch ein Zentimeterchen *abklemmen* ...

    ....die Frage ist ...ist das überhaupt möglich oder klemmts dann heftig an den Treppenantritten und den Türenhöhen, wenn vorher von *normalen* 08/15 Aufbauhöhen ausgegangen wurde.

    Prinzipiell lösbar *aber* der Aufwand ist heftig und zieht vermutlich einige Konsequenzen nach sich (neben den Kosten), die *vorher* nicht bedacht wurden.

    Wenn *absolut sicher* ist, dass sich der Aufstellort des Aquariums nicht ändert, dann Hülsen Durchmesser 75 - 110 mm (PVC- oder HT-Rohr DN 70 oder 100) in ausreichender Zahl ( ~6-8 ) auf die Betondecke setzen, Dämmung, Estrichaufbau etc aussparen, FBH in den Bereichen mit Abstand verlegen und anschliesend Gummi-Pufferelement rein die über den fertigen Boden ca. nen cm überstehen ... oder *ordendliche* schalldämmende Gummifüße (nicht die Muckefuckausführung da auf dem Bild) an den Rahmen des Aquariums anbringen ....dann gehts auch...ist eben ein aufwändige Gepfriemel, wenns dauerhaft keine Probleme machen soll.

    DIE Allroundlösung gibts nicht ....

    Vielleicht hat ja jemand noch ne bessere Idee ;)

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. Thomas L.

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    @Ralf
    Seewasser wird es jetzt schon! :biggthumpup:

    Ich hatte mir vorgestellt den Rahmen auf 8 solcher Füße zu stellen, die vertragen eine Belastung von 2200N und haben 70° Shorehärte. Du hast schon recht, wird das Becken mal abgebaut, hätte ich bei den Punktfundamenten 8 Löcher im Oberbelag... Wenn ich dich richtig verstehe, soll ich den Rahmen dann auf den Estrich stellen ? :confused:

    @Achim
    So hatte ich das vor. Warum meinst du, dass die Füsse Muckefuck sind? Kennst du bessere und hast du evtl. mal ein Bild?

    Das es Gepfriemel wird ist klar, aber was tut man nicht alles für's Hobby (wenn ich mir hier manchen Heimkino- oder Akustikthread ansehe, falle ich auch vom Glauben ab :biggthumpup: ) ?
     
  9. #8 Achim Kaiser, 10. August 2007
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    Google mal nach Gummi-Metall-Element .... gibts z.B von Franksa, Ausführung D, Durchmesser 75 mm, 70 mm hoch, mit Gewindeanschluß M 12, 37 mm hoch.
    Es sind sogar verschiedene Shore Härten der Gummipuffer greifbar... je nach Anspruch und Geldbeutel fast alles lösbar.

    Zu finden unter www.franksa.de

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. Thomas L.

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    Vielen Dank, ich seh's mir mal an!:28:
     
  11. Thomas L.

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    Hallo,

    ich bin's nochmal...:winken

    Ich hatte meine Frage auch in einem Aquaristikforum gestellt und habe dazu folgende Antwort bekommen:


    "Ich würde die Bereiche für die Füße, bzw. die Unterkonstruktion im Estrich aussparen. Dafür sägst Du Dir ein paar Holzklötze/Schalbretter in der richtigen Größe zurecht, stellst Sie auf die entsprechenden Stellen und stellst sie mit Randstreifen ab (den bringt der Estrichleger sowieso mit).

    Wenn der Estrich eingebaut ist, nimmst Du die Holzklötze wieder raus (nicht den Randstreifen - der entkoppelt zum Estrich), legst ein passendes Stück PCI-Polysilent Plus ein und gießt das ganze mit Beton aus.

    PCI Polysilent Plus ist eine nicht komprimierbare Trittschalldämmplatte aus gepressten Polyestherfasern und reduziert den Trittschall um bis zu 16 dB. Die Platte kannst Du mit einem Teppichmesser zuschneiden. Die Platte gibt es im FLiesenhandel und in Baumärkten."



    Was haltet Ihr von dieser Lösung?
     
  12. planfix

    planfix Gast

    die idee finde ich prizipiell gut,
    ....jetzt muß ich mall horchen gehen, wie sich das in meinem aquarium mit dem trittschall auswirkt. :D
     
  13. Thomas L.

    Thomas L.

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    :confused: :confused: :confused:

    Ich denke schon, dass die Pumpen brummen werden und sich dieses Brummen auf die Decke übertragen wird, wenn das Untergestell nicht entkoppelt wird.

    Meinst du nicht?
     
  14. noi76

    noi76

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    Wenn die Pumpen im Aquarium sind, steht das Problem mit dem Brummen eh nicht, da das Aquarium ja "elastisch" liegt. Ansonsten wäre es sicher sowieso sinnvoll, das Brummen der Pumpen durch geeignet Lagerung nicht auf den Schrank übertragen zu lassen.

    Grundsätzlich finde ich die angezeigte Lösung wirklich gut, wenn kein Fußboden in dem Bereich gelegt werden soll. Der Streifen Trittschalldämmung schadet sicher nicht und wird finanziell auch kein großes Loch reißen...

    Mario
     
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  16. tp17

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    Lässt sich nicht ein Teil der Last über das Gestell auf die Mauer abtragen?
    Bei uns (140x60x60) wurde nur ein massivere Trittschalldämmung benutzt und an dieser Stelle auf FBH verzichtet.
     
  17. Thomas L.

    Thomas L.

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    Leider nicht, da ist keine Mauer, EG und OG sind Holzrahmenbau, nur der Keller ist massiv.
     
Thema: Aquarium auf Fußbodenheizung
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