Arbeitsraum-Verfüllung mit leichtem Material

Diskutiere Arbeitsraum-Verfüllung mit leichtem Material im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Situationsbeschreibung: Neubauvorhaben eines Hanghauses mit einer rückseitigen Böschungshöhe von 15m Es bschäftigen sich momentan damit unser...

  1. #1 Michael63877, 6. Februar 2007
    Michael63877

    Michael63877

    Dabei seit:
    10. Januar 2007
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Unternehmensberater
    Ort:
    Sailauf
    Situationsbeschreibung:
    Neubauvorhaben eines Hanghauses mit einer rückseitigen Böschungshöhe von 15m
    Es bschäftigen sich momentan damit unser Architekt, der Bodengutachter, Statiker, Planungsbüro für Bauen mit Geotextilien.

    Bodenbeschaffenheit:
    Schluffiger Oberoden, Gneiss und Paraneiss

    Problembeschreibung:
    Das verfüllen des Arbeitsraumeserzeugt (ca. 1400m³) mit Erde würde einen Druck von ca. 77 Tonnen/laufenden Meter auf das Gebäude ausüben. Es muss also etwas gemacht werden, damit diese Kraft vom Gebäude aufgenommen werden kann oder diese Kraft garnicht erst aufkommt.

    Lösungsansätze:
    Schlepp-Platte
    Nachteil: Die Menge des Erdaushub würde noch größer werden.

    Glasschaumschotter:
    Verfüllen mit Glasschaumschotter
    Vorteil: leicht, druckfest, nimmt kein Wasser auf, gute Dämmung
    Nachteil: Sehr teuer (m³ ca. 85,00 Euro = Gesamt weit über50.000,00)

    Recyclingschotter aus Porenbetonsein:
    Verfüllen mit Recyclingmaterial aus Porenbetonsein
    Vorteil: leicht, druckfest, gute Dämmung, wahrscheinlich günstig, da es ein Abfallmaterial ist
    Nachteil: nimmt Wasser auf

    Beton:
    Verfüllen mit "Mager"-Beton
    Nchteil: Gneiss bewirkt sauer Wasser, was über lange Sicht den Beton zersetzt und übrig bleibt dann nur der Kies der dann auf das Gebäude drückt

    Arbeisraum nicht vefüllen:
    Vorteil: Keine Last, man würde einen "begehbaren" Arbeitsraum bauen
    Nachteil: Wenn sich überdie Jahre einmal ei Fels löst schlägt er auf das Gebäude

    Arbeisraum nicht vefüllen und mit Stahlnetzen wire in den Bergen den Hang sichern:
    Vorteil: Keine Last, man würde einen "begehbaren" Arbeitsraum bauen
    Nachteil: wahrsheinlich die Kosten

    Frage:
    Wir suchen nach einer Lösung was wir mit dem Arbeitsraum machen können?
    Wer hat Erfahrung mit so etwas?
    Wem fallen unkonventionelle Lösungen ein (wie z.B.Arbeitsaum mit Essigkanistern vollstapeln, oder ähnliches?
    Die o.g. Lösungsansätze scheiden derzeit noch aus Kostengründen aus. Es muss doch eine preiswerte Alternative geben.


    Ich sehe hoffnungsvoll den Antworten und ernstgemeinten Ratschlägen entgegen.

    Michael Streit, 63877 Sailauf
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 VolkerKugel (†), 6. Februar 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

    Dabei seit:
    11. Januar 2006
    Beiträge:
    6.966
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    63110 Rodgau
    Benutzertitelzusatz:
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Können wir bitte ...

    ... deren Unterlagen auch haben? So 100%ig schlau wird man aus der Beschreibung noch nicht :konfusius .
     
  4. #3 wasweissich, 6. Februar 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ich weiss nicht ob es für dich eine option ist , aber wir verarbeiten in ähnlichen fällen "glassasche" (abgeschreckte kraftwerksasche , meist in einer körnung um 2 bis 8 mm ). ist recht leicht , nach verdichtung rellativ rutschsicher und standfest ,und bei uns fürn appel und ein ei zu haben.
     
  5. #4 Michael63877, 6. Februar 2007
    Michael63877

    Michael63877

    Dabei seit:
    10. Januar 2007
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Unternehmensberater
    Ort:
    Sailauf
    Wer vertreibt denn die Glassasche?
    Können Sie mir einen Ansprechpartner nennen?

    Michael Streit
     
  6. #5 wasweissich, 6. Februar 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wir beziehen das GRANULAT meist über:

    http://www.kueppers.com/
    (filiale Hattingen) ist aber etwas weit:D Aber die gehören irgendwie zu baywa, glaube ich.
     
  7. #6 Michael63877, 6. Februar 2007
    Michael63877

    Michael63877

    Dabei seit:
    10. Januar 2007
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Unternehmensberater
    Ort:
    Sailauf
    Glasasche

    Es handelt sich ja, wenn ich es richtig recherchiert habe, um einen Abfallstoff. Gibt es umwelttechnische Gefahren?
    Wir müssten ca. 15m hoch auf eine Länge von 15m den kompletten Arbeitsraum verfüllen, daher ist es extrem wichig so wenig Gewicht wie möglich einzubauen.
    Wie schwer ist denn Glasasche und as kosten ca. 1m³?

    Michae
     
  8. #7 wasweissich, 6. Februar 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    umwelttechnisch sollte es in ordnung gehen, wird bei uns durchaus häufig verwendet,

    und was das gewicht angeht , glaube ich , wird ca 1,1-1,2 t/m³ gerechnet,

    kosten müste ich morgen nachfragen , ist aber recht günstig , ich würde in richtung RC denken.
     
  9. #8 Friedhofen, 7. Februar 2007
    Friedhofen

    Friedhofen

    Dabei seit:
    6. April 2005
    Beiträge:
    98
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bautechniker/ Straßenbauermeister
    Ort:
    Langenfeld/Eifel
    Benutzertitelzusatz:
    Bautechniker/ Straßenbauermeister
    Ich nehme an, das der Bodengutachter

    hier die richtigen Vorschläge unterbreiten wird.
    Was mir in der Beschreibung fehlt, sind
    1. Befindet das Projekt sich noch in der Planung?
    Wenn ja, wieviel Platz nach hinten ist gegeben und wie wirkt sich dies auf den Böschungswinkel aus?
    2. Wie groß ist der Böschungswinkel des Hanges vom Arbeitsraum?
    3. Vorschlag: Böschung in geeigneten Höhen abtreppen und den Arbeitsraum am Gebäude möglichst freihalten, Böschung bei Abtreppung mit Gabionen befestigen.
    Gruß
    Friedhofen
     
  10. #9 wasweissich, 7. Februar 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    hallo

    was mir noch eingefallen ist lava aus der eifel , wie man da drankommt weiss ich aber nicht ,vor zig jahren haben wir soetwas einige male verarbeitet , ich meine es hat damals lavaporit geheissen oder so , aber gooogle rückt dazu nichts heraus. dachbegrünung macht man auch mit sowas ,weil es sehr leicht und griffig ist, wobei das fertige dachsubstrat etwas zu teuer sein dürfte .aber du kannst mal in dieser richtung schauen , mir fällt im moment keine lösung ein .
    vielleicht weiss franky etwas.....
     
  11. PeMu

    PeMu

    Dabei seit:
    13. Januar 2004
    Beiträge:
    5.636
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Ort:
    Kornwestheim
    Benutzertitelzusatz:
    Nachdenken kostet extra.
    Liapor ist das Stichwort - Blähton-Kügelchen

    Aber wird wohl teuer. Könnte man als "Einkorn-Leichtbeton" einbauen.
     
  12. #11 wasweissich, 8. Februar 2007
    wasweissich

    wasweissich Gast

    blähton speichert aber zu viel wasser
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 13. März 2007
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    Eigentlich...

    sind die ja dran.
    Aber wenn ich das mal durchdenke, dann komme ich bei 15 m Breite und 15 m Höhe auf eine mittlere Arbeitsraumtiefe von über 6 m, um die 1400 m³ zusammen zu kriegen.
    Also einen Böschungswinkel deutlich flacher als 60 Grad, was für mich auf sehr lockeren Boden hindeutet. Daraus ergeben sich für mich drei Denkansätze:
    1) Rechenfehler -> Bitte mal klare Angaben
    2) Boden ist so lose -> der Druck steht immer an, weil der vorhandene Boden nachschiebt.
    3) Es steht Fels an (wie oben beschrieben) -> Es braucht keinen Böschungswinkel von 45, 50 oder 60 °, sondern es geht ein erheblich steilerer Winkel, der wiederum andere Lösungen zuläßt.
    Mir fielen dazu schon so zwei bis drei ein. :smoke
    MfG
     
  14. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  15. PeMu

    PeMu

    Dabei seit:
    13. Januar 2004
    Beiträge:
    5.636
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Ort:
    Kornwestheim
    Benutzertitelzusatz:
    Nachdenken kostet extra.
    Also, ganz unbedarft ist "man" bei solchen Themen ja nicht.

    Und meist liegt der Hund noch woanders begraben. Daher kann man nur mit Tragwerksplaner und Baugrundgutachter zusammen eine kostengünstige Lösung finden. Allerdings ist die Tendenz: es wird auf jeden Fall mehr Geld kosten, als mal eben ne Baugrube verfüllen.

    Da sind doch schon einige Lösungen aufgeführt - kostet alles.

    Das riecht nach:
    Da steht eine Hangsicherung an, da über das Gebäude die Horizontallasten nicht wegzubekommen sind - Bodenparameter zu ungünstig, Felshorizont nicht erreicht.

    Allerdings 15m sind auch ne Menge "Holz". Das ist so. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
     
  16. PeMu

    PeMu

    Dabei seit:
    13. Januar 2004
    Beiträge:
    5.636
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauingenieur
    Ort:
    Kornwestheim
    Benutzertitelzusatz:
    Nachdenken kostet extra.
    Ist ganz geschickt. Da wird ne Menge Wasser anfallen. Und wenn man gleich das Rückhaltebecken mit eingebaut hat :28:
     
Thema:

Arbeitsraum-Verfüllung mit leichtem Material

Die Seite wird geladen...

Arbeitsraum-Verfüllung mit leichtem Material - Ähnliche Themen

  1. Grundstück groß genug für Material und Anlieferung?

    Grundstück groß genug für Material und Anlieferung?: Hallo, wir haben Probleme mit unserem Bauleiter. Dieser ist der Meinung, dass unser Grundstück zu Spitzenzeiten von der Fläche her nicht...
  2. Fuge in Betonaußenwand 24cm tief wie verfüllen

    Fuge in Betonaußenwand 24cm tief wie verfüllen: Hallo, bei mir hat sich das Haus im Laufe der Jahre abgesenkt und ein Teil der Betonfertigteile ist vom anderen abgerissen. Über die zwei...
  3. Boden aus "kunststoffvergütetes mineralisches Material"

    Boden aus "kunststoffvergütetes mineralisches Material": Hallo zusammen, wir haben vor kurzem unsere Garage "restaurieren" (ca. 18 Jahre alt) lassen, da wir grössere Probleme mit Feuchtigkeit gehabt...
  4. Grabenbreite mit Arbeitsraum

    Grabenbreite mit Arbeitsraum: Hallo, mich würde folgendes interessieren. Wie wird die abrechenbare Breite, nach VOB und DIN, ermittelt bei Fundamentaushub. Fundamenttiefe 65...
  5. Auffüllen von Material auf Grundstück durch Tiefbauunternehmen bei Erschließung?

    Auffüllen von Material auf Grundstück durch Tiefbauunternehmen bei Erschließung?: Hallo Bauexperten, unser Grundstück in einem Neubaugebiet wird derzeit erschlossen. Das Bodenniveau vieler Grundstücke lag ca. 30 - 50 cm unter...