Arbeitsraumverfüllung

Diskutiere Arbeitsraumverfüllung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo folgende Situation: Wir bauen einen Keller mit WW aufgrund des Bodengutachtens (Bodenklasse 4 Tonboden - kein Grundwasser). Im...

  1. DerDomi

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    Hallo

    folgende Situation: Wir bauen einen Keller mit WW aufgrund des Bodengutachtens (Bodenklasse 4 Tonboden - kein Grundwasser).

    Im Bodengutachten steht das der Arbeitsraum mit der Verdichtungsklasse V1 aufgefüllt werden soll und nicht mit dem Aushub.

    Meine Frage jetzt:

    Weshalb darf der Aushub nicht wiederverfüllt werden? Wenn der Arbeitsraum mit Sand/Kies gemischt aufgefüllt wird, dann kommt doch das Wasser leichter/schneller bis zum Grund und bleibt solange an der Kellerwand stehen bis es irgendwann Versickert.

    Wenn aber der Arbeitsraum mit Sand/Kies verfüllt wird und die oberste schicht mit dem Tonboden verfüllt wird, dann kommt das Wasser doch langsamer durch und somit staut es sich weniger an der Kellerwand oder?

    Womit wird üblicherweise eine WW verfüllt? Im Bodengutachten wurde kein Material genannt sondern nur die Verdichtbarkeitsklasse V1.


    gruß
     
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  3. DerDomi

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    aushub.jpg

    so sieht der Boden bei uns aus.
     
  4. helge2

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  5. Yilmaz

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    So wie es aussieht eignet sich das Aushubmaterial doch zum wiederverfüllen.
     
  6. kayooo

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    .... aus Sicht des Nörglers frage ich mal nur so nebenbei nach der Absturzsicherung ? ....
     
  7. DerDomi

    DerDomi

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    @Yilmaz meinst du wirklich? Das wäre ja genieal, gut das ich nochmal gefragt habe. Hier noch mal ein paar bessere Bilder vom Aushaub(hoffe man kann es erkennen).

    @kayooo mittlerweile ist ein Zaun drum herum keine Sorge:)

    aushub3.jpg aushub1.jpg aushub2.jpg
     
  8. Yilmaz

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    Dem weisse-wanne ist es egal womit verfüllt wird. Wichtig ist es das es verdichtetbare zeug ist. Und so wie es aussieht ist der Aushub sauberer als manch RC-Schotter der teuer verkauft wird.
    Es ist auf jedenfall ratsam den Aushub von ein Fachmann vorort überprüfen zu lassen. Der Erdbauer vorort sollte sich damit auskennen.
     
  9. #8 DerDomi, 31. Mai 2012
    Zuletzt bearbeitet: 31. Mai 2012
    DerDomi

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    @Yilmaz danke erstmal. Ja unser Erbauer/Kellerbauer meinte auch dass er es verfüllen würde. Ich war mir halt nur nicht sicher da im Bodengutachten steht das es nicht zum verfüllen benutzt werden darf.

    Laut Bodengutachten haben wir Bodengruppe TL und Bodenklasse 4.

    Es wurde kein Grundwasser gefunden wurde und nur zeitweise aufstauendes Sickerwasser wird im Bodengutachten zitiert.

    Muss ich zwingend druckwasserdichte Lichtschächte verbauen?

    Es hat zwischendurch viel geregnet, aber es waren keine Pfützen oder stauendes Wasser in der Baugrube zu sehen.

    http://img703.imageshack.us/img703/4584/aushub1.jpg

    hier nochmal in groß das Bild
     
  10. DerDomi

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    so am Freitag hatte ich einen Termin mit Archi und dem Kellerbauer.

    Archi meinte nicht verfüllen und Kellerbauer meinte verfüllen.. Jetzt bin ich auch nicht schlauer. Der Kellerbauer meinte dass die solchen Aushub immer verfüllen und scho weit schlechteren gesehen hätten.
     
  11. planfix

    planfix Gast

    das ist des rätsels lösung.
    da du sicherlich keine setzungen ums haushaben willst, soll das füllmaterial verdichtungsfähig sein.
    ton isses eben nicht wirklich.
    dem keller dürfte das füllmaterial wurscht sein, den künftigen außenanlagen nicht unbedingt.
     
  12. #11 Pruefhammer, 4. Juni 2012
    Pruefhammer

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    kommt halt drauf an, was er ums Haus vorhat. Bei einer Garage, Terrasse etc. MUSS es verdichtungsfähig sein sonst kommt es zu Setzungen wie planfix schreibt. Wenn da aber nichts mehr ans Haus kommt und man evtl. auch noch 1-2J warten kann bis man die Außenanlagen macht würde ich es auch wiederverfüllen.
     
  13. DerDomi

    DerDomi

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    also es kommt noch an einer Seite des Hauses eine Doppelgarage dazu die mit dem Haus verbunden ist. Außenanlage ist erstmal nicht geplant.

    Ich dachte halt das dass füllmaterial zwingend kies oder schotter sein muß zwecks versickerung...

    Vielen Dank erstmal.
     
  14. Yilmaz

    Yilmaz

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    Masterfrage wäre hier jetzt; wer kennt sich mit der materie besser aus? Ein Architekt der sich mit böden gar nicht auskennt oder ein Erdbauer der das zeug los werden will?

    Klärungsbedarf :)
     
  15. #14 wasweissich, 4. Juni 2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    vor allem bringt abfahren von material und rankarren von material anrechenbare kosten ........

    ein schelm , der böses dabei denkt .


    und vernünftig eingebaut sollte das zeug gut sein .
     
  16. DerDomi

    DerDomi

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    ich werde morgen nochmal rücksprache halten. Meiner Meinung nach würde ich es auch wieder verfüllen, und mit so einem Stampfer was die haben wird das schon gut verdichtet sein.

    Meint ihr das wenigstens im unteren Bereich ein bisschen Kies sein sollte? bzw ist ja da schon Kies durch die Sauberkeitsschicht, aber sollte man diese noch bisschen auffüllen mit Kies?
     
  17. peterk61

    peterk61

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    Zum Setzungsverhalten: tonige Böden sind prinzipiell setzungsempfindlich. Deshalb wirst Du immer Setzungsunterschiede zwischen der Garage (geringe Bodenpressung) und dem Haus (höhere Bodenpressung als Garage) haben. Zwischen Haus und Garage als prinizipiell eine Fuge vorsehen, die geringe Bewegungen mitmacht. Sollte der Tragwerksplaner sowieso vorgesehen haben.

    Wenn Du Kies in den Arbeitsraum einbaust wirst Du dort keine bzw. nur sehr geringe Setzungen haben. Die Garage wird sich aber im Bereich des Tonbodens stärker Setzen. Wenn der Ton im Arbeitsraum lagenweisen verdichtet eingebaut wird, dann wirst Du eher gleichmäßige Setzungen im Garagenbereich haben.

    Der Großteil der Setzungen wird schnell eintreten. Der größte Teil der Setzungen ist meistens nach Abschluss der Rohbauphase abgeklungen.

    Falls Du unbedingt die Setzungen im Arbeitsraum minimieren willst, hier ein Vorschlag zur Verbesserung der Verdichtbarkeit des Tonbodens in Bereichen in denen keine Setzungen auftreten sollten:

    Bodenverbesserung durch einfräsen von 3 % Weißfeinkalk. Dein Erdbauer müsste davon gehört haben bzw. besser wäre es wenn er damit Erfahrung hat. Der Boden muss lagenweise (Stärke 30 cm) eingebaut werden. Vor dem Verdichten wird der Weißfeinkalk in entsprechender Dosierung ausgestreut und mit einer Fräse mit dem Boden vermischt. Im engen Arbeitsraum kann mit Anbaufräse am Bagger oder einer Fräse aus dem Gartenbau gearbeitet werden. Der Erdbauer sollte aber unbedingt Erfahrung mit Bodenverbesserung haben.

    Am Besten konsultierst Du deinen Baugrundgutachter. Die Architekten haben von Erdbau normalerweise nur bedingt Ahnung.

    Die Überlegung des Architekten ist klar. Er will sicher sein, dass Du ein funktionierendes Haus bekommst. Er will ja vor Allem einen zufriedenen Bauherren. Deshalb geht er in Bereichen in denen er sich nicht so gut auskennt streng nach Vorschrift mit großer Sicherheit bzw. in diesem Fall eventuell mit zu großer Sicherheit vor. Er muss ja den Abtransport des Aushubes und den Antransport des Kieses nicht bezahlen.
     
  18. DerDomi

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    @peterk61 danke für deinen hinweis und mühe. Wäre es evtl. auch eine möglichkeit das Haus nur zur Garagenseite hin mit Kies aufzufüllen und den rest ringsrum(unbelastet) mit dem vorhandenen Boden?
     
  19. #18 Manfred Abt, 6. Juni 2012
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    • die Aussagen hier, die von einer Wiedereinbaubarkeit ausgehen (yilmaz, wasweissich) beruhen auf der Einschätzung, wie der Boden auf den Fotos aussieht.
    • wäre eine Bewertung nur anhand der Fotos ausreichend, würde ich diese Einschätzung überwiegend teilen, denn der Boden sieht nicht so tonig aus
    • Ob die Fotos aber die tatsächliche Art des Bodens wiederspiegeln stelle ich arg in Frage
    • Insofern kann das nur ein Fachmann vor Ort beurteilen
    • Wie Yilmaz schreibt: der Erdbauer sollte das können
    • aber: der Erdbauer ist befangen und hat ggf. eigene Interessen
    • ob es der Architekt beurteilen kann kann hier keiner beurteilen

    ergo hilft es wohl am besten, den Bodengutachter nochmals hinzuzuziehen, der das Bodengutachten gemacht hat
     
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  21. #19 Manfred Abt, 6. Juni 2012
    Manfred Abt

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    Einfach nur absoluter Blödsinn. Dieses Misstrauen macht die Baukultur kaputt.

    Und irgendwann merkts/glaubts sicher auch wwi mal, dass das Honorar mit der HOAI 2009 von der bauzeitlichen Entwicklung der Baukosten abgekoppelt wurde.
     
  22. Gast vS

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    Danke Manfred für # 18 - ansonsten bekommt man bei einer Vielzahl der Beiträge das kalte Grausen.

    Wenn es wirklich Ton / toniger Boden ist, dann vergesst es doch mit der lagenweisen Verdichtung oder Setzungen, die nach dem Rohbau abgeklungen sind (für Sand/Kies ca. 75 % nach dem Rohbaustadium).

    und Ton bei so einer Baumaßnahme von einem Wald- und Wiesentiefbauer kalken lassen ... viel Vergnügen (wird, wenn es überhaupt klappt auch nicht günstiger).

    Fazit: es wird langfristige Setzungen geben !
     
Thema: Arbeitsraumverfüllung
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