Architekt schätzt Baukosten überdimensional hoch ein

Diskutiere Architekt schätzt Baukosten überdimensional hoch ein im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Ein guter Anwalt arbeitet doch nicht nach RVG. Das ist doch was für Berufsanfänger. Der rechnet nach Stundenlohn im 10-Minutentakt ab, wesentlich...

  1. #41 simon84, 08.02.2019
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    Ein guter Anwalt arbeitet doch nicht nach RVG. Das ist doch was für Berufsanfänger.
    Der rechnet nach Stundenlohn im 10-Minutentakt ab, wesentlich höher als RVG ;)
     
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  2. #42 Lexmaul, 08.02.2019
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    Für bestimmte Sachen darf er das nicht ;)

    Das ist beim Archi nicht anders - er kann auch außerhalb der HOAI was vereinbaren.
     
  3. SIL

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    Natürlich darf er dass, wo steht das ein Anwalt oder eine Sozietät nur nach GV/GVR abrechnen darf - excludiert natürlich diese Beauftragung von Gemeinden, FFE, FFZ das liegt aber dann am AG privat beauftragt gibt es kein Verfahren wo zwingend nach GB abgerechnet wird, solch Sachen wie Anwalt via Rechtsschutz ausgenommen...zumal bei Streitwert um 1,5 Mio die VG gerade mal bei 16 k rum liegt, da kannst dir ausrechnen was als Anwalt da kommt vor instanzlich wohlgemerkt...
     
  4. #44 Lexmaul, 09.02.2019
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    @SIL: Richtig lesen: Ich sagte, er darf es für bestimmte Sachen nicht - mehr kann man immer vereinbaren, aber es gibt halt vorgeschriebene Sätze, die er mindestens nehmen muss.

    Und er muss es vorher auch genau sagen - vereinbart er nix, muss er die vorgeschriebenen Sätze nehmen. Und wenn es kein Staranwalt in einer großen Kanzlei ist, bekommt er in den allermeisten Fällen das, was die Gebührentabelle sagt.

    Notar nicht anders, da wird niemand mehr nehmen als in den Tabellen für die Standardgeschäftem
     
  5. #45 Leser112, 09.02.2019
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    Ob das pauschal grundsätzlich so zutrifft, glaube ich eher nicht. Zudem gehört zu jedem "Schrott" auch ein AG.;) Jeder AG kann in einem Leistungsverzeichnis festlegen, was er wünscht. Daran wird dann auch die Vergütung des Anbieters/Angebot festgemacht bzw. ist vergleichbar.
    Ich habe inhaltlich gegen die HOAI als Leistungsbeschreibung überhaupt nichts, wohl aber gegen deren zwanghafte Anwendung. Zudem ist die HOAI keinesfalls ein Qualitätssiegel. Wenn freiplanende Architekten im EFH/ZFH Bereich inzwischen nur noch ~ 10% Marktanteil gegenüber GU/GÜ/BT besitzen, machen sie vermutlich etwas falsch. GU/GÜ/BT bieten zum Festpreis an, warum können das Archi´s nicht ebenso? Festpreis ist für Bauherren das wesentliche Argument für den Hype, den GU/GÜ/BT inzwischen erreicht haben. Die tatsächliche Qualität lässt sich anhand der jeweiligen BLB definieren. Ahnungslose Bauherren geraten dabei sicherlich in die Fänge skrupelloser Abzocker. Wer ist hierfür verantwortlich, wenn nicht die AG?
    Die können sich doch eines verkaufsunabhängigen Experten bedienen, der z.B. eine BLB nach div. Fallstricken abklopft.;)
    Ich mache ebenfalls nur Festpreisangebote. In ca. 98% der Fälle sind die zutreffend (Berufserfahrung). Ist mein tatsächlicher Aufwand höher als erwartet, habe ich mit Zitronen gehandelt und muß den Mehraufwand selbst tragen => unternehmerisches Risiko.
    Augen auf bei der Berufswahl!;) Warum bist Du nicht Grafikdesigner oder Werbefilmer geworden?
    Welches Haftungsrisiko übernimmst Du z.B. für eine energieeffiziente, wirtschaftliche Heizungsanlagen? Das würde mich mal deutlich interessieren!
    Angestellte Assistenzärzte oder Notfallärzte in Kliniken tragen ein weitaus höheres Risiko, haben aber sicherlich weniger Einkommen, als ein etablierter Architekt.
    Ich mache bewusst einen Unterschied zwischen Einkommen und Verdienst. Mache bekommen ein Salär, verdienen es aber tatsächlich nicht. Andere verdienen sich ihr Einkommen mit Leistungen nur mühsam, bekommen jedoch deutlich zu wenig.
     
  6. #46 Fabian Weber, 09.02.2019
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    HOAI ist doch Festpreis.

    Beim GU/GÜ sind die Kosten doch viel intransparenter. Schonmal versucht einen Nachtrag bei GU/GÜ zu verhandeln?

    Architektenhaus ist nicht teurer. Das einzige was für den Bauherren scheinbar einfacher ist, ist das Versprechen sich um nichts kümmern zu müssen.

    Böse Überraschungen nach dem Motto...das habe ich mir aber anders vorgestellt... sind dann häufig an der Tagesordnung. Antwort GU ist dann gerne...was wollen Sie, steht doch im Vertrag...

    Da kommt dann gerne mal eine Abkofferung im Wohnzimmer ins Eck, die im schönen 100tel Plan nicht drin war.

    Übrigens nennt sich das gesamtschuldnerische Haftung, wenn der Architekt für den Murks den der TGAler plant mithaften muss. Bei öffentlichen Bauvorhaben sogar, obwohl man sich die Fachplaner nicht aussuchen kann oder dem Bauherrn sogar von bestimmten Planungsbüros abgeraten hat. Oder warum denkst Du wird beim BER immer auf die Architekten geschimpft obwohl es ein reiner Planungsfehler der TGA ist.

    Die meisten Bauherren, die ich kenne, würden das zweite Haus immer mit Architekt bauen.
     
  7. #47 Lexmaul, 09.02.2019
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    Immer mit Archi, alles andere ist Augenwischerei - allerdings muss man dann auch mehr Kopf einsetzen.

    Und man hat Kostenrisiken...
     
  8. #48 Fabian Weber, 09.02.2019
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    Würde ich eher als Gestaltungsmöglichkeiten bezeichnen.
     
  9. #49 Lexmaul, 09.02.2019
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    Die Schätzungen der Baukosten stehen und fallen mit der Marktahnung des Archi.

    Meiner war eher der schlechte Schätzer - kenne ich auch aus dem Umfeld so.

    Meine Bank wollte von dem Archi schriftlich, dass das Haus zum Festpreis gebaut wird :D
     
  10. SIL

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    Ach Lexmäulchen, ich glaube das hält sich die Waage- wieviele Architekten und Planer produzieren täglich Murks, oft sogar im Wissen das dies so nicht ausführbar ist- gleichwohl stoßen dort mehr oder weniger alle an ihre Grenzen, dazu gibt es ja nun wahrlich genug Beiträge- welcher Architekt plant denn alles komplett, das ist heute nicht mehr möglich. Es gibt natürlich Ausnahmen wie Leser und Fabian die sämtliche Belange und Bereiche abdecken.. ;)
     
  11. Mijo

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  12. #52 Leser112, 11.02.2019
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    Das wäre mir neu. Hier ist doch eher eine Kostenschätzung Grundlage, welche meist mehr oder weniger deutlich überschritten wird.
    Nachträge sind doch eigentlich nur dann erforderlich, wenn in einer BLB Defizite enthalten sind. Ansonsten müßte da doch eigentlich Alles drin stehen.
    Was ist daran verkehrt? Nicht völlig zufällig fragen Richter bei rechtlichen Auseinandersetzungen primär: "Was haben die Parteien hierzu vertraglich vereinbart";)
    Ist mir bisher noch nie begegnet. Entsprechende Urteile sind mir ebenso wenig bekannt.;)
    Zudem existiert eine facherechte Anlagendimensionierung i.d.R. meist nicht, obwohl ein Archi scheinbar die überwachende Oberhoheit besitzen müsste.;) Die tatsächliche, anlagentechnische Energieeffizienz (Anlagenaufwandszahl) mit deren negativen Folgen bei Nichtbeachtung, ist den meisten Architekten völlig egal.
    Was sich u.a. auch in div. Foren durch deren Meinungsbilder feststellen lässt. Selbst die EnEV scheint für die meisten Architekten höchst diffus und undurchsichtig. Vermutlich wird deshalb der Statiker, der eigentlich völlig andere Interessenlagen hat, mit den Nachweisen beauftragt.;)
    Was haben öffentliche Bauvorhaben (BER) bzw. Großprojekte mit dem privaten EFH, ZFH, MFH, => Inhalt dieses Forums, zu tun? - Absolut Nichts!!!
    Typische Verhaltensmuster von Architekten sind hier:
    Es wird mitunter zwar auf die Notwendigkeit einer fachgerechten Anlagendimensionierung der Heizungsanlage hingewiesen (Fachplanung), gleichzeitig wird mit extremen Kosten nach HOAI geschockt und nachfolgend der befreundete Heizungsbauer ins Spiel gebracht.:bounce::bounce::bounce:
    Hier haben Bauherren theoretisch die beste Möglichkeit, selbst Einfluß auf die tatsächliche Energieeffizienz (Verbrauchskosten, CO2 Emissionen) der Heizungsanlage zu nehmen.
     
  13. #53 Fabian Weber, 11.02.2019
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    Wie nun schon mehrfach erwähnt ist die HOAI eine Honorarordnung.

    Bei einem EFH ist das Honorar ca. 10% der Baukosten. Macht also bei 400.000€ Baukosten 40.000€ Honorar, wenn man alle Leistungsphasen beauftragt.

    Wenn man nur den Entwurf inkl. Bauantrag und vielleicht noch ein paar Details beauftragten und dann mit einer Baufirma den Rest macht, dann sind das zwischen 15.000€ - 20.000€ Honorar.

    Was daran schockiert, verstehe ich nicht.

    Nehmen wir wieder einen Stundenlohn von 100€ an, dann dürfte der Architekt nur 150h also etwas mehr als 3-Wochen Vollzeit mit dem Projekt beschäftigt sein.

    Zum Glück für den Bauherren gibt es die HOAI, bei der eben nicht nach Stunden abgerechnet wird. Und darum interessieren sich bei der derzeitigen Marktlage viele Architekten auch nicht mehr für die Planung von Einfamilienhäusern, weil das einfach nicht wirtschaftlich ist.

    Fazit, die Honorare müssten eigentlich viel höher liegen.
     
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  14. #54 Leser112, 11.02.2019
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    Eben- eine vordefinierte Ordnung, die mit tatsächlichem Verhältnis Aufwand/Nutzen relativ wenig zu tun hat.
    Woher kennst Du die tatsächlichen Baukosten, welche Deiner individuellen Schätzung unterliegen?
    Da kann man Bauherren durchaus verstehen, die damit in die Arme von GU/GÜ/BT getrieben werden.;)
    Warum ist dieses Geschäftsfeld für GU/GÜ/BT dennoch wirtschaftlich:confused:
     
  15. #55 Fabian Weber, 11.02.2019
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    Weil die nur Schrott bauen!
     
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