Architektkosten

Diskutiere Architektkosten im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Ich habe mal eine Frage (mein Name ist Programm :winken) und zwar: wie ich hier im Forum schon gelesen habe, arbeiten die Architekten nach...

  1. #1 Fragenmonster, 12. Februar 2009
    Fragenmonster

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    Ich habe mal eine Frage (mein Name ist Programm :winken) und zwar:

    wie ich hier im Forum schon gelesen habe, arbeiten die Architekten nach einem bestimmten Leistungsverzeichnis. Ich nehme an, jede Leistungsstufe hat ihren bestimmten Preis. Kann ich einen/meinen Architekten bitten diese, sag ich mal, Preisliste vorabzuschicken bzw. mir als Info zur Verfügung zu stellen? Oder wird er/sie mich für bekloppt erklären und/oder mich nur auslachen? :o

    Gruß
    Fragenmonster :)
     
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  3. Baufuchs

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  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 12. Februar 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Eine Kollegin/ein Kollege, er das macht, sollte bei Ihnen den Fluchtinstinkt auslösen.
    Natürlich kann man die Honorarermittlung erläutern
    Allerdings dabei beachten, dass es bei ersten Gesprächen nicht mehr als eine Info sein kann, weil über das eigentliche Haus ja noch nicht viel bekannt ist.

    MfG
     
  5. lawyer

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    Die Architekten arbeiten mitnichten nach einem Leistungsverzeichnis. Die HOAI ist nur Honorarrecht, regelt also nur die Vergütung. Schließen Sie einen schriftlichen Vertrag ab, in dem genau drin steht, was der Architekt zu leisten hat. Möglich: Die Beschreibungen der HOAI zur Vergütung zum Gegenstand der Leistung zu erklären.

    Die Vereinbarung eines Pauschalpreises für jede Leistungsstufe ist möglich. Aber sinnvoll? Ein Pauschalpreis ist nur eine Schätzung mit der Folge, daß einer verliert.

    Eine Art "Preisliste" (= Honorartafel) gibt es, wo Sie landen, richtet sich nach den anrechenbaren Kosten. Das sollte Ihnen ein Architekt erläutern können.
     
  6. #5 Fragenmonster, 14. Februar 2009
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    Das Tool ist super, nur leider fehlen mir Infos (z.B. Satz usw.) um die Kosten selbst zu ermitteln.

    Trotzdem Danke!
     
  7. #6 LiBa Hannover, 15. Februar 2009
    LiBa Hannover

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    planen und bauen fängt an, wo andere aufhören
    .........um genauer in die preisfindung einsteigen zu können, bräuchte man ein wenig mehr infos........neubau oder umbau, teilumbau usw. generell ist aber der mindestsatz anzunehmen, es sei denn es werden gehobene ansprüche seitens der bauherren gewünscht und beauftragt
     
  8. #7 Fragenmonster, 4. März 2009
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    Wir haben morgen unser erstes Informationsgespräch mit einer Archetektin.
    Frage an die Runde:
    Was sollen wir sie auf jeden Fall fragen bzw. welche Infos kann ich in so einem Gespräch erwarten?

    Danke für Tipps!:)
     
  9. Thomas B

    Thomas B

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    Eigentlich wir umgekehrt ein Schuh daraus: welche Infos braucht die Architektin??? Erst wenn SIE weiß, was DU willst kann sie auf Fragen nach Kosten und so weiter eingehen.

    Also...erstmal etwas beschnuppern... dann erklären was IHR wollt (EFH, DHH, MFH, Villa, Schloß,...), was für ein Budget habt Ihr hierfür eingeplant (auch etwas differenzierter: Budget fürs haus -ihre Planung- oder Budget für alles -also auch fremde Kosten, wie Küche, evtl. Gartenanlage, aber auch Kosten für Anschlüsse von Gas/ Wasser/ Strom/ Telekom,...) und natürlich welche Wohnwünsche für Euch wichtig sind (Keller Ja/ nein, 1, 2 3, oder 4 Kinderzimmer, offene Küche oder nicht offen, eher rustikal oder hypermodern).

    Und dann die Kollegin auch konkret nach Honorarkosten befragen (HOAI, welcher Satz Mindest/ Mittel/ Höchstsatz).

    Und dann mal gucken. Dürfte schon recht viel sein fürs erste Gespräch....

    Gruß

    Thomas
     
  10. #9 Fragenmonster, 4. März 2009
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    Das war uns schon klar. Die Infos bekommt sie selbstverständlich von uns.:)
     
  11. #10 Johan Cruyff, 8. März 2009
    Johan Cruyff

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    Hi,

    ursprünglich wollten wir ja ohne Architekt arbeiten. Aber nach der Forums-Lektüre ist die Planung, Vergabe, Auswertung der Angebote und Bauüberwachung nicht ohne (untertrieben:D).

    Ich habe mir unter http://www.archifee.de/ das Honorar für ein 225.000€ Haus errechnen lassen. Gut, ich habe alle Voreinstellungen so beibehalten, aber 28.000€ ist schon ne ganze Ecke! Dafür muss ich ganz schöne lange in die Arbeit gehen..

    Bei uns gibt es nicht sooo viele Bauunternehmer (bauen auch schlüsselfertig) und einige haben einen sehr guten Namen. D.h. ich kenne einige die sind zufrieden mit deren Leistungen.
    Ich habe mir überlegt, mit zwei bis drei BUs ein persönliches Gespräch zu führen, meine Vorstellungen zu unterbreiten (Hausgröße, Vorstellungen vom Grundriß..) und die machen mir dann ein Angebot ("das ich nicht ablehen kann" ;) ).

    Bin ich hier (mal wieder) komplett auf dem Holzweg, dass dies so klappen könnte?

    Gruß,
    Johann
     
  12. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Bin ja nicht Berti Vogts...

    ... aber mit der Frage wirste wieder ne tolle Diskussion auslösen. Obwohl,

    ich halt mich zurück:D
     
  13. #12 Shai Hulud, 8. März 2009
    Shai Hulud

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    :konfusius :konfusius :konfusius
     
  14. ManfredH

    ManfredH Gast

    Stimmt ! .... der Architekt allerdings auch, wenn er seine Sache sorgfältig macht.

    Wobei, so ganz nachvollziehbar sind die 28.0000 für mich noch nicht. Von welchen Randbedingungen bist du denn da ausgegangen ? 225.000 EUR Baukosten = mit oder ohne MWSt. ? Welcher Schwierigkeitsgrad bzw. Honorarzone ?
     
  15. Thomas B

    Thomas B

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    ...

    Die Architekten -das ist unser "Problem"- müssen leider immer wieder ihr Honorar "begründen". Sooooo viel Geld für keine "greifbare" Leistung. Nur etwas Papier und nette Worte...so was...

    Glaubst Du denn, daß der BU Dir das Haus für umme baut???? Glaubst Du, daß ein BU ein Haus überhaupt planen kann??? Sicher, er ist in der Lage -alleine schon aus seiner Erfahrung als Bauunternehmer heraus- ein haus zu erriuchten, daß nicht einstürzen wird...klar. Kann ein BU auch gestalten (es gibt sicher welche) und alle anderen Gewerke (Zimmerer, Dachdecker, Estrich, Fenster,....) planen, fachlich beurteilen, koordinieren, kalkulieren usw. usf.??? Wenn er es kann (was nicht die Regel ist), dann wird er für diese Leistungen, die viel Arbeit (=Zeit) beanspruchen sicher eine Entlohnung erwarten.

    Dieser Lohn wird dann nicht als "Honorar" ausgewiesen, sondern fließt in die für Dich nicht nachzuvollziehende Gesamtkalulation ein. Dann kann es sein, daß der BU für das Gesamtpaket ein Honorar/ einen Gewinnaufschlag von 15.000 oder 25.000 oder 35.000 oder oder oder eingeplant hat.

    Zahlen mußt Du so oder so, nur die Bankverbindung ist bei den unterscheidllichen Vorgehensweisen immer eine andere.....

    Gruß

    Thomas
     
  16. #15 Johan Cruyff, 9. März 2009
    Johan Cruyff

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    Wie kann ich sicher sein, wenn "mein" Architekt die Ausschreibung macht, dass die BUs nicht auch diesen Gewinnaufschlag mit einrechnen? Dann zahl ich zweimal...

    Mir ist durchaus bewusst, dass die Arbeit eines Architekten einiges an Geld wert ist. Mir ist auch bewusst, dass ein Laie wie ich die Arbeit eines Architekten nicht mal im Ansatz selbst ausführen kann.

    Zu mir kommen im meinen Job auch viele Kollegen und Kunden und meinen ".... Anlage ist beim TÜV bezüglich Sicherheitsfunktionen durchgefallen. Kann man da nicht mal schnell was machen..". Um diese Anlagen Normenkonform zu machen sitzen wir auch einige Zeit dran.

    Aber für 28.000€ muss ich einige Monate Vollzeit malochen. Sagen wir mal locker 4 Monate. Ganz ehrlich - ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Architekt sich mit meinem Haus 4 Monate Vollzeit (!!! d.h. 9 Std. am Tag) beschäftigt. Auch umgerechnet auf zwei Jahr...

    Wie gesagt - ich will die Notwendigkeit und die Güte der Architekten nicht in Frage stellen.

    Gruß,
    Johann
     
  17. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Manfred...

    ... bitte dran gewöhnen: dem privaten Endkunden ist immer der Endbetrag (also einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zu nennen. Alles andere ist abmahngefährdet. Demzufolge streichen wir Deine Frage:)

    :konfusius
     
  18. #17 Torsten Stodenb, 9. März 2009
    Torsten Stodenb

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    Gerade habe ich meinem Hund diese Zahlen vorgelesen, weil ich mich abreagieren musste. Da öffnet der sein Maul und fängt an zu bellen: "Wo, wo, wo, wo, wo!?"

    Tja, es wird eben nicht nur an der Börse spekuliert. Aber was ich sagen wollte, ein Gesamtaufschlag auf die Objektkosten ist selbstverständlich kein Gewinn. Ich fände es anmaßend, wenn jemand meine allgemeinen Betriebskosten sowie die Kosten für Marketing (Marktbeobachtung, Produktentwicklung, Corporate Identity, Kommunikation und PR, Werbung etc.) und Vertrieb als "Gewinn" bezeichnen würde.
     
  19. ManfredH

    ManfredH Gast

    Das weiss ich schon auch.
    Aber die Grundlage, auf der das Architektenhonorar auch für private Endkunden ermittelt wird, sind die sog. anrechenbaren Kosten, und das sind nun mal - vereinfacht ausgedrückt - die Baukosten ohne MWst.

    Insofern halte ich meine Frage für durchaus berechtigt und wäre nach wie interessiert an Johan Cruyffs Antwort darauf.

    :konfusius
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 10. März 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Da gehen die Denkfehler schon los (nicht böse sein).
    Das, was ein Angestellter im Monat brutto ausbezahlt bekommt, ist nur ein Teil der Kosten, die er "verursacht".
    Das Haus, in dem er trocken sitzt will bezahlt sein, Stuhl, Tisch, PC wollen bezahlt sein, dann gibts da noch Sekretariat, Heizung, Berufsgenossenschaft, Versicherungen, Licht, Wasser, evtl. Firmenwagen, Verbandsbeiträge, Literatur, ............................
    Rechne mal all diese Kosten auf Dein Gehalt drauf und dann rechne das Architektenhonorar nochmal nach.
    Oder ruf einfach mal den Techniker für Euren Geschirrspüler und errechne, was der Dich die Stunde kostet :yikes oder was Deine Autowerkstatt so für ne Mechanikerstunde Dir in Rechnung stellt.
     
  22. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Falsch Manfred...

    ... wie Du deine Kosten ermitteltst, ist einzig und allein Dein Problem. Fakt ist, wenn mann dem privaten Endkunden Zahlen präsentiert, dann haben diese die Mehrwertsteuer zu enthalten. Und auch nicht die Bezeichnung zuzüglich MWSt. Endpreis, nix anderes. So, und wenn ich dann mal Zone III Mittelsatz rausgreife, dann bin ich ratzfatz bei 28 k€ brutto.

    :konfusius
     
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