Auch hier die Frage, Fundament nachträglich und/oder Drainage sinnvoll?

Diskutiere Auch hier die Frage, Fundament nachträglich und/oder Drainage sinnvoll? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, Ich würde Euch gerne um Euren Rat bitten. Zuvor: Ja ich habe den Beitrag vor einigen Tagen gesehen, in welchem dieses Thema...

  1. fk132

    fk132

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    Hallo zusammen,

    Ich würde Euch gerne um Euren Rat bitten.

    Zuvor: Ja ich habe den Beitrag vor einigen Tagen gesehen, in welchem dieses Thema besprochen wurde, auch habe ich versucht dort weitere Informationen heraus zu bekommen, leider ohne Erfolg. Darum Poste ich jetzt hier, und los gehts:

    Ich habe vor 4 Jahren ein Haus (Erdgeschoß - Baujahr ca. 1920, oberer Stock - ca 1950) gekauft, dieses habe ich oben bereits renoviert (Innen).

    Nun ist es an der Reihe, den unteren Bereich herzurichten, was mich dazu brachte, die alten Böden herauszureißen, und daraufhin mal einen halben Meter runter zu graben (zwecks zukünftiger Isolierung und Bodenheizung). Hierbei ist mir aufgefallen, dass unter den Wänden (bis zu 65 cm Wandstärke) kein Fundament darunter ist. Desweiteren ist auf der Außenseite auch keine Drainage oder ähnliches vorhanden. Der Boden ist auf dem ersten halben Meter Tiefe nur Lehm mit einigen geringen Steinvorkommen gewesen.

    Jetzt meine Frage, Ist es sinnvoll, die Mauern mit einem Fundament zu unterlegen? Wenn ja welche Kosten würde dies in etwa nach sich ziehen? Die Gebäudegröße ist 9 x 19 Meter. Wäre es Ratsam eine Drainage zu machen? Wenn ja welche Kosten ca? (Ja die Wände waren teilweise Feucht). Was ist Eurer Meinung höherer Priorität, Fundament oder Drainage?

    Es gibt Setzungsrisse an den Hauswänden Hofseitig, diese wurden zu Beginn der Renovierungsarbeiten vor 4 Jahren von einem Statiker begutachtet, welcher meinte das diese die Keine Einsturzgefahr darstellen. Daraufhin wurde oben eben renoviert. Jetzt kamen allerdings wieder einige Risse in einem Raum des Obergeschoß, dass würde ja heißen, dass sich das Mauerwerk erneut gesetzt hat. Sollte dies nicht nach so langer Zeit endlich mal abgesessen sein oder geht das immer so weiter?

    Hier noch einige Bilder hierzu:

    <a href='http://www.bauexpertenforum.de/vbimghost.php?do=displayimg&imgid=2369' border=0><img src='http://www.bauexpertenforum.de/imagehosting/thum_18911496f80b603ab1.jpg'></a>

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    Freue mich auf viele hilfreiche Antworten.
    mfg
     
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  3. fk132

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    Sry Leute, mache ich irgend etwas falsch oder gibt es wirklich niemanden der mir bei meinem Problem helfen kann? :frust
     
  4. Julius

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    Doch, ein Fachmann vor Ort kann bestimmt weiterhelfen.

    Auch der Ferne kann ich Dir immerhin sagen, daß "Setzrisse" aufgrund fehlenden Fundaments wohl nicht aufhören werden...
     
  5. #4 DerSuchende, 20. Januar 2009
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    :((Weil es so selten ist)
    Wie viel Gutes (vom Kaufpreis) hat Dir dieses Haus (in 4 >Jahren+, so ungefähr) eingebracht?
    Hat dabei nicht, vom Anfang an, was gefehlt?
    Oder rechnet sich: so WAS doch?

    MfG
     
  6. fk132

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    Hi, also rechnen ist natürlich so eine Sache.

    Die Lage ist Traumhaft, also genauso wie ich das wollte, der Preis war OK, die Investitionskosten sind leider sehr Hoch, aber das wesentliche ist für mich der emotionale Wert den ich mit der dortigen Gegend verbinde. Natürlich hätte ich alles wegreisen und mir ein neues Haus hinstellen können, der Preis wäre nicht mehr um viel umgewesen, aber ich habe mich für diesen Weg entschieden und fertig.

    mfg
     
  7. Julius

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    Eben nicht fertig!

    Die Hütte wird Dir laufend unter den Händen auseinanderreißen...
     
  8. Meizter

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    Also da hilft nur eines nähmlich ein Architekt bzw. Fachmann. Ich würde beginne mit den Unterfangungen ( Fachmann!!!!) des Fundamentmauerwerkes. Im Selben zuge da ja eh Loch auf ist Drainage reinlegen + Abdichtungsarbeiten. Dann den Boden Tieferlegen mit......
    Du siehst es ist nicht einfach so zusagen es muss eine Bauleitung her, die die verschiedene Gewerke bzw. Arbeiten bestimmt die notwendig sind für deinen Plan. Desweiteren der dir einen Bauablaufsplan erstellt, also wer kommt zuerst und wer geht zuletzt. Wenn der Fachmann nun da ist und dir eine Planung erstellt, dir die Auszuführenden Arbeiten nennt siehst du ja was du dir zutraust und was nicht da kannst du dich absprechen mit ihm.
    Wir hatten letztes Jahr auch so eine Baustelle. Uraltes Haus und ich habe auch die eigentümer gefragt ob sich das Lohnt. Ihre Antwort war, sie möchten gerne altes Gut erhalten. OK dachte ich mir ist ein Argument genauso sehe ich deine Argumente!
     
  9. Baumal

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    wieso???


    meine glaskugel sagt mir z.b., der riss in der außenfassade ist
    absolut lächerlich.

    soll er wegen einem riss die bude nicht kaufen, wenn lage und
    kaufpreis den wünschen entsprechen?

    mit aussagen uber abriß und dafür neu bauen ist man schnell dabei, aber deine
    hütte z.b. hat noch einige jahrzehnte(-hunderte) mehr auf dem buckel. (?)

    warum nicht bestand vernünftigt sanieren, anstatt die landschaft mit
    neubaudackelgaragen zu zupflastern?
     
  10. fk132

    fk132

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    Nunja, also:

    @ Baumal: Thx für das Verständnis, genau so ist es nämlich. Alleine die Lage ist mir das Geld Wert gewesen.

    @ All: Das mit den Architekten ist ja so eine Sache, ich hatte bereits 3 Architekten im Zuge der Kostenlosen Erstberatung bei mir auf der Baustelle, aber alle 3 haben was vollkommen anderes als Grund für die Risse hervorgebracht, vollkommen unterschiedliche Ansätze für die Sarnierung, und das schlimmste, jeder von denen wollte mir irgend nen teuren Schnickschnack einreden, wie zum Beispiel einen Wintergarten im ersten Stock, oder einen teilweisen Dachgeschoßausbau oder aber, dass ich die alte Hausform, das sogenannte "Erscheinungsbild" ins moderne überführe, mit lauter so extravaganten Baulichen Ausführungen. Auch das hat mein Vertrauen in die drei Herren schwinden lassen, da ich ausdrücklich gesagt habe was ich möchte.

    Diese wurden mir jedoch über die Kammer der Architekten vorgeschlagen.

    Also stellt sich mir die Frage, wie erkenne ich einen "kompetenten und korrekten" Architekten der nicht nur auf Profit aus ist?
     
  11. #10 netrafting, 2. März 2009
    netrafting

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    Sanierung kein Problem

    Sehr geehrter fk132,
    wir haben schon öfter Häuser gehoben, und dabei haben sich die Risse geschloßen. Wir müssen dazu selbst ein Bodengutachten machen. Drainagen im Lehmboden führen in der Regel das Wasser an das Fundament heran. Diese Leitungen und die Wasserzuführung an das Fundament unterbinden wir. Dann trocknet der Lehm unter dem Gebäude aus, er kann sogar so hart werden, daß er zum Lehmstein wird und extreme Lasten Aufnehmen kann.
    MfG Netrafting Beck GmbH
     
  12. gast3

    gast3 Gast

    :wow na ja ich lerne immer gerne

    aber erklär mir mal, warum du das Haus heben willst - auf welcher Grundlage kommst du denn dazu :yikes


    du hast vergessen dein Werbematerial anzuhängen


    Gruß


    Helge
     
  13. Baumal

    Baumal

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    ich finde das foto ist geschäftsschädigend...:D
     
  14. KATMat

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    müsste

    das net heißen: Net raff ting :shades
     
  15. gast3

    gast3 Gast

    also erst mal, muss ich Julius widersprechen: Setzungsrisse gehen nicht immer unbedingt weiter, ist sogar eher selten (z.B. aber bei sich änderende Wasserständen etc.).

    Wie du einen Architkten deines Vertrauens findest keine Ahnung, solltest aber vor Sanierungsgedanken mit der "Ursachenvorschung" beginnen. Wenn es Setzungsrisse sind (und das ist anhand der Fotos ja nun nicht unwahrscheinlich), wirst du um eine Bodenuntersuchung nicht herumkommen - die berühmten Gipsmarken, sollten auch nicht fehlen.

    dann hast du (hoffentlich) erst mal eine Vorstellung über Ursachen und zeitlichen Verlauf und daraus ergeben sich dann Sanierungsbedarf und - möglichkeiten, derer es viele gibt (wohl auch etwas fragwürdige :mega_lol:)

    Gruß


    Helge
     
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  17. #15 Eumeltier, 4. März 2009
    Eumeltier

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    Naja, die Hauptfrage ist ja, ob der Riß sich überhaupt noch bewegt.

    Ich habe zB. ein Haus gesehen, bei denen sich im Laufe der Jahrzehnte die Giebelwand in der Mitte soweit ausgebeult hat, daß sie von der Innenwand abgerissen ist und man durch den Spalt einen Arm durchstecken konnte :yikes

    Dennoch war nach der langen Zeit der Vorgang anscheinend zum Stillstand gekommen, der Spalt wurde einfach zugemauert und auch 10 Jahre später ist keine erneute Rißbildung zu sehen.

    Gruß,
    Martin
     
  18. SnakeKiel

    SnakeKiel

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    Hallo,

    wie ist die Geschichte denn weitergegangen? Ich stehe nämlich vor einem sehr ähnlichen Problem. Mit dem Unterschied, dass das Haus so ca. 100 Jahre älter ist und die Setzungsrisse harmloser aussehen. Es kommt aber zu viel Feuchtigkeit und Kälte von unten und deswegen muss einfach was gemacht werden ... Fundament ist nicht vorhanden.

    Ich habe ja noch die Hoffnung, dass es nicht so schlimm ist, wie man zunächst denkt ...

    Gruß
     
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Auch hier die Frage, Fundament nachträglich und/oder Drainage sinnvoll?

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