Audoppelung Sparren = Wärmebrücke ?

Diskutiere Audoppelung Sparren = Wärmebrücke ? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Die Sparren (8/12) sollen für eine Zwischensparrungdämmung mit 8/8 Kanthölzern aufgedoppelt werden. Vorher wird eine diffusionsoffene Folie (Typ...

  1. Wolang

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    Die Sparren (8/12) sollen für eine Zwischensparrungdämmung mit 8/8 Kanthölzern aufgedoppelt werden. Vorher wird eine diffusionsoffene Folie (Typ Majpell o.glw.) über die Sparren geschlauft und winddicht verklebt. Darauf kommt die Dämmung 200/35, anschließend Weichfaserplatte (30 mm), Konterlattung 3/5, Latten 3/5 S10 und Tonziegel.

    Die Kanthölzer sollen mit Ankerkopfschrauben befestigt werden. Unser Energieberater rät hiervon ab, da Kantholz u. Sparren dann eine Wärmebrücke darstellen. Er schlägt eine Kombination von Zwischen- u. Aufsparrendämmung vor.

    Ist das wirklich eine kritische Wärmebrücke und der Dachaufbau so zu empfehlen oder leiber doch eine Kombination aus Zwischen- u. Aufsparrendämmung?
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 21. September 2010
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    Ah ja.
    OK - bei einem üblichen Sparrenabstand von 80 cm hat dann auf 10 % der Fläche die Dämmung statt U 0,5 ein U von 1.6 (in der 8 cm Dicke)

    Aufsparren und Gefachdämmung kombiniert - Da wirds dann bauphysikalisch spannend.
    Sicher Tauwasserfrei sind nur Konstruktionen, deren Dampfdichte nach aussen gleichbleibt/abnimmt.
    Mineralwolle hat ein my von 1, Holzwolleplatten ein my von 3 (und mehr), EPS (Styrpor) ein my von 30 und mehr.
    Holzwolleplatten haben nur WLG 040, es muss also mehr Dämmstärke her.

    Wenn der Energieberater schon solche Tipps gibt, sollte er erstmal die Tauwasserfreiheit nachweisen. Und dann mal die Kosten gegeneinander stellen.
     
  4. mls

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    8/12 ist ja riesig ;)
    wurde der bestand unter den neuen lasten stat. nachgewiesen?
    ist eine gefachdämmdicke von 20cm unter berücksichtigung der sowiesokosten
    und der energiepreisentwicklung zeitgemäss?
    wie geht´s innen weiter, bleibt alles, oder?
     
  5. Wolang

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    Danke schon mal für die Antworten.

    Eine statische Überprüfung für den geplanten Aufbau (Zwischen- u. Aufsparrendämmung) ist erfolgt --> Pfetten werden durch ein U-Profil 140 mm verstärkt, die Sparren in Abhängikeit vom tatsächlichen Abstand ebenfalls mittels aufgenageltem Brett 22 mm.

    Außer der neuen Dachdämmung werden Fenster ausgetauscht (2- o. 3-fach Wärmeschutzglas) und eine Kerndämmung der 2-schaligen Außenwände.

    Würde gerne weitere Meinungen zum Thema erfahren und freue mich über Ratschläge, Empfehlungen jeder Art.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 23. September 2010
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    Meine Meinung: Dieser Aufwand = :mauer
    Erst den Sparren seitlich "aufdoppeln", dann oben aufdoppeln und dann noch ne Lage oben drauf.

    Viel einfacher und unterm Strich wahrscheinlich deutlich preiswerter:
    Seitlich eine Bohle 4/20 oder 5/25 an die Sparren annageln oder bolzen.
    Verringert die Breite der "Wärmebrücke" Querschnittserhöhung um 50%, lässt (wenn unten ein paar cm von der UK altem Sparren weggeblieben wird) Dämmstärken bis fast 30 cm zu - im Querschnitt!!!
    Wenn wirklich noch ne Weichfaserplatte oben drauf soll, können da die Stöße mit einer Latte hinterlegt werden.

    Ich vermute, hier wusste keiner so recht, was der andere macht. (Statiker vs. Energieberater)
     
  7. Wolang

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    Hallo Herr Dühlmeyer,
    danke für die schnelle Rückmeldung. Sie haben Recht, es macht keinen Sinn etwas doppelt herzustellen. Es soll auch nur die eine oder andere Variante ausgeführt werden. Entweder wie von Ihnen bzw. ähnlich vom Statiker, vorgeschlagen eine seitliche Brettverstärkung mit "Aufbauhöhengewinn" oder die Variante mit dem Aufschrauben der 8/8 Kanthölzer. Ihre und andere Kommentare helfen mir doch sehr, eine dem Nutzen/Aufwand entprechend wirtschaftliche Lösung zu finden.

    Gruß aus Oldenburg.
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 23. September 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Ähhh - wie jetzt. Eine Sparrenaufdopplung mit gleichzeitiger Erhöhung der Sparrenhöhe mit einer Breite von 22 mm? Ernsthaft? :yikes

    Vielleicht sollte man dem Statiker mal ein 22er Brett hochkant einspannen, ihm einen Hammer in die Hand drücken, eine 3/5 und eine 4/6 Latte, einen 90er Nagel hinlegen und ihn bitten, die Latten mit dem Nagel auf dem Brett zu befestigen, ohne dass sich das Brett in Brennholz verwandelt.
    :mauer
     
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  10. jman

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    Jetzt hab dich mal nicht so dann müssen die Dachdecker halt vorbohren! :mega_lol::mega_lol::mega_lol:
     
  11. #9 Ralf Dühlmeyer, 30. September 2010
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    Oder immer genau die Bohrgänge der kleinen Untermieter treffen :p
     
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