Auf aufgeschüttetem Boden Gründen

Diskutiere Auf aufgeschüttetem Boden Gründen im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, wie bereits in einem meiner vorherigen Threads beschrieben, liegt mein Grundstück dank der erstklassigen Planung der Stadt ca....

  1. #1 abinseigenheim, 14. Juli 2017
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    Hallo zusammen,

    wie bereits in einem meiner vorherigen Threads beschrieben, liegt mein Grundstück dank der erstklassigen Planung der Stadt ca. 1/2 Meter unterhalb der neu gebauten Straßen.
    Damit das Grundstück/Haus jedoch später nicht als großer Gulli fungiert, möchten wir das Grundstück vor dem Beginn der eigentlichen Arbeiten komplett aufschütten lassen.

    Ich habe jetzt ein Angebot für das Aufschütten des Grundstückes mit Füllboden (Kieshaltiger Schluff (bis 15cm Gesteinsgröße) inkl. dem fachgerechten Verdichten per großer Walze von der Firma die hier im Baugebiet die kompletten Kanalarbeiten vornimmt, erhalten.
    Dort wo später die Bodenplatte für das Haus errichtet wird, wird dann spatter zu Beginn der Arbeiten für die Bodenplatte noch eine zusätzliche Kiesschicht aufgeschüttet und verdichtet.
    Darauf dann die Perimeterdämmung und die Bodenplatte... soweit der Plan meinerseits.

    Ein befreundeter Bauingenieur meint jetzt jedoch, dass man so nicht gründen soll/kann. Der zuvor verdichtete Boden würde sich weiter setzen was später mit Sicherheit zu Problemen am Haus führen würde.
    Die Tiefbaufirma die mir das Angebot für das Aufschütten des Grundstückes erstellt hat, sieht jedoch keine Probleme...

    Es ware schön, wenn sich hier noch einige Experten dazu äußern könnten.
    Ich will auf jeden Fall nichts riskieren, was später dem Haus schäden könnte.

    Vielen Dank für eure Meinungen.

    Grüße
    Torsten
     
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  3. Andybaut

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    Hallo,

    also grundsätzlich kann man und wird so gegründet. Der Humus wird abgeschoben und verdichtungsfähiges Material in Lage aufgefüllt und gegebenenfalls mit z.B. Kalk verbessert.
    Ohne ein vorhandenes Baugrundgutachten und eine Gründungsempfehlung in Absprache mit dem Statiker würde ich solch einen Aufbau aber nicht einfach durchführen.
    Dort werden Verdichtungswerte gefordert die dann auch einzuhalten sind. Des weiteren stellt sich die Frage mit was aufgefüllt wird.
    So ein Erdbauer hat oftmals Boden übrig und ist froh den los zu werden. Das kann aber auch gerne mal kontaminiertes Material sein.

    Also so holterdipolder mal auf die schnelle geht das nicht. Das muss gut geplant sein.
     
  4. petra345

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    Wenn man den Mutterboden abhebt und noch wenige dm dazu, hat man doch bereits den Keller ausgehoben.
    Warum soll man unter diesem Bedingungen auf den Keller verzichten?
     
  5. #4 abinseigenheim, 15. Juli 2017
    abinseigenheim

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    @Andybaut: Vielen Dank für deine Antwort.
    Wenn ich dich richtig verstehe, spricht also erstmal nichts gegen mein geplantes Vorgehen. Wichtig wäre halt, dass er vor dem Aufschütten den Mutterboden entfernt und dann immer schon lagenweise einbaut und verdichtet. Richtig?
    Bezüglich der geforderten Tragfähigkeit des Bodens würde ich noch einmal den Statiker kontaktieren, wenn der mir einen Wert X N/m² vorgibt, und der Tiefbauer kann den später nachweisen, dann sollte ja alles okay sein, oder?

    Ein Bodengutachten gibt es bereits - darin wird der Boden als sehr tragfähig bezeichnet welcher jedoch aufgrund der großen Gerölls nicht gut verdichtbar ist. Ich denke aus diesem Grund hat auch der Tiefbauer die Auflage von der Stadt, jeglichen Erdaushub vor Wiedereinbau auf <15cm zu Sieben, damit der Boden fachgerecht verdichtet werden kann.
    Über kontaminiertes Material mache ich mir weniger Sorgen, da es wie gesagt von den Erdarbeiten in unmittelbarer Nähe zu unserem Grundstück stammt.

    Grüße
    Torsten
     
  6. Andybaut

    Andybaut

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    so passt das, wobei der Einwand von petra vielleicht interessant sein könnte.
    Die Kosten für eine Aufschüttung können teilweise recht happig werden.
    Also ruhig auch Alternativen durchspielen.
     
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