Aufbau/Abdichtung Bodenplatte

Diskutiere Aufbau/Abdichtung Bodenplatte im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, liebe Bausachverständige, bei mir hält sich der Sachverstand leider oft mit Unwissenheit die Waage ;-) Deshalb kurze Frage: Unsere...

  1. olli295

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    Hallo, liebe Bausachverständige,
    bei mir hält sich der Sachverstand leider oft mit Unwissenheit die Waage ;-)
    Deshalb kurze Frage:
    Unsere Bodenplatte (liegt an sich über OK Straße) wurde folgendermaßen erstellt:
    - Kiessauberkeitsschicht
    - Folie
    - Abstandshalter/doppellagige Bewehrung
    - 20 cm WU-Beton

    Unter die erste Lage Ziegel (T9) wurde eine Bahn Bitumen aufgebracht (muß nicht die gesamte Bodenplatte nochmals abgedichtet werden? Auf die Bodenplatte kommen noch 10 cm Dämmung und 7 cm Estrich).
    Wie sieht es aus mit der seitlichen Dämmung der Bodenplatte, also dem Schutz gegen Eindringen von Feuchtigkeit aus dem anliegenden Erdreich?

    Ich freue mich auf hilfreiche Antworten :-)
    Grüße
    Oliver
     
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  3. #2 Carden. Mark, 10. September 2007
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    Was mir nun garnicht gefällt ist folgendes.
    Kies unter Folie, darauf Abstandhalter (drücken sich in den Kies) und hierauf die Unterbewehrung.
    Das ist billigster Pfusch.
    Tut mir Leid das ich es so hart rüber bringe.
     
  4. Yilmaz

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    Hallo Oliver,
    hier sind nich alle bausachverständige aber betimmt mit sachverstand:)

    Also nach DIN müßen alle Bodenplatten gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet werden, hier reich eine PE-Folie nicht.
    Alle von Boden Berührten Wände müßen min. 30cm über gelände abgedichtet werden und darf nach Fertigstellung der gelände 15 cm nicht unterschreiten.

    Im berech der Bodenplatte ist eine Wärmebrücke und die 10cm Dämmung unter estrich scheint mir viel zu wenig.

    Auf die Richtigkeit der aufbau von dem bodenplatte gehe ich drauf nicht ein!
    Mfg.

    @Mark müsstest du nicht auf der Baustelle sein!? :)
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 10. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Wer keinen...

    eigenen Sachverstand hat, der muß sich diesen anderweitig suchen.
    Sinnvollerweise VOR Bauausführung.
    Nun liegt das erste Kind schon im Brunnen. Bevor der Brunnen noch mehr aufnehmen muss., empfiehlt sich hier (wie allemale) die Hinzuziehung einer baubegleitenden Qualitätskonrtolle.
    Ja - die kostet Geld. Aber eine verpfuschte Bauausführung kostet IMMER mehr als die Kontrolle.
    MfG
     
  6. olli295

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    Nachtrag

    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass unter der BP der (Mutter-)Boden in einer Stärke von rund 1,5 m gegen Kies ausgetauscht wurde und dass die BP auf 50 cm starken Streifenfundamenten ruht, die entsprechend tief ins Erdreich ragen.

    @Mark: vorgesehen für die Abdichtung ist eine V60 S4. Was spricht für die von dir genannte Variante und gegen die V60 S4?

    @Ralf: natürlich wäre es wünschenswert, jeden Schritt mehrfach abzusichern. Ich bin auch Realist genug, einzusehen, dass wir für unser Geld das Maximum harausholen wollen, der BU naturgemäß aus entgegengesetzter Richtung schaut. Zu verschenken hat wahrscheinlich keiner etwas. Ich möchte unserem BU aber nun wahrlich nicht Unfähigkeit und Pfuscherei unterstellen. Bislang hatte ich eigentlich einen recht guten Eindruck. Es gibt logischerweise immer eine Grauzone zwischen dem, was als Mindestzustand unabdingbar ist und dem, was technisch möglich, aber finanziell nur mit überzogenem Aufwand darstellbar ist. Zu einzelnen Zwischenabnahmen haben wir durchaus vor, einen SV hinzuzuziehen.

    Die Frage zur Bodenplatte zielte weniger darauf, dass ich Pfusch vermute, sondern eher darauf, worauf wir in dieser Hinsicht achten sollten.

    Wenn ich die früheren Beiträge hier im Forum richtig deute und mein logischer Verstand mich nicht im Stich läßt, ist es durchaus üblich, die Abdichtung erst kurz vor dem Estrich aufzubringen, damit sie nicht bei Mauerarbeiten beschädigt wird. Dumme (?) Frage am Rande: kann bei derzeitiger Wetterlage (die BP ist ja ständig nassgeregnet) überhaupt die Schweißbahn aufgebracht werden? Wohin mit der Feuchtigkeit, wenn UNTER der BP auch eine Folie abdichtet?

    Bliebe letztlich nur die Frage, ob an die Seite der BP bzw. der Streifenfundamente eine Dämmung bzw. Abdichtung angebracht werden sollte, um Wärmebrücken zu vermeiden (oder nach irgendeiner DIN sogar muss?)

    Viele Grüße + schönen Abend,
    Oliver
     
  7. #6 Robby, 10. September 2007
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2007
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    Die von Mark genannte DIN 18336 ist eine ATV also nur bei VOB Vereinbarung... ist das so?

    ansonsten dem Lastfall entsprechend. DIN 18195-4 wäre auch eine V60 S4 als Mindestanforderung tauglich ergibt sich aber aus der Stoffnorm DIN 52131 . OK die hat satte 60g / m² Glasvlieseinlage :think und ein gutes Blatt Papier 85g .... die Vorteile der G200S4 dürften somit klar sein ... die hat 200g/m² Glasgewebeeinlage....
     
  8. Robby

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    Es ist übrigens richtig die Bopl. so spät als möglich abzudichten (wenn der Lastfall das abdichten auf der Bopl. vorsieht) diese muß nicht zwingend vollflächig verschweißt werden und der ist die dann enthaltene Restfeuchte im Beton ziemlich egal....

    diese wird dann mit der Abdichtung unter den Wänden verbunden oder an diese herangeführt.... ich hoffe es ist keine Schweißbahn
     
  9. Robby

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    zu der Stirnseite.... Abdichtung=was sagt der Planer? Geländeoberkante ist?

    Dämmung = der ENEV Nachweis sieht vor???
     
  10. #9 Carden. Mark, 11. September 2007
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    V60 S4 = Bitumen-Schweißbahn mit 60 g/m² Glasvlieseinlage talkumiert, D= 4mm.
    wenn Du lesen magst: http://www.sv-carden.de/4-3_t4_sohle.html

    Aber die Betonsauberkeitsschicht fehlt gelle.
    Der Schotter / Kies war / ist jedenfalls keine:mad:
     
  11. Robby

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    sicher fehlt die :) und kommt auch nicht zurück... als Abdichtung gegen Bodenfeuchte ist die V60 dennoch ausreichend...

    Diffusion anderes Thema ;) Da hab ich auch was anderes lieber als die G200 S4 :lock

    und ich glaube das ich gar nicht gemeint war :o
     
  12. olli295

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    Danke!

    @Mark: danke für den Link! Endlich mal etwas übersichtliches! Ja, sicher haben wir keine Betonsauberkeitsschicht. Wir haben vor Unterschrift 7 Angebote verglichen, KEINER hat etwas anderes als eine Kiesschicht (wenn überhaupt diese!) angeboten. Ich denke, die Gefahr der aufsteigenden Feuchtigkeit sollte nicht allzu groß sein, wenn ich die erwähnten Streifenfundamente betrachte und dazu die Tatsache, dass wir ja oberhalb des Straßenniveaus und rund 1 m oberhalb des umliegenden Geländes liegen.

    @Robby: Theoretisch gelten die VOB. Allerdings steht im Vertrag die Leistungsbeschreibung ranghöher, so dass es wohl so zu verstehen ist, dass, wenn in der LB eine V60 S4 genannt ist, diese dann auch Standard ist (gar nicht mal schlecht der Trick, Spezifikationen und Details in der LB zu nennen, wenn ansonsten eine höherwertige Vorgabe der VOB ziehen würde, gell...?)

    Der Planer/Architekt sagt übrigens nix zur seitlichen Abdichtung, d. h. in den Zeichnungen ist sie nicht drin. Das Ganze wird ein KfW60-Haus, der Architekt hat unterschrieben, dass die Werte eingehalten werden. Zur Höhe: Da ja noch 17 cm Estrich obendrauf kommen, wird die BP ganz oder zumindest teilweise unterhalb OK Gelände liegen.

    Ich denk mir halt nur: WU ist nicht wasserdicht, soviel habe ich ja nun auch schon gelernt. Also kann Feuchtigkeit/Kälte doch durch die ungeschützten Flanken der BP unter die Wände und damit nach innen dringen. Oder sehe ich das Ganze zu verbissen?

    Grüße,
    Oliver
     
  13. Robby

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    VOB gilt nur wenn im Gesamten vereinbart...

    gibt es eine festgelegte Sockelhöhe bezüglich der Abdichtung?
     
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  15. olli295

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    "Die Sockelhöhe beträgt ca. 20 cm".

    Wir bauen ja mit dem T9 (Hallo Josef... :winken) und haben außen "nur" noch ein paar Millimeter Silikatputz, im unteren Bereich Buntsteinputz.
     
  16. Robby

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    und wird in der höhe eine Abdichtung vorgesehen und was sagt der Bauleiter / Planer dazu? Kann man den nicht fragen was die so vorgesehen haben?
     
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Aufbau/Abdichtung Bodenplatte

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