Aufbau der Außenwand für KfW55-Haus

Diskutiere Aufbau der Außenwand für KfW55-Haus im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir planen den Bau eines EFH mit Klinkerfassade (im südlichen Münsterland) und überlegen momentan, ob sich eine Ausführung im...

  1. #1 ninaundandreas, 29. Dezember 2011
    ninaundandreas

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    Hallo zusammen,

    wir planen den Bau eines EFH mit Klinkerfassade (im südlichen Münsterland) und überlegen momentan, ob sich eine Ausführung im KfW55-Standard "lohnt" bzw. mit welchen Mehrkosten diese umzusetzen ist.

    Bisher ist die Ausführung der Außenwände (EG+OG, zweischalig mit Kerndämmung) wie folgt geplant:
    11,5 cm Klinker (Lambda: 0,8 W/mK)
    14 cm Mineralwolle 035
    17,5 cm Poroton-Planziegel-T18 0,8 DB (0,18 W/mK)
    2 cm Gipsputz (0,51 W/mK)

    Damit kommt man rechnerisch auf einen U-Wert von knapp 0,19 W/m²K.

    Meine Frage hierzu ist: Welche Ausführung würdet ihr empfehlen, um den U-Wert der Fassade möglichst kostengünstig zu verbessern? Welchen U-Wert würdet ihr für die Fassade eines KfW55-Hauses (unabhängig von der restlichen Ausführung) etwa empfehlen? Ich denke, dass es deutlich in Richtung 0,17 W/m²K gehen sollte, oder?

    Bereits jetzt vielen Dank für eure Antworten!

    Gruß

    Andreas
     
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  3. Livestrong

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    Gesamtkonzept
     
  4. #3 NorbertKoc, 29. Dezember 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Dezember 2011
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    ich würde schon mit 18 cm Steinwolle ins Rennen gehen, wenn nicht sogar noch mehr. Aber dafür solltest Du ein komplettes Konzept von einem Energieberater erstellen lassen. Schließlich willst Du doch sicher auch noch Geld von der KfW-Bank und dann ist dies Pflicht.
     
  5. alex2008

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    Die KfW stellt Anforderungen hinsichtlich H'T und den Primärenergieverbrauch.
    Letztere wird sehr dominant von der Haustechnik beeinflusst, während beim H'T die Dämmwerte und Ausführung der gesammten Hüllfläche alleine die Musik machen.
    Da kann man nicht nur bei allen Bauteilen mit den U-Werten varieren sondern auch mit den Wärmebrückenzuschlägen.
    Ohne Hirnschmalz kommen da 0.1 an Zuschlag auf jeden m2 Hüllfläche drauf.
    Mit etwas mehr Hirnschmalz plant man Details so dass man nur 0.05 ansetzen muß. Und mit ganz viel kann man die ganzen Wärmebrücken nachweisen und kann umgerechnet 1m2 Hüllfläche sogar noch weniger erreichen als die 0.05

    Dass Wie und Was solltest Du mit deinem Planer besprechen. Der kennt (hoffentlich) das Preisniveau in eurer Gegend und sollte in der Lage sein die Hülle entsprechend zu optimieren.
     
  6. #5 ninaundandreas, 30. Dezember 2011
    ninaundandreas

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    Vielen Dank schon mal für eure Antworten!

    Das Gesamtkonzept der Gebäudehülle sieht zur Zeit wie folgt aus:
    - Außenwände: wie oben beschrieben (U=0,18 W/m²K inkl. Fingerspalt)
    - Kelleraußenwände: 18 cm XPS 035 + 40 cm Beton (weiße Wanne) => U=0,18 W/m²K
    - Fenster: 3-fach Verglasung (Uw=1,0 W/m²K)
    - Haustür: U=1,0 W/m²K
    - Dach: 10 cm Hartschaumplatten 035 über den Sparren + 14 cm Zwischensparrendämmung 035 + 1,25 cm Gipskartonplatte (U=0,15 W/m²K)
    - Bodenplatte: 25 cm Beton + 14 cm EPS 035 + 7 cm Zement-Estrich (U=0,23 W/m²K)

    Ob diese Werte für den Effizienzhaus-Standard 55 ausreichen, wird derzeit berechnet.

    Was haltet ihr von diesem Gesamtkonzept? Sind die einzelnen Bauteile eurer Meinung nach einigermaßen aufeinander abgestimmt oder macht bei einigen Bauteilen mehr/weniger Dämmung Sinn?

    Vielen Dank für weitere Anregungen!
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    kann mir mal einer vernünftig erklären warum ich bei 17,5cm
    Aussenwände einen 0,18er Stein verwenden soll ???

    m.e. nach:

    - Druckfestigkeit = ade (!)
    - Schallschutz = ade (!)

    des einzige was mir der 0.18er Stein gesehen am Wandaufbau
    bringt ist einen besseren U-Wert (!)

    Probleme sehe ich ohnehin am Schallschutz da außen unverputzte
    Steine (!)

    aber vielleicht muss ich des ja nicht verstehn
     
  8. Gast036816

    Gast036816 Gast

    Josef - das soll alles durch 20 mm gipsputz innen ausgeglichen werden!
     
  9. #8 ninaundandreas, 30. Dezember 2011
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    Na seht ihr, und genau deshalb wollte ich die Planung nicht nur EINEM Fachmann blind überlassen bzw. höre ich mir immer gerne mehrere Meinungen an.

    Der vorgeschlagene Wandaufbau kommt von meinem Planer und ist m.W. ein "Standardaufbau" bei vielen seiner Projekte. Ich gehe auch davon aus, dass er diesen wegen der besseren Wärmedämmung einsetzt. Der Ziegel hat Druckfestigkeitsklasse 8 und Rohdichteklasse 0,8.

    Wie es mit der Druckfestigkeit aussieht, kann ich nicht direkt beantworten. Ist das ein Problem bei der 17,5er Wand?

    Auch den effektiven Schallschutz könnt ihr besser beurteilen. Dazu muss man vielleicht wissen, dass das Grundstück am Ende einer Sackgasse liegt und man von der entfernten Durchgangsstraße schon draußen kaum etwas hört. Kann der Schallschutz trotz dessen ein Problem sein?
     
  10. archi3

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    Weshalb die Kelleraussenwände 40 cm dick sein sollen..., die WW ist wahrscheinlich nicht der Grund dafür - oder?

    Ich bezweifle auch, dass XPS 035 bei 180 mm noch mit 0,035 gerechnet werden kann (jedenfalls mir bekannte Firmen - austrotherm und BASF - haben XPS bei 180 mm nur mit 0,040 im Programm), damit wäre UKelleraussenwand nur 0,21 W/m2K - oder welcher Hersteller hat XPS 180 mm mit 0,035 im Lieferprogramm?
     
  11. #10 ninaundandreas, 30. Dezember 2011
    ninaundandreas

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    Hallo archi3,

    ich habe mich auch schon gefragt, ob die Wände wirklich so dick sein müssen. Das muss ich beim nächsten Termin noch mal erfragen. Was ist denn die gewöhnliche Betonstärke bei weißer Wanne? Kann es auch mit der zweischaligen Ausführung der Außenwände zu tun haben, da das Verblendmauerwerk ja auch auf der Kellerwand stehen muss, oder?

    Die Fa. Dow hat beispielsweise das Material Roofmate im Programm, was es mit Wärmeleitfähigkeiten von 0,037 und sogar 0,031 W/m²K gibt und was als Perimeterdämmung zugelassen ist. Ich will aber gar nicht wissen, was das Zeug kostet...

    Gibt es denn dann überhaupt eine wirtschaftlich und technisch vertretbare Lösung, um den Keller derart gut zu dämmen? Oder macht dies eh keinen Sinn?
    Ich weiß nicht, ob die Experten hier das nachvollziehen können, aber es scheint mir als Laie doch recht schwer, eine vernünftige Lösung zu finden. Ich bin durchaus bereit, für eine vernünftige und nachhaltige Lösung auch mehr Geld auszugeben, da ich auch nicht unbedingt von sinkenden Energiekosten ausgehe. Vom u.U. erhöhten Komfort mal ganz abgesehen. Aber es muss auch irgendwo realisierbar bleiben.

    Vielleicht noch mal kurz zu unserer Situation: Wir wollen den Keller nicht als Wohnraum nutzen. Ein bis zwei Räume (Werk-Hobbyraum und Fitnessraum) sollen eine Heizung bekommen (nur temporär beheizt), dann gibt es noch den Vorratskeller (der möglichst kühl bleiben sollte), den Technikraum und die Waschküche. Was mir zum Verständnis für die EnEV-Berechnungen bisher fehlt: Wenn der Keller komplett gedämmt würde, müssten dann auch alle Räume beheizt werden? Macht dann u.U. eine vernünftige Dämmung der Kellerdecke zum EG mehr Sinn?
     
  12. kehd

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    Wenn Ihr nicht im Keller wohnen wollt, warum dämmt Ihr ihn dann?
    Den Vorratskeller bekommt Ihr nie kühl. Was heißt kühl eigentlich? 20°C, 5°C?
    Wir haben einen ungedämmten Keller. Im Augenblick herrschen dort 16°C. Letztes Jahr war die niedrigste Temperatur so 12°C.
    Statt Heizung eine Jacke anziehen.
     
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  14. #12 ninaundandreas, 30. Dezember 2011
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    Tja, die Frage ist durchaus berechtigt. Ursprünglich wollten wir den Keller auch nicht dämmen und ihn als reinen Nutzkeller haben. Aber im Lauf der Planungen hat sich das so entwickelt. Ein Argument des Planers war, dass es sich in der EnEV-Berechnung negativ auswirkt, wenn die Wärmeerzeuger außerhalb der gedämmten Hülle untergebracht werden. Ich kann aber im Moment nicht einschätzen, wie groß der Unterschied in den Berechnungen ist.
    Beim Vorratskeller habe ich auch so meine Bedenken. Ich habe in einem anderen Beitrag von einem Bauherrn gelesen, die im Vorratskeller schon die Dämmung unter der Bodenplatte weggelassen haben, und trotzdem sei es noch zu warm. Für Lebensmittel ideal wären ja Temperaturen bis max. 10°C. Aber das kann man bei Neubauten wahrscheinlich vergessen, oder hat jemand eine gute Lösung dafür?
    Wenn man den Keller insgesamt nur mäßig dämmen und nicht beheizen würde und dafür die Kellerdecke zum Erdgeschoss gut dämmt, wird die Dämmung des Kellers dann in der EnEV-Berechnung gar nicht berücksichtigt? Der Keller hat ja mit Sicherheit immer noch eine recht große Pufferwirkung, oder wäre das energetisch wirklich wie ein Neubau ohne Keller (nur Bodenplatte auf Erdreich)?
     
  15. fmw6502

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    ein unbeheizter Keller innerhalb der thermischen Hülle wird über den Raumverbund mitbeheizt, bei unserem sind es derzeitig nur ca. 3° K weniger.

    Wenn ihr es kühler wollt, muß der Raum gegenüber dem Rest gedämmt werden inkl. ggfs. Klimaschutztür. Falls der gesamte Keller draußen bleiben soll, muß dieser entsprechend gegen den Rest des Hauses gedämmt werden.
    Spannend wird dann jeweils die Frage nach der Belüftung, da warme Luft von draußen (Sommer) oder beheizten Räumen schnell zum Kondensatationsproblem (begünstigt Schimmel) führen kann.

    Andersherum: was lagert man heute noch wie zu Großmutters Zeiten ein bzw. rentiert sich der Aufwand und ggfs. das Risiko?

    Für ein Effizienzhaus-55 ist der Uw-Wert der Fenster nicht gerade der Brüller. Dort gibt es leicht bessere Angebote. Wenn ihr nicht gerade einen Bunker mit Sehschlitzen habt, wird der Wärmeverlust über Fenster/Türen in der Größenordnung von einem Drittel der gesamten Verlusten liegen.
    Man kann an vielen Schrauben zur Erreichung drehen, welche die sinnvollste ist, hängt u.a. auch von Eurem Hausentwurf ab.

    BTW; KiKrSch? Kinderkrankenschwester oder ...?

    Gruß
    Frank Martin
     
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