Aufbau Kalkzementputz in Keller aus Kalksandstein?

Diskutiere Aufbau Kalkzementputz in Keller aus Kalksandstein? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, werte Forumsmitglieder, habe einen Neubau mit KS-Keller, den ich jetzt nach 2 Jahren Trocknungszeit verputzen will. Keller ist außen mit...

  1. #1 Theoderich, 11. März 2010
    Theoderich

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    Hallo, werte Forumsmitglieder,

    habe einen Neubau mit KS-Keller, den ich jetzt nach 2 Jahren Trocknungszeit verputzen will. Keller ist außen mit 2K-Dickschicht abgedichtet und mit EPS-Platten gedämmt, teilw. geheizt (Mischung Gästezimmer/Arbeitszimmer und richtiger Keller).

    Nach vielem Surfen komme ich zu dem Schluss, dass ein PII-Kalkzementputz das Material meiner Wahl sein sollte. Machen will ich es unter geübter Anleitung eines Freunde selbst unter Zuhilfenahme von Schnellputzschienen.

    - Behandlung Untergrund: Die Meinungen gehen auseinander: Mit einem Malerquast gut nässen, Vorstreichen mit Tiefengrund oder Aufbringen eines Spritzbewurfs? :confused:

    - Wahl des Putzmaterials: Vorschläge in Foren gehen von Maxit IP18 über MEP von Schwenk bis zu weber.dur 135 (Kosten so um die 8 Euro/40 kg); Baumarkt und Baustofffachhandel am Ort sagen unisono, einfacher Mauer- und Putzmörtel für 3 €/40 kg reicht auch (Baustofffachhandel hatte Teilstück selbst damit verputzt, schon recht rauh, aber ich will im Keller nicht mit der Wand kuscheln :D). Unterschiede?

    - Oberfläche nach Aushärten/Trocknen entweder mit echtem Silikatgrund und Innensilikat streichen oder Tapete, nachdem man Streichmakulatur zum Unterbinden der Zersetzungsreaktion des basischen Putzes mit der Metyhlcellulose des Kleisters aufgebracht hat.

    Kann mir jemand den Weg weisen bzw. sagen, ob das so richtig ist?

    Gruß, Theoderich
     
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  3. Netzer

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    Das versteh ich nicht! Streichmakulatur verwendet man doch um einen gleichmäßig saugenden Untergrund zu schaffen.Und um ein wegschlagen des Kleisters von der Tapete in den Untergrund zu verhindern.Welche Zersetzungsreaktion soll die Makulatur verhindern?

    Und-ich persönlich würde sowieso auf Zelluloseprodukte in Kellerräumen verzichten! Weis aber hier den Nutzungszweck und die klimatischen Verhältnisse nicht.
     
  4. #3 Theoderich, 12. März 2010
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    @ Netzer: Streichmakulatur soll einen gleichmäßig saugenden Untergrund erzeugen, genau, und den kann man mit Kalkzementputz einlagig mglw. nicht erhalten, so dass sich ggf. Kleinsthohlräume hinter der Tapete beim direkten Kleben bilden würden. Das Stück Wand, das ich mir Baustofffachhandel angeguckt hatte, war schon ziemlich rauh, verglichen mit dem Gipsputz, den ich ansonsten im Haus und beklebt habe.

    Zersetzungsreaktion: Verseifen des Kleisters (basischer Putz und Methylcelluose), dadurch Minderung der Haftkraft. Wenn das "Wegschlagen des Kleisters in den Untergrund" verhindert wird, dann wird der Kontakt Putz und Kleister unterbunden, und dann kann die Reaktion nicht stattfinden - Würde doch passen, was ich woanders gelesen habe, oder?

    Raumnutzung: Keller ist teilw. geheizt (Mischung Gästezimmer/Arbeitszimmer und richtiger Keller), aber in jedem Fall trocken.

    Wie gesagt, das ist Internet- und Baumarkt-Wissen, das mir als Laien einleuchtet - Deswegen frage ich ja hier im Expertenforum nach, weil ich nicht bewerten kann, ob es Unsinn ist oder nicht.
     
  5. Evander

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    Bei Kalksandstein kannst Du einen normalen Kalkzementputz nehmen. Ab einer gewissen Fläche stellt sich die Frage, ob man den Putz selbst anmischt aus Zement und Kalksand.
    Schienen würde ich nur für die Ecken verwenden und dort, wo die Wand sehr eben sein muss. (Fliesenspiegel)
    Verwenden würde ich einen Spritzbewurf und vornässen, wenn der Putz zu schnell zieht.
     
  6. Gast

    Gast Gast

    Hallo Theoderich
    mal meine Meinung:
    käme auf Deine Fähigkeiten an und wieviel qm überhaupt zu verputzen wären.
    Mit Kalkzementputz ist ein vorspritzen mit einer dünnen Sand-Zement Mischung als Haftbrücke notwendig da sonst der Putz nich richtig auf den Kalksandstein haftet.
    Raten würd ich Dir einen Maurer-Putzer mit zur Hilfe zu nehmen um mal zu zeigen wie das so geht.
    Zum anderen wird der Putz nur mit dem Reibbrett abgerieben und hat eine etwas rauhere Oberfläche.
    Wenn man nicht zügig arbeitet werden die Ansätze recht unsauber.
    Da Dein Keller trocken ist, ist doch zu überlegen auf Gipsputze zuzugreifen, da alle Vorarbeiten,außer Vornässen, entfallen und ein glatten,fast, streichfähigen Unterund bekommst.
    Aber auch da geht es als nicht geübter schon ans eingemachte.
    Wie gesagt, nimm Dir erst mal Hilfe, dann kannste immer noch sagen : mach ich selbst.
    schönes Wochenende
    Werner-Haan
     
  7. #6 Herr Nilsson, 13. März 2010
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    Nimm einen Kalkzementleichtputz. Vorspritzen brauchst Du da nicht, nach dem Ansteifen abfilzen (trocken!) oder nach dem Erhärten einen Filzputz drauf.
     
  8. #7 Theoderich, 14. März 2010
    Theoderich

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    Es amüsiert mich schon ein wenig, dass selbst hier im Bauexpertenforum die Meinungen diesbezüglich auseinandergehen, aber sei's drum. Gut, Tendenz ist klar, Kalkzement(leicht)putz soll es sein, nix Mörtel.

    Wird ein weber.dur 132 (=maxit ip18, wie ich inzwischen weiß), so weit bin ich schon. Und helfen wird mir ein erfahrener Freund. Das ganze ohne Vorspritzen (Wäre gemäß sg-weber nur beim weber.dur 135 nötig).

    Das mit dem schnellen Arbeiten ist so eine Sache, werde ich im Hinterkopf behalten, denn eigentlich wollte ich mir einen Teil zeigen lassen und dann den Rest allein machen, aber so könnte einer Ansetzen und der andere putzen, damit die Stöße schick werden. Schaun mer mal, was die Erfahrung so bringt!

    Und die Tapete lasse ich weg, wir werden dann mit Silikatfarbe streichen. Melde mich nach dem Putzen wieder...

    Danke für die Hinweise!

    Theoderich
     
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  10. #8 Herr Nilsson, 15. März 2010
    Herr Nilsson

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    Die Sache sieht so aus:
    Evanders Kalkzement (OHNE Leicht) geht auch, zieht nur schneller weg und ist spannungsreicher als ein Leichtputz. Baustellenmischung vergessen wir mal ganz schnell, besonders ohne Putzerfahrung. Meister Haans Zwang zum Vorspritz bei einem neuen Mauerwerk und "normalem" Unterputz war bis vor 20 Jahren auch aktuell, aber eben heute nicht mehr.
    Also Vorspritz kann, muss aber nicht. Leichtputz kann auch, muss aber nicht (dann der 110-er von sg-weber glaube ich, normaler Kalkzement).

    Statt Vorspritz:
    Erst 2/3 auftragen, aufkämmen, dann nach einigen Minuten das letzte Drittel der Putzstärke aufziehen. Das Material lässt sich dann am besten filzen, weils gleichmäßig saugt.
     
  11. Gast

    Gast Gast

    ja, Herr Stuckateurmeister, ich geb Ihnen ja auch vollkommen Recht, aber im Anliegen von
    Theoderich war halt zuerst die Rede vom Kalkzementputz.
    ich finde es ja gut das es nun bessere Putze gibt die auch für einen Nichtfachmann einfacher zu verabeiten sind.
    Darum gibt es ja auch Stuckateurmeister die es ja doch besser wissen müssen.
    nette Grüße
     
Thema: Aufbau Kalkzementputz in Keller aus Kalksandstein?
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