Aufdoppel der Sparren

Diskutiere Aufdoppel der Sparren im Dach Forum im Bereich Neubau; Liebes Forum, ich bin soeben dabei meinen Dachausbau zu planen und werde wohl die Sparren aufdoppeln müssen. Es handelt sich um ein Satteldach...

  1. #1 Dieter Rinke, 8. Dezember 2003
    Dieter Rinke

    Dieter Rinke Gast

    Liebes Forum,
    ich bin soeben dabei meinen Dachausbau zu planen und werde wohl die Sparren aufdoppeln müssen. Es handelt sich um ein Satteldach mit ca. 48 Grad Dachneigung. Die Sparren die jetzt eingebaut sind, sind zwischen 7,1cm u. 7,7cm breit und zwischen ca. 14,5cm bis 15,5cm tief (waren wohl mal 8 cm X 16 cm). Die Länge der Sparren beträgt ca. 4,70cm. Dazwischen soll dann eine Zwischensparrendämmung (Klemmrock). Danach Dampfbremse und 2,5cm Dämmung als Installationsebene. Dann Nut- und Federbrette bzw. GKPs.
    .
    Nun die Fragen:
    .
    1. Wenn ich die Sparren um 6 cm aufdoppele, sollte ich 6cm X 8cm Kantholz verwenden, da das Holz vermutlich nach der Lagerung von rund 6 Monaten noch trocken wird und daher schmaler wird. Oder sollte ich besser 7,5cm breites Kantholz verwenden?
    .
    2. In welchem Abstand sollte man welche Schraubengröße / -art verwenden?
    .
    Gruß
    Dieter
     
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  3. JDB

    JDB

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    Tipps für den Selberbauer :

    Wenn ich die statischen Konsequenzen geklärt hätte (Lastzuwachs, bis 30 kg/m² DF problematisch ?), würde ich wie folgt vorgehen:

    Sparren seitlich "aufdoppeln" :

    Rauhspund 28mm (ca.16er Breite) beidseitig an die Sparren anschließen. (Nut raumseitig)
    Bretter selbst aussuchen *krummeHundeVermeid*

    Nut+Feder muß natürlich nicht sein. Ist aber Standardware.


    Vorteile:
    • Der Sparren wird statisch wirksam verstärkt.
      Anschluß z.B. mit Spax-S 5.0x100, e=25cm
    • Mit Schnüren lässt sich das gleich fluchtgerecht ausbilden.
    • Durch beidseitiges Anbringen einfaches Dämmen.
      Auch im Bereich auf dem alten Sparren entsteht eine Fläche die durch 2 starre Flanken (die neuen Bretter) sehr gut dämmbar ist.
      (optimal: auch im Sparrenbereich ist nun gedämmt !)
    • Durch die beidseitigen Bretter entstehen sehr kurze Abstände für die Lattung. (Erhöhung der Steifigkeit)
     
  4. NBasque

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    @JDB

    Mit den angegebenen Maßen wird man wohl in Deutschland nicht fündig werden.

    Rauhspund (DIN 4072) wird in Brettstärken 19,5 - 22,5 und 25,5 mm hergestellt, Brettbreiten sind 96, 111 und 121 mm. Da auch noch die Nut weggeschnitten werden muß, nicht unbedingt zu empfehlen.

    Was jedoch problemlos verwendet werden kann ist "rauhe Schalung" als Breitware. Gibt es in 24, 28 und 38 mm Stärke
     
  5. #4 Dieter Rinke, 8. Dezember 2003
    Dieter Rinke

    Dieter Rinke Gast

    Sparren an der Seite aufdoppeln bei Kaltdach

    Liebes Forum,
    erstmal vielen Dank für die Antworten. Bei einer Aufdoppelung an den Sieten ergibt sich aber Folgendes:
    .
    Bei einer Sparrenbreite von ca. 7,5cm und ca. 4,8cm Breite der Aufdoppelung an den Seiten ergibt sich ca. 12,3cm Sparrenbreite (zumindest in der Tiefe von rund 10,0cm des Sparrens, die weiteren 6,0cm wären ja die Aufdoppelung). Bei einem Sparrenfeld von rund 57cm ohne Sparren gemessen (und ca. 66,9cm nach Aufdoppelung incl. Sparren) ergibt sich ein Sparrenanteil von 18,4%. Ein bischen viel oder ist das ausreichend bei 16cm Klemmfilz-Dämmung (WLG 035) und 2,5cm Untersparrendämmung (WLG 035)? Natürlich muss noch die Dämmung zwischen den beiden Aufdoppelungen auf dem Sparren in Höhe von 6cm berücksichtigt werden.
    .
    Gruß
    Dieter
     
  6. Gerd K.

    Gerd K. Gast

    Aus wechem Grund sollen denn die Sparren aufgedoppelt werden?

    Wenn es statische Erfordernisse sind, so ist dringend zu raten einen Fachmann (Statiker) zu fragen und die erforderlichen Maßnahmen mit ihm abzustimmen und rechnerisch nachweisen zu lassen. Entscheident ist dann das statische System des Daches und die Verbindungen zwischen Sparren und Verstärkung (!). Unter Umständen müssen auch die Detailpunkte (First, Fuß, Mittelpfette?) untersucht werden, sowie bei Lasterhöhung auch Folgebauteile.
     
  7. JDB

    JDB

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    @norbert

    *Zugeb* : 16er Breite is nicht. Aber fast.

    Folgendes kann ich problemlos bestellen (Lagerware) :

    Nordischer Rauhspund, getrocknet
    28mm / 146mm breit
    Ab Lager € 7,30 + MwSt.


    Die Nut lasse ich natürlich dran.
    Bei 28mm habe ich genug "Restfleisch" , so daß das kein Problem sein sollte.

    Aber wenn es Besseres gibt, lasse ich mich natürlich gern belehren.

    ----------------
    @Dieter:
    Bei den kleinen Sparrenabständen reicht natürlich einseitig.
    Mein Beispiel war ein Praxisbeispiel mit e=1.10m !
     
  8. #7 Dieter Rinke, 9. Dezember 2003
    Dieter Rinke

    Dieter Rinke Gast

    Warum aufdoppeln?

    Guten Morgen die Herren,
    .
    Gerd:
    ich möchte mein Kaltdach (Steildachsanierung) aufdoppeln, da ich nach EnEV, um den U-Wert von =<0,30 zu erreichen, bei einem Sparrenanteil von 13% und einer WLG 035 Isolierung eine Dämmstärke von mind. 15cm benötige.
    .
    Johannes:
    Fällt mir der Klemmfilz bei einseitiger Aufdoppelung nicht wieder entgegen? Er ist ja bei 16cm einseitiger Aufdoppelung erstmal nur 10cm am Sparren eingeklemmt und 6cm "in der Luft" neben dem Sparren. Erst anschließend kann ich doch die 6,0cm Dämmung über dem Sparren anbringen?!?!
    .
    Gruß
    Dieter
     
  9. JDB

    JDB

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    Wo ein Vorteil ist, ist auch Nachteil. :)

    Aber lieber fummeln, als "stumpf" ein Kantholz draufnageln/-schrauben, wären da doch die Hauptvorteile der seitlichen Verstärkung :

    1. statisch wirksame Verstärkung
    2. Ausrichtungsmöglichkeit

    Fallen die Punkte weg, dann kann ich auch einfach ein Kantholz anbringen...
     
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  11. #9 Dieter Rinke, 10. Dezember 2003
    Dieter Rinke

    Dieter Rinke Gast

    Vielen Dank

    Hallo die Herren,
    .
    vielen Dank für die Infos.
    .
    MfG
    Dieter
     
  12. th_viper

    th_viper

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    Hallo !

    Ich hol den alten fred mal hoch, da ich ebenfalls vorhabe, bei meinem Dach die Sparren aufzudoppeln. Das ist zwar erst 5 Jahre alt, aber als Kaltdach mit Dämmung auf der obersten Geschossdecke konzipiert und nun möchte ich die Fläche als Abstellfläche besser nutzen können.

    Die Sparren (Achsabstand 62,5 ) sind 8x16 KVH und ich möchte mit 8x8 aufdoppeln. Die ursprüngl. Lastannahmen bieten ausreichend Reserve für die zusätzliche Belastung.
    Dennoch überlege ich, die Aufdoppelung doch statisch nutzbar zu machen, in dem ich die Aufdoppelung nicht nur von unten verschraube, sondern auch noch verleime. (Ein seitliches Verstärken scheidet bei mir aus)

    Was haltet Ihr von dem Gedanken?

    Viele Grüße
    Thorsten
     
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