Auffüllung Streifenfundamente Recyclingmaterial

Diskutiere Auffüllung Streifenfundamente Recyclingmaterial im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, Wir legen demnächst mit unseren Streifenfundamenten los (demnächst, ha-ha....wenns wärmer wird) Eine Frage zur Auffüllung der späteren...

  1. #1 Surfer88, 26.01.2019
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    Hallo,

    Wir legen demnächst mit unseren Streifenfundamenten los (demnächst, ha-ha....wenns wärmer wird)
    Eine Frage zur Auffüllung der späteren Zwischenräume:
    Kann man hierzu auch Betonrecycling oder anderes Recycling Material verwenden? Die Bodenplatte ist seitens Statiker als Decke ausgelegt, sprich "freitragend".
    Damit dürfte es für mein Verständnis egal sein, was ich reinkippe, solang es Kapillarbrechend wirkt.

    Weiß vielleicht noch jemand alternativen zum normalen Schotter als Auffüllung? Eine gewisse Verdichtung muss trotzdem erreicht werden können.

    Folgefrage: Wir können die Streifenfundamente nicht gegen Erdreich betonieren, sondern müssen Einschalen. Wir haben damit danach eine innere Höhe von 70cm (+10cm Dämmung+20cm Bopla) ! Können wir 50 davon auch mit dem alten Erdreich auffüllen, oder sollten wir komplett aufschottern?

    Danke,
    MfG
     

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  2. #2 bauspezi 45, 26.01.2019
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    die Bodenverhältnisse kennt man nicht aber wenn der vorhandene Boden sich
    zur Auffüllung eignet ,klar doch, sollte auch etwas verdichtet werden,
    darauf aufschottern und auch verdichten .. Dämmung vorgesehen ?
    Die Bewehrung der Bodenplatte sollte den Gegebenheiten angepasst sein..
     
  3. #3 simon84, 26.01.2019
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    Ich glaub du hast hier einen Denkfehler.
    Was passiert mit der Bodenplatte, wenn z.B. eine bestimmte Stelle oder Ecke "mehr" nachgibt ?

    Der Untergrund ist sehr wohl sehr wichtig hier, auch wenn die Haupt-Lastabtragung über Streifenfundamente passiert.

    Beantworte doch mal die Frage zur Dämmung, ist die Dämmung unter oder über der Bodenplatte vorgesehen?
     
  4. #4 Surfer88, 26.01.2019
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    10cm Dämmung, dann 20cm Bodenplatte.
    Aber um den Diskussionen vorzubeugen leg ich noch das Bild unseres "Unterbaus" nach.
     

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  5. #5 simon84, 26.01.2019
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    Unter freitragender Bodenplatte mit Streifenfundament stelle ich mir normalerweise etwas anderes vor als dieses Plättchen mit 11 Stelzen drunter.
    Aber gut. Du wirst Recht haben, es geht hier eher um die Verfüllung als kapillarbrechende Schicht.

    Geeignetes RC Material (ggf. mit Zertifikat nötig) kann man hier durchaus verwenden.

    Genauere Infos sollte dir dein Statiker geben können. Aber bei RC aufpassen, da wird öfters mal verarscht (schwarze Schafe) und bekommt belasteten Dreck oder falsche Sieblinien bzw. Kornanteile.

    Und wie gesagt je nach Baugrundgutachten bzw. auf drauf achten ob RC überhaupt erlaubt ist.

    Ich persönlich würd mir den Recyclingdreck nicht antun, so teuer ist der Kies ja nun wirklich nicht, zumindest bei uns.
     
  6. #6 petra345, 26.01.2019
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    Also die kapilarbrechende Schicht ist ein Märchen. Das hat zumindest die Firma Gutjahr in ihren Versuchen herausgefunden. Das Wasser steigt in der Schicht durchaus 5 und mehr cm hoch.

    Aber diese Schicht erlaubt es dem Boden sein Wasser leichter in diese Schicht abzugeben. Setzungen sind damit schneller abgeklungen.

    Daß ein XPS im Boden ein Dämmstoff ist, glaubt vermutlich nur noch der Hersteller. Im laufe der Jahre haben sich die XPS Platten im Umkehrdach sowie im Boden mit Wasser doch vollgesogen und die Dämmwirkung ist vorbei. Trotzdem sieht man es immer noch überall auf den Baustellen als druckfesten Dämmstoff im Boden.

    Schaumglas ist eben erheblich teurer!

    Eine bessere aber nicht ideale Konstruktion wäre das XPS innerhalb des Kellers unter dem Estrich.


    .
     
  7. #7 Surfer88, 26.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 26.01.2019
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    Anbei meine beiden Bewehrungslagen....bitte um Bestätigung, dass es sich hier um eine 0815 Bewehrung handelt! (ich kenne Q188A 2 lagig...)

    Ist es mir erlaubt von den vorgeschlagenen 100mm XPS auf Schaumglas zu wechseln bezüglich EnEV vorgaben etc.?
    Oder sind die 100mm vom Statiker nun bindend?

    Danke
     

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  8. SIL

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    Ja das können Sie, Schaum glasschotter ist hat in thermischer Hinsicht kein Problem, kostet allerdings etwas mehr und 10cm ist ein recht dünnes Polster, 15cm ist eher so der Standard - schauen Sie nach WLG etc XPS vs Schaum glass etc und lassen Sie sich von Petra nicht verwirren, die Kapillarzugshöhe ist zwar bei knapp 10 cm bei Kies aber nicht bei XPS und fehlerhafte Dämmung in Umkehrdächern etc zeigt ja nicht, das XPS grundsätzlich also minderwertig zu betrachten ist.
     
  9. #9 Canyon99, 26.01.2019
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    Wir haben gerade im Herbst einen größeren Anbau - 12 x 6m - an unserem MFH realisiert. Auch mit Streifenfundamenten und Bodenplatte. Ich hatte im Vorfeld einige Rohbauer gefragt, was Sie von XPS Dämmung unter der Bodenplatte halten: Die Antwort war eindeutig: GAR NICHTS. Hauptargument war, daß nach wie vor Langzeiterfahrungen fehlen, wie sich das Material über die Jahre verhält. Außerdem ist die Dämmwirkung doch wesentlich besser, wenn du die Dämmung AUF der Bodenplatte realisierst. Auch der Statiker hat zu dieser Ausführung geraten.

    Ich würde außerdem zwischen den Streifenfundamenten neben der kapillarbrechenden Schicht unter der Bodenplatte noch eine Sauberkeitsschicht einziehen lassen. Kostet nicht viel und ich hab unter und über dieser Schicht jeweils noch eine doppelte Lage Baufolie einlegen lassen. Dazu dann noch WU Beton für die Bodenplatte.;)
     
  10. #10 Surfer88, 26.01.2019
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    Ganz kurz für meine Betrachtung der Sache: ich halte von Themen wie EnEV, EeG und Dämmung überhaupt gar nix! Jeder Euro der dafür investiert wird ist verlorenes Geld und wird sich niemals amortisieren!

    Ich überlege die seitliche Dämmung unserer Streifen mit Schaumglas zu machen, eher aufgrund der Tatsache, dass XPS sich doch über die Jahre mit Wasser vollsaugt. Ich denke unter der Platte sollten wir kein Feuchtigkeitsproblem bekommen....

    Danke allen für die Infos!
     
  11. #11 Lexmaul, 27.01.2019
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    Zeugt nicht gerade von Beschäftigung mit der Thematik Dämmung...
     
  12. #12 simon84, 27.01.2019
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    Neubau und nicht dämmen wollen passt jetzt auch nicht so Mega gut zusammen.
     
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  13. #13 Surfer88, 27.01.2019
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    Seitlich sind noch 289 x 8er stäbe, 2m länge eingezogen, als anschlussbewehrung zu den Streifenfundamenten.
    In der oberen Lage sind 72 x12er Stäbe, 12m länge eingezogen.
     
  14. SIL

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    Na dann viel Erfolg - vllt wäre der Erwerb einer bäuerlichen oder ländlichen Hütte sprich 'Scheune oder Schober' dann eher angemessen:mauer @bauspezi45 das ist schon in Ordnung so 1 Lage unten 2 oben, zumal Schnitte etc sowieso fehlen :winken:closed:
     
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  15. #15 Surfer88, 27.01.2019
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    Ändert nix, sinnlos Dämmen muss man in beiden Fällen :)
     
  16. #16 simon84, 27.01.2019
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    Ach ja ? Altbau muss man dämmen ? ( außer OGD)
     
  17. #17 simon84, 27.01.2019
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    Ist trotzdem eine blödsinnige Aussage.

    Die nachrüstpflichten sind so human im Altbau, einen Nachmittag Rolle Mineralwolle auf dem Dachboden ausrollen, materialkosten 2000-Max 5000 Eur

    Kann man auf keinen Fall mit Neubau vergleichen
     
  18. #18 Surfer88, 27.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 28.01.2019
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    Du sagst es ja schon völlig richtig: „Nachrüstpflicht“ !
    Und jetzt bitte rechnerisch die Amortisationszeit der Investition in 10 Jahren:
    5000€ Dämmung für OGD sollte 500€ Heizkosten Ersparnis pro Jahr ergeben...klingt für mich etwas unrealistisch.
    Probieren wir auf 15 Jahre: dann sinds 330€ pro Jahr....!
    Alles was sich innerhalb 10 Jahren nicht rechnet, ist unwirtschaftlich!
    Wenn es also so super geil und günstig wär, wieso versucht dann jeder drum rum zu kommen?
     
  19. #19 simon84, 27.01.2019
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    Ich weiss nicht wer laut deiner Definition "jeder" ist. Das ist mir zu allgemein.
    Generell ist die Senkung vom Energiebedarf für Gebäudeheizung eine sehr gute Sache.
    Die Ressourcen der Erde sind schließlich endlich und so ganz unbedeutsam ist der Verbrauch und die durch Individualfeuerung entstehende Umweltbelastung nicht.

    Und warum eine Dämmung der obersten Geschossdecke sich auf 10 Jahre rechnerisch auf 0 ausgehen muss ist mir nicht klar, wenn man z.B. durchaus von einer Lebensdauer von 20 Jahren ausgehen könnte ?

    Deine Definition von "unwirtschaftlich" teile ich hier nicht.
     
  20. #20 Surfer88, 28.01.2019
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    Richtig, falsche Wortwahl. Ich wollte darauf hinaus, dass die Nachfragen im Internet eher lauten „wie kann ich am günstigsten sanieren?“ und nicht „ich will das maximale EnEV Paket!!!“

    Die Ressourcen, auch energetisch zur Herstellung der Dämmung muss man dagegen Rechnen + die Entsorgung, dann ist das ganze gar nicht mehr so ökologisch sinnvoll! (m.M)
    Aber das ist natürlich auch ein Stück pers. Einstellung ggü. der Umwelt, klar!

    Wenn ich 20 Jahre darin lebe und die Dämmung sich nach 20 Jahren Amortisiert hat, hätte ich mit dem Geld auch was schöneres anfangen können oder?
    Wenn ich in etwas investiere, erwarte ich in absehbarer Zeit schließlich den Mehrwert.
     
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